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Sicherheit fährt vorHype um E-Scooter? Drei Modelle im Vergleich

20.08.2026, 13:21 Uhr
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E-Scooter rollen inzwischen durch fast jede deutsche Innenstadt. (Foto: IMAGO / CHROMORANGE)

Ob für den Weg zur Arbeit, die Uni oder die letzte Meile: E-Scooter boomen wie nie zuvor. Gleichzeitig steigen aber auch die Unfallzahlen drastisch. Grund genug, vor dem Kauf genau hinzuschauen.

E-Scooter gehören inzwischen fest zum Straßenbild. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) waren 2025 bereits rund 1,66 Millionen E-Scooter in Deutschland versichert – mehr als doppelt so viele wie noch 2022. Besonders stark wächst der Markt bei privaten Fahrzeugen. Immer mehr Menschen holen sich die Flitzer also fest in den eigenen Haushalt.

Doch der Boom hat eine Schattenseite: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts registrierte die Polizei im Jahr 2025 ganze 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden – ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei verloren 38 Menschen ihr Leben, fast 1.900 wurden schwer verletzt. Besonders häufig sind Jugendliche in schwere Unfälle verwickelt. Erst kürzlich berichtete ntv.de unter anderem über einen 14-Jährigen, der nach einem E-Scooter-Unfall in Baden-Württemberg starb, sowie über zwei schwer verletzte 15-Jährige.

Ursache ist erschreckend oft Leichtsinnigkeit, insbesondere bei Jugendlichen: Zu zweit auf einem Scooter, Fahrten ohne Helm, Alkohol oder hohe Geschwindigkeit gehören laut Polizei zu den häufigsten Unfallursachen. Umso wichtiger ist es, bei der Anschaffung nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auf Sicherheit, Bremsen und ein stabiles Fahrverhalten zu achten.

Der Preis-Leistungs-Tipp für Einsteiger: Xiaomi Electric Scooter 6 Lite

Perfekt für: Pendler auf kurzen Strecken und Sparfüchse, die ein leichtes Stadt-Modell suchen.

Wer nach einem soliden Alltagsbegleiter für die sogenannte "letzte Meile" sucht und nicht zu viel Geld ausgeben möchte, landet schnell bei der chinesischen Marke Xiaomi. So punktet beispielsweise der Electric Scooter 6 Lite mit seinem schlanken Design und lässt sich dank des Drei-Sekunden-Klappmechanismus unkompliziert in Bus oder Bahn mitnehmen. Trotz des günstigen Preises wurde an wichtigen Sicherheitsfeatures nicht gespart: Blinker und LED-Lichter sind direkt integriert. Mit seiner vorderen Doppelfederung soll er kleine Straßenunebenheiten verlässlich abdämpfen.

  • Reichweite: bis zu 25 km

  • Traglast & Reifen: max. 100 kg / 10-Zoll-Luftreifen

  • Ladezeit: ca. 8 Stunden

  • Preis: 299,99 Euro

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Der reichweitenstarke Allrounder: Segway-Ninebot F2 Pro D II

Perfekt für: Vielfahrer und Langstrecken-Pendler, die hohe Sicherheit und Komfort schätzen.

Segway-Ninebot gehört zu den etablierten Schwergewichten auf den Straßen und liefert mit dem F2 Pro D II ein extrem starkes Gesamtpaket ab. Das Modell richtet sich an alle, die regelmäßig längere Wege zurücklegen und keine Lust auf tägliches Aufladen haben. Die Kombination aus vorderer Doppel-Federung und schlauchlosen Zehn-Zoll-Luftreifen verspricht ein besonders stabiles Fahrgefühl auf Asphalt. Ein cooles Extra für die Sicherheit gegen Diebstahl: Der Roller lässt sich direkt über Apples "Wo ist?"-Netzwerk orten.

  • Reichweite: bis zu 65 km (im Eco-Modus)

  • Traglast & Reifen: max. 120 kg / 10-Zoll-Luftreifen (schlauchlos)

  • Ladezeit: ca. 7 Stunden

  • Preis: 409 Euro (Angebot, "Amazons Tipp")

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Das Offroad-Kraftpaket: Navee XT5 Ultra

Perfekt für: Abenteurer, schwere Fahrer und alle, die maximale Power auf unwegsamem Terrain wollen.

Der Navee XT5 Ultra spielt in einer komplett eigenen Liga und lässt in Sachen Ausstattung keine Wünsche offen. Mit imposanten Zwölf-Zoll-Offroad-Reifen, extremer Steigungsfähigkeit und einem massiven Alurahmen will er selbst Kopfsteinpflaster, Schotterwege und steile Hügel mühelos meistern. Dank Scheibenbremsen mit EABS-Unterstützung bringt die Luxus-Maschine auch bei hoher Zuladung ordentlich Bremskraft auf die Straße. Trotz der enormen Leistung lässt sich der Akku laut Hersteller in recht kurzer Zeit wieder aufladen.

  • Reichweite: bis zu 90 km

  • Traglast & Reifen: max. 150 kg / 12-Zoll-Offroad-Reifen

  • Ladezeit: ca. 5 bis 6 Stunden

  • Preis: 1.499 Euro

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Fazit: Der richtige Scooter ist nur die halbe Miete

Die Technik wird immer besser: Größere Akkus, komfortablere Federungen und mehr Sicherheitsausstattung machen moderne E-Scooter attraktiver denn je. Dennoch zeigen die aktuellen Unfallzahlen deutlich, dass der größte Sicherheitsfaktor nicht der Motor oder die Reichweite, sondern das Verhalten der Fahrenden bleibt.

Wer einen E-Scooter kauft, sollte deshalb nicht nur auf Preis und Ausstattung achten, sondern auch verantwortungsvoll fahren. Ein Helm, defensive Fahrweise und das Einhalten der Verkehrsregeln kosten wenig – können im Ernstfall aber Leben retten. Denn: Ein E-Scooter ist kein Spielzeug, sondern ein Kraftfahrzeug mit Straßenzulassung.

Quelle: ntv.de