Frischer Look für den SommerLasur bringt den Zaun in die Spur

Sonne und Regen machen etwas mit Holz – es wird spröde und grau. Schade um den Gartenzaun oder um den Sichtschutz auf dem Balkon. Wir zeigen, wie das Holz in Rekordzeit wieder einen gepflegten Look bekommt.
Pinsel raus, das Holz vor der Hütte braucht Hilfe. Warum? Weil es rund um die Uhr den Elementen ausgesetzt ist. UV-Strahlung macht Holz spröde, Feuchtigkeit macht es mit der Zeit morsch und instabil, den Rest erledigen Pilze und Insekten. Ein Weg, dagegen anzugehen: Holzpflege-Lasuren. Diese "dringen tief in das Holz ein und lassen die natürliche Holzmaserung sichtbar bleiben. Sie bieten guten Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlen, ohne das Holz vollständig abzudecken", schreibt das Fachportal Holzprofi24.de. Wir klären, welche Lasur für welches Holz sinnvoll ist, wie Hobby-Handwerker am besten vorgehen und was sie brauchen, um das Holz wieder schick und wetterfest zu machen.
Welche Lasur-Variante ist die richtige für welchen Zweck?
Experten unterscheiden grundsätzlich zwischen drei Lasur-Arten.
Dünnschichtlasur: Diese Art der Lasur hat die Eigenschaft, nach dem Auftragen tief ins Holz einzudringen, aber keinen Film an der Oberfläche zu bilden. "Diese Variante des Holzschutzes betont die natürliche Holzstruktur und lässt sich einfach erneuern, ohne dass Sie den Untergrund abschleifen müssen. Zudem blättert die Lasur nicht ab", berichtet die Zeitschrift Das Haus.
Ideal geeignet für Zäune und Holzverkleidungen.
Dickschichtlasur: Eine eher dickflüssige Lasur, die beim Verarbeiten einen lackähnlichen Film auf der Holzoberfläche hinterlässt und das Holz vor eindringender Feuchtigkeit schützt, ohne tief in die Struktur einzudringen.
Ideal geeignet für Fenster oder Türen.
Mittelschichtlasur: Eine Holzlasur, die Experten zufolge besser vor Feuchtigkeit schützt als Dünnschichtlasuren, zudem dringt die Mittelschichtlasur tiefer ins Holz ein als Dickschichtlasuren.
Ideal geeignet für Fensterläden und Fachwerk
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Alternative für Zäune: Wetterschutzfarbe
Um Holzzäune oder Palisaden vor der Witterung zu schützen, kommen auf Wetterschutzfarben infrage. Sie sind auf Wasserbasis und damit umweltfreundlich, hochdeckend und sie trocknen schnell. Den Wetterschutz gibt es online oder in Baumärkten in diversen Farben – so lässt sich auch gleich die Optik des Zauns verändern.
Keine Lust auf Pinsel? Um schneller und gleichmäßiger in die Zwischenräume zu kommen, kann alternativ ein Farbsprühsystem verwendet werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für neuen Gartenzaun-Glamour
Ob Gartenzaun oder Balkonsichtschutz, etwas Vorbereitung sollte das Holz vor der Auffrischung schon bekommen. Wer mit der Lasur loslegen will, braucht dafür Schleifpapier (empfohlene Körnung: 80 - 180) und optional einen Schleifhobel oder eine kompakte Schleifmaschine und außerdem ein bis zwei unterschiedlich breite Lasurpinsel. Wichtig: Das Holz muss trocken und staubfrei sein. Wer alles richtig machen will, wartet auf einen sonnigen, regenfreien Tag, um die Lasur aufzutragen.
Schritt 1: Vorbereitung! Das Holz erstmal grob abfegen, um Staub und Schmutz von der Oberfläche zu entfernen. Dann kommt bei sprödem Holz das grobe Schleifpapier zum Einsatz. Entstandenen Staub entfernen.
Schritt 2: Mit einem Pinsel die erste Schicht Lasur in Maserrichtung auftragen. Danach zwei bis sechs Stunden Trockenzeit einhalten (je nach Angaben des Lasurherstellers).
Schritt 3: Eine zweite Schicht Lasur auftragen und diese wieder trocknen lassen.
"Wie oft die Schutzschicht erneuert werden muss, hängt davon ab, wie stark das Holz beansprucht wird", schreiben die Kollegen vom NDR. "Das kann jährlich sinnvoll sein, bei imprägnierenden Lasuren können zwei Jahre ausreichend sein. Bei Dickschicht-Lasuren kann der Schutz sogar fünf Jahre halten, es sei denn, die Farbe blättert vorher ab."




