Sonntag, 05. September 2021Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & Stephan Uersfeld
06:38 Uhr

Alle Treffer im Video: Das begeisternde Torfestival des DFB-Teams

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft begeistert nur drei Tage nach dem wenig überzeugenden Debüt des neuen Bundestrainer Hansi Flick gegen Armenien mit einem Kantersieg. Mit vielen Toren, Tempo und Spielwitz erobert das DFB-Team auch die Tabellenführung in seiner WM-Qualifikationsgruppe.

22:02 Uhr

Pleite vermieden, aber: DFB-Gegner bleibt in der Krise

Der nächste DFB-Gegner Island steckt weiter in der Krise. Auch gegen Nordmazedonien kam der EM-Viertelfinalist von 2016 nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus und bleibt damit Vorletzter in der WM-Qualifikationsgruppe J. Dabei retteten Brynjar Ingi Bjarnason (78.) und Andri Lucas Gudjohnsen (84.) den Isländern mit späten Toren wenigstens noch ein Remis. Zuvor hatte Nordmazedonien durch Darko Velkovski (11.) und Ezgjan Alioski (54.) mit 2:0 geführt.

Damit gewann Island von den letzten 13 Länderspielen nur die zwei Spiele gegen die beiden Außenseiter Liechtenstein (4:1) und Färöer (1:0). Das Team von Trainer Arnar Thor Vidarsson empfängt am Mittwoch (20.45 Uhr) das deutsche Team.

Neben der sportlichen Krise sorgten bei den Nordeuropäern zuletzt noch Anschuldigungen über sexuelle Übergriffe von Spielern für Aufregung. Stürmerstar Kolbeinn Sigthórsson hatte dabei eingeräumt, dass er einer der Beschuldigten sei. Der 31-Jährige sagte, er habe sich im Herbst 2017 in einem Club «unangemessen» verhalten. Vorwürfe eines sexuellen Übergriffs auf zwei Frauen wies er aber zurück.

21:22 Uhr

Rumäniens Kanu-Legende Patzaichin ist tot

Rumänien trauert um Star-Kanute Ivan Patzaichin. Der viermalige Olympiasieger starb im Alter von 71 Jahren in Bukarest. Das bestätigte das Rumänische Olympische Komitee der Deutschen Presse-Agentur. Mit Gold bei Olympia 1968, 1972, 1980 und 1984, neun Titeln bei Weltmeisterschaften sowie zahlreichen weiteren Auszeichnungen wurde Patzaichin in Rumänien zur Legende.

  • Auch als Trainer ab 1985 bei Dinamo Bukarest sowie von 1993 bis 2009 als Leiter des Olympia-Teams für Kajak und Kanu war der einstige Canadier-Fahrer sehr erfolgreich. Seine Schützlinge holten insgesamt 150 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften.
  • Patzaichin hat sich zudem aktiv für die Bewahrung des unter Naturschutz stehenden Donaudeltas sowie für ökologischen Tourismus in diesem Naturparadies eingesetzt, dem er entstammte. Er wurde am 26. November 1949 im Delta-Dorf Mila 23 geboren und gehörte der dort sehr verbreiteten Minderheit der russischsprachigen Lipowener an.
20:24 Uhr

Nach Putschversuch: WM-Qualifikations-Spiel in Guinea abgesagt

Der afrikanische Fußball-Verband CAF hat das Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar zwischen Guinea und Marokko verschoben. In einer Mitteilung heißt es: "Die derzeitige politische und sicherheitspolitische Lage in Guinea ist sehr instabil und wird vom Weltverband FIFA und der CAF genau beobachtet. Um die Sicherheit aller Spieler und Offiziellen zu gewährleisten, haben die Verbände beschlossen, das für diesen Montag in Conakry angesetzte Spiel zu verschieben." Einen Nachholtermin gibt es bislang noch nicht.

In der Hauptstadt Conakry soll es am Samstag einen Putschversuch des Militärs gegeben haben. Ob dieser erfolgreich war, ist noch unklar. Allerdings berichteten Medien, dass Schusswechsel in der Nähe des Präsidentenpalasts zu hören gewesen seien.

19:43 Uhr

Nach sieben Jahren: Reus darf wieder gegen Armenien ran - Flick überrascht

Im Juni 2014 war Marco Reus in der besten Form seines Lebens. Er galt als einer der möglichen Stars der Weltmeisterschaft in Brasilien. Doch beim 6:1-Sieg über Armenien in Mainz verletzt sich der Dortmunder schwer am Fuß. Er verpasst die WM, Deutschland holt den Titel ohne ihn.

