Scheren, Mäher und Co.Gartengeräte pflegen: Das steht im Herbst an

Noch ist die Gartensaison nicht beendet, dennoch lohnt es sich, über die Pflege der Gartengeräte nachzudenken, bevor sie in wenigen Wochen für längere Zeit verstaut werden; schließlich sollen sie im Frühjahr wieder einsatzbereit sein.
Nach einer langen Gartensaison haben unsere treuen Helfer – die Gartengeräte – bald eine wohlverdiente Pause verdient. Doch bevor sie im Schuppen oder Keller einziehen, ist eine gründliche Reinigung und Pflege unerlässlich. Nur so sind sie im nächsten Frühjahr wieder einsatzbereit und halten lange. Welche Schritte dabei wichtig sind und welche Geräte welche Pflege brauchen, haben wir im Folgenden zusammengefasst.
Gartengeräte pflegen: Die richtige Reinigung
Gartengeräte wie Spaten, Astscheren oder auch der Rasenmäher sind es gewohnt, schmutzig zu werden und halten auch einiges aus. Eine regelmäßige Reinigung ist trotzdem enorm wichtig, um möglichst lange etwas von den Geräten zu haben. Die Pflege erhöht die Lebensdauer, verhindert Rost und sorgt etwa bei Scheren dafür, dass alles lange scharf bleibt.
Der erste wichtige Schritt ist bei fast allen Geräten gleich: Grober Schmutz muss entfernt werden. In der Regel geht das am besten, wenn alles trocken ist und dann zunächst mit einer Bürste entfernt wird. Weiterhin haftender Schmutz kann mit Wasser entfernt werden. Bei hartnäckigem Schmutz hilft ggf. auch ein milder Reiniger.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Wichtig: Nach dem Reinigen mit Wasser ist es wichtig, die Geräte gut wieder zu trocknen, andernfalls besteht Rostgefahr. Gerade bei technischen Geräten wie einem Rasenmäher ist das nicht immer einfach. In diesem Fall empfiehlt sich ein kleines Druckluftgerät, wie etwa ein Kompressor. Den von Goodyear beispielsweise gibt es bei Ebay schon für 18 Euro. Das Gerät ist in erster Linie zum Aufblasen von Bällen und Reifen gedacht, kann mit seinem Luftstrom aber auch schwer erreichbare Stellen trocknen.
Für mehr Arbeitskomfort: Schneidwerkzeuge schärfen
Ein stumpfe Schere ist frustrierend, das gilt für die Haushaltsschere genauso wie für die Garten- oder Astschere, deshalb gilt auch hier: Pflege ist wichtig. Neben der oben beschriebenen Reinigung sollte was Klingen hat, regelmäßig geschärft werden. Eine gute Möglichkeit dafür sind sogenannte japanische Wassersteine. Der Name kommt daher, weil diese Steine vor dem Gebrauch in Wasser eingeweicht werden müssen. Das Wasser dringt in den Stein ein und löst die Schleifpartikel.
Ebenfalls praktisch sind Hilfsmittel wie der Messerschleifer von Sharpal. Anstatt die Klinge wie beim Wasserstein drüberzufahren, wird der Schärfer selbst über die Klinge geführt. Durch den Griff ist der Schärfer noch praktischer, um zum Beispiel auch die Klingen des Rasenmähers wieder zu schärfen.
Eine spezielle Art der Pflege brauchen Kettensägen. Hier gibt es spezielle Schärfgeräte wie das von Einhell, das aktuell der Amazon-Bestseller in seiner Kategorie ist. Die Kette der Kettensäge wird dabei ins Gerät eingespannt und je nach eingestelltem Schleifwinkel wieder geschärft.
Gartengeräte pflegen: Ölen und Fetten nicht vergessen
Alle beweglichen Metallteile sollten mit geeignetem Rostschutzmittel oder Öl behandelt werden. Das schützt vor Korrosion und erhält die Beweglichkeit. Möglicherweise muss das Ölen beweglicher Teile zu Beginn des Frühjahrs wiederholt werden, falls der Ölfilm sich in der Zwischenzeit verflüchtigt hat.
Oft vergessen werden dabei die Holzstiele von Schaufeln, Harken und Co., aber auch die halten länger, wenn sie regelmäßig zum Beispiel mit Leinöl oder speziellem Holzpflegemittel behandelt werden.
Auch die richtige Lagerung gehört zur Pflege
In der Regel verbringen unsere Gartengeräte einige Wochen ungenutzt an einem Ort, bevor die neue Saison losgeht. Dabei ist es wichtig, einen möglichst trockenen Ort zu wählen, etwa einen trockenen Kellerraum oder einen Schuppen. Ist kein Keller vorhanden und die Garage ohnehin viel zu voll mit Fahrrädern und anderem, lohnt sich vielleicht ein Geräteschuppen für den Garten. Verschiedene Modelle gibt es etwa bei Lidl derzeit im Angebot.
Unabhängig davon, wo die Geräte aufbewahrt werden, sollten sie wenn möglich aufgehängt werden. Das schafft Ordnung und eine bessere Luftzirkulation. Es empfiehlt sich, Geräte wie den Rasenmäher oder Vertikutierer mit einer Plane abzudecken.
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Weitere Tipps zur Pflege der Gartengeräte
Abseits der oben genannten Hinweise sollte im Zusammenhang mit der Pflege der Gartengeräte auch Folgendes beherzigt werden:
Regelmäßige Pflege: Eine regelmäßige Reinigung auch schon während der Gartensaison verhindert starke Verschmutzung und erleichtert die Herbstpflege.
Defekte beheben: Bevor die Geräte eingelagert werden, sind alle Defekte zu reparieren. Auch kleinere Defekte wie Risse im Bestfall direkt beheben, um größeren Schäden vorzubeugen.
Spezialwerkzeuge: Für spezielle Werkzeuge wie Heckenscheren oder Motorsägen gibt es oft spezielle Pflegeanleitungen. Diese sollten aufmerksam durchgelesen werden.
Eine gründliche Reinigung und Pflege im Herbst verlängert die Lebensdauer der Gartengeräte und erleichtert die Arbeit im nächsten Jahr. Deshalb ist es sinnvoll, sich die Zeit zu nehmen, die Werkzeuge und Geräte zu überprüfen und zu pflegen. Dabei ist es auch ratsam, in Pflegeprodukte zu investieren. Dann steht der nächsten erfolgreichen Gartensaison nichts mehr im Weg.




