Anti-Doping-Gericht spricht Italiens Rossi frei
Der ehemalige italienische Fußball-Nationalspieler Giuseppe Rossi ist vom Verdacht des Dopings freigesprochen worden. Ein italienisches Anti-Doping-Gericht stellte fest, dass Rossi über Augentropfen die verbotene Substanz Dorzolamid eingenommen habe, dies jedoch unwissentlich.
Die Menge, die bei dem Dopingtest festgestellt wurde, sei minimal, sagte Rossis Anwalt Sergio Puglisi Maraja. Die Anti-Doping-Staatsanwaltschaft von Nado Italia hatte eine einjährige Sperre für den 31-Jährigen gefordert. Der Stürmer hatte zuletzt für den Erstligisten CFC Genua gespielt und ist derzeit ohne Verein.
Timo Boll klettert in Top 3 der Weltrangliste
Respekt für diese Leistung: Nach dem Gewinn seines siebten EM-Titels hat sich Tischtennis-Star Timo Boll auch in der Weltrangliste wieder auf den dritten Platz verbessert. Das geht aus dem neuen Ranking hervor, das der Weltverband ITTF für den Monat Oktober veröffentlicht hat.
Vor dem 37 Jahre alten Deutschen sind jetzt nur noch die beiden Chinesen Fan Zhendong und Xu Xin platziert. Gleich hinter Boll folgt der zweite deutsche Starspieler Dimitrij Ovtcharov auf Rang vier. Auch Patrick Franziska hat sich weiter auf Platz 15 verbessert. So gut stand der 26-Jährige in der Weltrangliste noch nie da.
Guerreros Dopingsperre bleibt bestehen
Die Dopingsperre für den peruanischen Fußballprofi Paolo Guerrero bleibt bestehen. Das bestätigte ein Sprecher des Schweizer Bundesgerichts am Montag der Deutschen Presse-Agentur.
Der frühere Profi des FC Bayern München und vom Hamburger SV wollte erneut erwirken, dass die Vollstreckung seiner Sperre wie schon während der WM in Russland provisorisch ausgesetzt wird, damit er für seinen neuen brasilianischen Club S.C. International aus Porto Alegre spielen kann.
Dazu kommt es jedoch vorerst nicht. Der 34 Jahre alte Offensivspieler darf demnach noch ein halbes Jahr lang nicht spielen. Die Sperre endet im April 2019.
Das Schweizer Bundesgericht hatte vor der Weltmeisterschaft in Russland die Sperre vorübergehend ausgesetzt, damit Guerrero an der WM teilnehmen konnte.
Der Kapitän der peruanischen Nationalmannschaft war im Oktober 2017 nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel gegen Argentinien bei einer Dopingkontrolle positiv getestet worden. Bei dem Angreifer war eine in Koka-Tee enthaltene Substanz entdeckt worden.
Medien: Zidane ruft bei Mourinho an - und beruhigt ihn
Zinédine Zidane schielt angeblich nicht auf den Posten von Teammanager José Mourinho beim englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United. Das soll der derzeit joblose Franzose laut Boulevardblatt "The Sun" seinem Kollegen in einem Telefonat versichert haben.
Zidane gilt nach dem schwachen Saisonstart der Red Devils als heißester Nachfolge-Kandidat für Mourinho.
Wie die "Sun" berichtet, soll Zidane bei Mourinho angerufen haben, um ihn zu beruhigen. Er versuche keinesfalls, sich hinter Mourinhos Rücken bei United in Stellung zu bringen, soll Zidane gesagt haben.
Allerdings sei er von seinen Agenten gefragt worden, ob er an dem Job interessiert sei.
Zidane war in Mourinhos Zeit bei Real Madrid (2010-2013) dort Klubberater und Sportdirektor. Von 2016 bis 2018 führte der einstige Weltklasse-Spielmacher die Königlichen zu drei Titeln in der Champions League hintereinander, ehe er zurücktrat.
