Platinum Card & Co.Das ist der wahre Grund, warum sich eine Kreditkarte von American Express lohnt

American Express wird oft mit Flughafen-Lounges, Chauffeur-Service oder dem Metall-Design der Platinum Card verbunden. Der eigentliche Mehrwert liegt für viele jedoch in den finanziellen Vorteilen und Zusatzleistungen im Alltag.
American Express Platinum: So rechnet sich die Jahresgebühr
Die Jahresgebühr der Platinum Card wirkt auf den ersten Blick hoch. Bei knapp 60 Euro pro Monat beziehungsweise 720 Euro pro Jahr schrecken viele zunächst verständlicherweise zurück. Der eigentliche Vorteil liegt jedoch in der Kombination aus zwei Faktoren: den wertvollen Membership Rewards Punkten sowie den festen Guthaben und Zusatzleistungen, die die Jahresgebühr deutlich reduzieren oder teilweise sogar vollständig ausgleichen können.
Bei der Platinum Card können schon allein diese drei ausgewählten Benefits den Preis relativieren:
340 Euro Startbonus bei Erreichen des Mindestumsatzes
200 Euro Reiseguthaben pro Jahr
200 Euro SIXT-ride-Guthaben pro Jahr
Macht zusammen: 740 Euro Gegenwert. Damit liegt der direkte Gegenwert bereits über der regulären Jahresgebühr der Platinum Card.
Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich etwa die Konditionen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.
Das Reiseguthaben in Höhe von 200 Euro lässt sich für Flüge, Hotels oder Mietwagen einsetzen, die online unter www.americanexpress.de/reisen direkt gebucht und bezahlt werden.
Zusätzlich gibt es jährlich 200 Euro Guthaben bei SIXT ride, aufgeteilt in acht Fahrten à 25 Euro. Für Flughafentransfers oder Chauffeurfahrten kann das praktisch sein.
Den Startbonus gibt es gestaffelt: 160 Euro nach 6.000 Euro Umsatz in den ersten sechs Monaten nach Kartenerhalt, weitere 180 Euro nach zusätzlichen 4.000 Euro Kartenumsatz im selben Zeitraum.
Natürlich gilt wie bei allen kostenpflichtigen Kreditkarten: Die Vorteile lohnen sich nur, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Wer regelmäßig luxuriös reist, Hotel und Flug über die Kreditkarte zahlt oder ohnehin Taxi- oder Transferkosten hat, kann den Wert gut ausschöpfen.
Membership Rewards: Der eigentliche Geheimtipp
Noch interessanter wird die Rechnung bei den Membership Rewards Punkten. Mit jedem Kartenumsatz werden Punkte gesammelt, die sich später etwa für Reisen, Gutscheine oder bestimmte Zahlungen einlösen lassen. Üblicherweise gibt es dabei einen Punkt pro ausgegebenem Euro. Zusätzlichen Wert bringen die aktuellen Willkommensboni: Statt eines ausgezahlten Startbonus erhalten Neukunden derzeit bei der Platinum Card bis zu 85.000 Extra-Punkte und bei der Gold Card bis zu 50.000 Extra-Punkte.
Mit den Punkten lassen sich Kartentransaktionen nachträglich begleichen. Der höchste Gegenwert wird allerdings durch die Umwandlung in Flugmeilen erreicht. So können die Punkte für Flugreisen bzw. Upgrades in die Business oder First Class verwendet werden.
Der Unterschied zu klassischen Cashback-Kreditkarten: Membership Rewards Punkte erzielen bei Einlösung mitunter einen deutlich höheren Gegenwert.
Für wen sich die Gold Card lohnt
Nicht jeder braucht direkt die Platinum Card. Genau deshalb ist die Gold Card für viele der sinnvollere Einstieg. Die Gebühr ist mit 20 Euro im Monat deutlich niedriger. Zusätzlich werden weiterhin Membership Rewards Punkte gesammelt, zudem besteht Zugriff auf Amex Offers.
Wer regelmäßig online einkauft, Reisen bezahlt oder größere Alltagsausgaben über die Karte laufen lässt, kann auch mit der Gold Card schnell hohe Punktebeträge aufbauen.
Warum viele die American Express Cards falsch bewerten
Der größte Denkfehler bei American Express besteht oft darin, die Karte ausschließlich als Statussymbol zu betrachten. Tatsächlich stehen eher die Zusatzleistungen und Bonusprogramme im Mittelpunkt. Wer die enthaltenen Guthaben regelmäßig nutzt und Membership Rewards Punkte sinnvoll einsetzt, kann die Jahresgebühr zumindest teilweise ausgleichen. Besonders bei der Platinum Card summieren sich die verschiedenen Leistungen vergleichsweise schnell:
Reiseguthaben
SIXT-ride-Guthaben
Membership Rewards Punkte
Lounge-Zugänge
Reiseversicherungen
Hotelstatus-Vorteile
Zusammengenommen entsteht ein Paket, das für Vielreisende und Punktesammler schnell wirtschaftlich sinnvoll werden kann.
Alternative: Eurowings Kreditkarte Premium
Eine andere Kreditkarte für Vielreisende ist die Eurowings Kreditkarte Premium der Easybank: Momentan gibt es für Neukunden 3.000 Prämienmeilen für das Miles-&-More-Programm als Willkommensbonus. Dazu gibt es weitere Vorteile wie eine kostenfreie Sitzplatzreservierung beim Buchen von Flügen, Priority Check-in und mehr.
3.000 Prämienmeilen zur Begrüßung
Kostenfreie Mitnahme von Sportgepäck
Inklusive Versicherungspaket (u. a. Reiserücktrittsversicherung und Mietwagenvollkaskoversicherung)
Keine Fremdwährungsgebühr und gebührenfreies Geldabheben im Ausland
Im ersten Jahr bezahlen Karteninhaber nur den halben Preis. Anschließend kostet die Eurowings Kreditkarte Premium 99 Euro pro Jahr. Damit ist sie im Vergleich zu den American Express Karten erschwinglich, bietet aber auch keine so umfangreichen Leistungen wie Reise- oder Mobilitätsguthaben.
Fazit: Nicht nur der Status macht die American Express aus
Die zentrale Erkenntnis bei American Express ist letztlich recht simpel: Der Mehrwert entsteht weniger durch das Prestige der Karte als durch die Kombination aus Guthaben, Bonuspunkten und Zusatzleistungen. Bereits die festen Guthaben der Platinum Card können die effektiven Kosten spürbar reduzieren. Hinzu kommen Membership Rewards Punkte sowie verschiedene Reise- und Servicevorteile, die den Gesamtumfang der Karte erweitern.