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Perfektes FrühlingsgetränkErfrischende Limo-Alternative: Wasserkefir selbst machen

29.04.2026, 14:51 Uhr
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Wasserkefir kann jeder mit wenig Aufwand selbst herstellen. (Foto: Amazon/Curly)

Wenn draußen die Sonne scheint, kommt eine fruchtige Erfrischung gerade recht. Eine leckere und gesunde Alternative zu süßen Softdrinks ist Wasserkefir. Das probiotische Getränk kann mit wenig Aufwand selbst hergestellt werden.

Kefir ist vor allem als Getränk auf Milchbasis bekannt. Wasserkefir ist damit nicht verwandt, sondern ähnelt eher Kombucha. Hier kommt aber kein Pilz zum Einsatz, sondern sogenannte Kefirkristalle, bei denen es sich um eine Mischung aus Bakterien und Hefen handelt. Sie werden aus mexikanischen Kakteen gewonnen oder künstlich hergestellt. Anders als klassischer Kefir auf Milchbasis kommt Wasserkefir ohne tierische Zutaten aus und ist damit auch für Veganer geeignet. Im Vergleich zu Kombucha, der auf gesüßtem Tee fermentiert, basiert Wasserkefir meist auf Zuckerwasser oder Fruchtsaft und schmeckt oft milder und weniger säuerlich. Das Praktische: Wasserkefirkristalle lassen sich immer wieder verwenden, wenn sie einmal vorhanden sind.

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

So wird Wasserkefir zubereitet: Ein Rezept

Ein typisches Rezept für Wasserkefir besteht aus Wasser, Zucker, Zitrone und Trockenobst. Es gibt jedoch noch viele andere Varianten. Neben den Kristallen ist Folgendes nötig:

  • 750 ml Wasser

  • 40 g Zucker

  • 3 Zitronenscheiben (alternativ einige Tropfen frisch gepresster Zitronensaft)

  • Eine Handvoll ungeschwefelte Trockenfeigen, kleingeschnitten

Die ungeschwefelten Trockenfrüchte dienen als lebenswichtige Stickstoffquelle für die Kristalle, während die Zitronen mit ihrer Säure das Getränk vor Keimen schützen. Für die Zubereitung werden alle Zutaten in ein großes Gefäß mit weiter Öffnung gegeben. Ideal ist ein klassisches Einmachglas. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben. Die Öffnung wird mit einem Tuch abgedeckt und anschließend so verschlossen, dass der Stoff zwischen Glasrand und Deckel fixiert ist. Wichtig ist, dass die beim Gären entstehende überschüssige Kohlensäure entweichen kann.

Danach heißt es: warten. Das Glas sollte rund drei Tage ungestört stehen. Wer kein passendes Gefäß zu Hause hat, kann auch ein Starterset bestellen.

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Schon nach wenigen Stunden zeigt sich, was im Inneren passiert: Am Boden bilden sich kleine Gasblasen, die langsam aufsteigen. Die Mischung beginnt zu gären. Bei diesem Fermentationsprozess wandeln Mikroorganismen die Zutaten um. Nach etwa drei Tagen ist der Wasserkefir bereit. Die Früchte werden abgeschöpft, die Flüssigkeit anschließend durch ein Sieb in ein neues Gefäß gegossen. Die Kefirkristalle bleiben dabei im Sieb zurück und können wiederverwendet werden. Übrig bleibt ein leicht trüber, fertiger Wasserkefir.

Wasserkefir enthält geringe Mengen Alkohol

Geschmacklich erinnert die Variante mit Feigen und Zitrone an einen fruchtigen, leicht weinartigen Drink. Das hat einen einfachen Grund: Während der Gärung entsteht auch Alkohol. "Zu Beginn liegt der Alkoholgehalt bei etwa 0,1 bis 0,3 Prozent", erklärt Ernährungscoach Tanja Maxeiner im Interview mit RTL. Das ist ungefähr so viel, wie in alkoholfreiem Bier. Mit zunehmender Fermentationsdauer kann der Alkoholgehalt weiter ansteigen. Für Kinder und Schwangere ist das Getränk daher nicht uneingeschränkt geeignet.

Beim Wasserkefir sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Ob Ananas, Beeren oder Ingwer – erlaubt ist, was gefällt. Zusätzliche Frische bringen etwa Minze und Eiswürfel.

Ist Wasserkefir gesund?

Während Kombucha vor allem Essigsäurebakterien liefert, dominieren im Wasserkefir Milchsäurebakterien und Hefen. Das Getränk ist somit reich an Probiotika, also nützlichen Bakterien, die im Darm vorkommen und einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. "Durch die Gärung entstehen Mikroorganismen", so Ernährungscoach Maxeiner. "Da sie lebend sind, können sie im Darm dazu beitragen, die Darmflora zu stabilisieren und zu verbessern." Zwar fehlen für Wasserkefir aussagekräftige klinische Studien am Menschen, Untersuchungen zu fermentierten Lebensmitteln zeigen aber allgemein, dass diese positive Effekte auf Darmflora und Immunsystem haben.

So stellten Forscher der Universität von Stanford in einer Untersuchung fest, dass eine Ernährung mit vielen fermentierten Lebensmitteln bestimmte Entzündungswerte im Blut senkt. Übersichtsarbeiten des University College Cork in Irland bestätigen zudem, dass probiotische Mikroorganismen aus fermentierten Lebensmitteln die Verdauung unterstützen und mit dem Immunsystem interagieren können. Wunder darf man also keine erwarten, eine erfrischende, sprudelnde Alternative zu überzuckerter Limonade ist Wasserkefir aber allemal.

Quelle: ntv.de