DFB-Streit um WM-Boykott-Thema: Vize legt gegen Boss nach
Die Retourkutsche in Richtung seines Chefs hallte auch mit fünf Wochen Verspätung noch gewaltig nach. "Ich glaube, Herr Neuendorf ist kürzer im Amt, als ich es in einem Funktionärsamt im deutschen Fußball bin", sagte Oke Göttlich, seines Zeichens Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), über Bernd Neuendorf - bekanntlich DFB-Boss. Göttlich will sich in der WM-Debatte keinen Maulkorb verpassen lassen und fordert knapp 100 Tage vor dem Beginn der Endrunde (11. Juni bis 19. Juli) eine klare Positionierung des größten Einzelsportverbands der Welt. "Ich würde nie von Spielern verlangen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Aber als Verein haben wir eine Meinung und eine Haltung. Und das wünsche ich mir auch von einem Verband wie dem DFB", sagte er bei NDR 90,3.
Genau das hatte der Präsident des Bundesligisten FC St. Pauli auch schon Ende Januar getan und war für seine Frage bezüglich der Haltung zu einem WM-Boykott von Neuendorf ("Der Kollege ist noch nicht so lange dabei") in den Senkel gestellt worden. Auch andere hochrangige Funktionäre wie Hans-Joachim Watzke, Andreas Rettig und Jan-Christian Dreesen kritisierten Göttlich für seinen öffentlichen Vorstoß.
16 Paraden: Wolff überragt an seinem Geburtstag
Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat weiterhin beste Chancen auf den direkten Einzug ins Viertelfinale der European League. Der Pokalsieger führt seine Hauptrundengruppe nach einem souveränen 27:20 (11:8) gegen Bidasoa Irun aus Spanien mit 10:0 Punkten an. Nationaltorhüter Andreas Wolff ragte dabei an seinem 35. Geburtstag mit 16 Paraden heraus.
Zum Abschluss geht es für Kiel in der kommenden Woche im Nord-Derby erneut gegen den Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt, das Hinspiel haben die Kieler gewonnen. Die Sieger der vier Gruppen ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die jeweiligen Zweiten und Dritten spielen in Playoffs die weiteren Teilnehmer aus. Auch die MT Melsungen kämpft trotz eines 30:31 (16:16) bei IFK Kristianstad aus Schweden um den Sieg in ihrer Gruppe. Am späteren Abend spielen Flensburg (bei Montpellier Handball) und der TSV Hannover-Burgdorf (gegen die Kadetten Schaffhausen).
Eisschnelllauf-Streit eskaliert weiter: Olympionike sagt WM-Start ab
In der Auseinandersetzung mit der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) hat Olympiastarter Fridtjof Petzold Unterstützung aus der eigenen Mannschaft bekommen. Felix Maly, bei den Winterspielen in Mailand und Cortina gemeinsam mit Petzold im Teamwettbewerb am Start, erklärte aus Solidarität seinen Verzicht auf die Mehrkampf-Weltmeisterschaften in Heerenveen/Niederlande (7. und 8. März).
Er habe der DESG mitgeteilt, eine mögliche Nominierung "nicht wahrzunehmen", teilte Maly am Dienstag mit. Petzold war vom Verband nach seiner öffentlichen Kritik während Olympia an der Athletenbetreuung und -förderung mit einem vorläufigen Startverbot belegt worden, zudem wurde sein Status als Bundeskaderathlet ausgesetzt. Das angekündigte Disziplinarverfahren steht offenbar noch aus. Er halte es "für problematisch, wenn öffentliche Kritik zu sportlichen Konsequenzen in Form eines Startverbots führt", schrieb Maly.
Türkisch-Skills: Spezielle Schiri-Cam aus BVB gegen Bayern
Die Schiedsrichter-Cam bietet unvergleichliche Einblicke in das Geschehen auf dem Platz. Den Bundesliga-Klassiker BVB gegen Bayern pfeift Sven Jablonski. Die Aufnahmen seiner Bodycam belegen, der Unparteiische kann sich zumindest rudimentär auch auf Türkisch verständigen.