Mourinho hat mit Manchester keines der jüngsten drei Spiele gewonnen und den schwächsten Saisonstart seit 1989 hingelegt. Englischen Medien zufolge steht Mourinho am Dienstag (21 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) in der Champions League gegen den FC Valencia und Samstag (18.30 Uhr) in der Liga gegen Newcastle United unter Siegzwang.
Kein Stadionverbot: Hannover-Fan siegt gegen DFB
Bundesweites Stadionverbot? Nicht für einen Hannover-Fan: Im Prozess um das gegen einen Anhänger des Bundesligisten verhängte Stadionverbot hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor dem Amtsgericht Frankfurt eine Niederlage erlitten. Dies teilte das Amtsgericht auf Anfrage mit.
Der Fußballfan aus Hannover war während des Auswärtsspiels seiner Mannschaft in Braunschweig im November 2016 mit anderen Anhängern in polizeiliches Gewahrsam genommen worden.
Obwohl er weder in der Vergangenheit aufgefallen war, noch gefährliche Gegenstände bei der Kontrolle seines Autos festgestellt wurden, empfahl die Polizei dem DFB, gegen den Kläger und 177 weitere Fans ein bundesweites Stadionverbot bis März 2019 auszusprechen.
Laut Urteil hätte sich der DFB nicht allein auf die Empfehlung der Polizei verlassen dürfen, sondern "eigene Tatsachengrundlagen" für ein Stadionverbot ermitteln müssen. Zwar stehe es dem DFB grundsätzlich frei, über den Zutritt von Dritten zu Stadien zu entscheiden. Der Ausschluss eines Einzelnen dürfe jedoch nicht ohne sachlichen Grund und nicht willkürlich erfolgen, heißt es in der Entscheidung.
Selbst wenn in einzelnen Fahrzeugen gefährliche Gegenstände gefunden worden seien, könnten diese nicht ohne weitere Erkenntnisse dem Kläger und 177 weiteren Personen zugerechnet werden, hieß es von Seiten des Gerichts.
Fixe Entscheidung: Lieberknecht wird neuer Duisburg-Trainer
Das ist in der Tat "zeitnah" - mit diesem Wort hatte der MSV Duisburg eben noch angekündigt, einen neuen Trainer vorstellen zu wollen - siehe Eintrag von 15:41 Uhr.
Nun ist es soweit: Torsten Lieberknecht übernimmt beim Zweitligisten. Der 45-Jährige erhält wie sein Co-Trainer Darius Scholtysik einen für alle drei Ligen gültigen Vertrag, über dessen Länge der MSV keine Angaben machte. Lieberknecht wird morgen bei einer Pressekonferenz vorgestellt und im Spiel bei Tabellenführer 1. FC Köln am kommenden Montag zum ersten Mal auf der Bank sitzen. Lieberknecht hatte bis zum vergangenen Mai zehn Jahre lang Eintracht Braunschweig trainiert, war beim Abstieg in die dritte Liga entlassen worden.
Peruaner imitiert Griezmann - und sieht Gelb
Schlechtes Vorbild: Fußball-Profi Jose Manzaneda vom peruanischen Erstligisten Deportivo Municipal hat für die Imitation des Torjubels des französischen Weltmeisters Antoine Griezmann von Atletico Madrid die Gelbe Karte gesehen.
Der 24 Jahre alte Manzaneda hatte bei der 1:3-Niederlage im Ligaspiel bei Union Comercio am Sonntag einen Elfmeter verwandelt und daraufhin mit der bekannten Pose aus dem Videospiel "Fortnite" gejubelt.
Schiedsrichter Edwin Ordonez wertete den Jubel wohl als respektlos und zeigte Manzaneda daraufhin Gelb.
