Trotz gehaltenem Elfmeter: Eintracht-Frauen stecken fest im Tief
Die Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt warten weiter auf ihren nächsten Sieg. In einem intensiven Duell bei Aufsteiger Union Berlin kamen die Hessinnen nicht über ein 2:2 hinaus. Kapitänin Laura Freigang (13. Minute) und Remina Chiba (76.) sorgten vor mehr als 7000 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei für die Tore aus Sicht der Gäste. Samantha Steuerwald (71.) und Jenny Hipp (89.), die nach einem von Lina Altenburg gehaltenen Handelfmeter per Nachschuss den Ball versenkte, erzielten jeweils Ausgleich. Zuvor hatte Eileen Campbell bei einem weiteren Strafstoß für Union nur den Pfosten getroffen (52.).
Die Eintracht rückt nach dieser erneuten Enttäuschung nach den beiden deutlichen Niederlagen gegen den FC Bayern München und beim 1. FC Nürnberg immerhin auf den sechsten Platz vor, Union bleibt Elfter. Die Hessinnen müssen sich erneut vorwerfen lassen, zu viele Chancen vergeben zu haben. Von der Statistik her gestaltete sich die Partie zwar ausgeglichen, doch das am Ende schwer enttäuschte Team von Trainer Niko Arnautis hatte mehr Möglichkeiten.
"Schon cool": Bundesliga-Rekordhalter in Fußball-Rente ist stolz auf sich
Nils Petersen ist stolz darauf, Rekord-Joker der Fußball-Bundesliga zu sein. "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das interessiert mich nicht", erklärte der ehemalige Profi des SC Freiburg. Petersen, der seine Karriere vor zweieinhalb Jahren beendete, schoss im deutschen Oberhaus 34 Tore als Einwechselspieler und damit so viele wie kein anderer. "Wenn man in diesem Big Business Bundesliga so ein Alleinstellungsmerkmal hat, das ist schon cool", sagte der 37-Jährige.
Dass er in Freiburg, wo er von 2025 bis 2023 spielte, überwiegend als Joker eingesetzt wurde, habe sich über die Jahre "peu à peu entwickelt", blickte Petersen zurück. "Dann hatte ich die Rolle so sehr inne, dass ich sie gefühlt noch ein Jahrzehnt ausgefüllt habe. Am Ende waren es wahrscheinlich nur vier oder fünf Jahre."
BVB zu harmoniebedürftig? Sammer gibt Weg im Poker vor
Im Vertragspoker des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund mit Nico Schlotterbeck hat Klub-Berater Matthias Sammer dem BVB eine baldige Entscheidung empfohlen. Er wisse, dass der Verein harmoniebedürftig sei und dem Verteidiger Zeit geben wolle. "Das könnt ihr tun, ich würde das aber nicht. Ich würde manchmal Deadlines setzen", sagte Sammer bei Sky.
Schlotterbeck hat in Dortmund noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027. Der BVB will mit dem Nationalspieler unbedingt verlängern, bislang gibt es aber noch keine Einigung. Schlotterbeck wird auch mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht.
Dieser Klub läuft Bundesligisten bei Werben um Füllkrug den Rang ab
Der deutsche Fußball-Nationalspieler Niclas Füllkrug wird vom neunmaligen Europapokal-Sieger AC Mailand umworben. Das berichten italienische Medien übereinstimmend. Der 32 Jahre alte Stürmer möchte seinen englischen Klub West Ham United noch in diesem Winter verlassen. Auch der VfL Wolfsburg würde ihn gern in die Bundesliga zurückholen. Doch italienische Quellen berichten, dass Füllkrug mit den Mailändern bereits eine persönliche Einigung über einen Vertrag bis zum Saisonende erzielt habe. Verhandelt werde jetzt vor allem noch mit West Ham über ein Leihgeschäft für zunächst ein halbes Jahr.
Füllkrug wechselte nach der EM 2024 für knapp 30 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach London. Verletzungsprobleme und bereits zwei Trainerwechsel bei West Ham verhinderten bislang seinen Durchbruch in der Premier League. Der 24-malige Nationalspieler strebt auch deshalb einen Wechsel an, um seine WM-Chancen zu erhöhen.
Große Ehre für Vincent Kompany
Große Ehre für Coach Vincent Kompany vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München. Der 39-Jährige ist in seiner Heimat mit der "Trofee Raymond Goethals" für Belgiens Trainer des Jahres ausgezeichnet worden. Kompany setzte sich vor Nicky Hayen, dem ehemaligen Trainer von Club Brügge, und Sébastien Pocognoli (ehemals Union Saint-Gilloise, jetzt AS Monaco) durch.
