Männer verpassen Coup bei Olympia-Hypesportart
Die deutschen Curling-Männer sind mit einer hauchdünnen Niederlage ins Olympia-Turnier gestartet. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz verlor gegen den Weltranglistenzweiten und Medaillenkandidaten Kanada dramatisch mit 6:7. Die Entscheidung fiel erst im Extra-End. Mitunter schmerzhaft war die Partie in Cortina d'Ampezzo für Johannes Scheuerl. Der 23-Jährige wischte sich die Finger wund und wurde zwischenzeitlich an der blutenden rechten Hand behandelt.
Nächster Gegner des Teams von Bundestrainer Uli Kapp ist am Donnerstag Norwegen. Insgesamt zehn Mannschaften kämpfen in Norditalien um die Medaillen. Die besten vier Teams der Vorrunde, in der jeder gegen jeden antritt, erreichen das Halbfinale. Die deutschen Männer hatten sich mit Platz acht bei der WM 2025 erstmals seit zwölf Jahren wieder für Winterspiele qualifiziert. Die Frauen verpassten die Olympia-Teilnahme.
Fäuste fliegen beim Basketball: NBA verhängt drakonische Strafen
Die NBA hat mit harten Sperren auf die körperlichen Auseinandersetzungen beim Basketball-Spiel zwischen den Charlotte Hornets und den Detroit Pistons reagiert. Pistons-Profi Isaiah Stewart muss sieben Partien aussetzen, sein Teamkollege Jalen Duren zwei, wie die nordamerikanische Profiliga mitteilte. Die Hornets-Spieler Miles Bridges und Moussa Diabaté erhielten jeweils eine Vier-Spiele-Sperre.
Beim Sieg von Eastern-Conference-Spitzenreiter Detroit bei den Hornets waren am Montag (Ortszeit) sogar die Fäuste geflogen. Die vier nun mit Sperren belegten Profis und später auch noch der Coach der Gastgeber wurden letztlich vom Spiel ausgeschlossen, das die Pistons mit 110:104 gewannen. "Es sah so aus, als wären zwei Männer in eine hitzige Diskussion verwickelt. Und dann eskalierte die Situation einfach", sagte Charlotte-Coach Charles Lee. Bei einem Wurfversuch wurde Duren im dritten Viertel von Diabaté gefoult.
Die beiden standen sich gegenüber und Duren wischte dem Gegenspieler durchs Gesicht. Danach gab es kaum mehr ein Halten, auf dem Parkett spielten sich tumultartige Szenen ab. "Die Emotionen kochten hoch", sagte Duren: "Letztlich möchten wir uns gerne auf den Basketball konzentrieren, aber solche Dinge passieren nun einmal."Sicherheitskräfte eilten herbei und versuchten, die Lage wieder zu beruhigen.
Schäden an italienischer Bahn sorgen weiter für Wirbel
Auf einer Bahnstrecke in Norditalien sind nur wenige Tage nach ähnlichen Zwischenfällen erneut Beschädigungen entdeckt worden. In der Nähe von Lecco gerieten in der vergangenen Nacht sieben Kabel einer Weichensteuerungsanlage in Brand, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete. Die Behörden gehen demnach von einer vorsätzlichen Tat aus.
Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf den Zugverkehr. Auf der betroffenen Strecke verkehren vor allem Regionalzüge, die in die nördlich gelegene Alpenregion Valtellina führen. Von einigen angefahrenen Bahnhöfen gibt es Weiterverbindungen mit Bussen nach Bormio und Livigno, die Austragungsorte der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo sind.
Am vergangenen Wochenende waren bereits Schäden auf dem Streckennetz der italienischen Eisenbahn entdeckt worden. An drei Stellen des Bahnnetzes entdeckten die Behörden Beschädigungen, was für erhebliche Behinderungen sorgte. Nach Angaben der Regierung in Rom deutet alles auf Sabotage hin. In die Ermittlungen hat sich auch eine Anti-Terror-Einheit eingeschaltet.
FC Bayern auf Kurs Titelverteidigung, nicht nur bei den Männern
Die Fußballerinnen von Bayern München marschieren in der Bundesliga weiter unwiderstehlich Richtung Titelverteidigung. Die Mannschaft von Trainer José Barcala gewann das Nachholspiel vom 16. Spieltag bei Carl Zeiss Jena souverän mit 6:0 (3:0), die Tore gegen die Tabellenletzten erzielten Doppelpackerin Jovana Damnjanovic (19., 26.), Momoko Tanikawa (39.), Georgia Stanway (50.), Pernille Harder (60.) und Edna Imade (88.). Für Jena vergab Lisa Gora den möglichen Ehrentreffer, als sie einen Elfmeter an den linken Pfosten setzte (84.).
