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Finanz-Influencerin ganz offenFünf Learnings aus vier Jahren Selbstständigkeit

05.03.2025, 14:57 Uhr
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Finanz-Bloggerin Celine Nadolny hat den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und ihn nicht bereut. (Foto: Nadolny)

Am 1. März 2021 traf Celine Nadolny eine der mutigsten Entscheidungen ihres Lebens: Sie kündigte ihren Job und machte sich mit ihrem Finanz-Blog selbstständig. Heute sagt sie: "Ich habe in dieser Zeit unzählige Erfahrungen gesammelt." Und die gibt die junge Frau hier weiter.

Ihr Blog Book of Finance war Anfang 2021 kaum mehr als ein ambitioniertes Nebenprojekt. "Ich hatte weder große Ersparnisse noch eine Garantie, dass es langfristig funktioniert und musste nach meiner Kündigung noch eine fünfstellige Summe an Studiengebühren zurückzahlen", sagt die Influencerin Celine Nadolny rückblickend. "Und doch war es die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Die Selbständigkeit war bislang die härteste, aber auch die lohnendste Herausforderung meines Lebens." Hier verrät die 27-Jährige ihre fünf wichtigsten Learnings aus den vergangenen Jahren und welche Bücher ihr bei der Etablierung in der Selbstständigkeit geholfen haben. Ein Gastbeitrag von Celine Nadolny.

1. Achte darauf, von wem du dir Rat holst

Als ich meinen Blog gestartet habe, wurde ich oft belächelt. Die kleine Schwester mit den verrückten Ideen. Ein blondes Mädchen, das im Finanzbereich ernstgenommen werden wollte? Wer liest denn heute noch Bücher? Viele hielten es schlichtweg für eine nette Spielerei, aber niemand dachte, dass daraus ein Business entstehen könnte.

Noch größer wurde der Gegenwind, als ich meinen Vollzeitjob kündigen wollte. "Bist du sicher?", "Ist das nicht viel zu riskant?" oder "Mach das lieber weiter nebenbei!" waren die Sätze, die ich am häufigsten hörte.

Und genau da liegt das Problem: Viele Menschen raten einem aus ihrer eigenen Angst und Unsicherheit heraus ab. Sie selbst könnten sich niemals vorstellen, diesen Schritt zu gehen – also projizieren sie ihre Zweifel auf dich. Aber wenn du selbständiger Unternehmer werden willst, solltest du nicht nur den Rat von Menschen einholen, die nie den Mut hatten, diesen Weg selbst zu gehen.

Stattdessen brauchst du ein Umfeld, das dich unterstützt und ab und an dennoch den Spiegel vorhält – und damit sind wir beim nächsten Punkt.

2. Schaffe dir ein starkes Umfeld

Erfolgreiche Unternehmer haben eines gemeinsam: Sie sind von den richtigen Menschen umgeben – hatten aber meist auch schon genügend Menschen um sich, denen sie keine Träne nachweinen. Ein starkes Netzwerk aus ehrlichen Sparringspartnern, Experten und Freunden kann den Unterschied zwischen Wachstum und Stillstand ausmachen.

Hilfreich sind:

  • Menschen, die fachlich exzellent sind und ehrliches Feedback geben.

  • Kontakte zu Steuerberatern, Anwälten und anderen Experten, die bei unternehmerischen Entscheidungen helfen.

  • Sparringspartner, die mit dir gemeinsam wachsen und auch mal unbequeme Wahrheiten aussprechen.

Absolut nicht hilfreich sind:

  • Ja-Sager, die dich nur bestätigen, aber nicht herausfordern.

  • Nörgler, die dir permanent erklären, warum etwas nicht funktionieren kann.

  • Blender, die viel reden, aber wenig liefern.

Ein starkes Netzwerk kann einen enorm nach vorne bringen, aber: es ersetzt nicht harte Arbeit.

3. Von nichts kommt nichts – Erfolg gibt es nicht zum Nulltarif

"Selbständigkeit bedeutet Freiheit!" Das ist das Bild, das oft in den sozialen Medien vermittelt wird. Und ja, die Selbstständigkeit gibt Freiheiten – aber nur für diejenigen, die bereit sind, wirklich alles zu geben.

Als Angestellte wusste ich nicht, was es bedeutet, dass "von nichts nichts kommt". In der Selbständigkeit gibt es kein festes Gehalt, keine garantierte Sicherheit. Das Einkommen hängt 100 Prozent von der eigenen Leistung ab.

Das bedeutet:

  • Niemand interessiert sich dafür, ob du krank bist, eine schwierige Phase hast oder einfach mal keine Lust hast – wenn du nicht lieferst, verdienst du nichts.

  • 24/7-Mindset statt 9-to-5: Vor allem am Anfang dreht sich dein Leben nur um dein Business.

