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Kreditkarte American ExpressLohnt sich die Platinum Card wirklich? Der Preis-Leistungs-Check

11.06.2026, 08:00 Uhr
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Die American Express Platinum Card kann sich für Inhaber lohnen, die häufig reisen. (Foto: American Express, KI-generiert)

Die American Express Platinum Card kostet 60 Euro monatlich, also 720 Euro im Jahr. American Express wirbt auf der Website mit Leistungen im Gegenwert von über 2.000 Euro. Für wen geht diese Rechnung auf? Der Check.

Wer die American Express Platinum Card aus dem Portemonnaie zückt, setzt direkt ein Statement: Die Kreditkarte aus Metall sieht edel aus. Den Lifestyle-Look und mit der Karte verbundene Serviceleistungen lässt sich American Express allerdings auch gut bezahlen, denn das Entgelt für die Karte liegt bei 60 Euro pro Monat. Damit zählt sie hierzulande zu den teuersten Kreditkarten für Privatkunden – klar, dass sich das nicht für jeden lohnt. Wer trifft mit der Kreditkarte eine gute Wahl?

American Express Platinum Card: Jahresgebühr für Extra-Leistungen

720 Euro Jahresgebühr klingen erst einmal happig für eine Kreditkarte, die für viele in erster Linie als Zahlungsmittel dienen soll. Die American Express Platinum Card verspricht dafür ein ganzes Paket aus Guthaben, Lounge-Zugang, Statusvorteilen und mehr. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Preis – sondern die Frage, ob die Vorteile zum eigenen Alltag passen.

Die Kreditkarte richtet sich vor allem an Menschen, die regelmäßig reisen, komfortabler unterwegs sein und ihre Kartenzahlungen strategisch zum Punktesammeln nutzen möchten. Die folgenden Services und Leistungen gelten als Aushängeschilder der Platinum Card:

  • Aktuell: bis zu 85.000 Punkte gestaffelter Neukundenbonus

  • Teilnahme am Membership Rewards Programm

  • Jährliche Guthaben: 150 Euro für Restaurants, 200 Euro für Online-Reisebuchungen, 200 Euro für SIXT ride, 100 Euro für Shopping bei Lodenfrey

  • Zugang zu weltweit mehr als 1.550 Flughafen-Lounges (Lufthansa-Lounge-Zugang nur noch bis 30. September 2026)

  • Priority Pass für Airport-Lounges: für Kartenbesitzer und Zusatzkartenbesitzer mit jeweils einem Gast (Gegenwert: 918 Euro)

  • Inkludiertes Versicherungspaket, wenn die Reisen über die Karte gezahlt werden (Kfz-Schutzbrief, Reise-Unfallversicherung, Reisegepäckversicherung und mehr)

  • Bis zu 5 Zusatzkarten (eine weitere aus Metall sowie 4 Gold Cards)

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American Express Platinum Card mit bis zu 85.000 Membership Rewards Punkten
720,00 € / Jahr

Der Bonus ist an einen Mindestumsatz gekoppelt und erfolgt gestaffelt: Nach 6.000 Euro Kartenumsatz innerhalb der ersten sechs Monate erhalten Kunden 40.000 Membership Rewards Punkte. Weitere 45.000 Punkte gibt es nach weiteren 4.000 Euro Umsatz. Gut zu wissen: Den Willkommensbonus in Form von Membership Rewards Punkten gibt es nur über einen Link wie unseren. Wer von sich aus auf der Website von American Express sucht, findet lediglich ein Startguthaben in Höhe von 340 Euro.

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Platinum Card: Wiegen die Services die Kosten auf?