Stürmerstar Griezmann feiert seit geraumer Zeit seine Treffer, indem er wie ein Hampelmann vom einen Bein auf das andere springt und sich dabei eine Hand an den Kopf und die andere vor den Schritt hält. Dabei sind Daumen und Zeigefinger zu einem "L" geformt. Die Pose nennt sich "Take the L" und steht für "Take the Loss" (Akzeptiere die Niederlage). Auch im WM-Finale gegen Kroatien (4:2) zeigte Griezmann nach dem verwandelten Handelfmeter zum zwischenzeitlichen 2:1 diesen Jubel.
MSV Duisburg feuert Trainer Gruew
Fußball-Zweitligist MSV Duisburg hat sich von Trainer Ilja Gruew getrennt. Das gab der Verein bekannt. Der Tabellenletzte reagierte damit auf den schlechten Saisonstart mit nur zwei Punkten aus acht Spielen. Wer das Team am 8. Oktober bei Tabellenführer 1. FC Köln betreut, ist noch offen. Der MSV will "zeitnah" einen Nachfolger vorstellen.
Auch Gruews Assistent Jontscho Arsow wurde von seinen Aufgaben entbunden.
Der 48 Jahre alte Gruew spielte von 2000 bis 2004 für den MSV, zwischen 2012 und 2013 war er Ko-Trainer von Kosta Runjaic und Karsten Baumann und vom 3. November 2015 an Cheftrainer.
Nachdem er den Abstieg in die dritte Liga nicht verhindern konnte, schaffte der Bulgare mit dem MSV den direkten Wiederaufstieg und erreichte im vergangenen Jahr mit den Zebras Platz sieben.
Gruew ist nach Uwe Neuhaus bei Dynamo Dresden und Stefan Leitl beim FC Ingolstadt der dritte Zweitligatrainer, der in dieser Saison gehen muss.
Augsburg-Fan stirbt nach Herzinfarkt im Stadion
Traurige Nachricht: Der Fan, der am Sonntagabend am Rande der Bundesliga-Begegnung zwischen dem FC Augsburg und dem SC Freiburg (4:1) einen Herzinfarkt erlitten hatte, ist auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben. Das teilte der FCA mit.
"Der FCA trauert mit der Familie und den Angehörigen und wünscht ihnen in diesen schweren Stunden ganz viel Kraft", hieß es in einer Stellungnahme der Schwaben. Der Fan war auf der Südtribüne der WWK-Arena zusammengebrochen. Wegen des Vorfalls stellten beide Fanlager ab der 25. Minute ihre Unterstützung ein. Erst als der Fan nach einer knappen Stunde Spielzeit abtransportiert worden war, nahmen sie den Support wieder auf.
"Wir haben es schon in der ersten Hälfte gehört, dass jemand reanimiert werden musste. Da rückt natürlich alles andere in den Hintergrund", sagte FCA-Sportchef Stefan Reuter unmittelbar nach der Partie bei Sky.
Medien: Sahin und Altintop sind Betrugsopfer
Die langjährigen Bundesliga-Profis Nuri Sahin von Werder Bremen und Hamit Altintop (früher Schalke 04 und Bayern München) sind angeblich Opfer eines Steuerbetruges in Spanien geworden. Dies berichtet "El Mundo" am Montag.
Beide hatten 2011/12 beim Rekordmeister Real Madrid unter Vertrag gestanden.
Eine Steuerinspektorin soll insgesamt 40 Top-Fußballern einen Gesamtbetrag von 6,5 Millionen Euro vorenthalten haben. Es ging augenscheinlich um eine Steuerrückzahlung durch den spanischen Fiskus, die den Spielern zugestanden wurde.
Die Steuerinspektorin soll die Gelder nicht an die Fußballer zurückgezahlt, sondern an eine private Firma (Lapver SA) überwiesen haben.
In Unkenntnis der ihnen zustehenden Steuererstattung war der Betrug lange Zeit nicht entdeckt worden.
Sahin und Altintop verließen beide Real trotz langfristiger Verträge beim spanischen Rekordmeister im Sommer 2012. Das Duo hatte sich bei den Königlichen nicht durchsetzen können.
