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Sinnvolle Investition?PV-Anlage kaufen: Diese Dinge gilt es zu beachten

12.03.2026, 12:17 Uhr
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Gut geplant ist halb gewonnen: Unter den richtigen Voraussetzungen ist eine PV-Anlage eine sinnvolle Investition in die Zukunft. (Foto: Imago / Robert Poorten)

Wer die eigenen Stromkosten senken und nebenbei zur Energiewende beitragen möchte, der kommt schnell auf die Idee, sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren. Wir verraten, was im Vorfeld zu beachten ist, damit sich diese Investition auch wirklich lohnt.

Die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) kann ein wichtiger Schritt sein in Richtung Energieunabhängigkeit und Nachhaltigkeit – gerade in Kombination mit einer Wärmepumpe oder einem E-Auto denken viele Haushalte darüber nach. Doch wie finden Interessierte die richtige Anlage für sich? Für so ein großes Projekt ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Wir stellen die wichtigsten Aspekte vor, die es zu berücksichtigen gilt, bevor die Entscheidung fällt.

Kauf einer Photovoltaikanlage: Zuerst den Energiebedarf ermitteln

An erster Stelle sollte eine Analyse des eigenen Energieverbrauch stehen: Dabei geht es aber nicht nur um die Menge des benötigten Stroms, sondern auch um die Art und den Zeitpunkt der Nutzung — also etwa, ob hauptsächlich abends verbraucht wird oder auch tagsüber. Auch große Stromverbraucher wie eine Wärmepumpe oder eine Wallbox fürs E-Auto haben Auswirkungen auf die Rentabilität. Einfacher wird die Berechnung ehrlicherweise, wenn sie von Profis übernommen wird. Hier bietet zum Beispiel Enpal einen simplen Online-Fragebogen an, auf dessen Grundlage ein kostenloses Beratungsgespräch erfolgen kann.

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Wer bereits ein genaues Bild vom eigenen Energieverbrauch hat und auch weiß, dass weitere Faktoren (Dachfläche, Ausrichtung, Verschattungsfreiheit etc.) passen, kann selbst gezielt auf Suche nach einer kleinen PV-Anlage gehen. Beim auf Mini-PV-Anlagen spezialisierten Anbieter Kleines Kraftwerk kostet eine Anlage mit acht Modulen und 4.000 Watt Peak Leistung nur knapp 1.600 Euro. Allerdings müssen sich Hausbesitzer dann selbst um Montage und Anmeldung kümmern.

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

PV-Anlage kaufen: Braucht es einen Speicher?

Abhängig vom Verbrauch, dem Nutzungsverhalten und der maximalen PV-Leistung auf dem Dach kann auch die Installation eines Batteriespeichers Sinn ergeben. Der speichert den überschüssigen PV-Strom, um ihn dann am Abend, in der Nacht oder auch an stark bewölkten Tagen nutzen zu können. Dadurch verzichtet man zwar auf einen Teil der Einspeisevergütung, die Ersparnis ist aufgrund der Differenz zwischen staatlicher Vergütung und dem Strompreis aber enorm.

Ein größenmäßig vernünftig ausgelegter Speicher steigert die Effizienz der Anlage laut Verbraucherzentrale auf bis zu 70 Prozent. Welche Speicherkapazität zu einer Solaranlage passt, das erfahren PV-Interessierte bei kostenlosen Beratungen wie sie Enpal anbietet – egal, ob bereits eine PV-Anlage auf dem Dach ist, die um einen Speicher erweitert werden soll, oder das komplette PV-System noch in Planung ist.

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Ohne einen Batteriespeicher fließt überschüssiger Strom aus der Anlage ins öffentliche Netz. Für diese Energie erhalten Besitzer einer PV-Anlage eine Einspeisevergütung. Die wurde unlängst von Wirtschaftsministerin Katharina Reihe infrage gestellt, gehört aktuell aber noch zum Katalog der staatlichen PV-Förderung. Für jede Kilowattstunde Strom erhalten PV-Besitzer knapp acht Cent vom Staat. Das hört sich nach wenig an, macht aber trotzdem mehrere Hundert Euro im Jahr aus – und weil die Vergütung von staatlicher Seite für 20 Jahre garantiert wird, erleichtert das die langfristige Planung.

