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Finanzen einfach verwaltenGirokonto ohne Schufa 2026: Hier entfällt der Bonitäts-Check

28.12.2025, 07:50 Uhr
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Ein Girokonto ohne Schufa-Prüfung kann helfen, wenn Banken die Kontoeröffnung aufgrund negativer Einträge ablehnen. (Foto: istockphoto.com)

Eine negative Schufa kann die Eröffnung eines Girokontos verhindern. 2026 gibt es dennoch Lösungen: Einige Banken verzichten vollständig auf die Schufa-Abfrage oder melden das Konto nicht an die Auskunftei.

Ein Girokonto gehört zur finanziellen Grundausstattung. Gehaltseingänge, Miete, Strom oder Versicherungen lassen sich ohne Konto kaum abwickeln. Problematisch wird es, wenn Banken die Kontoeröffnung aufgrund negativer Schufa-Einträge ablehnen. Hinzu kommt: Auch bestehende Girokonten können den Schufa-Score beeinflussen, da sie dort gemeldet werden. Mehrere Konten wirken sich potenziell negativ aus. 2026 stehen dennoch verschiedene Möglichkeiten offen – von vollständig schufafreien Girokonten über internationale Fintechs bis hin zum gesetzlich garantierten Basiskonto.

Girokonten ohne Schufa-Prüfung

BforBank: Schufafreies Girokonto – kostenlos und kostenpflichtig

Die französische Direktbank BforBank bietet zwei Girokonto-Modelle an – eines ohne monatliche Kontoführungsgebühr und eine kostenpflichtige Variante mit erweitertem Leistungsumfang. Beide Konten kommen ohne Schufa-Abfrage aus und werden nicht an die Schufa gemeldet. Dadurch entfällt sowohl der Bonitäts-Check bei der Eröffnung als auch ein möglicher Einfluss auf den Schufa-Score.

Kostenloses BforBank‑Girokonto: Die gebührenfreie Variante eignet sich für diejenigen, die ein schufafreies Konto ohne laufende Kosten suchen. Es bietet die grundlegenden Funktionen für den Alltag ohne Kontoführungsgebühren.

  • Keine monatliche Kontoführungsgebühr (unter Einsatzbedinungen)

  • Keine Schufa-Abfrage oder -Meldung

  • Visa-Debitkarte enthalten

  • Basisfunktionen fürs Zahlungsverkehrsmanagement

  • Keine erweiterten Extras wie Zusatzkarten oder Premiumservices

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BforBank-Basic
BforBASIC Girokonto mit Visa-Karte
0 € / Monat, bei Nutzung gemäß Einsatzbedingungen

Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich etwa die Zinsen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.

Damit das Girokonto der BforBank kostenlos bleibt, muss pro Monat mindestens eine Zahlung oder Bargeldabhebung mit der physischen oder virtuellen Karte getätigt werden, andernfalls fällt eine Gebühr von zwei Euro pro Monat an.

Kostenpflichtiges BforBank‑Girokonto: Das kostenpflichtige Modell richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die zusätzliche Leistungen wünschen. Gegen eine monatliche Gebühr bietet diese Variante einen erweiterten Leistungsumfang und mehr Komfort im Tagesgeschäft.

  • Monatliche Kontoführungsgebühr

  • Keine Schufa-Abfrage oder -Meldung

  • Visa-Debitkarte enthalten

  • Höchstbeträge für Kartenzahlungen und Obergrenze für Kartenauszahlungen höher als beim Basic-Konto

  • Kartenzahlungen im Ausland + Reise-Versicherungen inklusive

  • Geeignet, wenn erweiterte Funktionalitäten im Fokus stehen

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BforBank-Zen
BforZen Girokonto mit Visa-Karte und bis zu 100 Euro Prämie
0 € im 1. Monat, danach 5 € / Monat

Nettes Extra: Der erste Monat ist beim BforZen-Konto kostenlos. Zudem können neue Kontoinhaber bei Kontoeröffnung eine Prämie von 20 Euro erhalten, wenn sie innerhalb von sieben Tagen nach der endgültigen Kontoaktivierung eine einmalige Einzahlung von mindestens 300 Euro vornehmen. Weitere 80 Euro gibt es für die Nutzung der BforZen-Karte, wenn innerhalb von 90 Tagen nach Erhalt mindestens 15 Zahlungen (physisch oder virtuell) mit einem Gesamtbetrag von mindestens 150 Euro durchgeführt werden.

Einlagensicherung: Die Einlagen sind bei der BforBank gesetzlich bis 100.000 Euro pro Kunde über den französischen Einlagensicherungsfonds (FGDR) geschützt. Darüber hinaus besteht eine zusätzliche Absicherung im Rahmen des französischen Bankenverbands, der im Falle einer Insolvenz weitere Schutzmechanismen bietet.

Bunq: Schufafreies Konto mit Debit-Prinzip

Die niederländische Neobank Bunq verzichtet bei der Kontoeröffnung auf eine Schufa-Abfrage, da alle Konten im Guthaben geführt werden (Debit-Prinzip) und keine Dispositions- oder Ratenkredite angeboten werden. Dadurch ist die Kontoeröffnung für fast alle Nutzer möglich. Die Konten sind über die niederländische Einlagensicherung bis 100.000 Euro abgesichert.

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • Keine Schufa-Abfrage bei Kontoeröffnung

  • Keine Schufa-Meldung

  • Neben einem Free-Tarif verschiedene kostenpflichtige Kontomodelle

  • Europäische IBAN

  • Niederländische Einlagensicherung bis 100.000 Euro

  • Debit-Kreditkarten können Bonität beeinflussen

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Bunq
Schufafreies Konto bei Bunq
ab 0 € / Monat

Hinweis zur Bonität: Die Nutzung bestimmter Bunq-Kreditkarten kann die Bonität beeinflussen, da die Nutzungslinien gemeldet werden. Bei verantwortungsvollem Umgang wirkt sich dies positiv auf die Bonität aus, bei Nichtzahlung negativ.

Gesetzlicher Anspruch: Das Basiskonto bei deutschen Banken

Unabhängig von der Schufa besteht in Deutschland ein gesetzlicher Anspruch auf ein sogenanntes Basiskonto. Jede Bank, die Girokonten anbietet, muss ein solches Konto ermöglichen – auch bei negativen Schufa-Einträgen. Eine Ablehnung ist nur in wenigen Ausnahmefällen zulässig. Das Basiskonto bietet grundlegende Funktionen wie Überweisungen, Lastschriften und eine Debitkarte. Dispokredite sind in der Regel ausgeschlossen.

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • Gesetzlicher Anspruch für jede Person in Deutschland

  • Schufa-Einträge dürfen kein Ablehnungsgrund sein

  • Grundfunktionen des Zahlungsverkehrs

  • Meist monatliche Kontoführungsgebühren

  • Einlagensicherung bis 100.000 Euro über die deutsche Einlagensicherung

Auch 2026 ist ein Girokonto trotz negativer Schufa-Einträge möglich. Schufafreie Konten wie die Angebote der französischen BforBank verzichten vollständig auf Bonitätsprüfung und Schufa-Meldung. Alternativen wie Bunq umgehen das deutsche Schufa-System ebenfalls. Wer auf ein Konto bei einer deutschen Bank angewiesen ist, hat zudem jederzeit Anspruch auf ein Basiskonto – unabhängig von der eigenen Bonität.

Quelle: ntv.de