Referee beweist bei BVB gegen Bayern Türkisch-Skills

Oliver Kahn identifiziert eigenen "Legendenstatus"-Moment
Oliver Kahn hat augenzwinkernd auf einen ganz besonderen, überaus kuriosen Bundesliga-Moment zurückgeblickt. "Heute vor genau 25 Jahren erzielte ich mein erstes - und einziges - Profitor", schrieb der einstige "Titan" bei X zum Jubiläum seines "Treffers" mit zwei Fäusten am 3. März 2001 bei Hansa Rostock.
"Anders als ich damals glaubte, dürfen Torhüter den Ball nicht in beiden Strafräumen mit den Händen berühren", ergänzte Kahn und meinte: "Das Tor wurde aberkannt und ich vom Platz gestellt - dennoch brachte es mir Legendenstatus ein." Kahn hatte damals von Schiedsrichter Markus Merk wegen Ballwegschlagens schon in der ersten Halbzeit die Gelbe Karte gesehen. Als er dann kurz vor dem Spielende beim Stand von 3:2 für Rostock regelwidrig den vermeintlichen Ausgleich erzielt hatte, sah er die Ampelkarte.
"Kutten-Paule" verewigt seine Klub-Kutte als Tattoo
Kutten-Paule ist in Frankfurt längst eine Kultfigur - als Eintracht‑Fan, der seine Kutte so sehr liebt, dass er sie sich tätowieren lässt. Zudem beweist er, wie viel Herz hinter dem Mann mit dem auffälligen Look steckt. Denn er weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell man alles verlieren kann.
"Kutten-Paule" verewigt seine Eintracht-Kutte als Tattoo

Übler Vorwurf gegen DFB-Star: "Wollte mir das Gesicht einschlagen"
Schwerer Vorwurf gegen Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger: Der Verteidiger von Real Madrid soll seinen Gegenspieler Diego Rico absichtlich mit dem Knie am Kopf getroffen haben. Das behauptet zumindest der Profi des FC Getafe nach einer Szene im Liga-Derby am Montagabend, in dem sich der Außenseiter überraschend bei den Königlichen durchgesetzt hatte (1:0).
Rüdiger habe versucht, "mir das Gesicht einzuschlagen", sagte Rico und betonte im spanischen Radiosender Cadena Cope: "Ich glaube, in solchen Situationen, bei diesem aggressiven Verhalten, ist es offensichtlich, dass er mich absichtlich angreift." Im Vorfeld der Szene habe Rüdiger bereits auf ihn eingeredet. "Dann, gleich im nächsten Spielzug, kam der Ball zu mir, und man konnte sehen, wie er seinen Mitspieler praktisch aus dem Weg räumte, um mir das Gesicht einzuschlagen."
Ganz bitter: Real-Superstar verpasst WM
Rekordchampion Brasilien muss den Kampf um den sechsten Titel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft ohne seinen Star Rodrygo aufnehmen. Der Rechtsaußen von Real Madrid hat laut Mitteilung seines Klubs einen Kreuzbandriss und einen Riss des Außenmeniskus am rechten Knie erlitten. Spanischen Medienberichten zufolge wird er mindestens sieben Monate lang ausfallen - somit auch für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli).
Das Spiel gegen den FC Getafe am Montag (0:1) war der erste Einsatz des 25-Jährigen nach einmonatiger Pause wegen einer Sehnenentzündung. Er spielte die letzten 35 Minuten, musste zwischenzeitlich behandelt werden und hatte anschließend Kniebeschwerden, am Dienstag folgte die Diagnose. In 19 Liga-Einsätzen waren Rodrygo ein Tor und vier Vorlagen gelungen. Ein weiteres Tor erzielte der 37-malige Nationalspieler in der Champions League.
Auswärts-Fans schrauben Zaun im Gastgeber-Stadion ab
Beim Spiel des Bröndby IF gegen den FC Midtjylland stören sich Bröndby-Fans scheinbar am Sichtfeld im Stadion der Gastgeber. Ein Zaun versperrt die Sicht, nach ihrer Aussage eine Situation, die nicht dem Standard entspräche. Sie bauen den Zaun kurzerhand während des Spiels auf eigene Faust ab.
