Besser an anderen TagenFensterputzen, wenn die Sonne scheint? Keine gute Idee!

Da ist sie endlich wieder, die Sonne. Leider deckt das viele Licht unbarmherzig auf, wie schmutzig die Fenster sind. Dennoch sollte der Putzlappen im Schrank bleiben, bis es wieder bewölkter ist. Warum? Hier kommt die Erklärung.
Ja, die Fensterscheiben sehen nach dem langen Winter nicht gut aus. Schmutz, getrocknete Regenspuren, andere Flecken behindern die Sicht nach draußen – wo die Frühlingssonne so toll scheint. Trotzdem ist jetzt erstmal Geduld gefragt. Putz-Profis wissen das. Und dieses Wissen kursiert auch als Haushalts-Tipp im Netz. Und es gibt eine logische Erklärung dafür, dass Sonnentage nicht ideal sind, um die Fenster zum Glänzen zu bringen.
"Die Sonne lässt das Putzwasser und Reinigungsmittel nämlich schneller trocknen. So bleiben Kalk- und Reinigungsmittelrückstände auf der Scheibe zurück", berichtet der Radiosender Bayern 3 auf seiner Webseite. Es drohen nervige Schlieren.
Aber welche Wetterbedingungen sind stattdessen zu empfehlen? Sonneneinstrahlung und Temperatur sollten beim Fensterputzen möglichst niedrig sein, so Bayern 3, aber regnen sollte es natürlich auch nicht. Ideal ist demnach ein Tag, an dem der Himmel bedeckt ist. Auch die frühen Morgenstunden oder der Abend eignen sich fürs Fensterputzen besser als die Mittagszeit, weil es morgens und abends einfach kühler ist. Alternativ ist es an sehr sonnigen Tagen schlau, zuerst die Fenster zu putzen, die (noch) im Schatten liegen.
Tipps und Tools für glasklare Fensterscheiben
Ja, das Fensterputzen ist eine Wissenschaft für sich. Und die meisten Menschen mögen es nicht. Fensterputzen ist anstrengend, im Sommer schweißtreibend. Wie gut, dass es mittlerweile Haushaltshelfer gibt, die uns die Aufgabe erleichtern. Elektrische Fenstersauger zum Beispiel! Unsere Kolleginnen und Kollegen von der ntv.de-Testredaktion haben im vergangenen Jahr ebensolche Geräte gecheckt. Preis-Leistungs-Sieger wurde das Leifheit-Fenstersauger-Set Dry and Clean, das aktuell sogar mit sauberem Rabatt erhältlich ist.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Für unter 40 Euro gibt es den Fenstersauger aktuell bei Amazon. Zunächst wird die Fensterscheibe befeuchtet und eingeseift, dann saugt der elektrische Helfer das Schmutzwasser über eine Putzlippe ab. Das klappt offenbar gut. "Die Fenster werden ähnlich schnell sauber wie mit dem Gerät von Kärcher. Auch hier bleiben beim ersten Versuch einige Streifen sichtbar - nicht alle Ecken und Kanten sind erreichbar, lassen sich aber mit ein paar Handgriffen gut nachbessern", heißt es im Testbericht.
Fensterputzroboter erobern langsam die Scheiben
Deutlich teurer als Fenstersauger sind Fensterputzroboter. Aber die Vorstellung ist einfach toll: Ein kleiner Roboter reinigt selbstständig die Fenster, während man selbst die Beine hochlegt. Ganz so gut funktioniert das aktuell noch nicht, aber die sogenannten Cleanbots haben den Vorteil, dass sie große Fensterflächen verlässlich reinigen. Test-Experten berichten, dass die Ecken der Fenster leider oft schmutzig bleiben, wenn ein Roboter am Werk war. Ob die Anschaffung eines Putzroboters sinnvoll ist, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Gute Modelle gibt es bei Amazon & Co. ab 300 Euro aufwärts.
Putz-Tipp: zuerst den groben Schmutz entfernen
Wer dem Fensterputzen ohne technische Spielereien nachgeht, startet am besten mit einer ordentlichen Vorreinigung. Bevor es ans Eingemachte geht, am besten zunächst den groben Schmutz entfernen: Staub, Pollen und lose Dreckpartikel lassen sich mit einem trockenen, fusselfreien Tuch leicht abwischen. Wer es gründlicher mag, kann auch zum Handbesen greifen – der nimmt nicht nur die letzten Krümel von der Scheibe, sondern macht sich auch hervorragend beim Abfegen der Fensterrahmen.
Auch gut: Destilliertes Wasser benutzen
Kalkhaltiges Wasser hinterlässt beim Putzen schnell unschöne Streifen und Schlieren. Destilliertes Wasser hingegen bringt Glasflächen zum Strahlen – ganz ohne Rückstände. Allerdings hat es seinen Preis. Bei wenigen und kleinen Fenstern lohnt sich ein Testlauf, um zu sehen, ob sich der Unterschied wirklich auszahlt.

