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Nicht Apple oder SamsungDiese unbekannten Handy-Marken lohnen sich trotzdem

27.02.2026, 06:00 Uhr
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Ausgefallene Handy-Hersteller gesucht? Diese Smartphones stellen spannende Alternativen dar. (Foto: Fairphone, Nubia, Nothing, TCL / istockphoto.com)

Wer beim Smartphone-Kauf über den Tellerrand schaut, entdeckt starke Android-Geräte abseits von Apple und Samsung. Wir klären, welche Modelle überzeugen.

Keine Frage: Apple und Samsung dominieren den Smartphone-Markt deutlich. Laut Counterpoint Intel liegt der Marktanteil beider Hersteller weltweit zusammen bei rund 39 Prozent. Dennoch lohnt sich auch ein Blick auf eher unbekannte Hersteller. Android als offenes Betriebssystem ermöglicht es diesen Anbietern nämlich, teils sehr spezielle Geräte mit eigener Philosophie zu entwickeln. Wir zeigen fünf Modelle, die es in sich haben.

Fairphone Gen. 6: Nachhaltigkeit trifft Smartphone-Mittelklasse

Das Fairphone der sechsten Generation gilt laut Hersteller als das nachhaltigste Smartphone, das je gebaut wurde, ohne dass das Smartphone erstmals als spürbares Verzichtsmodell auffällt. Das modulare Design soll den Austausch von zwölf Bauteilen ohne Werkstatt erlauben. Auf der Bewertungsskala der Reparatur-Spezialisten von iFixit erzielt das Gerät dementsprechend die volle Punktzahl von zehn. Fünf Jahre Garantie und mindestens sieben Android-Updates sichern die Nutzungsdauer zudem bis 2033.

Im Test bescheinigt TechRadar dem neuen Fairphone zudem eine deutlich verbesserte Akkulaufzeit im Vergleich zum Vorgänger sowie ein ordentliches OLED-Display. Die Hauptkamera mit Sony-Lytia-700C-Sensor liefere laut Tests bei Tageslicht überzeugende Aufnahmen, zeige aber bei starkem Gegenlicht doch erkennbare Schwächen. Für umweltbewusste Nutzer, die ein alltagstaugliches Android-Gerät ohne Gewissenskompromisse suchen, bleibt das Fairphone Gen. 6 somit eine spannende Option.

Die Details:

  • Display: 6,3 Zoll, 2.484 x 1.116 Pixel, OLED, 120 Hz

  • Betriebssystem und Updates: Android 15, bis zu 7 Versions-Updates

  • Speicher und RAM: 256 GB (erweiterbar), 8 GB RAM

  • Kamera: 50 MP Hauptkamera, 13 MP Ultraweitwinkel, 32 MP Selfie

  • Besonderheiten: modulares Design (10/10 iFixit), 5 Jahre Garantie, fair abgebaute Materialien

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Nubia Redmagic 11 Pro: Gaming-Power mit Wasserkühlung

Das Redmagic 11 Pro des Herstellers Nubia richtet sich vor allem an Mobile-Gamer, die maximale Leistung ihres Smartphones über eine ausgewogene Ausstattung stellen. Herzstück ist dabei der Snapdragon 8 Elite Gen 5, laut Benchmarks einer der schnellsten Smartphone-Chips überhaupt. Besonders ist auch das Thermomanagement: Laut Hersteller wird das Redmagic 11 Pro von einem aktiven Lüfter gekühlt, der mit einer sogenannten Vapor-Chamber und einem Flüssigkühlsystem gekoppelt ist. Das Ergebnis: Stresstests bescheinigen dem Smartphone eine hohe Leistungsstabilität ohne hitzebedingte Einschnitte.

Nachteil: Die übrige Ausstattung des Nubia-Smartphones ordnet sich der Leistung erkennbar unter. Heise kritisiert etwa die Kamera, deren Bilder vor allem in schlechteren Lichtverhältnissen nicht wirklich mit anderen High-End-Smartphones mithalten können. Dafür passt laut PC-Welt aber die Akkulaufzeit – angesichts des Leistungsfokus ist das eine kleine Überraschung.

Die Details

  • Display: 6,85 Zoll, AMOLED, 2.688 × 1.216 Pixel, 144 Hz

  • Betriebssystem: Android 16 (RedMagic OS 11)

  • Speicher und RAM: 512 GB / 16 GB RAM

  • Kamera: 50 MP Hauptkamera, 50 MP Ultraweitwinkel, 16 MP Under-Display-Selfie-Kamera

  • Besonderheiten: AquaCore-Flüssigkühlung, aktiver Lüfter, Schultertasten

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TCL NXTPAPER 70 Pro 5G: Augenfreundliches Display mit Papier-Qualitäten

Das erst Anfang 2026 veröffentlichte NXTPAPER 70 Pro besetzt eine Smartphone-Nische, die kaum ein Hersteller ausfüllt: augenfreundliches Lesen auf einem Smartphone. Laut Hersteller filtert die sogenannte NXTPAPER-4.0-Technologie schädliches Blaulicht des Displays hardwareseitig auf 3,41 Prozent herunter. Ein dedizierter NXTPAPER-Taster soll dabei den sofortigen Wechsel zwischen normalem Farbmodus und drei papierähnlichen Anzeigestufen ermöglichen. Die matte Display-Oberfläche ist zudem laut Hersteller mit einer geätzten Mattfläche versehen, die ein papierähnliches Gefühl vermitteln soll.