Görges profitiert von Aufgabe und erreicht Achtelfinale
Wimbledon-Halbfinalistin Julia Görges hat beim WTA-Turnier in Peking nach hartem Kampf das Achtelfinale erreicht. Die 29-Jährige profitierte in einem extrem engen Match von der Aufgabe ihrer Gegnerin Lesia Zurenko aus der Ukraine.
Die US-Open-Viertelfinalistin brach die Partie beim Stand von 6:4, 4:6, 2:2 aus Sicht von Görges nach 2:28 Stunden Spielzeit verletzt ab. Allein der zweite Satz dauerte 64 Minuten.
Neben Görges sind in der chinesischen Hauptstadt noch zwei weitere Deutsche im Feld. Die an Position drei gesetzte Wimbledonsiegerin Angelique Kerber trifft morgen in ihrer Zweitrundenpartie auf die Spanierin Carla Suarez Navarro. Laura Siegemund spielt gegen die Estin Anett Kontaveit. Andrea Petkovic war zum Auftakt an Zurenko gescheitert.
DFB verliert Spieler: Orban läuft künftig für Ungarn auf
Da hat der DFB einen potenziellen Spieler verloren: Der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler Willi Orban läuft künftig für Ungarn auf. Das bestätigten der ungarische Fußball-Verband und Orbans Arbeitgeber RB Leipzig.
Der 25 Jahre alte Innenverteidiger steht im Kader der Ungarn für die Auswärtsspiele in der Nations League am 12. Oktober in Griechenland und drei Tage später in Estland.
Weil er noch keine A-Länderspiele für Deutschland bestritten hat und im Besitz einer doppelten Staatsbürgerschaft ist, kann Orban künftig für das Land seines Vaters auflaufen.
Orban absolvierte zwei Spiele für das deutsche U21-Auswahlteam, hoffte in den vergangenen Jahren aber vergeblich auf eine Einladung von Bundestrainer Joachim Löw für die A-Mannschaft.
"Übrigens: Ich bin jetzt auch Nationalspieler - für Ungarn", sagte Orban in einem Twitter-Video des Klubs. Seine erste Wahl war aber Deutschland, das hatte er in der Vergangenheit betont: "Die Nationalmannschaft ist ein großes Ziel für jeden Sportler und wäre eine Riesenanerkennung. Und wenn die Einladung kommen sollte, würde ich sie nicht ablehnen."
Formel 1 diskutiert neues Qualifikationsformat
Alles neu macht die Saison 2019? Die Formel 1 prüft ein neues Qualifikationsformat. Zur Diskussion steht ein zusätzlicher vierter Durchgang bei der Startplatz-Jagd am Samstag, wie das Fachmagazin "Autosport" berichtet.
In den vorherigen drei Abschnitten sollen demnach jeweils vier Piloten ausscheiden, ehe die verbleibenden acht Fahrer um die Pole Position kämpfen. Dies soll die Herausforderung auch für die Top-Teams steigern und die Chancen auf unerwartete Ergebnisse erhöhen.
Die Durchgänge sollen kürzer als bisher sein, auch die Pausen dazwischen würden verringert.
"Ich denke, das ist eine ziemlich gute Idee, aber es ist nicht meine Entscheidung", wird Renndirektor Charlie Whiting zitiert.
Derzeit gibt es vor jedem Grand Prix jeweils drei Qualifikationsabschnitte, in den ersten beiden scheiden je fünf Fahrer aus.
Schröder überzeugt beim neuen NBA-Klub
Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder hat bei seinem neuen NBA-Club Oklahoma City Thunder bereits nach kurzer Zeit viel Eindruck hinterlassen. "Er ist sehr schlau, sehr geschickt, sehr schnell", sagte Mitspieler Patrick Patterson.
Erstmals trat der 25 Jahre alte Schröder am Sonntag in einem teaminternen Testspiel öffentlich im Trikot der Thunder auf. Seine Mannschaft führte der Point Guard am Ende eines Trainingscamps souverän an und sorgte in Abwesenheit des verletzten Superstars Russell Westbrook mit 22 Punkten, 8 Rebounds und 12 Assists für Aufsehen.