Weil er in der Bundesliga mit den Bayern gegen den FSV Mainz 05 (2:2) gefordert war, konnte Kompany nicht zur Preisverleihung reisen. Stattdessen nahm sein Vater Pierre die Ehre entgegen. "Vincent denkt nicht daran, sich auszuruhen", sagte er. Kompany war von den Münchnern vor der vergangenen Saison als vermeintliche Notlösung unter Vertrag genommen worden und hatte auf Anhieb die deutsche Meisterschaft gewonnen. In der laufenden Spielzeit ist er mit seiner Mannschaft in allen drei Wettbewerben noch im Titelrennen, die Bundesliga führen die Bayern trotz des Patzers gegen Mainz souverän an.
Darts-"Grinch" klaut sich den Sieg - und fordert Deutschen
Der zweimalige Darts-Weltmeister Peter Wright hat einen Auftritt als Weihnachtsdieb "Grinch" hingelegt und sportlich einen guten Start bei der WM in London geschafft. Nach seinem klaren 3:0 über die Niederländerin Noa-Lynn van Leuven bekommt es der 55 Jahre alte Schotte in Runde zwei mit dem deutschen Debütanten Arno Merk zu tun.
Merk hatte am vergangenen Donnerstag das Eröffnungsspiel mit 3:1 gegen den Belgier Kim Huybrechts gewonnen und so für einen erfolgreichen deutschen Auftakt im Alexandra Palace gesorgt. Über ein mögliches Match gegen Wright hatte Merk vor Turnierbeginn gesagt: "Das wäre etwas super Besonderes. Ein tolleres Spiel kann man nicht haben." Die Partie steigt am 23. Dezember.
Spanischer Weltmeister-Trainer heuert in Bundesliga an
Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf hat einen Nachfolger für Trainer Christian Prokop gefunden. Wie der Verein mitteilte, übernimmt Juan Carlos Pastor das Amt zur Saison 2026/27. Der 57 Jahre alte Spanier erhält in Hannover einen Zwei-Jahres-Vertrag. Pastor hat in seiner langjährigen Trainerkarriere die spanische Männer-Nationalmannschaft zwischen 2005 und 2008 unter anderem zu WM-Gold, EM-Silber und Olympia-Bronze geführt. Zuletzt war er als Nationaltrainer der ägyptischen Auswahl tätig, mit der er 2024 den Afrika Cup gewann und bei den Olympischen Spielen in Paris sowie der darauffolgenden WM einen fünften Platz belegte. Auf Vereinsebene hat er nach seiner Zeit bei BM Valladolid mit dem ungarischen Spitzenverein Pick Szeged (2013 bis 2023) unter anderem drei Meisterschaften und den EHF-Pokal gefeiert.
Pastor wisse, "wie man Teams aus einer Verfolgerrolle weiterentwickelt und Spieler bis in die Weltklasse fördert", sagte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen. Pastor selbst sieht in Hannover "ein Team mit großem Potenzial, engagierten Spielern und einer Fangemeinde, die Handball mit besonderer Leidenschaft lebt". Bei den Recken tritt er die Nachfolge des ehemaligen Bundestrainers Prokop an, mit dem sich der Verein einvernehmlich auf ein Ende der Zusammenarbeit nach Ablauf der Saison geeinigt hatte.
Neuer Preisgeld-Rekord gefällt Darts-Superstar gar nicht
Michael van Gerwen weiß, was es bedeutet, die PDC-Weltmeisterschaft zu gewinnen, 2014, 2017 und 2019 gelang dem Niederländer dies. Doch die neue Preisgeld-Verteilung, die die PDC jüngst einführte, schmeckt dem Darts-Superstar ganz und gar nicht. Der Sieger der laufenden WM erhält eine Rekord-Summe von einer Million Pfund. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es "nur" 500.000 Pfund. Der unterlegene Finalist erhält dieses Mal 400.000 Pfund (250.000 Pfund im Vorjahr).
Laut van Gerwen ein Unding. "Die Verteilung finde ich nicht so fair. Ich finde, dass die Platzierung nach dem Sieger nie weniger als die Hälfte sein kann. Die PDC prahlt nur mit der Siegprämie." Der 36-Jährige weiter: "Das Problem ist später, dass der Weltmeister sagen kann, dass er an fast keinem anderen Turnier mehr teilnehmen muss. Wer auch immer das ist." Van Gerwen hat auch einen Vorschlag parat, wie er das System verbessern würde: "Um die Weltmeisterschaft zu gewinnen, musst du bestimmt 500 Pro Tours gewinnen. Dafür brauchst du 20 Jahre", fügte er bei "Bild" an und schlug vor: "Ich würde ein Punktesystem einführen. So wie beim Tennis. Wimbledon zählt da auch nicht mehr als andere Major-Turniere."
