Doppelt frittiert besser? Fünf Heißluftfritteusen mit Doppelkammer im Vergleich

Mehr Platz im Airfryer: Heißluftfritteusen mit Doppelkammer können zwei Gerichte gleichzeitig zubereiten – und dabei nicht nur Zeit, sondern auch Energie und Nerven sparen. Wir zeigen fünf Modelle im Vergleich.
Dieses Problem kennt jeder Hobbykoch: Das Hauptgericht ist eigentlich fertig, die Beilagen brauchen aber noch zehn Minuten – die sich bei der Zubereitung von Speisen quälend lang anfühlen können. Heißluftfritteusen mit Doppelkammer lösen genau dieses Problem.
Dank zwei unabhängiger Garzonen lassen sich Hauptgericht und Beilage gleichzeitig und bei unterschiedlichen Temperaturen zubereiten. Synchronisierungsfunktionen ermöglichen, dass beides zur gleichen Zeit auf dem Tisch landet. Wir zeigen fünf Doppelkammergeräte im Vergleich.
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Der typische Doppelkammer-Airfryer: Cosori Dual Basket
Die Cosori Dual Basket bietet laut Hersteller mit 8,5 Litern Gesamtvolumen ausreichend Platz für echte Familienmahlzeiten. Sechs voreingestellte Kochprogramme sollen dabei von Pommes bis Hähnchen die gängigsten Anwendungsfälle abdecken. Eine optionale App-Steuerung ermöglicht zudem eine zusätzliche Individualisierung.
Alle abnehmbaren Teile, inklusive der antihaftbeschichteten Körbe, sind spülmaschinengeeignet. Damit soll auch das Reinigen nach der Zubereitung kein Problem mehr sein. Verbrauchermagazin Imtest lobt im Einzeltest vor allem Bedienung und Handhabung, erkennt aber auch leichte Schwächen bei der Heißluftzufuhr von unten, was zum Beispiel bei Pizzen ein Problem sein kann.
Die Details:
Volumen: 8,5 Liter
maximale Temperatur: 230 °C
Maße und Gewicht: 44,0 × 39,1 × 30,3 cm; 9,0 kg
Anzahl Garprogramme: 6
Synchronisierung: ja (Sync-Finish)
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Ninja Double Stack XL: Großes Volumen auf kleinem Raum
Ninja geht mit der Double Stack XL einen eher ungewöhnlichen Weg: Statt auf zwei Schubladen nebeneinander setzt das Gerät auf ein vertikales Design mit zwei übereinander liegenden Kammern. Das macht die Heißluftfritteuse laut Hersteller rund 30 Prozent schmaler als vergleichbare Modelle und damit eher platzsparend.
Das nach wie vor große Gesamtvolumen von 9,5 Litern verteilt sich auf zwei Schubladen mit je 4,75 Litern. Auf diese Weise sollen auch größere Mahlzeiten problemlos zubereitet werden. Imtest lobt im Test die Gar-Ergebnisse des Stapel-Airfryers und hebt die einfache Bedienung hervor. Allerdings fehlen Komfortfunktionen wie zum Beispiel eine Schüttel-Erinnerung während der Zubereitung.
Die Details:
Volumen: 9,5 Liter (2× 4,75 Liter)
maximale Temperatur: 240 °C
Maße und Gewicht: 28,0 × 38,5 × 47,0 cm; 10,3 kg
Anzahl Garprogramme: 6
Gar-Synchronisierung: ja (SYNC) und Einstellungs-Übertragung (MATCH)
Heißluftfritteuse mit Doppelkammer: Diese Funktionen sind wichtig
Das entscheidende Merkmal ist die Unabhängigkeit beider Kammern. Jede sollte eine eigene Heizquelle und einen eigenen Ventilator besitzen, damit Temperatur und Garzeit für jedes Gericht individuell eingestellt werden können. Hinzu kommt eine Synchronisierungsfunktion, die unterschiedliche Garzeiten automatisch so koordiniert, dass beide Gerichte gleichzeitig fertig werden – und zwar ohne manuelles Eingreifen.
