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Vergleich Paralympics - FrauenfußballF1-Star Rosberg rechtfertigt sich

28.06.2011, 13:12 Uhr
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Nico Rosberg ist ein ausgewiesener Fußball-Fan. (Foto: picture alliance / dpa)

Auch bei den Paralympics gebe es keine Spitzenleistungen, und trotzdem schaue man sie an, soll Nico Rosberg gesagt haben. Nach heftiger Kritik wehrt sich der Formel-1-Star nun. Einige Journalisten hingegen scheinen wirklich ein Problem mit Frauen zu haben.

Formel-1-Pilot Nico Rosberg hat sich nach einem missglückten Vergleich ausdrücklich zum Frauen-Fußball bekannt. "Ich stelle hier noch einmal klar: Ich bin ein Fan von der Frauen-Nationalmannschaft und werde mitfiebern", schrieb der Rennfahrer auf seiner Webseite. Zuvor hatte eine Aussage des Wiesbadeners zur Frauen-WM für Wirbel gesorgt. "Aber es gibt doch auch Paralympics, die man sich auch ansieht. Das ist doch so, dass dort ein Mensch nicht die ganz große Leistung bringen kann, aber unter sich sind sie alle ähnlich und deswegen ist es trotzdem spannend", hatte Rosberg am Rande des Rennens in Valencia in einer Presserunde gesagt.

Der Vergleich der Paralympics, den Olympischen Spielen der Behindertensportler, mit der Frauen-Weltmeisterschaft brachte Rosberg prompt Negativ-Schlagzeilen ein. In den Tagen darauf wurden diese Aussagen in mehreren Medien aufgegriffen und Rosberg geriet in Erklärungsnot. "Hierdurch bekommt ihr mal einen Eindruck vom Haifischbecken Formel 1", betitelte Rosberg nun seine Mitteilung.

Beschämende Journalisten-Aussagen

Der um seinen Ruf besorgte 26-Jährige beteuert, es handle sich um "eine gravierende Fehlinterpretation meiner Aussagen". Um dies zu belegen, veröffentlichte Rosberg die Abschrift des Gesprächs mit Journalisten vor dem Großen Preis von Europa. Dort sagt der Sohn des früheren Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg zunächst, er werde sich das WM-Finale anschauen, wenn das deutsche Team ins Endspiel einzieht.

Bildet das Protokoll auf der Webseite wirklich das Gespräch mit den Fragestellern ab, wirft das kein gutes Licht auf die Journalisten. Unter anderem wird über "Schwuchteln" gelästert, einmal fällt gar die Aussage: "Frauen sind eigentlich grundsätzlich behindert."

Quelle: cba/dpa