Im Hinspiel hatte sich Jena ein 0:0 erkämpft - es bleibt der bisher einzige Punktverlust der Bayern-Frauen in dieser Saison. Eine erneute Überraschung blieb diesmal aus, Bayern diktierte von Beginn an die Partie. Und nach dem Doppelpack von Damnjanovic war das Spiel eigentlich schon entschieden, der Rest war nur noch Kür .Bayern führt die Tabelle nun mit zwölf Punkten Vorsprung auf den VfL Wolfsburg an, die Wölfinnen haben allerdings zwei Spiele weniger absolviert.
"Mönch" Kwasniok gibt Kölner Karneval-Marschroute vor
Kurz vor dem Kölner Karneval feiert der 1. FC Köln schon mal auf der klubeigenen Karnevalssitzung. Trainer Lukas Kwasniok erscheint dabei im Mönchskostüm. Trotz einer Niederlage und angezogener Party-Handbremse ist die Stimmung bei den Kölnern ausgelassen.
Mischt Nowitzki beim großen NBA-Projekt mit?
Im Zusammenhang mit einem künftigen Europa-Ableger der nordamerikanischen Liga NBA hat ein Medienbericht auch die deutsche Basketball-Ikone Dirk Nowitzki ins Spiel gebracht. Trotz eines Dementis gehöre Nowitzki zu einer Investoren-Gruppe, die den italienischen Klub Vanoli Basket Cremona übernehmen und später nach Rom umsiedeln wolle, schrieb die italienische Zeitung "Gazzetta dello Sport".
Angeführt werde das Konsortium von Donnie Nelson, dem früheren General Manager der Dallas Mavericks, Nowitzkis einstigem Team in der NBA. Auch der von den Mavericks an die Los Angeles Lakers abgegebene Slowene Luka Doncic zähle dazu. Doncic und Nowitzki kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Dallas. Der NBA-Experte Marc Stein schrieb unter Berufung auf Nowitzkis Sprecher allerdings, der 47-jährige Würzburger sei nicht Teil der Gruppe.
Die Planungen für eine NBA Europe laufen bereits seit geraumer Zeit. Ziel der nordamerikanischen Liga ist ein Start im Oktober 2027. Gemeinsam mit dem Basketball-Weltverband Fiba wird das Projekt hinter den Kulissen schon seit einer ganzen Weile vorangetrieben, dazu zählt demnach auch ein Team in Rom.
IOC verkauft Shirts von Nazi-Olympia - und verteidigt es
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verteidigt den Verkauf eines T-Shirts mit einem Motiv zu den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin gegen Kritik. Im Onlineshop wird das Shirt im Rahmen der sogenannten "Heritage Collection" mit Artikeln, die Plakate früherer Olympischer Spiele zeigen, angeboten und ist derzeit ausverkauft. Auf dem Shirt ist unter den olympischen Ringen eine männliche Figur mit Lorbeerkranz über der Quadriga des Brandenburger Tors sowie unter anderem der Aufdruck "Germany Berlin 1936 Olympic Games" zu sehen.
Klara Schedlich, Sprecherin für Sportpolitik der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, wirft dem IOC vor, "dass es seine eigene Geschichte offenbar nicht ausreichend reflektiert". Sie forderte, den Verkauf zu stoppen. "Die Olympischen Spiele 1936 waren ein zentrales Propagandainstrument des NS-Regimes. Das T-Shirt erweckt optisch den Eindruck, an diese Ästhetik anzuknüpfen." Ohne kritische Einordnung sei "diese Bildwahl problematisch und für ein T-Shirt ungeeignet."
Das IOC betonte, dass man "selbstverständlich die historische Problematik der "NS-Propaganda" im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin" anerkenne. "Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass in Berlin 4483 Athleten aus 49 Ländern in 149 Wettbewerben um Medaillen kämpften." Der historische Zusammenhang dieser Spiele werde weiter im olympischen Museum in Lausanne erklärt. Die Anzahl der vom IOC produzierten T-Shirts zur Ausgabe von 1936 sei limitiert, "weshalb sie derzeit ausverkauft sind".
