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Ganz einfach oder auch smart? Seniorenhandys im Vergleich: Welches Mobiltelefon passt zu Oma und Opa?

16.02.2026, 09:16 Uhr
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Auch Senioren brauchen eine Verbindung in die Außenwelt. Welche Varianten für Senioren-Telefone gibt es? (Foto: KI-generiert)

Große Tasten, Notruftaste, WhatsApp – oder doch lieber das klassische Klapphandy? Diese fünf Seniorenhandys zeigen, worauf es im Vergleich ankommt.

Seniorenhandys sollen vor allem eins leisten: dem Alltag nicht im Weg stehen und älteren Menschen mehr Verbindung zu Freunden und Familie ermöglichen. Große, gut lesbare Displays, intuitive Bedienung und verlässliche Notruferreichbarkeit sind dabei Pflicht. Wer außerdem WhatsApp und Videoanrufe nutzen will, braucht natürlich ein Smartphone – mit oder vielleicht sogar ohne spezielle Senioren-Oberfläche.

Wer hingegen nur telefonieren möchte und sonst eher keine Funktionen braucht oder nutzen kann, fährt mit einem robusten Tastentelefon oft stressfreier. Die Bandbreite für Senioren-Telefone reicht also vom klassischen Android-Smartphone mit Einrichtungshilfe bis zum simplen Klapphandy mit Notruftaste.

Samsung Galaxy A17: Einsteiger-Smartphone mit seniorentauglicher Einrichtung

Klar: Samsungs Einsteigerklasse Galaxy A17 ist kein klassisches Seniorenmodell. Das Betriebssystem kann aber durch große Schrift, einfache Startseiten-Layouts und Samsungs Einfachen Modus in der Bedienung gezielt für Senioren entschärft werden. Der Vorteil: Die App-Welt inklusive WhatsApp-Messer, Video-Telefonie und Kamera entspricht aktuellen Smartphones. Das macht die Verbindung zu Familien-Chats oder Urlaubsfotos einfacher, erfordert gleichzeitig aber auch etwas mehr Erfahrung oder Übung mit der Nutzerumgebung.

Außerdem gibt es für Samsung-Smartphones lange Update-Versprechen in Sachen Software. Der Kompromiss bei der Sache: Es gibt keine direkt auf Senioren ausgerichtete Hardware wie eine eigene Notruftaste oder praktische Ladeschale. Die Sicherheit und der Notruf hängen hier stärker an der Einrichtung des Android-Betriebssystems.

Die Details:

  • Typ: Smartphone

  • Display: 6,7 Zoll, 1.080 × 2.340 Pixel

  • Betriebssystem: Android 15

  • Notruf: keine Notruftaste

  • Akku: 5.000 mAh

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Mobiltelefone für Senioren: Das ist wichtig – und das nicht

Die Spanne bei Senioren-Handys ist groß: Auf der einen Seite stehen Einsteiger-Smartphones mit Bedienhilfen – etwa Samsungs Einfacher Modus oder Googles Schriftvergrößerung. Sie bieten die volle App-Welt, WhatsApp und Kamera, verlangen aber aktive Einrichtung und digitale Grundkompetenz. Auf der anderen Seite gibt es echte Senioren-Smartphones, die ab Werk mit vereinfachten Menüs, großen Buttons und dedizierten Notruftasten ausgeliefert werden – oft inklusive SOS-Taste und direkter Anbindung an Angehörige.

Dazwischen liegen Tasten-Telefone für Senioren: Klapphandys oder klassische Modelle mit physischen Tasten und Fokus auf Telefonie. Sie verzichten auf Apps, sind dafür aber in der Regel robuster, akkustärker und weniger störanfällig. Wer ausschließlich erreichbar sein will und keine Messenger braucht, findet hier oft die unkomplizierteste Lösung. Diese vier explizit für Senioren gedachten Modelle zeigen den Unterschied zum eher normalen Samsung-Smartphone.

Doro Aurora A30: Senioren-Smartphone mit Assistenz-Ansatz

Das Aurora A30 zielt klar auf ältere Menschen ab, die zwar ein modernes Smartphone wollen, dies aber mit vereinfachter Bedienung und Sicherheitsfunktionen kombinieren möchten. Hersteller Doro ist dabei auf Senioren-Handys spezialisiert und legt beim Aurora A30 laut eigener Aussage den Fokus entsprechend auf eine gut ablesbare und klare Bedienlogik. Außerdem gibt es Notruf- und SOS-Funktionen samt eigenem Knopf auf der Rückseite des Telefons. Eine direkte Verbindung mit Hörgeräten sei zudem ebenfalls möglich.

Laut Test der FAZ sind im Alltag vor allem die große Akkukapazität, die robustere Auslegung mit IP54-Schutz und das kabellose Laden sehr praktisch. Dazu besitzt das Senioren-Smartphone eine zweite Weitwinkel-Linse auf der Rückseite. Anders als herkömmliche moderne Smartphones hat das Aurora A30 zudem noch physische Tasten für die Anruf-Annahme. So lässt sich Verwirrung vermeiden.

