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Ertrag, Eigenverbrauch & Co.Was bringt eine Solaranlage wirklich?

23.04.2026, 03:03 Uhr
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Aktuell werden bei PV-Anlagen meist moderne Full-Black-Module eingesetzt, die nur auf der Rückseite den typisch blauen Glanz haben – dank eines Wirkungsgrads von über 22 Prozent wandeln sie besonders viel Sonnenlicht in Strom um. (Foto: Matthias Schmid)

Eine Solaranlage lohnt sich besonders, wenn sie als Gesamtsystem aus PV und Speicher gedacht wird und viel eigener Solarstrom verbraucht wird – gerne in Kombination mit Wärmepumpe und Wallbox. Wir verraten, wie viel sich damit wirklich sparen lässt.

Eine Solaranlage spielt am meisten Geld ein, wenn sie Ökostrom nicht nur erzeugt, sondern im Haus auch eine große Menge davon direkt verbraucht wird. Das ist der entscheidende Hebel: Jede selbst genutzte Kilowattstunde (kWh) ersetzt teuren Netzstrom, der sonst für durchschnittlich mindestens 30 Cent gekauft werden müsste. Ins öffentliche Netz geleiteter Strom, der mit knapp acht Cent Einspeisevergütung belohnt wird, bringt deutlich weniger.

Um zu ermitteln, wie viel sich dadurch tatsächlich sparen lässt, muss man zuerst den jährlichen Stromverbrauch im Haus betrachten: Laut ADAC kommt eine vierköpfige Familie im Schnitt auf knapp 4.000 kWh pro Jahr. Wer zusätzlich elektrisch heizt und fährt, der braucht deutlich mehr: Der Strombedarf einer Wärmepumpe liegt, ebenfalls laut ADAC, bei jährlich 3.000 bis 5.000 kWh in einem durchschnittlich gedämmten Haus. Und das E-Auto? Kommt dem ADAC zufolge bei einer Fahrleistung von 20.000 km auf 3.000 bis 4.000 kWh im Jahr.

Eigenverbrauch und Solarertrag

Im nächsten Schritt geht es um den Eigenverbrauchsanteil, also den Prozentsatz vom eigenen Solarstrom, der im Haus direkt genutzt wird – der lässt sich mit dem sogenannten "Unabhängigkeitsrechner" der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin recht gut ermitteln. Für die Beispielrechnung braucht es aber noch ein entscheidendes Detailwissen: Denn wie viel Strom kommt überhaupt vom Dach? Eine gut ausgerichtete, kaum von Verschattung betroffene PV-Anlage erzeugt pro Jahr ungefähr 1.000 Kilowattstunden Strom pro Kilowattpeak-Wert der Anlage. Eine normalgroße Solaranlage mit sieben kWp produziert demnach circa 7.000 kWh Strom.

Gut ausgerichtet, nicht verschattet und auch noch passend zum Haushalt dimensioniert? Damit eine Solaranlage diese Kriterien erfüllt, ist eine professionelle Beratung ratsam – zum Beispiel vom Anbieter Enpal. Praktisch: Dessen PV-Berater erstellen auf Basis eines simplen Online-Fragebogens ein auf den Kunden zugeschnittenes Festpreisangebot – kostenlos und unverbindlich.

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Vom Eigenverbrauch zur Ersparnis

Das Beispielhaus mit 4.000 kWh Stromverbrauch und Sieben-kWp-Solaranlage kann – ohne Heimspeicher – mit knapp 20 Prozent Eigenverbrauchsanteil rechnen. 1.400 der 7.000 kWh würden selbst verbraucht, das bedeutet 420 Euro gesparte Stromkosten im Jahr. Mit einem fünf kWh großen Speicher wächst der Anteil auf rund 40 Prozent, die Ersparnis verdoppelt sich also auf 840 Euro.

Kommen Wärmepumpe und E-Auto dazu, schießt der Strombedarf im Haus nach oben – auf Werte zwischen 8.000 und 12.000 kWh, je nachdem, ob nur einer oder beide Großverbraucher vorhanden sind. Das klingt zunächst schlimm (und teuer), doch dadurch erhöht sich auch der Eigenverbrauchsanteil. Beim Beispiel ohne Speicher auf 30 bis 40 Prozent, beim Fünf-kWh-Speicher sind es bereits 60 Prozent. Ist im Keller ein Solarspeicher mit zehn kWh Kapazität installiert, spuckt der Unabhängigkeitsrechner sogar 75 Prozent aus.