Nach bizarrer Trump-Show: Nagelsmann reist zur nächsten Auslosung - Tuchel-Duell möglich
Wenige Wochen nach der bizarren WM-Show in Washington steht für Julian Nagelsmann die nächste Auslosung an. In Brüssel erfährt der Bundestrainer am Donnerstag (18 Uhr), mit wem es die Fußball-Nationalmannschaft bei der nächsten Auflage der Nations League zu tun bekommt. Top-Duelle mit den Niederlanden oder Italien und England sind im Herbst für die Fußball-Nationalmannschaft möglich.
Die DFB-Auswahl ist nach der Teilnahme am Final Four der vergangenen Auflage des UEFA-Wettbewerbs im Sommer 2025 im Topf der besten vier Teams der Liga A gesetzt. Titelverteidiger Portugal, Europameister Spanien und Frankreich scheiden damit als frühe Kontrahenten aus. Die schwerstmögliche Gruppe wäre für Nagelsmann vermutlich die Konstellation mit den Niederlanden, England und der Türkei. Eine sportlich leichtere Variante wäre eine Gruppe mit Dänemark, Serbien und Griechenland.
Die Nations League folgt mit sechs Gruppenspielen auf die WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada. Vier Partien finden in einem neuen kompakten Länderspielfenster im September und Oktober statt, die weiteren zwei Partien stehen Mitte November an.
Neue Regeln, zwei neue Teams: So sehen die neuen F1-Autos aus
Neue Lackierungen, neue Technik, alte Rivalitäten: Am 8. März startet das erste Rennen der 77. Formel-1-Saison. Die Teams geben jetzt schon mal einen Vorgeschmack und zeigen die neuen Autos für die neue Ära unter runterneuerten Regeln.
Deutsche Rodlerinnen steuern auf Herzschlag-Finale um Gold zu
Die Rodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina liegen zur Halbzeit der olympischen Premiere im Doppelsitzer auf Platz zwei. Das mit Startnummer sechs ins Rennen gegangene Duo verlor nach einer Bandenberührung oben am Start kostbare Zeit, wusste aber im unteren Bereich zu überzeugen. So liegen die 35 Jahre alte Eitberger vom RC Ilmenau und die 15 Jahre jüngere Partnerin Matschina vom SV Bad Feilnbach nur 0,022 Sekunden hinter den führenden Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer.
Dritte vor dem abschließenden zweiten Lauf sind die im Weltcup führenden Weltmeisterinnen Selina Egle und Lara Kipp aus Österreich. Das Duo leistete sich eine Bandenberührung, konnte den Schlitten aber abfangen.
Füllkrug spricht über WM-Boykott und seinen Winter-Wechsel
Nationalstürmer Niclas Füllkrug will sich an der Boykott-Debatte mit Blick auf die anstehende Fußball-WM nicht beteiligen. "Es gibt immer Menschen, die irgendwelche Ideen formulieren, die sie von uns einfordern möchten. Aber mir geht es rein ums Fußballerische", sagte der Angreifer vom italienischen Traditionsklub AC Mailand im "Kicker"-Interview: "Es ist eine Weltmeisterschaft, das Größte, was du als Fußballer spielen kannst. Und ich glaube, wir tun gut daran, uns darauf zu konzentrieren."
Dennoch macht sich Füllkrug über die Lage in den USA ein Bild. "Ich bin mittlerweile 33, und in diesem Alter liest man sicher die eine oder andere Nachricht mehr als mit 19", sagte Füllkrug: "Man bekommt ein bisschen mehr von der Welt mit, und dementsprechend bin ich schon darüber informiert, was in den USA abläuft." Das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada habe bei seinem Winterwechsel von West Ham United keine Rolle gespielt. "Ich hätte alles genauso gemacht, auch wenn keine WM im Sommer anstünde. Das Thema wird mir momentan ein bisschen zu groß gemacht. Wir reden hier von einem Wechsel zur AC Mailand."
Dank "viel Zeit im Gym": Wirtz feiert erste persönliche Auszeichnung beim FC Liverpool
Seine zuletzt starken Auftritte beim FC Liverpool haben Fußball-Nationalspieler Florian Wirtz die erste individuelle Auszeichnung auf der Insel beschert. Der 22-Jährige wurde von den Fans der Reds zum Spieler des Monats Januar gewählt. Dass er in diesem Zeitraum anders als noch in den ersten Saisonwochen mit wettbewerbsübergreifend fünf Toren und zwei Assists überzeugte, erklärt sich Wirtz vor allem durch die mittlerweile gelungene körperliche Anpassung.
Er sei "etwas stärker geworden", sagte Wirtz, der auch in der Wahl zum Spieler des Monats der Premier League einer von acht Kandidaten ist, im Klub-Interview: "Ich habe viel Zeit im Gym verbracht. Aber auch die Zweikämpfe auf dem Platz und im Training sowie die zusätzliche Arbeit nach dem Training helfen mir." Er wolle "einfach weiter besser, stärker und kraftvoller werden".