Weitere wichtige Kriterien:
Gesamtfassungsvermögen: für Familien idealerweise mindestens 8 Liter
Hohe Maximaltemperatur (mindestens 200°C)
Spülmaschinengeeignete Schubladen für leichtere Reinigung
Kompaktes Gehäuse
Einfache Bedienung
Tefal Dual Easy Fry XXL: Wenn der große Hunger kommt
Tefal richtet sich mit der Doppelkammer-Heißluftfritteuse Easy Fry XXL explizit an Haushalte mit größerem Zubereitungsvolumen. Das Gerät fasst laut Hersteller insgesamt elf Liter, aufgeteilt in eine 6,5-Liter-Schublade für Hauptgerichte und eine etwas kleinere 4,5-Liter-Schublade für Beilagen.
Laut Tefal spart das Gerät im Vergleich zu einem herkömmlichen Elektro-Backofen bis zu 70 Prozent Energie und verkürzt die Garzeit gleichzeitig um bis zu 45 Prozent. Neben sieben Automatikprogrammen ist dabei auch eine zeitliche Synchronisierung der Garfächer an Bord. Hier können zudem getrennte Gartemperaturen eingestellt werden.
Die Details:
Volumen: 11 Liter (6,5 + 4,5 Liter)
maximale Temperatur: 200 °C
Maße und Gewicht: 38,5 × 33,0 × 45,8 cm; 8,1 kg
Anzahl Garprogramme: 7
Gar-Synchronisierung: ja
Doppelkammer vom Vorreiter: Philips Airfryer 3000 Series Dual Basket
Heißluftfritteusen-Vorreiter Philips setzt beim Airfryer 3000 Series Dual Basket ebenfalls auf eine asymmetrische Kammerteilung. Die drei Liter fassende kleinere Schublade eignet sich dabei eher für Beilagen oder kleinere Portionen, die sechs Liter große Kammer übernimmt das Hauptgericht.
Insgesamt ist das Gerät im Vergleich zum XXL-Röster von Tefal spürbar kompakter und leichter, bietet aber ähnliche Funktionen. So gibt es acht verschiedene Garprogramme für die unterschiedlich bestückbaren Fächer, die zugleich aber zeitlich synchronisiert arbeiten können. Chip.de lobt im Test vor allem das gute Röstergebnis und die einfache Bedienung über Direkttasten.
Die Details:
Volumen: 9 Liter (3 + 6 Liter)
maximale Temperatur: 200 °C
Maße und Gewicht: 38,3 × 44,4 × 31,4 cm; 7,85 kg
Anzahl Garprogramme: 8
Gar-Synchronisierung: ja
Die günstige Doppelkammer-Variante: Nutribullet Twin Drawer Air Fryer
Der Nutribullet Twin Drawer positioniert sich als eher günstigere Option mit etwas kleinerem Volumen für Haushalte, die dennoch von der Doppelkammer-Funktionalität profitieren möchten. Das schlanke Gehäuse nimmt dabei etwas weniger Platz auf der Arbeitsfläche ein als die Konkurrenz.
Die beide Schubladen lassen sich laut Hersteller unabhängig voneinander steuern und können Gerichte mit einer Maximaltemperatur von 200 Grad garen. Dazu gibt es ein Sync-Finish, das ein gleichzeitiges Ende der Zubereitung unterschiedlicher Gerichte ermöglicht.
Die Details:
Volumen: 8 Liter (2× 4 Liter);
maximale Temperatur: 200 °C
Maße und Gewicht: 36,5 × 31,6 × 36,6 cm; 8,3 kg
Anzahl Garprogramme: 8
Gar-Synchronisierung: ja
Fazit: Wann lohnt sich eine Doppelkammer-Heißluftfritteuse?
Grundsätzlich gilt: Eine Doppelkammer-Heißluftfritteuse lohnt sich immer dann, wenn regelmäßig vollständige Mahlzeiten mit Hauptgericht und Beilage zubereitet werden sollen. Wer hingegen vorwiegend einzelne Zutaten wie Pommes und Co. frittiert, ist mit einem Einzelkammer-Modell oft günstiger und einfacher bedient. Die hier vorgestellten Geräte decken ein breites Spektrum ab – von platzsparend und günstig bis XXL.