Mislintat rasiert bei Fortuna, einem aber gibt er eine Jobgarantie
Der neue Sportvorstand Sven Mislintat hat Markus Anfang eine Jobgarantie als Trainer des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausgestellt - zumindest für die kommende Partie. "Grundsätzlich ist wichtig, dass es absolut klar ist, dass er am Wochenende auf der Bank sitzt", sagte Mislintat bei seiner fast 45-minütigen Vorstellung in Düsseldorf. Damit bekommt Anfang mindestens noch das Heimspiel gegen Abstiegskonkurrent SpVgg Greuther Fürth am Samstag (13 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker).
"Für alles andere lassen Sie mir ein bisschen Zeit", sagte Mislintat. Er habe noch nicht zur Mannschaft sprechen wollen, bevor sich sein Vorgänger Klaus Allofs und der am Vormittag entlassene Sportdirektor Christian Weber vom Team verabschiedet haben. Ein langfristiges Bekenntnis zu Trainer Anfang, der erst am 6. Oktober Daniel Thioune beerbt hatte, vermied Mislintat folgerichtig. Er wolle mit Anfang nun aber etwas entwickeln, "für dieses Spiel und gegebenenfalls auch darüber hinaus". Es sei "absolut legitim, dass wir jetzt erstmal ins Sprechen kommen und tief in die Analyse gehen, um zu gucken, wie wir die Dinge lösen können", erklärte Mislintat.
In jedem Rennen eine Medaille: Walter überragt im Para-Biathlon
Fünfmal Gold, einmal Bronze: Biathlon-Paralympicssiegerin Leonie Walter hat ihren Traumstart in die Weltcup-Saison eindrucksvoll fortgesetzt. Nach drei Siegen zum Auftakt im Skilanglauf verbuchte die 21-Jährige noch zweimal Gold und einmal Bronze bei den Biathlon-Wettbewerben im kanadischen Canmore - und gewann damit in jedem ihrer Rennen eine Medaille. Walter siegte im Sprint und in der Sprint-Verfolgung bei den Frauen mit Sehbehinderung. Im abschließenden Einzelrennen über 12,5 Kilometer wurde sie Dritte. "Dass es läuferisch hier so gut klappt, hätte ich nicht gedacht. Aber ich fühle mich in Canmore richtig wohl", sagte Walter, die 2022 Peking Gold gewonnen hatte. Der Sieg ging an ihre Landsfrau und Para-Sportlerin des Jahres Johanna Recktenwald, die die Langlauf-Wettkämpfe noch krank verpasst hatte.
Bei den Männern mit Sehbehinderung ist Lennart Volkert der deutsche Mann der Stunde. In der Sprint-Verfolgung holte er Bronze, das Einzelrennen gewann er. Bei den Frauen in der sitzenden Konkurrenz gab es einen Dreifach-Erfolg von Kendall Gretsch aus den USA. Anja Wicker (MTV Stuttgart) wurde zweimal Dritte und einmal Vierte.
DFB gibt Sperre für Bellingham bekannt
Jobe Bellingham ist nach seinem Platzverweis beim SC Freiburg für zwei Spiele gesperrt worden. Der 20-Jährige fehlt Borussia Dortmund damit sowohl an diesem Freitag im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach als auch zu Beginn des Jahres am 9. Januar bei Eintracht Frankfurt. Bellingham hatte am Sonntag beim 1:1 in Freiburg in der 53. Minute die Rote Karte wegen einer Notbremse gesehen. Gregor Kobel fühlte nach der Partie mit Bellingham. "Es tut mir leid für ihn", sagte Dortmunds Keeper über die Rote Karte seines Mitspielers. Ohne dass er groß etwas dafür gekonnt hätte, war der Sommer-Zugang zur tragischen Figur geworden. Der Platzverweis des Engländers war ein "Gamechanger", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl. Kobel nahm ihn auf seine Kappe - und dennoch passte er zu Bellinghams insgesamt unglücklicher Situation in Dortmund.