Der physische Fußball in der Premier League, in der Liverpool am Mittwochabend (21.15 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) beim AFC Sunderland antritt, sei "auch schön", so Wirtz weiter, "weil ich laufen und kämpfen kann und das gerne auf dem Platz zeige". Er habe "nur ein wenig Zeit gebraucht, um dorthin zu kommen, wo ich jetzt bin", erklärte der Spielmacher.
Unverhofft geht's mit "norwegischem Spirit" für Deutschland
Mit "norwegischem Spirit" für Deutschland: Die in Oslo geborene Skilangläuferin Theresa Fürstenberg erhält kurzfristig einen Startplatz im DSV-Team für das olympische Freistil-Rennen über zehn Kilometer am Donnerstag. "Sie reist an und wird das in Angriff nehmen. Sie freut sich riesig", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Die 23 Jahre alte Fürstenberg hatte sich als Ersatzläuferin in der Heimat bereit gehalten. "Ihr Papa ist Norweger, die Mama Deutsche. Sie ist in Norwegen aufgewachsen. Sie hat den Spirit, den man in Norwegen in die Wiege gelegt bekommt, mitgenommen", sagte Schlickenrieder. Fürstenberg hatte bis 2022 als Norwegerin an Juniorenrennen teilgenommen.
Da Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler ebenso wie Katherine Sauerbrey auf das Rennen (13.00 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) verzichtet, erhält Fürstenberg eine Chance.
Kombinierer gehen leer aus: Geiger platzt auf der Medaillenjagd
Der zweimalige Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger hat bei den Winterspielen von Mailand und Cortina eine Medaille im Wettbewerb von der Normalschanze deutlich verpasst. Der Oberstdorfer musste sich beim Sieg des Norwegers Jens Luraas Oftebro unter den Augen von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry mit Rang zehn begnügen. Geigers Traum von einem erneuten Einzel-Coup wie vor vier Jahren in Peking platzte in der Schlussrunde. Bester Deutscher war Johannes Rydzek auf Platz acht.
Während Geiger an einem Anstieg im Finale die Luft ausging, setzte sich Oftebro in einem packenden Finale mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Österreicher Johannes Lamparter durch. Bronze ging an den Finnen Eero Hirvonen (+2,5 Sekunden). Rydzek lag 1:09,4 Minuten zurück, Geiger kassierte 1:52, Julian Schmid als 14. gar 2:56 Minuten Rückstand.
Geiger war nach einem Sprung auf 98,0 m als Siebter mit nur 29 Sekunden Rückstand auf den führenden Esten Kristjan Ilves in den schweren Langlauf über 10 km gegangen. Der norwegische Topläufer Oftebro startete direkt vor ihm. Rydzek und Schmid lagen auf den Plätzen zwölf und 13 eine knappe Viertelminute hinter Geiger. Nach 5 km schloss die Favoritengruppe um Geiger zu Ilves auf. In der letzten Runde ging dann aber auf einmal gar nichts mehr bei Geiger, der am Vortag im Abschlusstraining wegen Knieproblemen vorsichtshalber auf Sprünge verzichtet hatte. Am Wettkampftag sprang er dann weitgehend beschwerdefrei.
"Einer der besten Momente meines Lebens": Geschwister rauschen gemeinsam zu Gold
Glücklich lächelnd saßen Nika und Domen Prevc nebeneinander auf dem Podium an der olympischen Skisprung-Schanze von Predazzo. Der gemeinsame Gold-Triumph bei den Winterspielen im Mixed-Team war für die slowenischen Geschwister etwas ganz Spezielles. "Seit ich ein Kind bin, träume ich davon, eine Olympia-Medaille zu gewinnen. Aber ich habe nie daran gedacht, sie mit meinem Bruder zu gewinnen", sagte Nika Prevc. "Das ist einer der besten Momente meines Lebens."
Damit hat jetzt auch Domen Prevc olympisches Edelmetaill gewonnen - als letzter Skispringer in seiner Familie. Sein ältester Bruder Peter Prevc holte 2014 in Sotschi und 2022 in Peking insgesamt vier olympische Medaillen. Sein anderer Bruder Cene Prevc zählte vor vier Jahren zum olympischen Silber-Team der Slowenen. Domen Prevc dachte nun auch an seine Eltern. "Unsere Eltern haben nie wirklich Druck auf uns ausgeübt, aber uns immer sehr unterstützt" erklärte er. "Sie stehen immer hinter uns - egal, wie wir abschneiden. Sie feuern uns immer an. Es ist ein großartiges Gefühl, ihnen etwas zurückgeben zu können."