Schröder, der im Sommer nach fünf Jahren bei den Atlanta Hawks nach Oklahoma City gewechselt war, lobte nach der Begegnung seine Mitspieler um Allstar Paul George. "Paul macht es mir ganz leicht, das ist wunderbar. Ich spiele einfach den Ball zu ihm und er macht ihn rein", sagte der Aufbauspieler aus Braunschweig: "Wir haben einen sehr guten Job gemacht."
Schröder traf selbst alle seine sieben Würfe aus dem Feld und überzeugte mit Schnelligkeit und Übersicht. "Es gibt Situationen, in denen du denkst, er hat keinen Platz und manövriert sich dann trotzdem durch", sagte Patterson. Damit empfiehlt sich Schröder vor dem ersten Saisonspiel am 16. Oktober bei Meister Golden State Warriors für die Startformation.
Rücktritts-Chaos bei Dynamo noch nicht bestätigt
Sind sie nun zurückgetreten oder nicht? Die SG Dynamo Dresden hat am Vormittag den angeblichen Rücktritt des gesamten Präsidiums noch nicht bestätigt. Doch selbst ohne das dreiköpfige Präsidium bliebe der Verein handlungsfähig.
Das Gremium erfüllt bei Dynamo der Vereinssatzung zufolge vordergründig repräsentative Aufgaben in der Öffentlichkeit.
Am Sonntagabend hatten Medien übereinstimmend berichtet, dass Präsident Andreas Ritter, die Vizepräsidenten Michael Winkler und Diana Schantin ebenso wie der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende André Gasch, der Ehrenratsvorsitzende Klemens Rasel und der Stellvertretende Ehrenratsvorsitzende Michael Walter mit sofortiger Wirkung ihre Ämter bei dem sächsischen Traditionsverein niedergelegt hätten.
Dabei beriefen sich MDR und "Bild" auf ein gemeinsames Schreiben der Präsidiumsmitglieder, die Grabenkämpfe als Grund für ihre Entscheidung nannten, "die den Frieden in unserer Sportgemeinschaft ernsthaft bedrohen". Diese Zustände seien "von Lügen, Diffamierungen und persönlichen Anfeindungen" getragen.
Hintergrund sollen interne Machtkämpfe um die beiden Geschäftsführer Ralf Minge, der den sportlichen Bereich verantwortet, und Michael Born, zuständig für die kaufmännischen Belange, sein.
Update, 13:11 Uhr: Jetzt hat der Klub den Rücktritt bestätigt. Man werde die schwierige Situation aber als Herausforderung begreifen und gemeinsam bewältigen, versichte der Aufsichtsratsvorsitzende Jens Heinig.
Tennisprofi Gojowczyk scheitert in Peking schon zum Auftakt
Peter Gojowczyk aus München ist beim ATP-Turnier in Peking in der ersten Runde gescheitert. Der 29-Jährige unterlag dem an Position fünf gesetzten Briten Kyle Edmund 6:3, 1:6, 2:6. Es war bereits die zehnte Auftaktniederlage für den Weltranglisten-70. in diesem Jahr.
Damit sind in der chinesischen Hauptstadt aus deutscher Sicht nur noch der Weltranglistenfünfte Alexander Zverev sowie sein älterer Bruder Mischa Zverev (beide Hamburg) am Start. Der an Position zwei gesetzte Alexander Zverev trifft zum Auftakt auf den Spanier Robero Bautista Agut. Mischa Zverev bekommt es mit Filip Krajinovic aus Serbien zu tun.
Videobeweis: "Bayern-Konkurrenz erstarrt nicht mehr in Ehrfurcht"
Bei den Hannoveranern herrscht Verunsicherung, Lucien Favre bändigt den Dortmunder Hühnerhaufen und in Bayern schrillen die Alarmglocken: "11 Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster analysiert den vierten Spieltag der Fußball-Bundesliga.