Bislang kommt der Mittelfeldmann nicht richtig in Fahrt. In Freiburg bestritt er erst sein fünftes Liga-Spiel von Beginn an. Und nun ist er erst mal wieder raus - auch beim brisanten Borussen-Duell mit Mönchengladbach am Freitag.
Box-Ausraster schockiert im Ally Pally
Der schottische Darts-Profi Cameron Menzies hat nach seiner Niederlage bei der Weltmeisterschaft in London die Nerven verloren. Nach dem knappen 2:3 gegen den Engländer Charlie Manby ging Menzies zu seinem eigenen Tisch und schlug in der Manier eines Boxers dreimal mit der Faust von unten wuchtig dagegen. Die Wasserflasche und weitere Utensilien fielen vom Tisch. Menzies wurde daraufhin von Schiedsrichter Kirk Bevins ermahnt und mit lauten Buhrufen der Zuschauer im Alexandra Palace von der Bühne verabschiedet. "Ach Du meine Güte, der haut den Tisch kaputt", sagte Kommentator Adrian Geiler in der Live-Übertragung von DAZN.
Der Profi hatte sich zuvor über sich selbst geärgert. Beim Stand von 2:2-Sätzen und 1:2-Legs verrechnete sich Menzies und vergab den möglichen Ausgleich, wenige Sekunden später war er ausgeschieden. Der 36-Jährige, ehemaliger Lebensgefährte von Darts-Spielerin Fallon Sherrock, war als leichter Favorit in die Partie gegangen.
Blut geleckt beim Praktikum: Lisa Müller tritt in Partei ein
Dressurreiterin Lisa Müller ist in die CSU eingetreten. "Die CSU ist meine politische Heimat", sagte sie dem Radiosender Antenne Bayern. Erst vor Kurzem hatte die 36-Jährige, die mit Fußball-Star Thomas Müller verheiratet ist, ein Praktikum bei der Präsidentin des bayerischen Landtags, Ilse Aigner absolviert. "Mir hat das Praktikum dort sehr gut gefallen und ich konnte viele spannende Eindrücke und Erfahrungen gewinnen. Das alles hat mich in meiner Entscheidung bestärkt", sagte Müller dem Radiosender.
Landtagspräsidentin Aigner freut sich über Müllers Parteieintritt bei den Christsozialen. "Lisa Müller ist eine interessierte und intelligente Frau, die auch noch einen landwirtschaftlichen Betrieb - ihr Gestüt - leitet", sagte die CSU-Politikerin Antenne Bayern. Ein Amt oder ein Mandat strebe Müller ach eigenen Angaben vorerst nicht an, berichtet der Sender. Lisa Müller ist seit 2009 mit dem früheren Nationalspieler Thomas Müller verheiratet. Während der seine Fußball-Karriere nun in Kanada auslaufen lässt, wo er gerade seinen Vertrag in Vancouver um ein weiteres Jahr verlängert hat, blieb seine Frau in Bayern.
Bundesliga-Star muss um die EM fürchten
Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf muss "vorerst" auf Nationalspieler Justus Fischer verzichten. Wie die Recken mitteilten, erlitt der 22-Jährige einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel und steht dem Team "im Jahresendspurt" nicht zur Verfügung. Für den Kreisläufer kommt die Verletzung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Am Mittwoch gibt Bundestrainer Alfred Gislason in Dortmund das Aufgebot für die EM in Dänemark, Schweden und Norwegen (15. Januar bis 1. Februar) bekannt. Fischer gehörte bereits zum erweiterten 35-köpfigen Kader, den Gislason Anfang Dezember an den europäischen Verband übermittelt hatte. Formal wird erst am 14. Januar (und damit einen Tag vor Turnierbeginn) beim sogenannten "Technical Meeting" im Vorrunden-Spielort Herning festgelegt, mit welchen Männern es tatsächlich ins Turnier geht.
Fischer hatte sich beim 38:28 gegen die HSG Wetzlar verletzt und den 28:22-Erfolg gegen den TVB Stuttgart bereits verpasst. Für die beiden abschließenden Partien des Jahres gegen den THW Kiel (20. Dezember) und gegen GWD Minden (27. Dezember) fehlt er sicher.
Zidane kommt seinem Traumjob einen großen Schritt näher
Er ist der große Favorit, nun soll Zinedine Zidane einem neuen Job einen großen Schritt näher gekommen sein. Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano haben sich der Franzose und der französische Fußballverband mündlich auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Er soll auf Didier Deschamps folgen, der nach derm WM 2026 abtritt. Seit Deschamps Ankündigung, sich zurückzuziehen, wird Zidane als Favorit gehandelt. "Ich bin mir sicher, dass ich wieder als Trainer arbeiten werde", erklärte Zidane kürzlicuh während einer Veranstaltung der italienischen Sportzeitung "La Gazzetta dello Sport": "In Zukunft, und ich sage nicht, dass es jetzt passieren wird, möchte ich eines Tages die französische Nationalmannschaft trainieren. Wir werden sehen."
