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Fast wie auf der großen LeinwandDie fünf besten 4K-Fernseher fürs perfekte Kino-Erlebnis

25.02.2026, 12:36 Uhr
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Für echte Cineasten muss ein Fernseher vor allem mit starkem Bild auftrumpfen. Wir zeigen fünf Modelle, die sich für Filmfans lohnen. (Foto: istockphoto.com)

Wer zu Hause echtes Kinogefühl will, braucht den richtigen Fernseher – und der muss mehr leisten als bloße 4K-Auflösung. Wir zeigen fünf Modelle für echte Cineasten.

Heimkino ist längst kein Nischenthema mehr. Streamingdienste liefern Inhalte in Dolby Vision und Dolby Atmos, Blu-rays in rasiermesserscharfem 4K. Doch das alles entfaltet auch nur dann seine Wirkung, wenn der Fernseher wirklich mitspielt. Bildqualität, Kontrast, Farbtiefe und die Raumgröße entscheiden darüber, ob das Erlebnis wirklich überzeugt. Als Faustregel gilt: Ab 65 Zoll lohnt sich die Investition in ein hochwertiges Gerät, bei größeren Räumen darf es auch deutlich mehr sein.

Was ein Fernseher für Kino-Fans können muss

Wer beim Filmabend wirklich eintauchen will, braucht vor allem zwei Dinge: satten Kontrast und präzise Farben. OLED-Panels liefern echtes Schwarz durch pixelgenaue Abdunkelung, während Mini-LED-Modelle mit hoher Spitzenhelligkeit punkten. Unterstützung für HDR-Formate wie Dolby Vision oder HDR10+ ist dabei kein Luxus, sondern Pflicht. Auch die exakte Farbdarstellung ist relevant. Hier besitzen vielen Modelle einen bestimmten Kino-Modus, der das Bild so wenig wie möglich mit Zwischenbildern oder sonstigen Anpassungen verfälscht.

Hinzu kommt im Heimkino natürlich das Thema Ton: Viele aktuelle Top-Modelle integrieren zwar Dolby Atmos und teils auch ohne externe Soundbar recht ordentlichen Klang; wer aber wirklich tief ins Kinoerlebnis einsteigen möchte, sollte dringend über ein 5.1-oder 7.1-Audiosystem nachdenken. Für die meisten Anwendungsfälle für Cineasten gilt: Ein gutes Panel ist die Basis, alles andere lässt sich im Zweifelsfall auch nachrüsten.

Oscarreifes Bild: Samsung GQ65S95F

Mit seinem High-End-Modell S95F zielt Samsung klar auf ein starkes Kino-Bild mit möglichst wenig Alltagshürden ab. Das QD-OLED-Panel verbindet den typischen OLED-Kontrast (sehr dunkle Schwarzwerte) mit kräftiger Farbdarstellung. Und die "Glare Free"-Entspiegelung soll Reflexionen so weit drücken, dass HDR auch tagsüber im helleren Wohnzimmer nicht sofort verpufft.

Für Filmfans ist außerdem wichtig, dass Samsung beim Topmodell das eigene OLED HDR Pro und einen leistungsfähigen Neural Quantum 4K AI Gen3-Prozessor kombiniert. Das ist vor allem bei Streaming-Material in wechselnder Qualität relevant: Die Qualität von Hochskalierung und Bildverarbeitung entscheidet darüber, ob Details sauber bleiben und ob feine Abstufungen in dunklen Szenen nicht absaufen.

Die Details:

  • Display: 65 Zoll, 3.840 × 2.160 Pixel, QD-OLED, bis 165 Hz

  • Bild-Features: OLED HDR Pro, HDR10+ Adaptive, HDR10, HLG (kein Dolby Vision)

  • Betriebssystem: Tizen (2025), 7 Jahre Update-Garantie

  • Film-Modus: Filmmaker Mode

  • Anschlüsse: 4× HDMI 2.1 (One Connect Box), 3×USB, WLAN, Bluetooth

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Der zentrale Haken für einige Heimkino-Set-ups: HDR10+ ist bei Samsung dabei, Dolby Vision allerdings nicht. Je nach Streamingdienst kann das die beste HDR-Fassung einzelner Titel betreffen. Außerdem gilt bei matten Anti-Glare-Beschichtungen generell: Sie können in sehr hellem Umgebungslicht das Schwarz minimal in den Graubereich anheben, was ein bewusster Kompromiss fürs weniger spiegelnde Bild ist.