Streik wird für Pokalspiel gebrochen: FC Bayern appelliert an Fans
Am Tag des Pokalspiels gegen RB Leipzig (heute Abend, 20.45 Uhr/ARD und im Liveticker auf ntv.de) hat der FC Bayern München seine Fans wegen des Streiks im öffentlichen Nahverkehr noch einmal aufgefordert, ihre Anreise gut zu planen und früh zum Stadion zu kommen. "Bitte plant eure Anreise zum DFB-Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig entsprechend und brecht rechtzeitig Richtung Stadion auf! Die Allianz Arena ist ab 18:30 Uhr geöffnet. Wir bitten euch um Verständnis und Geduld. Pack ma's!", schrieb der Fußball-Rekordmeister auf der Plattform X.
"Seit dem Vormittag fahren wieder U-Bahnen zwischen Marienplatz und Fröttmaning - genug Fahrpersonal ist am Start, sodass der Betrieb auf diesem Abschnitt bis zum Betriebsende gesichert ist. Alle anderen U-Bahn-Linien und Abschnitte bleiben weiterhin außer Betrieb", teilte der Klub in einem Update mit.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG empfehle den Zuschauern zudem, auf "alternative Verkehrsmittel und Fahrgemeinschaften auszuweichen". Das S-Bahn-Netz sei von dem Streik zwar nicht betroffen, allerdings gebe es auf der Stammstrecke Bauarbeiten.
"Wechsel ist notwendig": Tottenham Hotspur feuert Trainer
Tottenham Hotspur hat sich einen Tag nach der 1:2-Niederlage in der Premier League gegen Newcastle United von Trainer Thomas Frank getrennt. Damit reagierte der englische Fußball-Klub auf die schlechte Saisonbilanz.
Man habe dem Trainer die nötige Zeit und Unterstützung gegeben, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten. "Aufgrund der Ergebnisse und Leistungen hat der Vorstand jedoch beschlossen, dass ein Wechsel zu diesem Zeitpunkt der Saison notwendig ist", teilten die Spurs mit.
Durch die Heimniederlage gegen Newcastle rutschte Tottenham auf den 16. Tabellenplatz ab. Nach 26 Spieltagen hat der Europa-League-Sieger nur noch fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang. Der glücklose Frank hatte die Spurs erst im vergangenen Sommer übernommen. Wer den Klub künftig trainieren soll, ist offen.
"Es wird ein sehr hartes Rennen": Geiger hat nach Springen Medaille in Sichtweite
Der zweimalige Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger ist gut in den Wettkampf von der Normalschanze gestartet und kämpft in Val di Fiemme um eine Medaille. Der Oberstdorfer flog in Predazzo auf 98,0 m und geht nur 29 Sekunden nach dem führenden Esten Kristjan Ilves als Achter in den schweren 10-km-Skilanglauf ab 13.45 Uhr (ARD und Eurosport) in Lago di Tesero.
Norwegens Superläufer Jens Luraas Oftebro startet als Siebter nur eine Sekunde vor Geiger. "Er ist direkt bei mir. Ich werde versuchen, an ihm dran zu bleiben. Am Schluss ist dann immer alles möglich. Es wird ein sehr hartes Rennen - mal schauen, was mein Körper hergibt", sagte Geiger.
Routinier Johannes Rydzek (+42 Sekunden) und Team-Weltmeister Julian Schmid (+43 Sekunden) und folgen auf den Rängen zwölf und 13 mit etwas mehr Abstand. Österreichs Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter geht 21 Sekunden nach Ilves als Sechster in die Loipe.
"Ungeheuerlich": Hass prasselt auf 19-jährige Olympionikin ein
Die polnische Skispringerin Pola Beltowska ist nach dem vorzeitigen Ausscheiden ihres Teams im olympischen Mixed-Wettbewerb massiv in sozialen Netzwerken angefeindet worden. Die 19 Jahre alte Olympia-Debütantin war als erste Springerin ihres Teams mit 82 Metern die Schwächste in ihrer Gruppe gewesen, Polen verpasste den Einzug in den zweiten Durchgang.
