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Vorteile im CheckFreelancer? Warum ein Geschäftskonto dann sinnvoll sein kann

17.02.2026, 12:17 Uhr
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Mit einem Geschäftskonto lassen sich berufliche und private Ausgaben sauber trennen. Aber es gibt noch mehr Gründe für ein Geschäftskonto. (Foto: Imago)

Wer Selbständig ist und den Überblick über geschäftliche Einnahmen und Ausgaben behalten will, sollte über ein Geschäftskonto nachdenken. Wir zeigen, was dabei wichtig ist.

Berufliches von Privatem zu trennen, ist wichtig. Das gilt auch und gerade für Freiberufler – vor allem, wenn es um Geld geht. Was viele nicht wissen: Manchen Banken kündigen sogar das Girokonto, wenn geschäftliche Einnahmen auf dem Privatkonto landen. "Kapitalgesellschaften wie GmbHs, Unternehmensgesellschaften oder eingetragene Vereine gelten als juristische Personen; sie dürfen ihre geschäftlichen Zahlungen nicht über ein Privatkonto erledigen (§ 7 Abs. 2 S.2 GmbHG)", schreibt das Verbraucherportal Finanztip. Ein getrenntes Konto sei außerdem notwendig, weil Gewinne über die Kapitalgesellschaft selbst versteuert würden. Selbständige, genauer gesagt Einzelunternehmen und Personengesellschaften, müssen dagegen rein rechtlich gesehen kein Geschäftskonto führen, aber es gibt dennoch gute Gründe für ein Geschäftskonto. Wir zeigen, welche Vorteile damit verknüpft sind.

Geschäftskonto-Vorteil Nummer 1: Besserer Finanz-Überblick, auch für den Steuerberater

Mit einem Geschäftskonto gibt es ihn, diesen einen Ort, an dem alle beruflichen Geldströme zusammenfließen. Geschäftliche Einnahmen und Ausgaben werden über dasselbe Konto abgerechnet und im Kontoauszug stehen keine privaten Dinge, wie der letzte Kinobesuch mit Freunden, Klamotten-Käufe oder Gebühren für Streaming-Abos. Ein Geschäftskonto ermöglicht eine saubere Trennung der beiden Welten. Das ist auch für die Kommunikation mit dem Steuerberater von Vorteil, denn bei einigen Geschäftskonten ist über Schnittstellen die Datenübertragung an Datev oder an den Steuerberater möglich. Und wenn das Finanzamt mal die Kontoauszüge checken möchte, sind darin keine privaten Details enthalten.

Es gibt inzwischen diverse Geschäftskonto-Anbieter, von der Full-Service-Filialbank bis zum spezialisierten Online-Anbieter. Der ntv-Geschäftskonto-Vergleich ist eine Möglichkeit, den passenden Anbieter zu finden.

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Vorteil Nummer 2: Simplere Buchführung

Aufgrund der Buchführungspflicht müssen Freiberufler und Unternehmer die Belege der vergangenen zehn Jahre aufbewahren. Mit einem Geschäftskonto ist das deutlich einfacher. Es muss aber natürlich erstmal angelegt werden, damit der Überblicks-Vorteil für mehrere Jahre gilt. Wer weiter private und berufliche Finanzen vermischt, macht sich selbst das Leben schwer. Im Falle einer Betriebsprüfung oder für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist es sinnvoll, ein Geschäftskonto zu haben. Wer ein Geschäftskonto eröffnen möchte, braucht dafür einerseits den Personalausweis, um die eigene Identität nachzuweisen, aber auch Unterlagen vom Gewerbe- oder Finanzamt sowie eine Bestätigung des Steuerberaters.

Vorteil Nummer 3: Ausgeglichenes Privatkonto trotz Job-Turbulenzen

Bei vielen Freiberuflern läuft es Job-technisch mal besser und mal schlechter. In manchen Monaten sprudeln die Einnahmen nur so, in anderen Monaten bleiben die Aufträge – und damit auch die großen Einnahmen – aus. Das Privatkonto rutscht in schlechten Phasen ins Minus und in den (teuren) Dispokredit, für Inhaber eines Geschäftskontos gibt es in der Regel den sogenannten Kontokorrentkredit. "Kunden erhalten kurzfristig einen Kredit zur Überbrückung", erklärt das Portal Finanzfluss. Das heißt: Selbst wenn es geschäftlich gerade nicht so gut läuft, bleibt das private Girokonto davon unbelastet. Natürlich ist es auf Dauer auch für das private Girokonto wichtig, dass die Selbständigkeit Gewinn abwirft, aber schlechte Phasen lassen sich mit einem Geschäftskonto alltagsverträglich überbrücken.

Vor der Eröffnung des Geschäftskontos unbedingt checken, ob es die Business-Bedürfnisse erfüllt

Jedes Business ist anders, daher muss das Geschäftskonto zum Unternehmen passen. Wer regelmäßig Bargeld auf das Geschäftskonto einzahlen muss, braucht ein Konto mit niedrigen Einzahlungsgebühren. Wer oft Geld abheben muss, ist auf ein funktionierendes Filialnetz in der Umgebung angewiesen oder auf Drogerien und Supermärkte, die mit dem Geschäftskonto-Anbieter kooperieren. Auch die Zusatzdienstleistungen der Geschäftskonten (Datev-Anbindung, Unterkonten, Cashback) und die Kontoführungsgebühren unterscheiden sich entsprechend stark. Wer also ein Geschäftskonto eröffnen möchte, sollte vorher unbedingt selbst einen Kontovergleich machen oder einen Service wie den ntv-Geschäftskontovergleich nutzen und die eigenen Business-Bedürfnisse kennen.

Auch ein Vorab-Check der Rechtsform ist wichtig. "Denn nicht alle Anbieter ermöglichen für sämtliche Rechtsformen die Eröffnung eines Firmenkontos. So sind Angebote für Kleingewerbetreibende und Freiberufler aufgrund der recht unkomplizierten Rechtsform weit verbreitet, während Geschäftskonten für eine UG, GmbH oder GbR nicht immer möglich sind", berichtet Finanzfluss.

Quelle: ntv.de