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Im VergleichSelbst investieren vs. Vermögensverwaltung: Was passt zu wem?

29.12.2025, 04:30 Uhr
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Für wen lohnt es sich, die Finanzverwaltung selbst in die Hand zu nehmen? (Foto: istockphoto.com)

Selbst investieren oder das Geld verwalten lassen? Beide Wege haben Vor- und Nachteile – je nach Zeit, Wissen und Vermögen. Wir zeigen, für welche Anleger eine Vermögensverwaltung sinnvoll ist und wann sich ein eigenes Depot lohnt.

Steigende Zinsen, schwankende Börsen und neue Anlageformen stellen viele Sparer vor dieselbe Frage: Soll ich mein Geld selbst investieren – oder die Verantwortung an Profis abgeben? Die richtige Antwort hängt weniger von der Marktlage ab als von den eigenen Voraussetzungen. Zeit, Wissen, Risikobereitschaft und Vermögenshöhe spielen eine zentrale Rolle. Ein Überblick über die wichtigsten Unterschiede.

Vermögensverwaltung: Investieren lassen statt selbst entscheiden

Bei einer Vermögensverwaltung übernehmen Experten die komplette Geldanlage. Sie entwickeln eine Anlagestrategie, investieren das Kapital, überwachen die Märkte und passen das Portfolio bei Bedarf an. Anlegerinnen und Anleger wählen meist nur ihr Risikoprofil und den Anlagehorizont – um alles Weitere kümmern sich professionelle Investmentteams. Vorteile sind:

  • Geringerer Zeitaufwand: Denn eigenständig Märkte zu beobachten und Portfolios umzugewichten, kostet Zeit und setzt Wissen über Märkte voraus. Eine Vermögensverwaltung nimmt diesen Aufwand ab.

  • Strukturiertes Risikomanagement: Anleger entscheiden anfangs über ihre Risikobereitschaft, in deren Rahmen sich die Geldanlage dann stets bewegt.

  • Persönliche Ansprechpartner: Anders als beispielsweise bei einigen Robo-Advisors stehen bei einer Vermögensverwaltung meist persönliche Ansprechpartner bereit, die Entscheidungen einordnen und erklären.

Dem gegenüber stehen höhere Kosten: Verwaltungsgebühren und Produktkosten liegen über denen einer selbst gesteuerten Geldanlage. Zudem sind die Einstiegshürden oft hoch – viele Anbieter setzen Mindestanlagesummen im fünf- oder sechsstelligen Bereich voraus.

Geeignet ist eine Vermögensverwaltung daher vor allem für Anleger mit größerem Vermögen, wenig Zeit oder dem Wunsch nach professioneller Begleitung in Finanzfragen.

Tipp: Vermögensverwaltung über Liqid

Eine Möglichkeit, die Finanzverwaltung in professionelle Hände zu geben, bietet Liqid. Die Berliner Vermögensverwaltung zählt laut den unabhängigen Firstfive-Ranglisten zu den leistungsstärkeren Vermögensverwaltern. In der aktuellen Analyse platzieren sich die Global-Strategien von Liqid, zum Beispiel Global 70 und Global 90, über verschiedene Zeiträume regelmäßig in den Top drei, sowohl bei der absoluten als auch bei der risikoadjustierten Rendite.

Liqid auf einen Blick:

  • Professionelles Portfolio-Management: Entwicklung einer Anlagestrategie, Umschichtung von Positionen und Absicherung von Risiken.

  • Persönliche Ansprechpartner: Neben digitalen Tools gibt es individuelle Betreuung – Kunden können so jederzeit Fragen stellen oder Probleme ansprechen.

  • Regelmäßiges Rebalancing: Die strategische Ausrichtung des Portfolios wird jährlich angepasst. Zusätzlich erfolgen unterjährige Rebalancings, um das Risikoprofil stabil zu halten.

  • Umfassende Berichterstattung: Monatliche Vermögensberichte, umfangreiche Quartalsberichte zum Portfolio, Markteinschätzungen und ausführliche Analysen stehen online bereit.

  • Zugriff auf Strategien von institutionellen Anlegern: Liqid arbeitet mit Modellen, die sich an Family-Offices orientieren und sonst eher größeren Investoren vorbehalten sind.

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Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich etwa die Zinsen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.