"Ich lese keine Kommentare im Netz, aber ich bekomme solche Privatnachrichten, dass es einfach ungeheuerlich ist. Das ist so ein Hass, ich hätte nicht erwartet, dass Menschen so viel Hass gegen mich hegen können. Ich mache das nicht mit Absicht, aber ich werde von oben bis unten fertiggemacht", sagte Beltowska zu polnischen Medien. Die junge Springerin nahm die Schuld für das Ausscheiden der Polen auf sich. "Mir ist bewusst, dass mein Sprung uns den Platz im zweiten Durchgang gekostet hat. Ich hatte Angst vor diesem Sprung. Ich wollte nicht enttäuschen, aber es hat nicht geklappt", sagte sie.
"Ihre Anwesenheit gespürt": Eiskunstläufer gedenkt verstorbener Eltern
Im Herzen fühlte sich Maxim Naumov seinen Eltern ganz nah. "Ich habe das Gefühl, dass sie mich heute geführt haben", sagte der US-Eiskunstläufer nach einem emotionalen und bittersüßen Dienstagabend auf dem Olympia-Eis in Mailand: "Ich habe ihre Anwesenheit gespürt. Bei jedem Gleiten und jedem Schritt, den ich auf dem Eis gemacht habe." Naumov, Sohn von Jewgenia Schischkowa und Vadim Naumov, den Paarlauf-Weltmeistern von 1994, hatte seine Eltern bei einem tragischen Flugzeugunglück bei Washington D.C. im Januar 2025 verloren.
85,65 Punkte im Kurzprogramm, gelaufen zu Chopins eindringlicher, melancholischer "Nocturne Nr. 20", bedeuteten für Naumov die Saisonbestleistung. Ein Platz im Kürfinale am Freitag ist ihm sicher. Nach seiner Darbietung hielt Naumov ein Foto in die Höhe. Dort hält er die Hände seiner Eltern, als sie ihn im Alter von drei Jahren zum ersten Mal mit auf das Eis nahmen. "Ich trage es bei mir, damit ich es nie vergesse", sagte der 24-Jährige: "Sie sind genau hier. Es ist buchstäblich hier auf meiner Brust, auf meinem Herzen." Am Ende seines Programms sank er auf die Knie, Tränen schossen Naumov in die Augen.
Olympionike stürzt, geht ins Bett - und muss mit Helikopter ins Krankenhaus
Was für ein Schock für das australische Olympia-Team: Snowboard-Star Cameron Bolton hat sich im Training das Genick gebrochen. Das bemerkte der Snowboardcrosser aber erst mit Verspätung. Am Montag war er im Training gestürzt, ging dann dennoch ins Bett, wachte aber am Dienstag mit weiter zunehmenden Schmerzen auf. Bei einer Untersuchung wurden laut Bericht des Teams zwei Brüche festgestellt. Eine Wende, die die Situation dramatisch machte, jede weitere Bewegung könnte sehr gefährlich werden und so wurde Bolton per Hubschrauber aus den Bergen zur weiteren Untersuchung nach Mailand geflogen.
Die ehemalige australische Olympionikin Britt Cox sagte bei Nine Today: "Für Cam ist es daher verheerend, dass er uns nun nicht zeigen kann, wozu er fähig ist. Aber ehrlich gesagt bin ich einfach nur froh, dass er nach diesem schrecklichen Sturz wieder auf den Beinen ist und herumlaufen kann." Sie lobte den Snowboardcrosser, der schon 2014, 2018 und 2022 bei den Winterspielen war: "Er ist einer dieser Athleten, die wie guter Wein mit dem Alter immer besser werden. In den letzten Jahren hat er sich stetig verbessert und wirklich gute Leistungen gezeigt. Bei diesen Spielen hätte er sein bestes Olympiaergebnis erzielen können."
Bericht: So geht es im Schlotterbeck-Poker weiter
Beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund rückt eine Entscheidung über die Zukunft von Nationalspieler Nico Schlotterbeck offenbar näher. Wie die "Sport Bild" berichtet, soll der Verteidiger den Entschluss hinsichtlich seines nächsten Karriereschritts rund um die Länderspielpause im März treffen. Idealerweise soll dies geschehen, bevor Schlotterbeck zur Nationalmannschaft reist. Das DFB-Team trifft am 27. März (20.45 Uhr/RTL und im ntv.de-Liveticker) in Basel auf die Schweiz, drei Tage später geht es in Stuttgart gegen Ghana (20.45 Uhr/ARD und im ntv.de-Liveticker). Wie die "Sport Bild" meldet, gelten derweil ein Verbleib in Dortmund und ein Wechsel zu Real Madrid als favorisierte Optionen für Schlotterbeck. Der 26-Jährige besitzt beim BVB aktuell noch einen Vertrag bis 2027, die Dortmunder werben stark für eine langfristige Verlängerung.