Die Ersparnis fällt dementsprechend höher aus: Wer modern heizt und fährt, kann mit einer PV-Anlage ohne Speicher Stromkosten von 630 bis 840 Euro pro Jahr sparen. Mit einem kleinen Speicher steigt das Sparpotenzial auf über 1.200 Euro. Mit einem großen Zehn-kWp-Speicher sind sogar über 1.500 Euro pro Jahr möglich. Wer noch weiter ins Detail gehen will, für den bietet die HTW Berlin das Tool "Solarisator" an – hier werden die Einsparpotenziale durch Wärmepumpe und E-Auto besonders anschaulich vermittelt.

Wie schnell rechnet sich eine Solaranlage?

Eine Prognose, dass sich jede Solaranlage in x Jahren amortisiert, wäre unseriös. Dazu bestimmen zu viele Faktoren das Ergebnis. Außerdem haben wir in den Rechnungen bislang außer Acht gelassen, dass der nicht selbst verbrauchte Strom – also die Differenz aus PV-Strom-Produktion und Eigenverbrauchsanteil – mit knapp acht Cent pro Kilowattstunde vom Staat vergütet wird. Das ermöglicht pro Jahr einen ordentlichen Bonus, der sich über die Zeit beträchtlich summiert und Planungssicherheit bietet.

Eine grobe Schätzung der Amortisationszeit kann folgendermaßen aussehen; dazu bemühen wir erneut obiges Beispiel. Das Haus mit PV-Anlage ohne Wärmepumpe, E-Auto oder Speicher spart 420 Euro Stromkosten und erhält 430 Euro Einspeisevergütung. Mit der jährlichen Ersparnis von 850 Euro pro Jahr wäre die Investition einer 10.000 Euro teuren PV-Anlage beispielsweise nach zwölf Jahren wieder drin. Addiert man dazu noch laufende Kosten und eventuelle Reparaturen, landet man vielleicht nach 14 Jahren in der Gewinnzone. Eine PV-Anlage erzeugt im Schnitt übrigens über 25 Jahre lang grünen Strom, und das erstaunlich wartungsarm. Lediglich beim Wechselrichter ist ein einmaliger Tausch im Verlauf einer PV-Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren zu erwarten.

Beim Beispiel inklusive Wärmepumpe und E-Auto landeten wir inklusive Speicher bei einer Ersparnis von 1.200 bis 1.500 Euro. Dazu kommt eine zu erwartende Einspeisevergütung von 220 bzw. 135 Euro – die sinkt natürlich, wenn mehr selbst verbraucht und weniger eingespeist wird. Wird die Summe von rund 1.400 bis 1.600 Euro mit zwölf bis 15 Jahren multipliziert, ergibt sich unterm Strich eine Ersparnis von etwa 17.000 bis 24.000 Euro. Und das nach nicht mal der Hälfte der zu erwartenden Lebensdauer.

Günstigere Alternative: Ein Balkonkraftwerk mit Speicher

Wer nicht die nötige Dachfläche für eine große PV-Anlage hat, der wird möglicherweise mit einem Balkonkraftwerk glücklich. Diese Mini-Solaranlagen sind rasch installiert, können von Laien angeschlossen und selbst angemeldet werden. Erlaubt sind bis zu vier Module mit einer nicht zu unterschätzenden PV-Leistung von bis zu zwei kWp.

Beim Anbieter Kleines Kraftwerk gibt es derzeit über 800 Euro Rabatt auf die Mini-PV-Anlage XL Quattro mit vier 500-Watt-Modulen und dem neuesten Solarspeicher von Anker. Mit so einer Anlage sind ohne große Optimierungen Ersparnisse von 200 Euro pro Jahr möglich – der Kaufpreis hätte sich damit nach einem Bruchteil der Lebensdauer des Balkonkraftwerks bezahlt gemacht.

  • 2.000 Wp PV-Leistung: 4 XL-Module à 500 Watt (bifazial)

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Fazit: Wer gut plant und viel selbst verbraucht, spart mehr

Eine PV-Anlage bringt dann wirklich viel, wenn sie als Gesamtsystem gedacht wird. Moderne Full-Black-Module mit mindestens 22 Prozent Wirkungsgrad erzielen auch auf begrenzten Dachflächen einen hohen Stromertrag – und mit Wärmepumpe, Wallbox und passend dimensioniertem Speicher lässt sich der Eigenverbrauch deutlich steigern. Genau dort liegt meist auch die beste Amortisierung: nicht in der maximalen Einspeisung, sondern in möglichst viel selbstgenutztem Solarstrom.

Quelle: ntv.de