Bei Liqid können Anlegerinnen und Anleger zwischen verschiedenen Portfolio-Strukturen wählen, auf Wunsch nach einer vorangegangenen persönlichen Beratung. Bei den "Global"-Strategien werden die Investitionen zu verschiedenen Anteilen in Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Edelmetallen aufgeteilt. Ein Beispiel: Die Strategie Global 90 hat einen Aktienanteil von 90 Prozent und somit eine hohe potenzielle Rendite, aber auch größere Schwankungswahrscheinlichkeiten. Andere Verteilungen nach individueller Risikobereitschaft sind natürlich möglich.

Geld selbst investieren: Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Wer sein Geld selbst investiert, nutzt ein Wertpapierdepot bei einem Broker oder einer Direktbank und entscheidet eigenständig über Aktien, ETFs oder Fonds. Diese Form der Geldanlage bietet maximale Freiheit – und ist meist deutlich günstiger, da keine laufenden Verwaltungsgebühren anfallen. Besonders ETF-Sparpläne ermöglichen auch Einsteigern einen einfachen und kostengünstigen Einstieg. Ein Vorteil: Anleger behalten jederzeit die Kontrolle über ihr Portfolio und können flexibel reagieren.

Allerdings verlangt diese Freiheit jedoch Zeit, Disziplin und ein Grundwissen über Märkte und Strategien. Typische Risiken beim Selbstinvestieren sind etwa unüberlegte Umschichtungen, Panikverkäufe in Krisen oder zu komplexe Portfolios. Wer hier ohne klare Strategie agiert, läuft Gefahr, Rendite durch Fehlentscheidungen oder hohe Transaktionskosten zu verschenken.

Selbst investieren eignet sich daher besonders für Menschen mit Interesse an Finanzthemen, ausreichender Zeit und für alle, die kleinere Summen investieren möchten.

Tipp: Direkt-Depot bei der ING

Wer die eigene Geldanlage aktiv steuern möchte, ist mit einem klassischen Wertpapierdepot, zum Beispiel bei der ING, gut bedient. Anders als bei einer Vermögensverwaltung treffen Anlegerinnen und Anleger hier alle Entscheidungen selbst: von der Auswahl einzelner ETFs oder Aktien bis zur Zusammensetzung des Portfolios. Das erfordert mehr Eigeninitiative, bietet im Gegenzug aber volle Flexibilität und meist deutlich geringere laufende Kosten.

Als eine der größten Direktbanken Deutschlands stellt die ING ein kostenfreies Depot zur Verfügung und ermöglicht den Handel mit einer breiten Palette an Wertpapieren. Besonders der Einstieg fällt leicht: ETF-Sparpläne lassen sich bereits mit kleinen monatlichen Beträgen einrichten – ideal für alle, die eigenständig investieren und ihre Anlagestrategie selbst umsetzen möchten.

  • Gebührenfreies Direkt-Depot für die eigenständige Geldanlage

  • Große Auswahl an ETFs, Fonds und Aktien

  • Sparpläne bereits ab 1 Euro pro Monat möglich

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Robo-Advisor als Zwischenlösung?

Robo-Advisor nehmen eine Mittelposition zwischen Selbstinvestieren und klassischer Vermögensverwaltung ein. Auf Basis eines Risikoprofils stellen Algorithmen ein Portfolio zusammen, meist aus ETFs, und passen es automatisch an. Der Aufwand für Anleger ist gering, die Kosten liegen unter denen einer persönlichen Vermögensverwaltung. Allerdings ist der Gestaltungsspielraum begrenzt und eine individuelle Beratung fehlt meist. Für manche Anleger bleibt zudem ein Restzweifel gegenüber rein algorithmischen Systemen – insbesondere in außergewöhnlichen Marktphasen. Die Investition in einen Robo-Advisor ist daher eine gute Wahl für kleinere bis mittlere Anlagesummen und für Anleger, die automatisiert investieren möchten, ohne sich selbst intensiv und regelmäßig mit dem Markt zu beschäftigen.

Fazit: Selbst investieren vs. Vermögensverwaltung – was lohnt sich für wen?

Ob Selbstinvestieren, Vermögensverwaltung oder Robo-Advisor – keine Lösung ist grundsätzlich besser als die andere. Entscheidend sind die eigenen Ziele und Möglichkeiten. Wer Zeit und Interesse mitbringt, kann mit einer selbst gesteuerten Geldanlage Kosten sparen. Für große Anlagesummen ist eine Vermögensverwaltung vielleicht die passendere Wahl, um Verantwortung abzugeben und auf professionelle Strukturen zu setzen.

Quelle: ntv.de