Von wegen blitzblankSchmuddelecken-Alarm! Diese Orte vergessen wir oft beim Putzen

Während der Boden glänzt, führen viele Alltagsgegenstände ein staubiges Schattendasein. Zeit, den Putz-Radar zu erweitern und den Bakterien-Hotspots den Kampf anzusagen.
Die Fenster strahlen, das Bad blitzt, die Oberflächen sind gewischt – und trotzdem sammelt sich im Haushalt Schmutz an. Der Grund: Einige Stellen entziehen sich unserer Aufmerksamkeit besonders hartnäckig. Oft sind es die Orte, die wir täglich berühren, aber beim wöchentlichen Durchwischen schlichtweg ignorieren. Genau dort setzen sich Staub, Bakterien und Fett ab. Wer diese Schmuddelecken kennt und gezielt angeht, spart Zeit und verbessert spürbar die Hygiene.
1. Das Keim-Karussell: Lichtschalter und Türgriffe
Wir fassen sie dutzende Male am Tag an, doch sie landen selten auf der To-do-Liste. Lichtschalter und Griffe sammeln Fett, Hautschüppchen und Bakterien wie kaum ein anderer Ort. Hier hilft kein grobes Schrubben, sondern Präzision.
Die Geheimwaffe: ein hochwertiges Mikrofasertuch (z. B. von Vileda) kombiniert mit einem sanften Hygiene-Spray. Einmal kurz drüberwischen und die Keimzahl sinkt sofort Richtung Null. Wichtig ist, regelmäßig zu wischen und nicht zu nass zu arbeiten, um Elektrik und Oberflächen zu schonen.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
2. Die Staub-Falle: Heizkörper-Zwischenräume
Sobald die Heizung im Winter aufdreht, wirbelt sie alles auf, was sich über Monate in ihren Lamellen versteckt hat. Diese schmalen Zwischenräume sind für normale Lappen unerreichbar.
Der Problemlöser: Eine biegsame Heizkörperbürste aus Ziegenhaar oder alternativ tierfreien Nylonborsten. Sie schlüpft in jede noch so enge Lücke und holt die grauen Wollmäuse aus ihrem Versteck, bevor sie die Raumluft belasten.
3. Das Archiv der Krümel: Sofa-Ritzen und Polster
Krümel, Staub, Haare: In Polstermöbeln verschwindet weit mehr, als man denkt. Was im Alltag unsichtbar bleibt, offenbart sich meist erst beim Umzug – oder eben beim gründlichen Frühjahrsputz. Wer seine Couch liebt, schaut heute mal tiefer in die Spalten.
Hier lohnt sich Technik: Ein kabelloser Handstaubsauger mit Fugendüse (wie der Dyson V8 oder ein kompaktes Modell von Bosch), den es unter anderem bei Media Markt gibt, rückt dem tiefsitzenden Schmutz mit maximaler Saugkraft zu Leibe.
3. Die unsichtbare Geruchsquelle: Mülleimer-Deckel und -Rand
Der Beutel ist gewechselt, der Eimer wirkt leer – doch genau an Deckel und Rand lauern Keime und festsitzende Gerüche. Wer nur den Sack tauscht, ignoriert die eigentliche Bakterien-Zentrale.
Die Sofort-Hilfe: Ein antibakterieller Haushaltsreiniger oder klassischer Essigreiniger beseitigt Rückstände im Handumdrehen. Besonders effektiv: Den Eimer regelmäßig komplett unter der Dusche auswaschen und danach vollständig trocknen lassen.
5. Das dunkle Geheimnis: Dichtungen der Waschmaschine
Wir waschen Kleidung darin, aber wer pflegt eigentlich die Maschine? In der Gummileiste sammeln sich Wasserreste, Flusen und Waschmittelrückstände – die perfekte Basis für muffige Gerüche.
Das Dream-Team: Ein einfacher Lappen und etwas Zitronensäure. Einfach die Lippe umstülpen, gründlich auswischen und das Gerät wieder atmen lassen. Wer es sich noch leichter machen möchte, nutzt einen speziellen Maschinenpfleger (z. B. von Dr. Beckmann).
6. Aus den Augen … Die Oberseite von Schränken
"Aus den Augen, aus dem Sinn" gilt besonders für die Oberkante von Küchenschränken oder Kleiderschränken. Hier bildet sich mit der Zeit ein klebriger Film aus Staub und Fett.
Der clevere Trick: Wer nicht jede Woche auf die Leiter steigen will, reinigt einmal gründlich mit einem Fettlöser und legt die Flächen danach mit Zeitungspapier oder passgenauen Schrankeinlagen aus. So muss beim nächsten Mal nur das Papier gewechselt werden.
7. Der Bakterien-Magnet: Die Tastatur
Krümel vom schnellen Mittagessen und Staub vereinen sich zwischen den Tasten zu einer unappetitlichen Mischung. Wer viel im Homeoffice arbeitet, sollte hier regelmäßig aktiv werden, um klebrige Tasten und Keime zu vermeiden.
Der Reinigungs-Profi: Ein spezielles Reinigungsgel (sogenannter Cleaning Slime), das sich in die Lücken drückt und den Schmutz einfach herauszieht, oder ein Druckluft-Spray wirken hier Wunder.
Sauberes Finale: Dranbleiben lohnt sich
Nicht jeder Schmutz sitzt dort, wo wir ihn erwarten. Wer auch Lichtschalter, Oberschränke oder Polsterritzen in den Blick nimmt, putzt nachhaltiger – und muss insgesamt seltener schrubben. Kleine Routinen und die passenden Helfer machen aus vergessenen Ecken kein Dauerproblem mehr. Oft reichen schon wenige Minuten und das richtige Equipment, um fiese Bakterien und festsitzende Gerüche dauerhaft des Platzes zu verweisen.