In den vergangenen Wochen kursierte Zidanes Name zudem vor allem rund um seinen Ex-Klub Real Madrid. Bei den Königlichen verbrachte er seine bislang einzige Zeit als Trainer (2016 bis 2018 und 2019 bis 2021), angesichts der Krise um Xabi Alonso wurde er sogleich als dessen Nachfolger gehandelt.
Ter Stegen könnte tatsächlich mal wieder Fußball spielen
Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen darf auf seinen ersten Einsatz für den FC Barcelona seit fast sieben Monaten hoffen. Stammkeeper Joan García werde morgen im Pokalspiel bei Drittligist CD Guadalajara eine Pause erhalten, sagte Trainer Hansi Flick. Wer zwischen den Pfosten steht, ließ er aber offen. "Joan wird geschont. Ich habe aber noch keine Entscheidung über die Startelf getroffen - auch nicht über den Torhüter", sagte Flick. Auch der US-Amerikaner Diego Kochen darf sich Chancen ausrechnen. Erst am Freitag hatte Flick unterstrichen, dass García langfristig die Nummer eins bleiben werde.
Seine bislang letzte Partie hatte ter Stegen für Deutschland im Spiel um Platz drei der Nations League gegen Frankreich am 8. Juni bestritten. Bei Barcelona hatte er gut zwei Wochen zuvor am vorletzten Liga-Spieltag gegen den FC Villarreal zum vorerst letzten Mal zwischen den Pfosten gestanden. Im Hinblick auf ter Stegens Ambitionen, bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko im deutschen Tor zu stehen, scheint ein Vereinswechsel im Winter nahezu unausweichlich. Laut Bundestrainer Julian Nagelsmann sind regelmäßige Einsätze die Grundvoraussetzung für eine Nominierung.
Früher Star beim FC Bayern: Deutscher Wandervogel fliegt in Belgien raus
Thorsten Fink ist seinen Job als Trainer des viermaligen belgischen Fußballmeisters KRC Genk los. Am Sonntagabend war Genk nicht über ein 1:1 gegen KVC Westerlo hinausgekommen. Der Ausgleich für Genk fiel dabei erst in der dritten Minute der Nachspielzeit. In der Liga rangiert der Verein auf Platz sieben. In der Europa League befindet sich der Klub nach sechs Spieltagen auf Playoff-Kurs. Fink hatte den Posten im Sommer des vergangenen Jahres übernommen.
"Die Vereinsführung ist der Ansicht, dass der Klub angesichts der wechselhaften Ergebnisse und des durchwachsenen spielerischen Niveaus der vergangenen Zeit nicht mehr auf dem richtigen Weg zum Erfolg ist", ließ der Verein wissen: "KRC Genk macht sich nun auf die Suche nach einem neuen Cheftrainer, der am besten geeignet ist, die sportlichen Ziele zu erreichen." Bis dahin leiten die bisherigen Assistenten Domenico Olivieri und Michel Ribeiro das Training. Der 58 Jahre alte Fink, der in der Bundesliga für den Karlsruher SC und Bayern München spielte, hat bereits zahlreiche Trainerstationen hinter sich. So war Fink unter anderem in Ingolstadt, Basel, Hamburg, Nikosia, Wien, Zürich, Kobe, Riga und Dubai aktiv.
Österreich verkauft "Wir schaffen das"-Moment als Duft
Ein Rasen als Duft? Ja, bist du deppert! Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft beschenkt sich und ihre Fans zur historischen WM-Teilnahme 2026 mit einem ganz besonderen Geruchsgenuss. "Kein Fake", teilte der Verband (ÖFB) mit, der Raumduft mit dem passenden Namen "A gmahde Wiesn" sei "tatsächlich aus den Originalrasen der WM-Qualifikationsspiele extrahiert" worden. Die Rede ist deshalb von einem Spray, "das nach Fußballgeschichte riecht".
