Bedienung, Robustheit & Co.Diese 3 Kriterien machen ein gutes Seniorenhandy aus

Ältere Menschen können mit zeitgenössischen Smartphones oft wenig anfangen – die vielen Funktionen überfordern sie schnell. Seniorenhandys sind daher auf das Wichtigste reduziert. Welche guten Modelle gibt es?
Moderne Smartphones sind viel mehr als nur ein Telefon. Neue Entwicklungen vergrößern den Funktionsumfang stetig. Die Jugend freut sich – ältere Menschen hingegen können mit diesen technischen Spielereien oft nicht viel anfangen. Ein Mobiltelefon, mit dem sie unterwegs telefonieren, SMS schreiben und einen Notruf absetzen können, reicht vielen schon aus. Welche Kriterien sollte ein solches Seniorenhandy erfüllen? Drei Merkmale – und drei Modelle für verschiedene Bedürfnisse.
Seniorenhandys: Diese Merkmale sind wichtig
Einfache Bedienung: Ein gutes Seniorenhandy zeichnet sich durch große Tasten, ein Display mit großer Schrift und einen vergleichsweise geringen Funktionsumfang aus. So findet der Nutzer die wichtigen Features auf einen Blick, zum Beispiel Anrufe tätigen, das Telefonbuch öffnen oder eine SMS schreiben. Viele für Senioren konzipierte Geräte haben zudem eine Notfalltaste, die bei Bedarf sofort eine oder mehrere individuell festgelegte Nummern wählt.
Robustheit: Das Gehäuse und das Display sollten stabil und möglichst nicht rutschig sein (oder per Hülle geschützt). So kann das Gerät ohne Sorge in der Hosentasche transportiert werden und hält auch einen versehentlichen Sturz aus. Staub- und Wasserschutz sind ebenfalls von Vorteil.
Lange Akkulaufzeit: Seniorenhandys verfügen nur über die wichtigsten Funktionen und verzichten auf Technikspielereien. Daher hält der Akku länger als bei modernen Smartphones. Ein gutes Seniorengerät sollte bei gelegentlichem Gebrauch mindestens eine Woche Saft haben. Dann sind die Nutzer auch noch erreichbar, wenn sie das Aufladen mal vergessen oder das Ladekabel verlegen.
Simvalley Mobile: Seniorenhandy mit Bildtasten
Einfacher als dieses Modell geht es kaum: Statt einer Vielzahl an Tasten oder ein Touch-Display verfügt das Simvalley-Seniorenhandy über vier große Direktwahltasten. Hinter die jeweilige Folie schiebt man Fotos der Kontakte, sodass sich der Nutzer nicht merken muss, welche Nummer wo gespeichert ist. Das Hinterlegen der Telefonnummern ist etwas mühselig, da es keine Zifferntasten gibt. Ist das aber erstmal geschafft, sind die Foto-Tasten dafür umso leichter zu bedienen.
Tasten: 4 Schnellwahltasten mit Fotos, Notfalltaste auf der Rückseite
Eigenschaften: Hörgerätegeeignet, sturzfest
Funktionen: Taschenlampe, GPS, Bluetooth, Radio
Die Notfalltaste befindet sich auf der Rückseite und wird durch Schieben betätigt. Ist GPS aktiviert, sendet das Gerät dann sogar automatisch den Google-Maps-Standpunkt via SMS an die Notfallkontakte – zusätzlich zum Telefonanruf.
Seniorenhandy der Einsteigerklasse: Emporia Simplicity
Ein ebenfalls einsteigerfreundliches Modell ist das Simplicity-Seniorenhandy von Emporia. Es kommt mit drei Direktwahltasten, einer Taste für das Telefonbuch und einer Notfalltaste. Zudem sind weitere praktische Funktionen an Bord, darunter auch ein Kalender mit Erinnerungsfunktion. Diese kann zum Beispiel bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten helfen.
Tasten: 3 Schnellwahltasten, Notfalltaste auf der Rückseite
Eigenschaften: Hörgerätegeeignet, spritzwasser- und staubfest nach IP54, sturzfest
Funktionen: Taschenlampe, Kalender, Wecker, Taschenrechner, Alarm, Radio, Bluetooth
Ebenfalls nützlich: Das Gerät steckt man zum Laden, ähnlich wie ein Festnetztelefon, in eine Ladeschale. Senioren mit eingeschränkter Motorik erspart das ein friemeliges Einstecken des Kabels. Im Stand-by-Modus hält der Akku das Emporia Simplicity laut Hersteller über zwei Wochen durch. Wer es nicht täglich nutzt, muss es also recht selten laden.
iPhone SE (2022): Smartphone-Alternative für technikaffine Senioren
Die älteren Generationen sind zwar nicht mit smarten Computern im Handformat aufgewachsen – dennoch sind einige Senioren aufgeschlossen für moderne Technik. Für solche Menschen eignet sich beispielsweise das neue iPhone SE von Apple.
Zugegeben: Ein Seniorenhandy ist das iPhone SE in der dritten Generation nicht. Allerdings schafft das Mittelklasse-Modell gekonnt den Spagat aus aktuellen Features und einsteigerfreundlichen Funktionen. Mit der Wiedereinführung des Home-Buttons setzt Apple auf Retro-Flair – und erleichtert damit auch die Bedienung. So ist dort für das einfache Entsperren der Fingerabdrucksensor verbaut, zudem gelangt man mit nur einem Tastendruck ins Menü.
Display: 4,7 Zoll (11,9 Zentimeter), Touch-Bedienung
Eigenschaften: Hörgerätegeeignet, wasser- und staubfest nach IP67, sturzfest
Funktionen: Taschenlampe, Kalender, Taschenrechner, Alarm, Bluetooth, GPS und mehr
Home-Button: einfache Steuerung ins Menü, Fingerabdrucksensor
Telefonieren, Social Media oder Videochatten mit den Enkelkindern: Senioren, die Spaß an neuer Technik haben, finden in diesem Smartphone einen tollen Allrounder. Wer direkt einen passenden Tarif zum Handy möchte, der schaut sich bei Netzanbieter o2 um. Hier gibt es das iPhone SE im Free-M-Vertrag für einen Euro. Ebenfalls top: Bei den 20 Gigabyte Datenvolumen muss im Seniorenhaushalt nicht einmal ein WLAN-Netzwerk verfügbar sein – die Menge reicht zum Surfen, Chatten und Videotelefonieren in jedem Fall aus.
Einmalige Kosten für Handy, Versand und Anschluss: 45,98 Euro
o2 Free M mit 20 Gigabyte, Allnet-Flat und 5G: 39,99 Euro / Monat
24 Monate Laufzeit
100 Euro Wechselbonus
Zieht man von den Gesamtkosten die UVP des Smartphones und die Wechselprämie ab, landet man bei einem fairen effektiven Tarifpreis von 16,11 Euro.
Das macht ein gutes Seniorenhandy aus
Ein gutes Seniorenhandys bietet eine einfache Handhabung, die auch bei Seh- oder Hörschwächen sowie mangelnder Feinmotorik noch gewährleistet ist. Die Modelle sind nur mit den wichtigsten Funktionen ausgestattet und verzichten auf einen Menü-Dschungel. Für technikaffine Senioren bieten sich auch Einsteiger- oder Mittelklasse-Smartphones an – zur leichten Bedienung verschiebt man hier alle wichtigen Funktionen auf den Startbildschirm und deaktiviert ungenutzte Anwendungen.