Der offensichtlichste Gegenwert steckt in den jährlich nutzbaren Guthaben. Dazu zählen:

  • 200 Euro Online-Reiseguthaben für Flüge, Hotels oder Mietwagen über das American-Express-Buchungstool

  • 150 Euro Restaurantguthaben bei teilnehmenden Restaurants weltweit

  • 200 Euro SIXT ride Fahrtguthaben in Form von acht Gutscheinen à 25 Euro

  • 100 Euro Shopping-Guthaben bei Lodenfrey (50 Euro pro Halbjahr)

Zusammen ergibt das 650 Euro an Guthaben pro Jahr. Wer diese regelmäßig nutzt und ausschöpft, kann damit den Großteil der Kartengebühr schon wieder reinholen. Aber auch, wer die Guthaben nicht jährlich voll ausschöpft, kann die anderen Leistungen der Karte so in Anspruch nehmen, dass sich das hohe Kartenentgelt rentiert.

Priority Pass für Vielflieger: Zutritt zu Airport-Lounges mit der Platinum Card

Der Priority Pass gewährt weltweiten Zugang zu Flughafen-Lounges. Mit der Platinum Card erhalten Haupt- und Zusatzkarteninhaber jeweils einen Priority Pass in der höchsten Ausführung "Prestige" im Wert von je 459 Euro Jahresgebühr kostenlos als Inklusivleistung. So ergeben sich, wenn eine Haupt- sowie die Platinum-Zusatzkarte genutzt werden, Benefits im Wert von 918 Euro pro Jahr – und Karteninhaber können weltweit in über 1.550 Lounges der Flughafenhektik entkommen und entspannen.

Mögliche Reisevorteile mit der Platinum Card

Die enthaltenen Reiseversicherungen gibt American Express auf der eigenen Internetseite mit 116 Euro Gegenwert pro Jahr an. Hinzu kommen weitere Leistungen, die von der Anzahl der Reisenden und der Art der Reisen abhängig sind. Ein Beispiel: Wer zu zweit eine einwöchige Reise unternimmt und dabei die Mietwagenvollkaskoversicherung sowie die Fahrzeug- und Hotelupgrades bei teilnehmenden Partnern von American Express wahrnimmt, kann damit laut American Express weitere 231 Euro sparen.

Ebenfalls praktisch auf Reisen: Inhaberinnen und Inhaber der American Express Platinum Card erhalten automatisch Status-Upgrades bei Mietwagen- und Hotelpartnern wie Sixt, Avis, Hilton Honors oder Radisson. Je nach Programm können sie in teilnehmenden Hotels etwa kostenfrei frühstücken, ohne Zusatzgebühren einen Late-Check-out buchen oder ohne Aufpreis eine höhere Zimmerkategorie buchen.

Membership Rewards Punkte: Diese Einlösemöglichkeiten gibt es

Pro Euro Umsatz mit der Platinum Card gibt es einen Membership Rewards Punkt im Bonusprogramm von American Express. Der eigentliche Wert der Punkte hängt nicht nur davon ab, wie viele gesammelt werden, sondern vor allem davon, wie sie eingelöst werden. Dafür haben Kunden von American Express verschiedene Möglichkeiten:

  • Umwandlung in Prämienmeilen verschiedener Airlines, Hotels und Hotelketten

  • Eintausch in Sachprämien

  • Bezahlung mit Punkten, etwa bei Amazon

  • Gutscheine

  • Spenden

Den höchsten Gegenwert bieten oft Reise-Einlösungen: Die Punkte können unter anderem für Flüge, Hotels oder Mietwagen genutzt oder zu Airline- und Hotelprogrammen übertragen werden. Reisende, die Prämienflüge, Upgrades oder Hotelaufenthalte buchen möchten, können hier einen Mehrwert aus ihren Punkten herausholen. Der konkrete Gegenwert hängt aber immer von der gewählten Einlösung, Verfügbarkeit sowie möglichen Steuern und Gebühren ab.

American Express: Wie sieht es mit versteckten Zusatzkosten aus?

Die fixe Monatsgebühr liegt bei 60 Euro. Hinzu kommen mögliche Zusatzkosten, die Inhaber im Hinterkopf haben sollen: Bargeldabhebungen kosten vier Prozent des abgehobenen Betrags, mindestens fünf Euro. Bei Zahlungen in Fremdwährungen fällt zudem eine Fremdwährungsgebühr von zwei Prozent an. Für Bargeld und Fremdwährung ist die Karte damit nicht die günstigste Wahl.