Die jeweils 100 Milliliter fassenden Fläschchen kosten in Anlehnung an das Gründungsjahr des ÖFB 19,04 Euro, die erste Auflage von nur 100 Stück war Medien zufolge binnen Stunden vergriffen. Deshalb wurden jetzt 500 weitere geordert. Der Erlös kommt dem eigenen Fußballnachwuchs zugute. "Das hier ist nicht bloß ein Duft", schrieb der ÖFB in seinem Internet-Shop, "es ist die Essenz eines magischen 'Wir schaffen das'-Moments. Ein olfaktorischer Sprint über 90 Minuten purer Emotion." Entwickelt wurde das Produkt zusammen mit der Saint Charles Apotheke. Österreich hatte sich erstmals seit 1998 wieder für eine WM qualifiziert. Beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada trifft die Auswahl von Teamchef Ralf Rangnick in Gruppe J auf Titelverteidiger Argentinien, Algerien und Neuling Jordanien.
Mislintat rasiert schon vor dem offiziellen Amtsantritt
Offiziell ist Sven Mislintat noch nicht vorgestellt worden, der neue starke Mann bei Fortuna Düsseldorf hat aber schon eine erste gewichtige Entscheidung gefällt: Der neue Sportvorstand des Fußball-Zweitligisten hat Sportdirektor Christian Weber von seinen Aufgaben entbunden. Wie der Klub am Morgen mitteilte, soll mit der Entscheidung "ein Kurswechsel" erfolgen.
"Für die neuen Weichenstellungen im sportlichen Bereich war die Trennung eine logische Konsequenz", wird Mislintat, Nachfolger von Klaus Allofs, zitiert: "Die Position des Sportdirektors wird bis auf Weiteres nicht eins zu eins nachbesetzt." Die Düsseldorfer stehen nach 16 Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Von den neun Spielen unter Trainer Markus Anfang, der seit Mitte Oktober die Geschicke leitet, gewann die Fortuna lediglich eine Partie (ein Remis). Mislintat wird am Montagmittag (14.30 Uhr) offiziell vorgestellt.
Spanische Medien berichten von Kabinen-Kehrtwende bei Xabi Alonso
Befreiender Sieg, demonstrative Gesten: Ist Xabi Alonso in höchster Bedrängnis doch noch eine Stimmungsumkehr bei Real Madrid gelungen? Viele kleine Indizien deuten darauf hin. So berichten spanische Medien nach dem hart erkämpften 2:1-Erfolg der "Königlichen" bei Deportivo Alavés, dass der frühere Coach von Bayer Leverkusen die Kabine hinter sich weiß. "Die Spieler stehen voll und ganz hinter Xabi Alonso", schrieb die "AS": "Eine Einheit, die lange auf sich warten ließ, so lange, dass man sie zeitweise schon für verloren hielt." Aber jetzt sei sie da.
Auch die "Marca" wertete die kurze Umarmung von Topstar Vinícius Júnior nach dessen Auswechslung als "Botschaft an Xabi Alonso", wie die Sportzeitung schrieb. "Wir sitzen alle im selben Boot. Wir stehen in guten und schlechten Momenten zusammen", sagte Alonso selbst, der bei Real früh nach seinem Amtsantritt im Sommer in die Kritik geraten war: "Zusammenhalt ist grundlegend, nur so können wir durch die tägliche harte Arbeit die gewünschten Verbesserungen erzielen."
Alonso wird weiter strikt an Ergebnissen gemessen werden. In der Liga hat Real den Abstand auf Spitzenreiter FC Barcelona mit Coach Hansi Flick wieder auf vier Punkte verkürzt. Weiter geht es für Madrid am Mittwoch im Pokal bei Drittligist CF Talavera.
Nagelsmann findet Testspiel-Ersatz - Weg zur WM nun klar
Der gewünschte Ersatz ist gefunden, der Weg zur WM klar: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird zu Beginn des Turnierjahres gegen Ghana testen. Der viermalige Afrikameister springt am 30. März (20.45 Uhr) in Stuttgart für Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) ein. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt.
Der DFB hatte sich um einen Ersatz bemühen müssen, weil die Elfenbeinküste bei der WM-Auslosung am 5. Dezember als Gruppengegner der Auswahl von Julian Nagelsmann festgelegt worden war. Ghana wird vom früheren Bundesligaprofi Otto Addo trainiert und hatte sich ebenfalls für die WM qualifiziert. "Wir freuen uns sehr auf das Duell mit Ottos Mannschaft", sagte Nagelsmann und ergänzte: "Ihr starkes Umschaltspiel kann uns einen Vorgeschmack auf das WM-Gruppenduell mit der Elfenbeinküste geben."
Mit dem neuen Gegner steht der Fahrplan bis zum XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada 2026 (11. Juni bis 19. Juli). Drei Tage vorher ist die Schweiz in Basel der erste Gegner im WM-Jahr.