Bröndby-Fans schrauben Zaun während Auswärtsspiel ab

Jahrelanger Helfer fehlt Tour-Dominator
Radstar Tadej Pogacar muss die anstehenden Frühjahrsklassiker ohne einen seiner wichtigsten Helfer bestreiten. Der Belgier Tim Wellens vom Team UAE Emirates-XRG erlitt bei Kuurne-Brüssel-Kuurne einen Schlüsselbeinbruch und fällt mehrere Wochen aus. Wellens war am Sonntag bei dem belgischen Eintagesrennen gestürzt und am Montag erfolgreich operiert worden. "Mein Frühjahr ist schon vorbei, bevor es überhaupt richtig begonnen hat", schreibt der belgische Meister nun bei Instagram.

Der 34-Jährige gehört seit Jahren zum engsten Helfer-Kreis um Pogacar und begleitet den Slowenen bei den großen Klassikern ebenso wie bei der Tour de France. Gerade auf anspruchsvollem Terrain übernimmt Wellens häufig Tempoarbeit und Absicherung für seinen Kapitän. Im vergangenen Jahr wurde er Dritter bei Strade Bianche. Das italienische Eintagesrennen bildet am Samstag den Auftakt in die Klassiker-Saison, Pogacar peilt bei seinem Saisonstart über die Schotterstraßen der Toskana seinen insgesamt vierten Sieg an. Anschließend stehen Mailand-Sanremo (21. März), die Flandern-Rundfahrt (5. April), Paris-Roubaix (12. April) sowie Lüttich-Bastogne-Lüttich (26. April) auf dem Plan.
Meister feuert Trainer nach 8:0-Sieg
Hoch gewonnen, trotzdem gefeuert: Der amtierende brasilianische Fußball-Meister Flamengo hat kurz nach einem überzeugenden 8:0 gegen die Mannschaft von Madureira seinen Trainer Filipe Luis entlassen. Dies gab der Klub aus Rio de Janeiro auf seiner Vereinsseite bekannt. Luis hatte mit dem Klub seit September 2024 fünf Titel gewonnen, unter anderem im vergangenen Jahr die südamerikanische Copa Libertadores.

Luis wurde offenbar zum Verhängnis, dass Flamengo, das angeblich mit dem höchsten Etat aller brasilianischen Klubs ausgestattet ist, schlecht in die neue Saison der Campeonato Brasileiro Serie A gestartet ist. Aus den ersten drei Spielen holte die Mannschaft nur vier Punkte. Zudem verlor Flamengo die Endspiele um den südamerikanischen Supercup (Recupa Sudamericana) gegen CA Lanus aus Argentinien und den brasilianischen Supercup gegen Corinthians aus Sao Paulo. Die Entscheidung der Klubführung wurde dem offensichtlich verblüfften Luis von Sportdirektor José Boto mitgeteilt - nur wenige Minuten nach der Pressekonferenz nach dem Einzug ins Finale der Campeonato Carioca, der Staatsmeisterschaft von Rio de Janeiro. Auch Co-Trainer Ivan Palanco und Fitnesstrainer Diogo Linhares müssen den Klub verlassen.
Hat Infantino geflunkert? Medienbericht widerlegt WM-Behauptung
Die 104 Spiele der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada sind offenbar doch nicht allesamt ausverkauft. Wie "The Athletic/New York Times" berichten, sollen seit vergangenen Mittwoch für mindestens 64 Partien noch oder wieder Eintrittskarten erhältlich sein. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte vor einer Woche erklärt, es seien insgesamt 508 Millionen Anfragen für Karten eingegangen, "jedes" Spiel sei "bereits ausverkauft".
Wie "The Athletic/New York Times" unter Berufung auf Marketingexperten berichten, ging eine Vielzahl der angeblich 508 Millionen Anfragen für Topspiele ein. Für 64 oder mehr Begegnungen, bei denen keine Spitzenmannschaften beteiligt sind, seien daher noch Tickets verfügbar. Dies könne auch an den hohen Preisen für bestimmte Kategorien liegen.
