Notfallausrüstung für unterwegsDiese Dinge gehören laut ADAC im Winter ins Auto

Glatte Straßen und Frost stellen Autofahrer im Winter vor besondere Herausforderungen. Der ADAC empfiehlt daher eine Grundausstattung an Winter-Hilfsmitteln gegen Eis und Schnee für unterwegs.
Winterliche Straßenverhältnisse bringen für Autofahrer erhöhte Risiken durch Glätte, Niederschlag und eingeschränkte Sicht mit sich. Der ADAC hat daher eine Empfehlungsliste mit wichtigen Ausrüstungsgegenständen und Zubehör veröffentlicht, die im Fahrzeug bei Eis, Schnee und niedrigen Temperaturen zur Grundausstattung zählen sollten. Ergänzend zu Fahrzeugchecks und technischem Winterfit gehören praktische Helfer gegen gefrorene Scheiben, Material zur Pannenvorsorge und Hilfsmittel für extreme Wetterlagen zur empfohlenen Winterausrüstung.
Winter-Checkliste für Autofahrer: Diese Dinge sollten immer im Auto sein
Wer sicher und entspannter durch den Winter kommen will, sollte folgende Empfehlungen beherzigen, die vom ADAC empfohlen werden. Dabei lässt sich mit der richtigen Vorbereitung und ein paar wichtigen Helfern nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch der Komfort auf winterlichen Fahrten deutlich verbessern.
1. Diese Gadgets beugen Frost an Scheiben und Spiegeln vor
In der dunklen Jahreszeit ist es umso wichtiger, klare Sicht zu schaffen. Damit die Scheiben gar nicht erst zufrieren, rät der ADAC zu einer Abdeckfolie für die Windschutzscheibe, am besten mit magnetischer Befestigung. Für Autos ohne Spiegelheizung sind auch Schutzbezüge für die Außenspiegel empfehlenswert.
Ein Anti-Beschlagtuch hingegen verhindert beschlagene oder sogar zugefrorene Scheiben von innen, die gerade bei feuchtem Wetter ein Problem darstellen können.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
2. Zugefrorene Scheiben? Eiskratzer und Eisspray helfen
Insbesondere in morgendlicher Eiseskälte und mit Zeitdruck im Nacken können gefrorene Schlösser oder Scheiben echte Endgegner sein. Hat es die Scheiben trotz Vorbereitung erwischt, ist ein stabiler Eiskratzer, gegebenenfalls mit Schneebesen, daher unverzichtbar, um Scheiben und Dächer von Schnee und Eis zu befreien.
Alternativ ist ein simples Enteisungsspray eine gute Option, das Autofahrern im Winter Zeit spart und die Nerven schont. Praktisch: Einige Produkte lassen sich auch vorbeugend anwenden und verhindern oder verzögern ein erneutes Einfrieren der Scheiben.
3. So wappnen sich Autofahrer gegen die Kälte
Bei Pannen oder Staus ist es wichtig, warm zu bleiben. Eine Isolationsdecke und wetterfeste Kleidung bieten Schutz, wenn die Heizung nicht funktioniert oder Autofahrer unerwartet längere Zeit draußen verbringen müssen. Auch wasserabweisende Thermo-Handschuhe können dann Gold wert sein. Modelle, die speziell für die Bedienung von Touchscreens ausgelegt sind, erweisen sich als praktisch, um im Ernstfall die Pannenhilfe oder den Notruf per Smartphone zu informieren.
Für Autofahrer, die keine integrierte Sitzheizung haben, können auch Heizkissen oder beheizbare Sitzauflagen eine gute Möglichkeit sein, nicht zu frösteln. Hier ist eine sichere Befestigung unabdingbar – der ADAC warnt davor, bei einer scharfen Bremsung sonst samt Sitzunterlage unter dem Sicherheitsgurt hindurchzurutschen.
