Blutsauger auf Distanz haltenWelche Mittel wirksam vor Mückenstichen schützen

Das Summen raubt einem den Schlaf, die Stiche jucken fürchterlich: Mücken sind für viele Menschen eine Plage, doch es gibt Mittel, die helfen sollen. Wir stellen einige empfehlenswerte vor.
Der Sommer bringt nicht nur gutes Wetter mit sich, die warmen Temperaturen locken leider auch Mücken aus der Deckung. Insbesondere in Gebieten mit Wassernähe steigt die Mückenpopulation besonders nach milden Wintern spürbar. Die fast unvermeidlichen Mückenstiche sind schon schlimm genug – und obendrein rauben die Tiere den Menschen mit ihrem Summen und Fiepen im Schlafzimmer den letzten Nerv. Dabei gibt es einfache Tipps und Mittel, die gegen Mücken und ihre Stiche helfen.
Wenn es schon zu spät ist: Hitze gegen juckende Mückenstiche nutzen
So oder so lassen sich Mückenstiche kaum vollständig vermeiden. Was also machen, wenn es bereits zu spät ist? Intensive Hitze kann bei frischen Mückenstichen ein wirksames Mittel gegen Juckreiz und Schwellung sein. Temperaturen über 50 Grad sollen die Proteine aus dem Mückenspeichel zerstören. Dieses Prinzip nutzen elektrische Stichheiler, die eine konstante Hitze erzeugen. Modelle wie der Beurer BR 60 versprechen eine hohe Wirksamkeit. Beim Tech-Portal Computerbild landete das Gadget im Test auf dem ersten Platz. Amazon-Kunden sind ebenfalls zufrieden: Der BR 60 wurde über 1.000 Mal mit durchschnittlich 4,5 von 5 Sternen bewertet.
Mückenstichen vorbeugen durch Hygiene und getragene Socken
Es ist ein weitverbreiteter Mythos, dass Mücken – ähnlich wie Motten – vom Licht angezogen werden. Stattdessen vertrauen die kleinen Plagegeister auf ihren ausgesprochen guten Geruchssinn, den sie zur Suche nach Blut nutzen. Dabei orientieren sie sich unter anderem am "Duft" von Schweiß. Wer regelmäßig duscht und wenig schwitzt, wirkt auf Mücken sofort weniger attraktiv. Von stark parfümierten Duschgels sollte man aber absehen – die Noten dieser Produkte wirken angeblich ebenfalls verlockend.
Mücken orientieren sich aber auch am Atem. Oder vielmehr: am ausgeatmeten Kohlendioxid. Zumindest in Innenräumen hilft der Einsatz eines Ventilators. Der wirbelt die Luft auf und lenkt Mücken vom Ziel ab. Kurios: Versuche haben gezeigt, dass getragene Socken in der Nähe des Bettes helfen sollen. Einfach, weil die der Geruch die Tiere von den schlafenden Menschen ablenkt.
Regelmäßig duschen
Ventilator im Schlafzimmer (z.B. der Testsieger der Stiftung Warentest Meaco Fan 1056)
Getragene Socken in Bettnähe
Mückenstiche verhindern durch Öle und andere Mittel
Der Mückenrüssel kennt anziehende, aber auch abstoßende Gerüche. Im Garten sollen Mücken unter anderem um Tomaten, Lavendel, Zitronenmelisse, Basilikum, Rosmarin, Thymian und Minze einen großen Bogen machen. Ätherische Öle aus Eukalyptus und Zedernholz und insbesondere Citronella gelten ebenfalls als abschreckend, die Wirksamkeit wurde bereits 2011 in einer Studie untersucht.
Geruchsstoffe mit abschreckender Wirkung nutzen
Fliegengitter & Co. halten Stechmücken fern
Fliegengitter sind für Innenräume ein probates Mittel gegen Mücken und andere Insekten. Im Sommer lässt sich so auch ohne Angst vor Getier bei offenem Fenster schlafen. Wer doppelt sicher gehen will, legt sich noch ein Moskito-Netz zu und spannt es über dem Bett auf.
Mücken draußen halten
Diese Kleidung hilft gegen Mückenstiche
Da Mücken auch tagsüber aktiv sind, gibt es weitere Dinge, die beachtet werden sollten. Denn Mücken stürzen sich eher auf dunkle Kleidung. Lange und helle Kleidung hilft dabei, sich die Biester vom Leib zu halten.
Lange, helle Kleidung tragen
Wenn alles nichts hilft, gibt es äußerst effektive Sprays, die Mücken auf Abstand halten. Zwei Wirkstoffe helfen derzeit am besten: Das von der US-amerikanischen Armee entwickelte Diethyltoluamid (DEET) und das Insektenbekämpfungsmittel Icaridin. Wer auf diese Wirkstoffe setzen möchte, sollte nach Mittel wie Anti Brumm (Wirkstoff: DEET) und Autan Protection Plus (Wirkstoff: Icaridin) schauen. DEET wirkt länger, kann aber die Augen reizen. Darum rät die Verbraucherzentrale Hamburg: Bei Verfügbarkeit beider Stoffe lieber zu Mitteln mit Icaridin greifen.
Erste Hilfe gegen Mückenstiche
Auch wenn es noch so sehr juckt, kratzen sollte man nicht - denn dadurch könnten Bakterien unter die Haut gelangen. Zudem gibt es Hausmittel und Tipps, die gegen Mückenstiche helfen:
Nicht kratzen!
Kühlen
Eine aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich drücken
Verdünntes Teebaumöl (fünf bis sieben Tropfen auf 100 Milliliter Wasser)
Essig
Honig
Fazit: Was hilft gegen Mücken?
Es gibt zahlreiche Mittel, um sich gegen Mücken zu wehren – ein einziges Allheilmittel ist leider nicht in Sicht. Am besten man probiert eine Kombination aus mehreren Helfern aus. Mückenstiche lassen sich auch dadurch wahrscheinlich nicht komplett vermeiden, aber die Mückenplage wird zumindest etwas erträglicher.