Schlotterbeck hatte vor einigen Wochen gesagt, dass er sich selbst eine Deadline für die Entscheidung gesetzt habe. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl erhöhte am vergangenen Wochenende nach dem 2:1-Sieg beim VfL Wolfsburg den Druck: "Ich bin ein Freund von Klarheit in allen Bereichen. Manchmal muss man sich gedulden, manchmal trifft man selbst Entscheidungen, in anderen Situationen ist man abhängig von der Gegenseite. Wir sind auf dem Gaspedal."
Debakel und bittere Premiere für LeBron James
Basketball-Superstar LeBron James wird erstmals in seiner Karriere keine Auszeichnung am Saisonende erhalten. Der Rekord-Scorer der NBA verpasste verletzungsbedingt sein 18. Saisonspiel für die Los Angeles Lakers und ist damit nach dem Ende der regulären Saison nicht für die Awards berechtigt. Nach der umstrittenen aktuellen Regelung der Liga müssen dafür mindestens 65 der insgesamt 82 Spiele absolviert werden. James hatte nach dem NBA-Draft 2003, als ihn die Cleveland Cavaliers an erster Stelle gezogen hatten, sofort die Wahl als bester Rookie des Jahres gewonnen. Anschließend folgte für den viermaligen Meister neben vier Auszeichnungen als wertvollster Spieler (MVP) immer mindestens eine Nominierung in eines der All-NBA Teams. Sechsmal schaffte es der dreimalige Olympiasieger am Saisonende auch unter die besten zehn Verteidiger.
Ohne den 41-Jährigen und seinen ebenfalls verletzten Co-Superstar Luka Doncic endete die Partie gegen die San Antonio Spurs in einem Debakel: L.A. verlor 108:136. Dabei lag das Team um den deutschen Profi Maxi Kleber (sechs Punkte) bereits zur Pause mit fast 30 Punkten zurück. Das Hauptproblem für die Gastgeber hieß Victor Wembanyama. Der Franzose in Diensten der Spurs schenkte den Lakers in nur 26 Minuten 40 Zähler ein und führte seine Mannschaft auch mit zwölf Rebounds an.
Nach Karls viralem Missgeschick bleibt Kompany gelassen
Ein Trick, ein Versuch, ein kleiner Moment mit großer Wirkung. Als Bayerns Nachwuchshoffnung Lennart Karl zum Übersteiger ansetzt, läuft nicht alles nach Plan. Doch statt Ärger gibt es gelassene Worte von Trainer Vincent Kompany.
"Ich juble nicht mehr": Bittere Entscheidung bricht Hertha-Star
Fabian Reese und der Videobeweis werden in dieser Fußball-Saison definitiv keine Freunde mehr. "Ich weiß nicht, wie viele Tore mir in dieser Saison schon geklaut wurden durch Abseits und VAR. Ich jubele in Zukunft nicht mehr", kündigte der Berliner Kapitän nach der bitteren Pokal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg an. Auch in der 2. Fußball-Bundesliga wurden dem 28-Jährigen in dieser Spielzeit bereits mehrere Treffer aberkannt.
Was war passiert? Bereits nach sieben Minuten hatte Reese den Ball zur vermeintlichen Führung über die Freiburger Torlinie gedrückt. Doch weil bei der Hereingabe zuvor auch der sich im Abseits befindliche Julian Eitschberger zum Ball gegangen war, nahm Schiedsrichter Patrick Ittrich den Treffer nach VAR-Hinweis zurück. "Mir wurde erklärt, dass Eitschberger den Ball touchiert hat. Und wenn das der Fall war, ist es abseits und kein Tor", sagte Hertha-Coach Stefan Leitl. In der Verlängerung des Viertelfinales traf Reese dann zwar mit einem regulären Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 und verwandelte auch im Elfmeterschießen souverän - doch selbst der Offensivspieler konnte die bittere Niederlage und damit das jähe Ende des Berliner Pokaltraums nicht verhindern.
"Ahnungslos, geldgierig, unzuverlässig": Calmund schimpft über Berater
Reiner Calmund sieht die Spielerberater-Branche auch mit Blick auf den langwierigen Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und Abwehrspieler Dayot Upamecano kritisch. Zwar gebe es sehr gute und charakterlich feste Berater, sagte der Ex-Manager in einem Interview von "Absolut Fussball". "Aber es gibt auch solche, die charakterlich nicht in Ordnung sind. Und es gibt eine weitere Abteilung, das sind die Schlimmsten. Die sind oft ahnungslos, geldgierig, unzuverlässig und charakterlich eben nicht in Ordnung."
