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Preis, Technik, Konkurrenz Steam Deck: Obacht beim Vorbestellen

Mit dem Steam Deck fordert Valve Nintendo heraus.

Mit dem Steam Deck fordert Valve Nintendo heraus.

(Foto: Valve)

Die Nintendo Switch bekommt Konkurrenz: Der PC-Software-Hersteller Valve schickt Ende des Jahres eine Mischung aus mobiler Spielkonsole und Gaming-PC ins Rennen. Doch beim Vorbestellen des Steam Deck gilt: Augen auf!

Wer gerne unterwegs Videospiele spielt, hatte in den letzten Jahren neben dem Smartphone nur eine echte Option: die Nintendo Switch. Der Hybrid aus Mobilgerät und klassischer TV-Spielkonsole ist seit 2017 auf dem Markt und seitdem unter jungen und alten Spielern sehr populär. Das liegt an der großen, teils hochklassigen Software-Auswahl. Bislang profitierte Nintendo aber auch von seiner Monopolstellung auf dem Handheld-Markt. Das Steam Deck soll das ändern.

Steam Deck: Die wichtigsten Fakten

Das Steam Deck des amerikanischen Herstellers Valve ist eine Mischung aus mobiler Spielkonsole und Gaming-PC. Es ist technisch etwa auf dem Niveau einer Playstation 4 – und grafisch stärker auf der Brust als die Nintendo Switch. Aber: Das Gerät ist ein vollwertiger PC mit dem Gaming-Betriebssystem SteamOS. Spiele bezieht man demnach ausschließlich digital per Download über Steam, die dann aber auch auf regulären PCs über das dazugehörige Nutzerkonto abrufbar sind. Auf dem Steam Deck könnte man – wenn man wollte – sogar Windows installieren.

  • Bildschirm: 7 Zoll LCD Touchscreen (1.280 mal 800 Pixel)
  • CPU: AMD Zen 2
  • Arbeitsspeicher: 16 Gigabyte
  • Speicherplatz: 64 / 256 / 512 GB, erweiterbar mit Micro-SD-Karten
  • Akkuleistung: 2 bis 8 Stunden
  • Maße: 298 mm × 117 mm × 49 mm
  • Gewicht: 669 Gramm
  • Preis: 419 Euro / 549 Euro / 679 Euro

Steam Deck: Augen auf beim Vorbestellen

Drei Varianten des Steam Deck lassen sich in Valves eigenem Onlineshop Steam reservieren, die Auslieferung soll im Dezember beginnen. Die drei Versionen unterscheiden sich in der Größe des integrierten Speichers (64, 256 oder 512 Gigabyte). Die beiden teuren Varianten nutzen außerdem schnelleren Speicher. Die 512-GB-Fassung verfügt zudem über ein entspiegeltes Display. Um sich ein Steam Deck zu reservieren, benötigt man ein kostenloses Nutzerkonto, das später auch zur Nutzung des Steam Deck benötigt wird. Nach der Registrierung ist die Reservierung gegen eine Gebühr von vier Euro möglich, diese wird auf den Kaufpreis angerechnet.

Ab Dezember 2021 plant Valve, die Reservierungen nacheinander abzuarbeiten. Wer derzeit reserviert, wird laut Website voraussichtlich im ersten Quartal 2022 ein Gerät bestellen können.

Dieses Vorbestellverfahren bringt auch dubiose Gestalten auf die Bildfläche: Bei Ebay werden immer wieder Steam-Deck-Vorbestellungen samt zugehörigem Steam-Konto angeboten. Darauf sollte man sich nicht einlassen. Wann genau das Gerät nämlich letztlich geliefert wird, ist fraglich. Gleichzeitig verlangen diese Anbieter teils horrende Preise. Betrugsmaschen sind hier nicht auszuschließen.

Wie gut ist das Steam Deck?

Wer kein eingefleischter Gamer ist, stellt sich beim Steam Deck die folgenden Fragen:

  • Wie leistungsstark ist das Steam Deck und wofür kann ich es nutzen?
  • Was verbirgt sich hinter "Valve" und "Steam"?
  • Welche Alternativen gibt es?

Die technischen Fakten zum Steam Deck

Das Steam Deck verfügt also über die Bedienelemente und die Gaming-Ausrichtung einer mobilen Spielkonsole, ist aber gleichzeitig so offen und flexibel wie ein PC. Diese besondere Oberfläche des SteamOS bietet Zugriff auf die eigene Spielebibliothek und den Store, außerdem kann man hier mit Freunden chatten und die Aktivitäten der Steam-Community verfolgen.