Im Alltag ist die Platinum Card deshalb vor allem dann interessant, wenn sie für bargeldlose Zahlungen, Reisebuchungen und planbare Ausgaben genutzt wird. Wer im Ausland häufig in Nicht-Euro-Währungen zahlt oder regelmäßig Bargeld abhebt, sollte zusätzlich eine andere Reisekreditkarte ohne Fremdwährungs- und Abhebegebühren dabeihaben.

Fazit: Was kostet die American Express Platinum Card wirklich?

Die Jahresgebühr von 720 Euro ist ganz schön happig, und auch der Mindestumsatz zum Erreichen der 85.000 Membership Rewards Punkte ist mit insgesamt 10.000 Euro üppig. Wer die Leistungen nur auf dem Papier gut findet, zahlt viel Geld für ungenutzte Extras.

Den von American Express angepriesenen Gegenwert von über 2.000 Euro vollständig auszuschöpfen, dürfte für viele Karteninhaber eher unrealistisch sein. Schließlich müssen dafür zahlreiche Guthaben, Statusvorteile, Versicherungen, Lounge-Besuche und weitere Extras konsequent genutzt werden.

Trotzdem kann sich die American Express Platinum Card finanziell rentieren. Ein Beispiel: Inhaber, die das Restaurant- sowie Reiseguthaben vollständig aufbrauchen und für sich selbst den Priority Pass im Wert von 459 Euro aktivieren, holen finanziell schon 809 Euro als Gegenwert heraus – und damit mehr, als die Karte pro Jahr kostet. Das zeigt: Wer zumindest einen Teil der jährlichen Guthaben nutzt, die Membership Rewards Punkte clever einlöst und auf Reisen regelmäßig den Lounge-Zugang sowie die Hotel- und Mietwagenvorteile in Anspruch nimmt, findet in der American Express Platinum Card einen vielseitigen Begleiter mit gerechtfertigtem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Günstigere Alternative mit Reisevorteilen: American Express Gold Card

Wem die Platinum Card zu teuer oder zu reiselastig ist, findet mit der American Express Gold Card eine günstigere Alternative. Sie kostet 20 Euro im Monat beziehungsweise 240 Euro im Jahr und sammelt ebenfalls Membership Rewards Punkte. Die Gold Card bietet weniger Reiseleistungen als die Platinum Card, kann sich aber für alle lohnen, die vor allem Punkte sammeln und regelmäßig Lifestyle-Leistungen wie exklusive Angebote und Reiseversicherungen nutzen möchten. Aktuell gibt es für Neukunden zudem bis zu 55.000 Membership Rewards Punkte als Willkommensbonus, wenn sie innerhalb der ersten sechs Monate 5.000 Euro umsetzen.

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American Express Gold Card (Rosé) mit bis zu 55.000 Membership Rewards Punkten
240,00 € / Jahr

Alternative von Easybank: Eurowings Kreditkarte Premium

Eine stärker auf Flüge ausgerichtete Alternative ist die Eurowings Kreditkarte Premium von Easybank. Sie kostet im ersten Jahr 49,50 Euro, danach 99 Euro jährlich, und sammelt Miles & More Prämienmeilen statt Membership Rewards Punkte. Derzeit gibt es 3.000 Willkommensmeilen.

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Eurowings Easybank
Eurowings Kreditkarte Premium
49,50 € im ersten Jahr (anschließend 99,00 € im Jahr)

Zu den Vorteilen zählen unter anderem gebührenfreie Zahlungen in Fremdwährungen, kostenlose Bargeldabhebungen im Ausland, Priority-Check-in und Fastlane-Nutzung an ausgewählten Flughäfen, Sportgepäck-Vorteile und Reiseversicherungen. Damit ist die Karte deutlich günstiger als die Platinum Card von American Express, aber auch weniger flexibel. Sie lohnt sich vor allem für Menschen, die regelmäßig mit Eurowings fliegen oder gezielt Miles & More Meilen sammeln möchten.

Quelle: ntv.de