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

LG OLED G5: OLED-Benchmark in Sachen Helligkeit

Auch LG bietet mit dem Topmodell OLED G5 ein stimmiges Kino-Erlebnis im Wohnzimmer – vor allem dann, wenn der Raum abgedunkelt ist. Bei dem hier verbauten RGB-Tandem-OLED-Panel setzt der Hersteller dabei auf vier Farbschichten statt drei. Dies soll die Spitzenhelligkeit auf gemessene 2.446 Nits heben. Das ist nach Erkenntnissen aus den Testlabors LGs hellster OLED bisher – und liegt damit in der Spitze knapp vor dem Samsung S95F. Hifi.de vergab im Test entsprechend die Note 9,4 (sehr gut).

Dass Dolby Vision IQ an Bord ist und sich über umfangreiche Tone-Mapping-Optionen feinsteuern lässt, ist für Filmabende mit modernem Streaming-Material ein klarer Vorteil. Der Filmmaker Mode lässt sich zudem je nach Raum in einem Ambient-Mode-Profil anpassen.

Die Details:

  • Display: 65 Zoll, 3.840 × 2.160 Pixel, RGB-Tandem-WOLED, bis 165 Hz

  • Bild-Features: Dolby Vision IQ, HDR10, HLG

  • Betriebssystem: webOS 25, 5 Jahre Software-Updates

  • Film-Modus: Filmmaker Mode, Filmmaker Ambient Mode

  • Anschlüsse: 4× HDMI 2.1 (1× eARC), 3× USB, WLAN, Bluetooth

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Kleiner Wermutstropfen: Die neue Magic Remote kommt flacher und kompakter daher, besitzt aber keine physischen Zifferntasten mehr; wer auf eine klassische Fernbedienungsstruktur setzt, wird kurz umdenken müssen. Der Sound des Geräts gilt als ordentlich für einen Flachbildfernseher, steht aber im Vergleich zur integrierten Optik in der Kritik. Wer Kinoklang erwartet, muss den G5 wahrscheinlich um externe Lautsprecher ergänzen.

RGB-WOLED und QD-OLED: Was ist der Unterschied?

Samsung und LG setzten bei ihren Topmodellen auf unterschiedliche OLED-Techniken. Grundsätzlich gilt bei beiden Panels: Jeder Bildpunkt leuchtet selbst und kann komplett abschalten, das ermöglicht einen sehr hohen Kontrast und echtes Schwarz. Der Unterschied zwischen den Technologien liegt darin, wie genau die Farben erzeugt werden.

RGB-OLED (oft einfach "WOLED" genannt) erzeugt weißes Licht, das dann über Farbfilter in Rot, Grün und Blau aufgeteilt wird. Häufig ergänzt um ein zusätzliches Weiß-Subpixel (W), für mehr Helligkeit.

QD-OLED geht einen anderen Weg: Hier erzeugt ein blauer OLED-Layer das Licht. Quantum Dots wandeln dann Teile davon in Rot und Grün um. Weil die Farberzeugung über die Quantenpunkte sehr "rein" ausfällt und weniger Licht durch Farbfilter verloren geht, kann QD-OLED bei HDR-Inhalten kräftige Farben bei sehr hoher Helligkeit liefern.

Sony Bravia 8 II: Hier kommt der Ton aus dem Display

Sony kehrte mit dem Bravia 8 II als QD-OLED-Flaggschiff 2025 laut Tests in die TV-Spitzenklasse zurück – und brachte dabei ein Alleinstellungsmerkmal mit, das kein Konkurrent in dieser Form bietet. Das sogenannte Acoustic Surface Audio+-System versetzt laut Hersteller das OLED-Panel selbst in Schwingung, sodass der Ton direkt aus dem Bild kommt. Der Test von connect.de bescheinigt dem System so eine sehr spezielle Klangbühne, direkt vor dem Bild. Das macht den Bravia 8 II zu einem der wenigen Fernseher, bei denen man zumindest auf eine Soundbar verzichten kann.

Beim Bild setzt Sony auf seinen Cognitive Processor XR mit KI-gestützter Szenenerkennung und einen Professionell-Modus, der laut Hersteller eine ab Werk kaum nachjustierungsbedürftige Farbgenauigkeit liefern soll – ähnlich einem Filmmaker-Mode, aber mit Sonys eigenem Kalibrieransatz. Dolby Vision und IMAX Enhanced sind ebenfalls an Bord, HDR10+ allerdings nicht. Hifi.de vergab ebenfalls die Note 9,4 (sehr gut).

Die Details:

  • Display: 65 Zoll, 3.840 × 2.160 Pixel, QD-OLED, 120 Hz

  • Bild-Features: Dolby Vision, IMAX Enhanced, HDR10, HLG

  • Betriebssystem: Google TV (Android)

  • Film-Modus: Professionell-Modus (Sony-Kalibrierung)

  • Anschlüsse: 2× HDMI 2.1, 2× HDMI 2.0, 2× USB, WLAN, Bluetooth

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Wichtiger Hinweis für komplexere Heimkino-Set-ups und kleiner Nachteil: Nur zwei der vier HDMI-Ports unterstützen den vollen HDMI-2.1-Standard. Das Gerät ist zudem ausschließlich in 55 und 65 Zoll erhältlich – wer eine größere Diagonale sucht, muss auf andere Modelle ausweichen.