Maradona: Messi sollte aus Nationalmannschaft zurücktreten
Diego Maradona neigt ja zu krassen Aktionen. Mit seiner neuesten Aussage dürfte er einige Landsmänner und -frauen auf die Palme bringen. Er hat nämlich seinem legitimen Nachfolger Lionel Messi den Rücktritt aus der Nationalmannschaft nahegelegt.
Der 31-Jährige werde in seiner Heimat unfair bewertet, sagte Maradona der argentinischen Tageszeitung "Clarin", das habe sich auch nach dem WM-Aus in Russland gezeigt. "Ich würde ihm empfehlen: Geh nicht mehr hin", so der 57-Jährige: "Er trägt nicht die Schuld daran, dass wir nicht Weltmeister sind."
Im argentinischen Fußball sei aber "alles immer Messis Schuld, selbst wenn die U15-Auswahl ein Spiel verliert", sagte Maradona: "Es ist Zeit, ihn in Ruhe zu lassen und zu sehen, ob die Mannschaft damit umgehen kann."
Messi hat nach Argentiniens Achtelfinal-Aus bei der WM in Absprache mit Interimstrainer Lionel Scaloni noch nicht wieder für sein Heimatland gespielt, dies soll bis zum Ende des Jahres so bleiben.
HSV-Idol Schulz plant direkten Wiederaufstieg ein
HSV-Idol Willi Schulz ist optimistisch, dass dem Hamburger SV der sofortige Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga gelingt. "Der einfachste Weg ist, wenn man direkt wieder aufsteigt. Beim HSV weiß man das, daher ist die Chance gut", sagte der Ex-Nationalspieler.
"Die Spieler bringen ja auch noch was aus der 1. Liga mit. Deshalb bin ich zuversichtlich", ergänzte Schulz, der am Donnerstag seinen 80. Geburtstag feiert.
Nach acht Spieltagen ist der HSV zwar in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga platziert, hat aber nach dem 0:0 vom Sonntag gegen den FC St. Pauli schon fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter 1. FC Köln.
Seinen Ehrentag wird Schulz in aller Ruhe und weit entfernt von seiner Wahl-Heimat begehen. "Bei runden Geburtstagen sind wir meist auf Reisen", berichtete Schulz. Diesmal wird in der Nähe von Dublin gefeiert. "Im Familienkreis. Mein Sohn ist mit einer Irin verheiratet", erklärte Schulz und fügte scherzend hinzu: "Ich kann ja nicht einen ganzen Omnibus mit Leuten nach Irland einladen."
NFL: Patriots zurück in Erfolgsspur, St. Brown nicht im Kader
Die New England Patriots haben sich in der US-Footballliga NFL mit einer starken Vorstellung zurückgemeldet. Angeführt von Star-Quarterback Tom Brady gewannen die Patriots 38:7 gegen die Miami Dolphins und beendeten ihre kleine Negativserie mit zwei Niederlagen.
Brady warf drei Touchdownpässe, zudem trug Runningback James White den Ball zweimal in die Endzone. Für die Dolphins war es die erste Saisonniederlage.
Der deutsche Linebacker Mark Nzeocha kassierte mit den San Francisco 49ers die dritte Niederlage im vierten Spiel. Bei den Los Angeles Chargers verlor das Team mit 27:29. Für die 49ers war es das erste Spiel nach dem Kreuzbandriss von Star-Quarterback Jimmy Garoppolo, sein Vertreter C.J. Beathard warf zwei Touchdownpässe bei zwei Interceptions.
Die Green Bay Packers, Team des deutschen Wide Receivers Equanimeous St. Brown, siegten mühelos 22:0 gegen die Buffalo Bills. St. Brown stand dabei im Kader des Teams aus dem US-Bundesstaat Wisconsin, kam jedoch nicht zum Einsatz. Sein einziger Auftritt bleibt damit vorerst das Debüt am ersten Spieltag.