Abgefangene Drohne aus Iran: Tennisspieler müssen Court verlassen
Im Nahen Osten tobt Krieg. Nach dem israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran schlägt das dortige Regime mit Drohnenangriffen zurück. Betroffen davon sind zahlreiche Anrainerstaaten. Unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort wurde eine Drohne abgefangen, die abstürzenden Trümmerteile lösten in Folge einen kleinen Brand in der Ölindustriezone Fujairah aus. Mit Folgen für das Tennisturnier in der Stadt. Dort wurden die Spieler bei einem Turnier vom Platz geholt, um die Sicherheit zu garantieren, darüber berichtet der "Mirror". Aus dem Medienbüro von Fujairah hießt es: "Es wurden keine Verletzten gemeldet, das Feuer wurde unter Kontrolle gebracht, und der normale Betrieb in dem Gebiet wurde wieder aufgenommen."
Rennen in Schussweite des Iran - was macht die Formel 1?
Die Formel 1 steht in den Startlöchern, zunächst geht es nach Australien, China und Japan. Dann aber stehen die Grand Prixs in Saudi-Arabien und Bahrain an - beide sind derzeit Ziel von iranischen Vergeltungsangriffen. Formel-1-Experte Christian Danner erklärt, wer wann darüber entscheidet, ob die Rennen stattfinden.
Rennen in Schussweite des Iran - was macht die Formel 1?

Finger gebrochen: Olympia-Medaillengewinner mit Zwangspause
Die deutschen Biathleten müssen bei der Rückkehr in den Weltcup auf Justus Strelow verzichten. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) bekannt gab, brach sich der 29-Jährige bei einem Trainingssturz einen Finger und kann nicht im finnischen Kontiolahti an den Start gehen. Bei den Olympischen Winterspielen hatte Strelow in der Mixed-Staffel mit Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß Bronze gewonnen und damit für die einzige deutsche Biathlon-Medaille gesorgt.
Bei den Männern starten somit Lucas Fratzscher, Philipp Horn, David Zobel, Leonhard Pfund und Nawrath in Finnland. Das Aufgebot der Frauen bilden nach dem Karriereende von Preuß Marlene Fichtner, Selina Grotian, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Voigt. Anna Weidel fehlt krankheitsbedingt.
Absurde Forderung? FC Bayern droht nächster heißer Gehaltspoker
Die Vertragsverhandlungen zwischen dem FC Bayern und Konrad Laimer sind offenbar ins Stocken geraten. Eine zeitnahe Verlängerung ist wohl nicht zu erwarten. Wie "Sky" berichtet, liegen die Verhandlungen zwischen den Verantwortlichen des FC Bayern und der Seite von Konrad Laimer derzeit auf Eis. Demnach liegen die beiden Parteien bei den Gehaltsvorstellungen "sehr weit auseinander". Der 28-Jährige soll aktuell über zehn Millionen Euro beim deutschen Rekordmeister einstreichen. Dem TV-Sender zufolge fordert er für eine Verlängerung an der Säbener Straße ein Jahresgehalt von über 15 Millionen Euro.
Die durchaus hohe Forderung könnte damit zusammenhängen, dass Laimers Berateragentur ROOF die Gehaltsstruktur beim FC Bayern bestens kennt. Auch Laimers beiden Teamkollegen Serge Gnabry und Leon Goretzka stehen dort unter Vertrag. Laimer steht noch bis 2027 beim FC Bayern unter Vertrag. Sollte es also nicht zur Verlängerung kommen, würde nur in diesem Sommer noch eine Ablöse für den 55-maligen österreichischen Nationalspieler winken.
Laut dem Portal "Fussballdaten.de" streckt der FC Liverpool die Fühler bereits aus. Die Reds sollen bereit sein, 40 Millionen Euro für Laimer nach München zu überweisen. Der deutsche Rekordmeister soll aber keinerlei Interesse an einem Verkauf haben - es sei denn, der Rechtsverteidiger hinterlegt seinen Wechselwunsch.