Philips 65OLED910 – Ambilight und ein starkes OLED-Panel

Was den Philips OLED910 aus der Reihe der anderen OLED-Flaggschiffe heraushebt, ist nicht allein das Bild: Als einziges Modell dieser Auswahl strahlt das Philips-exklusive Ambilight an allen vier Bildkanten rückseitig ab und taucht damit den gesamten Raum in ein zum Filminhalt passendes Licht. Das soll die Immersion deutlich erhöhen. Unter dem Display steckt laut Hersteller zudem eine integrierte Soundbar von Bowers & Wilkins inklusive Bassgehäuse in der Rückseite.

Gleichzeitig setzt Philips laut computerbild.de auf dasselbe RGB-Tandem-OLED-Panel wie der LG G5, was dem OLED910 eine sehr hohe Spitzenhelligkeit und einen breiten Farbraum beschert. Technisch ist der OLED910 zudem das vielseitigste Modell dieser Runde: Er unterstützt laut Hersteller alle vier gängigen HDR-Formate inkl. HDR10+ und Dolby Vision. Zusammen mit dem Filmmaker Mode, Google TV als Betriebssystem und vier HDMI-2.1-Anschlüssen ist das Gesamtpaket besonders für Filmfans sehr rund. Entsprechend stark sind Testwertungen der Fachpresse, die meist die Note "sehr gut" zücken.

Die Details

  • Display: 65 Zoll, 3.840 × 2.160 Pixel, RGB-Tandem-OLED, 120 Hz

  • Bild-Features: Dolby Vision, HDR10+, HDR10, HLG

  • Betriebssystem: Google TV (Android 14)

  • Film-Modus: Filmmaker Mode, Calman-kalibrierbar

  • Anschlüsse: 4× HDMI 2.1, 2× USB, WLAN, Bluetooth

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Hisense 65U8Q: Mini-LED-Alternative für helle Räume

Der Hisense 65U8Q ist der einzige LCD-Vertreter dieser Auswahl – und er kämpft trotzdem auf Augenhöhe mit OLED-Flaggschiffen. Der Grund liegt in der Mini-LED-Pro-Hintergrundbeleuchtung, die laut Hersteller mehr als 2.000 Dimming-Zonen und eine gemessenen Spitzenhelligkeit von knapp 4.000 Nits bietet, die kein OLED-Panel erreichen kann. Das eignet sich besonders gut für helle Räume.

Connect.de bescheinigte dem Hisense-TV im Test darüber hinaus eine werkseitig gut kalibrierte Farbwiedergabe im Filmmaker Mode, der jetzt offiziell auch eine Raumlichtanpassung mitbringt. Dazu stimmt das Gesamtpaket: Dolby Vision IQ, HDR10+, IMAX Enhanced und eine Pantone-Validierung für Farbtreue überzeugen vor allem Cineasten.

Die Details:

  • Display: 65 Zoll, 3.840 × 2.160 Pixel, VA-Panel mit Mini-LED Pro (QLED), bis 165 Hz

  • Bild-Features: Dolby Vision IQ, HDR10+, IMAX Enhanced, HLG

  • Betriebssystem: VIDAA U9

  • Film-Modus: Filmmaker Mode mit Raumlichtanpassung

  • Anschlüsse: 3× HDMI 2.1, 1×USB-C (DisplayPort 1.4), 2× USB, WLAN, Bluetooth

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Als kleines Minus fällt auf, dass statt der sonst üblichen vier HDMI-Ports nur drei vorhanden sind – wer viele externe Quellen gleichzeitig anschließen möchte, muss das einkalkulieren. Und ein LCD bleibt strukturell ein LCD: In komplett verdunkelten Räumen werden absolute Schwarzwerte wie beim OLED nicht erreicht. Hier bleiben auch die dunkelsten Töne immer leicht grau.

Fazit: OLED bleibt das Maß der Dinge für Kino-Fans

Die Übersicht zeigt: Bei den besten 4K-Fernsehern für Cineasten stehen OLED-Panels hoch im Kurs. Die Technologie erzeugt eben herausragende Kontraste und strahlende Farben. Klar: Die funktionieren in dunklen Räumen am besten, aber kaum ein Film-Fan dürfte sein Heimkino am Filmabend taghell ausleuchten. Wer einen Top-TV kaufen möchte, muss aber auch ein entsprechendes Budget mitbringen. Die High-End-TVs mit 65 Zoll kosten um die 2.000 Euro. Dafür gibt es aber auch starkes Bild – und eine zukunftssichere Ausstattung.

Quelle: ntv.de