Woltemade wird nach Derby-Drama emotional
Derby-Drama um Nick Woltemade: Bei der 0:1-Pleite von Newcastle United in der Premier League beim großen Rivalen AFC Sunderland trifft der DFB-Star spielentscheidend ins eigene Tor - und meldet sich anschließend emotional zu Wort. "Derby-Tage sind immer etwas Besonderes. Dieser hier tut besonders weh", schrieb der 23-Jährige bei Instagram. Bei den Newcastle-Fans bedankte er sich zudem für die "positiven Worte".
In Sunderland hatte Woltemade kurz nach der Pause versucht, nach einer Flanke von Nordi Mukiele wenige Meter vor dem eigenen Tor per Kopf zu klären. Unbedrängt beförderte der ehemalige Stuttgarter und Bremer den Ball dabei ins eigene Netz. Auch sonst gelang Woltemade an einem Tag zum Vergessen nicht viel. Vor Sunderlands Tor blieb er ungefährlich. "Der eine große Moment läuft einfach gegen uns", sagte Trainer Eddie Howe nach dem Spiel. "Es war ein vollkommen bizarres Gegentor. Aber das passiert. Und danach waren wir nicht gut genug, sie wirklich herzuspielen."
Offiziell: Deutsche Skisprung-Legenden verlassen Weltcup-Team
Neben Andreas Wellinger wird auch Karl Geiger die Generalprobe für die Vierschanzentournee auslassen, um an seiner Form zu arbeiten. "Die zwei gehen raus", sagte Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher mit Blick auf das kommende Weltcup-Wochenende in Engelberg: "Und dann werden wir versuchen, die Leute für die Tournee in Form zu bringen."
Geiger hatte nach enttäuschenden Leistungen bereits das Wochenende in Klingenthal verpasst, eine Rückkehr schon in Engelberg ist nun vom Tisch. Der zweimalige Olympiasieger Wellinger hatte in Sachsen mit den Plätzen 40 und 57 (Wettkampf verpasst) enttäuscht. "Meine springerische Leistung ist einfach schlecht. Ich muss jetzt im Training etwas finden", sagte der Bayer.
In Engelberg wird somit erneut Luca Roth (25) eine Chance bekommen, der in Klingenthal die Ränge 45 und 43 belegt hatte. Wer den Platz von Wellinger erhält, ist noch offen. "Wir werden mit den Trainern abstimmen, wer noch ins Team dazukommt", so Horngacher.
Kein Abnehmer: Deutscher NHL-Star Reichel wird degradiert
Nach dem vorläufigen Aus bei den Vancouver Canucks geht es für den deutschen Eishockey-Nationalspieler Lukas Reichel im Farmteam weiter. Kein anderer Klub griff zu, nachdem der 23-Jährige am Samstag vom NHL-Team aus Kanada auf die Waiverliste gesetzt worden war. Damit wird Reichel vorerst in der American Hockey League (AHL) bei den Abbotsford Canucks spielen.
Reichel war im Oktober von den Chicago Blackhawks zu den Canucks gekommen und hatte dort seit seinem Transfer einen schwierigen Stand. Der Stürmer brachte es in 14 Spielen auf lediglich eine Vorlage. Zum bislang letzten Mal stand er am 28. November für die Canucks auf dem Eis. In Abbotsford kann sich Reichel nun für eine Rückkehr nach Vancouver empfehlen.
Deutschlands dramatisches WM-Finale im Highlight-Video
Im WM-Finale der Frauen im Handball wartet auf Co-Gastgeber Deutschland standesgemäß der haushohe Favorit aus Norwegen. Und doch darf die deutsche Handball-Gemeinde bis kurz vor Schluss von der großen Sensation träumen.
Bayern-Flirt kostet offenbar eine Mega-Ablöse
Schlechte Nachrichten für den FC Bayern? Dem Rekordmeister wird seit einiger Zeit Interesse an Lille-Juwel Ayyoub Bouaddi nachgesagt. Der 18-jährige Mittelfeldspieler soll beim Branchenprimus durchaus hoch im Kurs stehen. Zu einer unüberwindlichen Hürde könnte in möglichen Transfer-Gesprächen aber die Ablöse werden, die der französische Klub fordert. Diese liegt Berichten zufolge bei sage und schreibe 60 Millionen Euro. Ob sich die Münchner darauf einlassen würden, darf bezweifelt werden.