WM-Job: Thomas Müller tippt bei Jürgen Klopp auf kürzere Zündschnur
Beide sind Charakterköpfe des deutschen Fußballs, beide stehen für klare Worte und große Emotionen: Bei der Fußball-WM treffen Thomas Müller und Jürgen Klopp erstmals als TV-Experten aufeinander. "Ich bin gespannt und freue mich auch schon drauf, falls es mal unterschiedliche Ansichten geben wird. Ich bin gespannt, welche Zündschnur als erstes hochgeht", sagte Müller - und ergänzte verschmitzt grinsend: "Aber ich tippe auf deine, Kloppo."
Der Ex-Trainer und der langjährige Bayern-Star standen sich in den vergangenen Jahren vornehmlich als Konkurrenten gegenüber. Mit Blick auf das gemeinsame Engagement bei MagentaTV sagte Müller: "Wir werden uns das erste Mal wirklich über den Weg laufen und mal ein paar intensivere Gespräche führen." Dabei ist der 36-Jährige guter Dinge: "Grundsätzlich kommen wir als Typen natürlich schon gut zurecht."
Vor der Experten-Tätigkeit hat Müller durchaus Respekt: "Das wird auch für mich eine neue Erfahrung sein, da werde ich nervös sein." Der Weltmeister von 2014, der kürzlich mit den Vancouver Whitecaps in die neue MLS-Saison gestartet ist, setzt dabei auf eine Mischung aus Expertise, Schlagfertigkeit, Witz und Unterhaltung: "Da werden wir uns irgendwie eingrooven."
Bericht: Das ist der Plan mit Bayerns Leih-Flop
Dass der FC Bayern die Kaufoption im Leihvertrag von Nicolas Jackson nicht ziehen wird, wurde bisher zwar nicht offiziell von Münchner Seite kommuniziert, gilt aber schon lange als schlecht gehütetes Geheimnis. Transferinsider Fabrizio Romano bestätigte dies nun einmal mehr: "Nicolas Jackson findet beim FC Bayern nicht so viel Platz wie erwartet. Ich kann zu 100 Prozent sagen, dass Jackson nicht beim FC Bayern bleiben wird. Sie haben im Sommer zwar eine hohe Leihgebühr von über 15 Millionen Euro für ihn gezahlt, aber er wird zum FC Chelsea zurückkehren."
Dort werde Jackson aber nicht bleiben, sondern weiterziehen: "In Italien mögen sie Nico Jackson wirklich. Auch in England und Spanien wird es Möglichkeiten geben. Deswegen bin ich mir sicher, dass es ein geschäftiger Sommer werden wird." Jackson absolvierte für den FC Bayern bislang 22 Pflichtspieleinsätze. Dabei gelangen ihm fünf Tore und zwei direkte Torvorlagen. Unter Kompany hat der Kolumbianer allerdings einen Stammplatz auf der Bank. Nur sieben Mal stand er seit seiner Ankunft im vergangenen Sommer in der Startelf.
"Können nicht über Leistungen schimpfen": Bundestrainer über Liga-Streit
Bundestrainer Christian Wück drängt in der Auseinandersetzung um die Zukunft der Frauen-Bundesliga auf eine schnelle Entscheidung. "Alle sagen immer, dass wir in die gleiche Richtung gehen wollen und dass der Frauenfußball ganz oben steht. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Die anderen Ligen schlafen nicht", sagte der 52-Jährige der "Süddeutschen Zeitung". "Ich wünsche mir, dass das Niveau der Bundesliga immer mehr steigt, davon profitieren alle: Vereine, Spielerinnen, Zuschauer, Sponsoren - und das Nationalteam", sagte Wück vor dem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballerinnen gegen Slowenien (17.45 Uhr/ARD und im ntv.de-Liveticker) in Dresden weiter.
Eine gemeinsam geplante GmbH mit den 14 Erstligisten und dem DFB war zuletzt zweimal geplatzt. Der neu gegründete Ligaverband FBL e.V. sucht derzeit in Arbeitsgruppen nach Lösungen. "Professionalisierung in all ihren Facetten ist für mich das Schlüsselwort. Infrastruktur, Trainingsbetrieb mit Physiotherapie, mit Athletikzentren, mit individueller Betreuung", sagte Wück. "Auch der Schiedsrichterbereich muss professionalisiert werden. Wir können nicht die ganze Zeit über Leistungen schimpfen, wenn die Voraussetzungen nicht gegeben sind."