  • Finanzielle Unsicherheit gehört dazu – gerade in der Anfangsphase musst du mit Schwankungen umgehen können.

Ich habe in den ersten Monaten mehr gearbeitet als jemals zuvor in meinem Leben. Aber genau das hat sich ausgezahlt – ohne, dass es dafür jemals eine Garantie gab. Heute stehe ich finanziell sehr gut da, kann mir auch mal Freiräume nehmen, aber noch immer arbeite ich jede Woche mindestens 60 Stunden. Wer denkt, dass die Selbständigkeit ein Spaziergang ist, wird schnell eines Besseren belehrt.

4. Bewusste Pausen sind Pflicht

Ich gebe zu: Auch ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich dachte, dass Pausen Zeitverschwendung sind. Aber unser Körper und unser Geist brauchen Erholung, sonst fahren wir irgendwann körperlich und mental gegen die Wand.

Pausen sind keine Schwäche, sondern eine Strategie, um langfristig leistungsfähig zu bleiben.

Was mir hilft:

  • Meditation & Achtsamkeit

  • Sport & Bewegung

  • Gesunde Ernährung

  • Spaziergänge an der frischen Luft

Selbständige sind selbst ihr wichtigstes Kapital, daher müssen sie darauf achten, dass sie gesund und leistungsfähig bleiben.

5. Dein Warum muss stärker sein als deine Zweifel

Viele träumen von der Selbständigkeit, weil sie reich werden wollen. Das Problem: Geld allein ist niemals Motivation genug. Ich kenne einige, die in die Selbständigkeit gestartet sind, ohne eine klare Idee oder Leidenschaft. Sie wollten einfach nur "irgendwas machen, um viel Geld zu verdienen". Fast alle sind gescheitert.

Der Schlüssel ist ein starkes Warum. Bei mir war es die Leidenschaft für Finanzbildung. Ich wollte Menschen helfen, fundierte Entscheidungen über ihr Geld zu treffen. Und genau das hält mich auch in schwierigen Phasen motiviert.

Wenn du in deiner Selbständigkeit erfolgreich sein willst, frage dich:

  1. Wofür brenne ich?

  2. Was würde ich auch tun, wenn ich kein Geld dafür bekommen würde?

  3. Welchen Mehrwert biete ich anderen Menschen?

Nur wer diese Fragen beantworten kann und immer wieder nachjustiert, wird langfristig durchhalten.

Drei Bücher, die mir in der Selbstständigkeit geholfen haben

Wissen ist Macht und die richtigen Bücher können helfen, Business und Mindset auf das nächste Level zu bringen. Diese drei Werke kann ich besonders empfehlen:

Die 7 Wege zur Effektivität von Stephen R. Covey

Ein absoluter Klassiker, der dir zeigt, wie du produktiver, fokussierter und erfolgreicher wirst – egal, ob im Business oder im Privatleben.

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The Big Five for Life von John Strelecky

Dieses Buch hilft dir dabei, dein Warum zu finden und dein Leben so zu gestalten, dass du wirklich erfüllt bist.

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Ich bin Influencer von Dominik Fuhrmann und Annette Winkler

Ein Must-Read für alle, die online sichtbar werden, mit Social Media ihr Business skalieren und dabei rechtlich sicher gehen wollen.

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Diese Bücher haben mich nicht nur inspiriert, sondern auch mit konkreten Strategien und Mindsets versorgt, die mir geholfen haben, mein Business erfolgreich aufzubauen.

Fazit: Selbständigkeit ist hart – aber der Aufwand lohnt sich

Vier Jahre Vollzeit-Selbständigkeit haben mir mehr beigebracht als jedes Studium oder jede Ausbildung. Es war eine Reise voller Herausforderungen, Rückschläge, aber auch riesiger Erfolge.

Wenn du darüber nachdenkst, selbst den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen, dann vergiss nicht:

  • Hol dir Rat von den richtigen Menschen.

  • Bau ein starkes Netzwerk auf.

  • Sei bereit, härter zu arbeiten als jemals zuvor.

  • Nimm dir bewusst Pausen, um langfristig leistungsfähig zu bleiben.

  • Finde dein Warum – denn nur das wird dich wirklich antreiben.

Ich bereue es keine Sekunde, diesen Weg gegangen zu sein – und vielleicht bist du ja der oder die Nächste, die den Schritt wagt.

Es handelt sich um einen Gastbeitrag von Celine Nadolny. Die Bloggerin wurde für ihr Projekt BookofFinance.de bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, darunter der Black-Bull-Award für den besten Finanzkanal, der Tiger-Award als Content-Creator des Jahres und der Medienpreis der Stiftung Finanzbildung als Finanzblog des Jahres.

Quelle: ntv.de