Den Berater des 27 Jahre alten Upamecano, der seinen Vertrag in München nun doch verlängern wird, kenne er zwar nicht, "aber es scheint, als kriege der den Hals nicht voll", meinte Calmund. Generell gelte: "Es gibt natürlich einflussreiche und kompetente Berater, die vor allem das Interesse des Spielers sehen, sportlich wie wirtschaftlich. Aber es gibt auch einige Geldhaie, die nur das Beste von ihren Spielern und Klubs wollen, nämlich ihr Geld."
Offenbar komplexer Bruch: Arzt schätzt Vonns Verletzung ein
Trotz der komplexen Schienbeinverletzung wird Ski-Star Lindsey Vonn nach Einschätzung des erfahrenen Sportmediziners Manuel Köhne voraussichtlich vollständig genesen. Der Orthopäde und Unfallchirurg lobte die schnelle Behandlung der Amerikanerin nach deren Sturz bei der Olympia-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo. "Bei Schienbeinbrüchen zählen die ersten Stunden. Und da hat die Versorgung von Lindsey Vonn in meinen Augen wunderbar geklappt. Sie wurde noch am selben Tag operiert", sagte Köhne und prognostizierte: "Das heißt, dass die Voraussetzungen gut sind, dass sie trotz dieser Fraktur später wieder ein normales Leben führen kann."
Vonn war nach ihrem Unfall im gut 100 Kilometer entfernten Treviso operiert worden. Sie teilte im Anschluss mit, dass sie einen komplexen Bruch des Schienbeins erlitten habe, der mehrere Operationen erfordere. Medien hatten zuletzt bereits von zwei erfolgten Eingriffen berichtet. "Wenn es stimmt, dass schon zwei Operationen durchgeführt wurden, spricht das dafür, dass innerhalb der Stunden nach der Verletzung der Druck im Gewebe durch die Schwellung zu sehr gestiegen war. Dann musste durch eine operative Spaltung einiger Bindegewebehüllen, also Faszien, der Druck reduziert werden", schilderte Köhne.
Das bringt der Olympia-Mittwoch - 11. Februar
Nordische Kombination: Einzel, 10.00 Uhr Skispringen, 13.45 Uhr Langlauf - mit Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek und Julian Schmid
Ski alpin: Super-G der Männer, 11.30 Uhr - mit Simon Jocher und Anton Grammel
Biathlon: Einzel der Frauen, 14.15 Uhr - mit Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Selina Grotian
Ski Freestyle: Buckelpiste Frauen, 14.15 Uhr - ohne deutsche Beteiligung
Rodeln: Doppelsitzer der Frauen, 17.00 Uhr - mit Dajana Eitberger/Magdalena Matschina
Rodeln: Doppelsitzer der Männer, 17:51 Uhr - mit Tobias Wendl/Tobias Arlt und Toni Eggert/Florian Müller
Eisschnelllauf: 1000 Meter der Männer, 18.30 Uhr - mit Hendrik Dombek, Moritz Klein und Finn Sonnekalb
Eiskunstlauf: Eistanz-Kür, 19.30 Uhr - ohne deutsche Beteiligung
"Nicht die Show stehlen": Reue nach Fremdgeh-Geständnis
Es hätte eigentlich der große Tag des Johan-Olav Botn sein sollen. Nach der Tragödie um seinen Kumpel Sivert Guttorm Bakken, den er unmittelbar vor Weihnachten tot in einem Hotelzimmer aufgefunden hatte, markierte der epochale Einzel-Olympiasieg des norwegischen Biathleten einen frühen emotionalen Höhepunkt bei den Winterspielen. Doch nur wenige Minuten nach seinem herausragenden sowie bewegenden Erfolg rückte dieser plötzlich völlig in den Hintergrund - weil Teamkollege Sturla Holm Lägreid sehr pikante Details aus seinem Privatleben ausplauderte.
Das Seitensprung-Geständnis des Bronzemedaillengewinners live im TV beim norwegischen Rundfunk NRK verbreitete sich in Antholz wie ein Lauffeuer. Nachdem Lägreid auf der Pressekonferenz dann mehrere Fragen zu seiner Aktion beantwortet hatte, wandte er sich an Botn. "Ich will dir heute nicht die Show stehlen", sagte der Gesamtweltcupsieger entschuldigend. Er hoffe, "dass es nur die nächsten ein, zwei Tage ein Thema ist", Botns Goldmedaille dagegen sei "für immer".