Nach fünf Jahren bekommt Land Erlaubnis für ein Heimspiel
Die Fußball-Nationalmannschaft Äthiopiens darf nach fünf Jahren wieder Spiele im eigenen Land austragen. Demnach erteilte der afrikanische Kontinentalverband (CAF) die Genehmigung zur Nutzung des Stadions in Dire Dawa. Seit 2021 hatte das ostafrikanische Land seine "Heimspiele" im Ausland austragen müssen, weil keines der eigenen Stadien mehr den im Zeitverlauf gewachsenen internationalen Standards entsprach.
Nach einigen Anpassungen kann in Dire Dawa nun am 31. März das Rückspiel der entscheidenden Qualifikationsrunde zum Afrika-Cup gegen São Tomé und Príncipe ausgetragen werden. "Das sind gute Nachrichten für uns", schrieb der äthiopische Verband (EFF) auf seiner Webseite. Nach einer Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und EFF sei die Arena nun "für nationale und internationale Wettbewerbe vorbereitet". Der Afrika-Cup findet im kommenden Jahr in Kenia, Tansania und Uganda statt.
"Viel falsch gelaufen": Schumacher ätzt gegen Deutschland
Der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher wünscht sich von Politik und Wirtschaft mehr Unterstützung für den deutschen Motorsport. "Politik, Verbände, Industrie, Sponsoren und die Medien müssten alle mal ein Reset vornehmen, da ist in den letzten Jahren leider aus wirtschaftlichen und teils ideologischen Gründen oder auch Kompetenzthemen viel falsch gelaufen", sagte der sechsmalige Grand-Prix-Gewinner der Deutschen Presse-Agentur vor dem Saisonstart am Sonntag (5.00 Uhr MEZ/Sky und im ntv.de-Liveticker) in Melbourne.
Um insbesondere den Formel-1-Standort Deutschland künftig wieder aufzuwerten, "müssten sich speziell die automobil- oder motorsportnahen Konzerne zusammentun und Sportstätten fördern, damit wir wieder Kartbahnen haben und so auch wieder international interessanter werden", erklärte Schumacher weiter. Einen Grand Prix in Deutschland gab es letztmals 2020 auf dem Nürburgring.
Hitlergruß in Frankfurt wird für Klub teuer
Tottenham Hotspur wird für das diskriminierende Verhalten einiger Anhänger im Champions-League-Spiel bei Eintracht Frankfurt bestraft. Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer (CEDB) der UEFA belegte den englischen Fußball-Spitzenklub mit einer Geldbuße von 30.000 Euro. Außerdem sind die Fans der Spurs nun für ein Jahr auf Bewährung, beim nächsten Vergehen droht für ein Auswärtsspiel ein Ausschluss der Gästefans.
Drei Personen aus dem Spurs-Block hatten bei der Partie in Frankfurt Ende Januar den Hitlergruß in Richtung der deutschen Fans gezeigt. Die Täter seien identifiziert und "gemäß der Sanktions- und Ausschlussrichtlinie des Vereins mit einer unbefristeten Sperre belegt" worden, teilten die Spurs mit. Der Verein lehne "jede Form von Diskriminierung entschieden ab und hat daher die strengstmöglichen Maßnahmen ergriffen. Das widerwärtige Verhalten einer Minderheit sogenannter Fans in dieser Nacht spiegelt in keiner Weise die Werte unseres Vereins und seiner Anhänger wider". Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League tritt Tottenham am 10. März bei Atlético Madrid an.
"Wenn die Chinesen einen ernst nehmen ..." Deutsche ärgert Elite
Durch einige starke Auftritte in den letzten Monaten hat sich Tischtennisspielerin Sabine Winter bis auf Platz elf der Weltrangliste vorgearbeitet - und bringt inzwischen selbst die chinesischen Spitzenspielerinnen ins Schwitzen. "Wenn Chinesen einen ernst nehmen, dann gibt das Selbstvertrauen", sagte die 33-Jährige im Interview mit dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) und fügte scherzhaft an: "Auch wenn es leichter zu spielen wäre, wenn sie einen nicht ernst nehmen."