Titelverteidiger Philadelphia Eagles kassierte unterdessen die zweite Saisonniederlage. Bei den Tennessee Titans verlor der Super-Bowl-Sieger mit 23:26 nach Verlängerung.
Volleyballerinnen schmettern Argentinien nieder
Erfolg in Japan: Die deutschen Volleyballerinnen haben bei der Weltmeisterschaft ihren zweiten klaren Sieg eingefahren. Die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski setzte sich in ihrem dritten Spiel in der Gruppe A in Yokohama mit 3:0 (25:21, 34:32, 25:18) gegen Argentinien durch.
Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes hielt gegen das bislang punktlose Schlusslicht aus Südamerika an seiner bewährten Startformation fest und kam gut ins Spiel. Im zweiten Durchgang wurde es jedoch eng. Erst den siebten Satzball konnten Topscorerin Louisa Lippmann, die diesmal auf 23 Punkte kam, und ihre Teamkolleginnen verwandeln. Danach dominierten die "Schmetterlinge" den dritten Durchgang klar.
Zum WM-Auftakt hatte das DVV-Team unglücklich mit 1:3 gegen den EM-Zweiten Niederlande verloren. Danach folgte ein 3:0 gegen Kamerun. Nächster Gegner ist am Mittwoch (9.10 Uhr MESZ) Mexiko.
Zieler-Trost und Union-Auswärtskick - das wird wichtig
Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!
Das war doch mal ein interessantes Fußball-Wochenende. Und für alle Nicht-Bayern-Fans ein durchaus erfreuliches. Die Lehren aus dem 6. Bundesliga-Spieltag können Sie hier bereits nachlesen.
Und heute so?
"Collinas Erben" trösten Stuttgarts Torhüter Ron-Robert Zieler.
In der 2. Liga beschließt die Partie FC Ingolstadt gegen den 1. FC Union Berlin den 8. Spieltag (ab 20.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de).
In der 3. Liga spielt noch 1860 München gegen die Würzburger Kickers (19 Uhr).
Surfen: Der Weltcup vor Sylt läuft - mit dem Deutschen Philipp Köster.
Tennis: Beim ATP-Turnier in Peking muss Peter Gojowczyk gegen Kyle Edmund bestehen, Julia Görges spielt am gleichen Ort in der WTA-Serie gegen Lesia Zurenko.
Außerdem werfen wir einen Blick zurück auf die Formel 1.
Mein Name ist Anja Rau, ich begleite Sie durch den Sport-Tag. Auf die Plätze, fertig, los!
Kovac: Bayern-Sieg gegen Ajax wäre Befreiung
Und plötzlich wird die Champions League zur Bewährungsprobe: Bayern Münchens Trainer Niko Kovac hofft im Duell mit Ajax Amsterdam auf einen Schub für seine Mannschaft.
"Es ist ein wichtiges Spiel gegen Ajax, wir könnten mit einem Sieg sehr viel befreiter in die nächsten vier Spiele gehen", sagte Kovac dem Bayerischen Rundfunk mit Blick auf die Begegnung am Dienstag (21 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) und die gesamte Gruppenphase in der Königsklasse.
Die Situation in der Bundesliga nach zuletzt zwei Spielen mit nur einem Punkt wollte der 46-Jährige nicht mit der Champions League vergleichen. "Man muss differenzieren, das eine hat nicht direkt mit dem anderen zu tun", sagte Kovac, der nach der Niederlage bei Hertha BSC (0:2) und dem Remis gegen den FC Augsburg (1:1) ohnehin eine andere Betrachtungsweise wählt: "Man kann auch sagen, wir haben von neun Spielen sieben gewonnen."
Nach dem Duell mit Ajax hofft der Kroate noch auf einen Erfolg in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach vor der nächsten Ligaunterbrechung. "Dann ist wieder eine kurze Pause, dann können die, die da sind, wieder Kräfte sammeln", sagte er.