PV-Anlage: Komponenten auswählen

Eine Photovoltaikanlage besteht aus mehreren Komponenten, über die sich Interessierte im Vorfeld informieren sollten. Die wichtigsten sind die Module, die pro Panel in der Regel zwischen 400 und 500 Watt Leistung mitbringen. Heutzutage haben sich monokristalline Module großflächig durchgesetzt – diese dunkleren PV-Module haben einen deutlich höheren Wirkungsgrad als ihre blau-glitzernden Vorgänger, sind langlebiger und preislich in den letzten Jahren stetig günstiger geworden.

Eine weitere wichtige Komponente ist der Wechselrichter, der den Gleichstrom der Anlage in nutzbaren Wechselstrom umwandelt. Die Leistung des Wechselrichters sollte möglichst gut auf die Gesamtleistung der Solarmodule abgestimmt sein. Zu groß dimensioniert kann er ineffizient arbeiten, zu klein dimensioniert schränkt er das Potenzial der Anlage ein.

Standort und Dachbeschaffenheit checken

Nicht nur der eigene Energiebedarf sowie Größe und Komponenten der Anlage sind wichtige Kriterien, sondern auch der Standort, in der Regel das Dach. Dabei sollten die Module möglichst nach Süden hin ausgerichtet sein. Ost- oder Westausrichtungen sind kein Ausschlusskriterium, jedoch muss mit Leistungseinbußen gerechnet werden. Der Neigungswinkel des Dachs liegt optimalerweise bei 30 bis 35 Grad, für Flachdächer werden spezielle Aufständerungen verwendet.

Nicht zuletzt spielt das Thema Verschattung eine Rolle: Bäume, Schornsteine, Stromleitungen oder andere Gebäude, die im Sonnenverlauf Schatten auf die Module werfen, können die Leistung stark beeinträchtigen. Damit solche Risiken minimiert werden, empfiehlt sich eine professionelle Beratung, weil Experten Verschattungsszenarien deutlich besser einschätzen können und auch den Sonnenstand im Jahresverlauf im Blick haben.

Wer sich ohne finanzielles Risiko mit dem Thema Solarenergie anfreunden will, der kann alternativ mit einem Balkonkraftwerk starten. Diese Mini-PV-Anlagen passen auch in den Garten, an die Hauswand oder aufs Garagendach, eine elektrische Installation durch einen Fachbetrieb ist nicht nötig, die Anmeldung im Marktstammdatenregister klappt in wenigen Minuten. Mittlerweile gibt es im Netz zahlreiche Händler, die einfach zu installierende Komplett-Sets mit und ohne Speicher anbieten – und das bereits unter 500 Euro.

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PV-Anlage kaufen: Fördermöglichkeiten checken

Bei einer PV-Anlage handelt es sich um eine Investition, die mehrere Tausend bis spürbar über Zehntausend Euro kosten kann. Daher ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld auch über Fördermöglichkeiten zu informieren. Möglich sind unter anderem kommunale Förderungen und spezielle Kreditprogramme. Zudem sind Solarmodule, Speicher, Halterungen und Co. derzeit noch von der Mehrwertsteuer befreit – das entspricht einer 20-prozentigen Förderung der Materialkosten durch den Staat.

In Kürze: Diese Dinge gibt es beim Kauf einer PV-Anlage zu beachten

  • Energiebedarf und -nutzung checken: Wie groß muss die Anlage sein? Braucht es einen Speicher?

  • Standortbewertung und Dachbeschaffenheit: Ausrichtung, Neigung, Verschattung, aber auch Statik des Daches sollten passen

  • Wechselrichter: Leistung muss zur Größe der Anlage passen

  • Fördermöglichkeiten: im Vorfeld informieren und für Budget berücksichtigen

Außerdem wichtig beim Kauf einer Photovoltaikanlage können folgende Punkte sein:

  • Installation: Bedingungen mit dem Netzbetreiber klären und zertifizierten Installateur beauftragen

  • Marktstammdatenregister: Anmeldung ist Pflicht

  • Wartung: Wartungsvertrag ist empfehlenswert für eine lange Lebensdauer

  • Versicherung: schützt vor größeren Kosten bei Schäden durch Feuer, Sturm oder Hagel

Die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage ist eine Investition in die Zukunft, will aufgrund des großen Investments aber wohlüberlegt sein. Mit einer sorgfältigen Planung können Besitzer einer solchen Anlage von den zahlreichen Vorteilen der eigenen Stromerzeugung profitieren – gerade in Verbindung mit einer Wärmepumpe oder einem E-Auto tun sich hier nochmal ganz neue Synergieeffekte auf.

Quelle: ntv.de