Im Max-Ink-Modus fungiert das Smartphone dabei mehr oder weniger als Ebook-Reader-Alternative. Beim restlichen Ausstattungspaket setzt TCL eher auf solide Mittelklasse: Der verbaute Chipsatz MediaTek Dimensity 7300 reicht für allgemeine Alltagsaufgaben aus, der 5.200-mAh-Akku deckt problemlos einen Tag ab. Insgesamt richtet sich das NXTPAPER 70 Pro damit wohl vor allem an Lesehungrige und Vielnutzer mit Fokus auf Augengesundheit und weniger an absolute Performance-Enthusiasten.

Die Details:

  • Display: 6,9 Zoll, IPS LCD, NXTPAPER 4.0, 1.080 × 2.340 Pixel, 120 Hz

  • Betriebssystem und Updates: Android 16, kein genaues Update-Versprechen

  • Speicher und RAM: 256 GB, 8 GB RAM

  • Kamera: 50 MP Hauptkamera, 8 MP Ultraweitwinkel, 32 MP Selfie

  • Besonderheiten: matte Display-Struktur, NXTPAPER-Taste, Papier-Anzeigemodi, IP68, T-Pen-Stiftsupport

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Nothing Phone 3: auffälliges Design mit starker Leistung

Das Nothing Phone (3) ist das erste selbsternannte "echte Flaggschiff" der britischen Marke. Dabei ist hier nicht alles brandneu: Statt für den Snapdragon 8 Elite, entschied sich Nothing für den etwas sparsameren Snapdragon 8s Gen 4, was in Test-Benchmarks zwar zu Rückständen gegenüber dem Samsung Galaxy S25 und OnePlus 13 führte, im Alltag aber selbst bei leistungshungrigen Spielen kaum spürbar sei. Chip.de lobt außerdem die sehr gute Kamera-Ausstattung mit Dreifach-Linse sowie eine ordentliche Akkulaufzeit.

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal des Nothing Phone (3) ist das Design: Das rückseitige Glyph-Interface älterer Nothing-Modelle wurde durch ein programmierbares Dot-Matrix-Display mit 489 LEDs ersetzt, das deutlich mehr Personalisierungsmöglichkeiten bieten soll als das bisherige Lichtsystem. Der 5.150-mAh-Akku unterstützt zudem schnelles 65-Watt- sowie kabelloses Laden. Immerhin fünf Jahre OS-Updates und sieben Jahre Sicherheitspatches gelten zudem als solides Langzeitversprechen.

Die Details:

  • Display: 6,67 Zoll, OLED, 2.800 × 1.260 Pixel, 120 Hz

  • Betriebssystem und Updates: Android 15 (Nothing OS 3.5), 5 große Updates

  • Speicher und RAM: 256/512 GB, 12/16 GB LPDDR5X

  • Kamera: 4x 50-MP-Sensoren (Haupt, Tele 3-fach, Ultraweitwinkel, Selfie)

  • Besonderheiten: rückseitige "Glyph Matrix" (489 LEDs), Snapdragon 8s Gen 4

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OnePlus 13: Flaggschiff-Features ohne Kompromisse

Das OnePlus 13 ist eines der seltenen Marken-Flaggschiffe, das unter 1.000 Euro bleibt und dennoch kaum Kompromisse bei Leistung oder Ausstattung macht. Computer Bild lobt im Test etwa die auch hier sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit des verbauten Snapdragon 8 Elite bei gleichzeitig sehr langen Akkulaufzeiten. Auch das OLED-Display kommt gut weg, ist aber insgesamt minimal schwächer als die Samsung-Konkurrenz.

Auch Handy-Fotografen sollten mit drei 50-Megapixel-Linsen für Haupt-, Tele- und Ultraweitwinkelkamera gut bedient sein. Die Linsen sind dabei vom Foto-Spezialisten Hasselblad abgestimmt, was besonders gute Bilder verspricht. Wer sein Handy beim Badespaß mitnehmen möchte, kann das mit dem OnePlus 13 zudem bedenkenlos tun. Mit IP69 ist das Gerät vollständig wasser- und staubdicht.

Die Details

  • Display 6,82 Zoll, OLED, 3.168 × 1.440 Pixel, 120 Hz

  • Betriebssystem und Updates: Android 15 (OxygenOS 15), 4 große Versions-Updates

  • Speicher und RAM: 256 GB ,12 bis 24 GB

  • Kamera: 50 MP Hauptkamera, 50 MP Tele (3-fach optisch), 50 MP Ultraweitwinkel

  • Besonderheiten: 80-W-Laden (bis 100 W), 50-W-Wireless, Hasselblad-Kameras, IP69

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Fazit: Auch eher unbekannte Handymarken können überzeugen

Unsere Zusammenstellung zeigt: Auch unbekannte Smartphone-Marken können sich durchaus auszahlen – vor allem, wenn etwas speziellere Modelle mit besonderer Ausrichtung gesucht werden. Allerdings gilt: Ohne Android geht auch bei etwas ausgefalleneren Smartphones im Grunde nichts.

Quelle: ntv.de