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Oder lieber ins Netz einspeisen?Solarstrom an Nachbarn verkaufen? So ist es erlaubt

30.03.2026, 10:29 Uhr
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Überschüssigen Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen oder lieber an den Nachbarn verkaufen? (Foto: Imago / Chromorange)

Die Sonne scheint und die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach läuft auf Hochtouren. Warum den Überschuss nicht dem Nachbarn anbieten? Ganz so einfach ist es nicht, denn bevor der Deal steht, sind einige Bedingungen zu klären. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach ist für viele Hausbesitzer ein wichtiger Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit und Klimafreundlichkeit. Doch was passiert mit dem Strom, der an sonnigen Tagen nicht selbst verbraucht wird? Eine Möglichkeit ist der Verkauf an die Nachbarschaft. Aber lohnt sich das mehr als die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz?

PV-Strom an den Nachbarn verkaufen: Sorgfältige Planung unerlässlich

Wer schon vor der Installation der Anlage die Möglichkeit in Betracht zieht, den Solarstrom später an den Nachbarn zu verkaufen, muss das bei der Planung berücksichtigen. Schließlich erhöht sich entsprechend der Energiebedarf. Auch unabhängig davon ist eine gute Planung wichtig. Die Größe der Anlage muss zu den Bedingungen vor Ort passen. Wer sich über eine Solaranlage auf seinem eigenen Dach informieren möchte, wird beim Komplettanbieter Enpal fündig. Hier gibt es zunächst die Möglichkeit, unverbindliche und kostenlose Angebote anzufordern und sich beraten zu lassen. Entscheidet man sich für die Durchführung des Baus, übernimmt Enpal alle Schritte von der Planung über die Installation bis zur Anmeldung.

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So geht es: Solarstrom an den Nachbarn verkaufen

Auch eine gut geplante PV-Anlage hat in der Regel immer wieder Zeiten, in denen ein Überschuss produziert wird – gerade im Sommer, in der Mittagszeit, wenn im eigenen Haushalt eher weniger Strom verbraucht wird. Dieser Überschuss kann verkauft werden, entweder als Einspeisung ins öffentliche Stromnetz oder eben an den Nachbarn. Letzteres ist jedoch an einige bürokratische und technische Hürden gebunden:

  • Zusätzliche laufende Kosten: Wer Strom gegen Entgelt an den Nachbarn liefert, gilt rechtlich als Energieversorger. Dadurch fallen ggf. Gebühren und EEG-Umlage an.

  • Messstellenbetriebsgesetz (MsbG): Regelungen zum Messwesen müssen eingehalten werden.

  • Abschluss eines Stromliefervertrags: Klare Regelungen zu Preis, Menge, Lieferzeitpunkt etc. sind notwendig.

  • Anmeldung beim Netzbetreiber: Jede Stromlieferung muss angemeldet werden.

  • Haftungsfragen: Wer haftet bei Stromausfällen oder Schäden beim Nachbarn, die durch den gelieferten Strom entstehen?

  • Zusätzlicher Stromzähler: Für die genaue Erfassung der an den Nachbarn gelieferten Strommenge ist in der Regel ein separater, geeichter Zähler notwendig. Das wiederum bedeutet zusätzliche Kosten

  • Lastmanagement: Bei mehreren Abnehmern oder schwankender Erzeugung kann ein intelligentes Lastmanagement erforderlich sein.

Grundsätzlich gibt es zudem zwei Möglichkeiten, den Nachbarn mit Strom zu versorgen: entweder über eine Direktleitung, die aber eben auch zusätzlich installiert werden muss, oder über das öffentliche Netz. Dabei handelt es sich dann um den sogenannten Mieterstrom. Hier können zusätzliche Gebühren und regulatorische Anforderungen für die Durchleitung von Strom notwendig sein.

Solarstrom für den Nachbarn – oder lieber einspeisen?

Der Verkauf von Solarstrom an Nachbarn kommt nur infrage, wenn er wirtschaftlich für beide Seiten sinnvoll ist. Der Nachbar müsste einen günstigeren Preis erhalten, während der Betreiber der PV-Anlage höhere Erlöse erzielen sollte als bei der Einspeisung ins öffentliche Netz. Ob das tatsächlich der Fall ist, hängt vom Einzelfall ab. Entscheidend sind unter anderem das lokale Strompreisniveau, die geltende Einspeisevergütung und die mit dem Modell verbundenen Zusatzkosten.

Für die Einspeisung spricht vor allem der geringere Aufwand. Sie ist in der Regel mit weniger Bürokratie verbunden, die Vergütung ist fest geregelt und damit vergleichsweise gut planbar. Zusätzliche technische Anforderungen fallen meist ebenfalls geringer aus. Wer einen Verkauf an Dritte erwägt, sollte sich vorab rechtlich und technisch beraten lassen.

Eine dritte Option ist es, den Eigenverbrauch des Stroms durch einen Solarspeicher zu erhöhen. So kann überschüssiger Strom später noch genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint oder die Anlage nicht liefert. Auch hier lohnt es sich, einen geplanten Speicher schon vor der Installation mitzudenken. Wer im Bilde ist, kann aber auch entsprechende Speicher direkt im Internet ordern. Bei Amazon gibt es einen modularen 15-kWh-Speicher derzeit für 2.367,90 Euro.

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Bei der Installation eines Stromspeichers ist aber auch zu bedenken, dass sich dadurch die Anfangsinvestition erhöht und sich unter Umständen die Amortisierung verzögern kann. Durch den höheren Eigenverbrauch kann aber noch mehr Solarstrom für den eigenen Haushalt genutzt und die Stromrechnung vom Versorger dadurch weiter gedrückt werden.

Quelle: ntv.de