Ein mobiler Wasserkocher für den Zigarettenanzünder oder die Zwölf-Volt-Steckdose kann bei winterlichen Pannen oder längeren Wartezeiten hilfreich sein. Heißes Wasser ermöglicht warme Getränke oder das Erwärmen von Fertiggerichten und trägt bei niedrigen Temperaturen zum Komfort bei. Wichtig ist jedoch der sichere Umgang: Bei starkem Bremsen kann heißer Inhalt zu Verbrühungen führen, zudem besteht die Gefahr, dass der Behälter im Innenraum zum gefährlichen Geschoss wird. Die Zubereitung von Heißgetränken sollte daher ausschließlich im Stand erfolgen, da sie während der Fahrt ablenkt.
4. Starthilfekabel und Batterieladegerät, falls das Auto zickt
Kälte ist ein echter Autobatterie-Killer. Ein Starthilfekabel gehört zur Grundausstattung, um sich selbst oder anderen zu helfen. Bei längeren Standzeiten des Fahrzeugs könnte ein kompaktes Batterieladegerät ebenfalls praktisch sein.
5. Bei Extremwetter: Schneeketten und Streumaterial
In schneereichen Regionen oder im Gebirge bieten Schneeketten zusätzlichen Halt. Im europäischen Ausland sind sie teilweise sogar verpflichtend, meist nach entsprechender Beschilderung – wer einen Winterurlaub plant, sollte also entsprechend vorbereitet sein.
Ein kleiner Sack mit Sand, Split oder Streusalz hilft, wenn das Fahrzeug auf glatten Flächen hängenbleibt.
6. Eine Taschenlampe sollte im Winter-Notfallset nicht fehlen
Für den Notfall sind Warnweste, Warndreieck und Erste-Hilfe-Kasten vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Darüber hinaus sollte laut ADAC aber auch eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien immer griffbereit im Fahrzeug liegen.
7. Ersatz-Wischwasser mit Frostschutz für klare Sicht
Streugut und Schneematsch verschmutzen die Windschutzscheibe schnell. Ein frostgeschütztes Wischwasser hilft, dass die Sicht auch bei eisigen Temperaturen klar bleibt und das Wasser nicht an der Scheibe gefriert.
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8. Ladekabel oder Powerbank für das Handy
Ein funktionierendes Handy kann im Notfall Leben retten. Der ADAC rät dazu, immer eine Powerbank oder ein Auto-Ladekabel griffbereit zu haben, weil sich Handyakkus bei Kälte schneller entladen. So bleibt die Verbindung zur Außenwelt gesichert.
9. Für extremen Schneefall: Schneeschaufel und Anfahrhilfe
Wenn der Winter richtig wütet, gehört laut ADAC auch ein Klappspaten oder eine kleine Schneeschaufel zur Ausrüstung, etwa um ein Auto aus einer Schneewehe zu befreien oder die Einfahrt auf einem Parkplatz freizuräumen.
Eine faltbare Anfahrhilfe kann bei Schnee, Matsch oder vereisten Untergründen schnell Abhilfe schaffen, wenn die Räder durchdrehen. Die leichten Kunststoff- oder Gummimatten werden unter die Antriebsräder gelegt und verbessern die Traktion beim Anfahren. Zusammengefaltet benötigen sie wenig Stauraum und eignen sich daher besonders als platzsparende Ergänzung der Winter-Notfallausrüstung im Auto.
Fazit: So kommen Autofahrer gut vorbereitet durch den Winter
Schnee und Eis können Autofahrer im Winter mit glatten Fahrbahnen und schlechter Sicht ärgern. Die richtige Ausrüstung, wie sie unter anderem vom ADAC empfohlen wird, hilft Autofahrern, die kalte Jahreszeit sicherer und stressfreier zu überstehen. Eine durchdachte Winterausstattung steigert nämlich nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Komfort beim Fahren in Kälte, Dunkelheit und Winterwetter. Die beste Devise: lieber ein Teil zu viel dabeihaben, als im Notfall ohne dazustehen.