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Die sportlichen Schlagzeilen am Morgen
Thomas Müller schaut dem FC Bayern zu: "War sehr lustig"
Thomas Müller genoss bei der Rückkehr nach Bayern standesgemäß ein Brotzeitbrett - aber einen Sieg seines Herzensklubs bekam er an der Seite von Sportvorstand Max Eberl nicht zu sehen. "Wir haben vorher viel geflachst", berichtete Eberl von dem Besuch des langjährigen Publikumslieblings auf der Ehrentribüne. "Thomas ist einer, der redet viel. Ich bin im Spiel einer, der eher etwas ruhiger ist. Deswegen musste ich mich ein bisschen adaptieren an die Situation. Aber es war sehr lustig und sehr angenehm."
Weil die Saison in Nordamerika mit den Vancouver Whitecaps beendet ist, konnte Müller von ungewöhnlicher Position aus in der Allianz Arena zuschauen. An der Seite des langjährigen Vorstandschefs Karl-Heinz Rummenigge, an der sonst Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu sehen ist, erlebte die Klub-Ikone, wie seine früheren Teamkollegen so gerade noch die erste Saisonniederlage in der Bundesliga verhindern konnte.
Gegentor-Hagel in Bremen: Fans sorgen für seltene Szenen
Erst die bittere Pleite im Nordderby beim Hamburger SV, nun die heftige Klatsche zu Hause gegen den VfB Stuttgart: Werder Bremen kann von einer geruhsamen Adventszeit derzeit nur träumen. "Ganz klar ernüchternd" sei das Dargebotene gewesen, sagte Trainer Horst Steffen nach dem 0:4 (0:2) gegen die Schwaben am Sonntagabend, das die Bremer endgültig in eine kleine Krise katapultierte.
Zuvor hatte Steffen seine bedröppelt wirkende Mannschaft, die nun seit vier Spielen auf einen Sieg in der Liga wartet, noch auf dem Rasen des Weserstadions im Kreis versammelt. Von den Rängen gab es vereinzelte Pfiffe - ungewöhnlich im sonst so ruhigen Bremer Umfeld. "Wenn die Fans das Gefühl haben, sie müssten pfeifen, dann müssen wir uns das gefallen lassen", sagte Steffen diplomatisch. Ein 0:4 sei schließlich auch nicht "zum Applaudieren geeignet".
Niklas Stark schloss sich seinem Coach an: "Dass man sauer ist, kann ich verstehen, weil wir es auch sind", sagte der Verteidiger und schob nach: "Wir müssen das intern ganz klar besprechen - jeder muss wieder seinen Job zu 100 Prozent machen." Was dem erfahrenen Stark überhaupt nicht gefiel? Ausgerechnet an der Zweikampfhärte und teils auch an der kämpferischen Qualität ließ es Werder gegen den VfB vermissen. "Es ist offensichtlich, dass wir nicht richtig in die Zweikämpfe kommen. Wir müssen uns fragen, warum das so ist", sagte Stark.
Überraschung nach WM-Sensation: Bundestrainer lässt Zukunft offen
Trotz des größten Erfolgs der deutschen Handballerinnen seit 32 Jahren hat Bundestrainer Markus Gaugisch seine Zukunft über den Sommer hinaus offen gelassen. "Ich habe Bock auf Handball. Das ist das Wichtigste. Ich habe Lust, zu arbeiten mit einer Mannschaft. Wir werden uns zusammensetzen und schauen", sagte Gaugisch in Richtung DHB-Sportvorstand Ingo Meckes.
Seit 2022 ist Gaugisch Bundestrainer des DHB-Teams. Der 51-Jährige führte die deutsche Riege im vergangenen Jahr erstmals seit 2008 zu den Olympischen Spielen - und nun zu WM-Silber. "Für uns war wichtig, dass wir diese WM in aller Konzentration durchgehen. Irgendwann gibt es dann ein Ergebnis. Aber man kann sicher sagen, dass, was wir hier erreicht haben und auch die spielerische Entwicklung, sprechen für sich", sagte Meckes.
Dass sich Gaugisch auch eine Trainerrolle im Männerhandball vorstellen könnte, ist kein Geheimnis. Nach dpa-Informationen soll es sogar bereits Anfragen aus der Bundesliga gegeben haben. "Es soll ja nicht immer nur von Erfolg oder Misserfolg abhängig sein. Wie zufrieden ist man mit dem eigenen Tun. Sowas muss man sich überlegen. Dafür ist jetzt aber Zeit", hatte Gaugisch schon vor dem Finale über seine Zukunft gesagt.