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Das Steam Deck bietet zahlreiche Knöpfe an Vorder- und Rückseite, ein Steuerkreuz und zwei Analogsticks, wie man es etwa von der Nintendo Switch gewohnt ist. Auch ein Bewegungssensor ist verbaut, sodass man etwa durch Neigen des Geräts zielen kann. Hinzu kommen zwei Trackpads, die sich mit den Fingern bedienen lassen, um etwa einen Cursor wie mit einer Maus zu bewegen. Das 7-Zoll-LCD-Display ist zudem ein Touchscreen. Auf der Ober- und Unterseite finden ein Mikrofon, Lautsprecher, ein Micro-SD-Kartensteckplatz, eine Kopfhörerbuchse und ein USB-C-Port Platz. Für das Steam Deck wird es eine separat erhältliche Docking Station geben. Aber auch mit einem einfachen USB-Kabel ist die Verbindung zu einem Display möglich. Damit fungiert das Steam Deck als eine Art tragbarer PC, den man simpel zu Hause mit seinem Monitor oder Fernseher verknüpft.

Wer sind "Valve" und was ist "Steam"?

Valve ist ein amerikanischer Videospiele-Hersteller und Betreiber der Plattform Steam. Bekannt wurde die Firma durch PC-Spiele wie "Half-Life" und "Counter-Strike", die heute unter Fans und Experten als Klassiker gelten. Valve-Präsident und Mitbegründer Gabe Newell besitzt laut Forbes ein Vermögen von 4,1 Milliarden US-Dollar, das Magazin führt ihn auf Platz 705 der reichsten Menschen der Welt.

2003 veröffentlichte Valve die Online-Plattform Steam, welche seitdem ständig ausgebaut und verbessert wurde. Ähnlich wie im Google-Play-Store oder bei iTunes legt man hier ein Nutzerkonto an, kauft digital Spiele und legt Freundeslisten an. Für viele PC-Games ist heutzutage die Nutzung des Steam-Clients erforderlich. 2019 verkündete Valve eine Milliarde Steam-Nutzerkonten, täglich sind etwa 62 Millionen Spieler auf der Plattform aktiv.

Welche Steam-Deck-Alternativen existieren?

Wer nicht auf das Steam Deck warten oder nicht so viel Geld ausgeben möchte, findet Alternativen auf dem Markt, die wir auch in unserem täglich aktuellen Deal-Ticker zeigen, wenn sie im Angebot sind.

Nintendo Switch

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Der Platzhirsch unter den mobilen Konsolen und das geistige Vorbild des Steam Deck. Im Oktober veröffentlicht Nintendo ein neues OLED-Modell der Nintendo Switch, die normale Variante und die Switch Lite bekommt man dafür schon jetzt immer wieder zu einem guten Preis.

  • Vorteile: Nintendo-exklusive Topmarken wie "Super Mario", "Zelda" und "Mario Kart"; simple Bedienung; je nach Wunsch mit und ohne Verbindungsmöglichkeit zum Fernseher
  • Nachteil: Technisch schwächer als das Steam Deck

Xbox-Cloud-Gaming

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Microsoft bietet mit dem Game Pass eine Art Netflix für Spiele an: Man zahlt eine monatliche Gebühr und hat Zugriff auf zahlreiche, teils brandaktuelle Games. Per Cloud-Gaming lassen die sich mittlerweile auf einer Vielzahl von Endgeräten spielen, auch auf einem Smartphone, das man zur besseren Steuerung einfach in eine Halterung einspannt.

  • Vorteile: Abo berechtigt zur Nutzung einer Vielzahl von Spielen; Top-Titel von Microsoft sind ab Erscheinungstag enthalten; fast freie Wahl des Endgeräts
  • Nachteile: Spiele rotieren auch wieder aus dem Abo heraus; für Cloud-Gaming ist eine beständige Internetverbindung nötig
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Hyperkin SupaBoy

Zum Schluss ein Kuriosum: Wer aus seiner Kindheit oder Jugend noch Spielmodule des Super Nintendo aus den 1990ern im Keller oder auf dem Dachboden hat, kann sie mit dem portablen SupaBoy von Hyperkin unterwegs spielen.

  • Vorteile: Retrofans und Nostalgiker spielen ihre alten Lieblinge
  • Nachteile: funktioniert nur mit den echten alten Spielmodulen; klobig
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Egal ob man sich nun für ein Steam Deck entscheidet oder eine der anderen Alternativen wählt, in jedem Fall kann man seinen Spieltrieb dann auch unterwegs ausleben.

Quelle: ntv.de

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