Die Details:

  • Typ: Senioren-Smartphone

  • Display: 6,1 Zoll, 720 × 1.560 Pixel

  • Betriebssystem: Android

  • Notruf und Sicherheit: SOS-Taste

  • Akku: 5.000 mAh

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Emporia Smart.7 lite: Kompaktes Android-Smartphone für Senioren

Das Emporia Smart.7 lite kombiniert ebenfalls moderne Smartphone-Technik mit einer seniorenfreundlichen Bedienung in kompakter Form. Als Betriebssystem ist Android 15 installiert, moderne Funktionen wie etwa NFC für kontaktloses Bezahlen, ein Fingerabdrucksensor und die wichtige Hörgerätekompatibilität sind laut Hersteller an Bord.

Zur Bedienung setzt Emporia auf eine Oberfläche mit vereinfachter Menüführung und einer dedizierten Notruftaste. Das Display des Smartphones ist mit 5,45 Zoll eher handlich, ohne dabei aber Lesbarkeit einzubüßen. Der Hersteller richtet sich mit seinem Senioren-Telefon an Menschen, die ein vollwertiges Android-Smartphone in handlicher Größe suchen und sich gleichzeitig klare Sicherheitsfunktionen wünschen. Im Test der FAZ konnte das Emporia-Senioren-Smartphone den ersten Platz erringen.

Die Details:

  • Typ: Senioren-Smartphone

  • Display: 5,45 Zoll, 720 × 1.440

  • Betriebssystem/Apps: Android 15

  • Notruf/Sicherheit: No-Panic-Button (SOS-Knopf)

  • Akku: 3.500 mAh, austauschbar

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Panasonic KX-TU550: Klapphandy mit Telefon-Fokus und Notruftaste

Das KX-TU550 empfiehlt sich für Senioren, für die Telefonieren im Vordergrund steht – ergänzt um eine dedizierte Notruftaste für den Ernstfall. Die Klappbauform schützt Display und Tasten im Alltag, ein Außendisplay zeigt eingehende Anrufe auch bei geschlossenem Gerät. Große Tasten und LTE-Unterstützung mit VoLTE ermöglichen zudem eine bessere Sprachqualität im Vergleich zu älteren Mobilfunkstandards.

Die Notruflogik des Panasonic-Telefons arbeitet laut Hersteller je nach Einrichtung als Prioritätsruftaste, über die mehrere hinterlegte Kontakte automatisch und freihändig angerufen werden können. Für Senioren, die keine Apps oder Messenger benötigen und ein robustes, fokussiertes Telefon suchen, liefert das Modell eine klassische Lösung ohne digitale Zusatzfunktionen. Nachteil: Die Einrichtung ist laut Nutzerbewertungen nicht ganz unkompliziert und setzt möglicherweise die Hilfe durch eine technisch versierte Person voraus.

Die Details:

  • Typ: Klapphandy

  • Display: 2,8 Zoll plus Außendisplay

  • Betriebssystem: proprietär, kein App-OS

  • Notruf/Sicherheit: Notruftaste bzw. Prioritätsruftaste

  • Akku: 1.400 mAh

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Emporia Simplicity LTE: Aufs Wesentliche reduziertes Tastenhandy

Das Mobiltelefon Simplicity LTE des Herstellers Emporia richtet sich klar an Menschen, die ausschließlich telefonieren und im Notfall erreichbar sein wollen. Und zwar ganz ohne Touchscreen, Apps oder zusätzliche Komplexität. Extragroße Tasten, ein übersichtliches Display und eine dedizierte Notruftaste prägen die vor allem auf Senioren ausgerichtete Ausstattung.

Die Bedienung orientiert sich an klassischen Mobiltelefonen vor der Smartphone-Revolution und verzichtet bewusst auf moderne Elemente. Gerade für Senioren, die mit Klapphandys oder berührungsempfindlichen Displays nicht zurechtkommen, liefert das Barren-Format eine alternative Bauform im Tastenhandy-Segment. Die FAZ kürte das Emporia Simplicty im Test zum besten derzeit verfügbaren Senioren-Handy ohne Smart-Funktionen.

Die Details:

  • Typ: Tastenhandy

  • Display: 2,0 Zoll, 220 × 176 px

  • Betriebssystem: proprietär, kein App-OS

  • Notruf: Notruftaste

  • Akku: 1.200 mAh, Akku wechselbar, inkl. Ladeschale

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Fazit: Am Ende zählt für Senioren die Nutzbarkeit

Gerade bei Seniorenhandys gilt: In der Praxis gewinnt nicht das technisch beste Gerät, sondern genau das Mobiltelefon, das zur eigenen Nutzung passt. Messenger und volle App-Kompatibilität sind Pflicht? Dann ist eher ein Android-Smartphone wie z. B. von Doro oder Emporia die richtige Wahl. Sicherheit und Notruf stehen über allem? Dann braucht das Telefon vor allem eine echte Notruf-Taste, egal ob Smartphone oder Telefon-Knochen. Wer ein eher normales Smartphone bevorzugt, liegt mit Einsteiger-Geräten wie dem Samsung A17 richtig – muss diese aber möglicherweise zunächst altersgerecht konfigurieren. Wer ohne Schnickschnack auskommen möchte, wählt hingegen ein Gerät ganz ohne smarte Funktionen und Software-Updates, dafür mit Telefonie und Notruf-Sicherheit.

Quelle: ntv.de