Winter war am Wochenende beim hochdotierten Singapore Smash zum ersten Mal in ihrer Karriere bis ins Halbfinale gestürmt. Dort unterlag sie der Weltranglistenzweiten Wang Manyu aus China mit 1:4, hielt aber gut mit. "Sie hat wirklich Gas gegeben und die Faust gezeigt und damit bewiesen, dass sie mich sehr ernst genommen hat", sagte Winter, die zuvor zwei Top-10-Spielerinnen aus dem Turnier genommen hatte. Inzwischen merke sie nach starken Monaten langsam, "dass sich mein Status ein bisschen geändert hat, (...) aber zu sehr ist es jetzt auch noch nicht". Als nächstes großes Turnier steht für Winter das WTT Champions in Chongqing (10. bis 15. März/Dyn) auf dem Plan.
Ex-Schalker will zehn Jahre bei Klub bleiben
Der frühere Schalker Weston McKennie bleibt Juventus Turin treu. Der US-Amerikaner unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2030 gültigen Vertrag, dies teilte der italienische Fußball-Rekordmeister mit. McKennie stand bislang 220-mal für Juve auf dem Platz, er erzielte 26 Tore und sammelte 26 Vorlagen. "Diese Verlängerung verdankt der amerikanische Mittelfeldspieler seinen herausragenden Leistungen", hieß es in der Mitteilung des Klubs.
McKennie spielt seit 2020 für Turin. Zuvor war er in Deutschland für Schalke aufgelaufen. Mit Juve gewann der 27-Jährige zweimal den italienischen Pokal.
Ein Traumschuss, zwei Platzverweise - und ganz viel Ärger bei Real
Traumschuss besiegelt Pleite: Real Madrid hat den zweiten Rückschlag innerhalb kurzer Zeit im Kampf um die spanische Fußball-Meisterschaft kassiert. Neun Tage nach dem 1:2 bei CA Osasuna verloren die Königlichen gegen den FC Getafe ebenso überraschend mit 0:1 (0:1). Den entscheidenden Treffer für die Gäste erzielte in der hektischen Partie Martin Satriano (39.) mit einem Traumschuss von der Strafraumgrenze. Für das Team aus der Madrider Vorstadt war es der erste Sieg nach 18 Jahren bei Real Madrid.
Nach der Niederlage liegt der Rekordmeister in der Tabelle zwölf Spieltage vor dem Saisonende vier Punkte hinter Tabellenführer FC Barcelona. Auch ohne den am Knie verletzten Kylian Mbappé war Real die gesamte Spielzeit haushoch überlegen und hatte einen Ballbesitzanteil von bisweilen 80 Prozent. Dennoch gelang es den Gastgebern nicht, ihre Dominanz für Tore zu nutzen. In der Nachspielzeit sah erst Madrids Franco Mastantuono wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte (90.+5). Kurz darauf musste auch Getafes Adrian Liso mit Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens vorzeitig vom Platz (90.+7).
Familienbande: Ancelotti setzt auf besonderen Co-Trainer
Davide Ancelotti wird mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft in den Trainerstab seines Vaters Carlo bei der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft zurückkehren. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus einer Quelle des brasilianischen Fußballverbands (CBF). Demnach werde der 36-Jährige seinen Vater bereits in den Tests am 26. März gegen Frankreich sowie am 31. März gegen Kroatien wieder als Co-Trainer begleiten.
Erst im Juni vergangenen Jahres hatte Davide Ancelotti seine Rolle als Assistenzcoach der Selecao aufgegeben, um beim brasilianischen Erstligisten Botafogo seine erste Cheftrainer-Station anzutreten. Dort war nach Rang sechs im Dezember allerdings schon wieder Schluss. Der Junior hatte seinen erfolgreichen Vater Carlo bereits seit dem Jahr 2016 bei seinen Stationen bei Bayern München, der SSC Neapel, dem FC Everton sowie Real Madrid als Co-Trainer unterstützt. Brasilien spielt bei der Weltmeisterschaft in Gruppe C gegen Marokko (13. Juni), Haiti (19. Juni) und Schottland (24. Juni).