Heute hofft Reus auf mehr Glück. Bereits gegen Liechtenstein feierte er sein Comeback in der Nationalmannschaft, jetzt kehrt er im 980. Länderspiel der deutschen Elf auch in die Startformation zurück.

Auch Kapitän Manuel Neuer ist nach dem verletzungsbedingten Ausfall gegen Liechtenstein wieder im Tor. Er wird sein 105. Länderspiel absolvieren. Davon träumt Hoffenheim-Verteidiger David Raum. Der 23-jährige Linksverteidiger wartet weiter auf sein Debüt.

Thilo Kehrer ersetzt den verletzten Robin Gosens auf der Außenverteidigerposition, auf der anderen Seite erhält überraschend der Gladbacher Jonas Hofmann den Vorzug gegenüber Wolfsburgs Ridle Baku. Insgesamt nimmt Flick sechs Änderungen im Vergleich zum Liechtenstein-Spiel vor.

Die Aufstellung: Manuel Neuer - Jonas Hofmann, Niklas Süle, Antonio Rüdiger, Thilo Kehrer - Joshua Kimmich, Leon Goretzka - Serge Gnabry, Marco Reus, Leroy Sané - Timo Werner

19:01 Uhr

Nach Olympia-Pleite erholt, aber Vetter scheitert erneut an 90-Meter-Marke

Speerwerfer Johannes Vetter hat sich den Sieg beim Leichtathletik-Meeting in Chorzow gesichert, ist aber erneut nicht ganz an die 90-Meter-Marke herangekommen. Der Weltjahresbeste, der mit Rang neun bei Olympia eine herbe Enttäuschung erlebt hatte, siegte in Polen mit 89,60 Metern und konnte sich immerhin erneut steigern. Zweiter wurde mit fast sechs Metern Rückstand Weltmeister Anderson Peters aus Grenada, der 83,61 Meter warf. Rang drei belegte Alexej Katkawez aus Belarus mit 83,35 Metern.

  • Für Vetter war es beim dritten Start seit Olympia der dritte Sieg. Auch bei seinem Heimspiel in Offenburg sowie zuletzt in Lausanne belegte der 28-Jährige jeweils Rang eins, konnte die 90 Meter dabei aber nicht übertreffen.
  • Der für seinen kraftvollen Wurfstil zu weiche Boden in Tokio war aus Vetters Sicht ursächlich für das klar verpasste Olympia-Gold. In Chorzow war ihm vor einem Jahr mit 97,76 Metern die zweitbeste Weite in der Speerwurf-Geschichte gelungen.
17:48 Uhr

Werder Bremen nach Corona von der Intensivstation entlassen

Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry hat auf der Mitgliederversammlung des Erstliga-Absteigers am Sonntag wie erwartet ein Millionen-Minus für die vergangenen beiden Spielzeiten präsentiert. Für die Fußball-Saison 2019/20 vermeldeten die Bremer ein Rekordminus von 23,8 Millionen Euro, für die Abstiegssaison 2020/21 ein Minus von 8,8 Millionen Euro.

  • Die Entwicklung bewertete Filbry vor rund 1000 Mitgliedern im Weserstadion daher positiv. "Ich glaube, dass es in der Bundesliga nicht viele Vereine schaffen, ihr Ergebnis in der zweiten Saison in der Corona-Pandemie um 15 Millionen zu verbessern", sagte Filbry.
  • "Wir hatten Corona, wir waren auf der Intensivstation. Heute sind wir von der Intensivstation runter. Wir sind wirtschaftlich wieder stabil", bilanzierte Filbry. Gleichwohl werde der Verein noch lange mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen haben. Schließlich muss der Club Gelder einer Landesbürgschaft und einer Mittelstandsanleihe in Höhe von rund 40 Millionen Euro in den kommenden Jahren zurückzahlen.
  • Dennoch sieht Filbry die größten Schwierigkeiten erst einmal überwunden. "Und wir werden, wenn es einigermaßen vernünftig mit den Zuschauern läuft, am Ende der Saison ein positives Ergebnis haben", sagte der Geschäftsführer.
16:25 Uhr

Gewalteskalation schockt Russlands Fußball

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Zenit-Fans auf der Tribüne, nicht vor den Toren Moskaus.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Im russischen Fußball ist es am Samstag zu heftigen Krawallen und sieben Verletzten gekommen. An den Ausschreitungen haben sich laut Pressemeldungen rund 60 Personen beteiligt. Zu den Schlägereien, an denen sich Problemfans von Spartak Moskau und Zenit St. Petersburg beteiligten, war es in der Stadt Twer vor den Toren Moskaus gekommen.

  • Die Ausschreitungen hatten sich nach dem Spiel der B-Teams von Zenit und des FC Twer ereignet. Es wird vermutet, dass sich die verfeindeten Hooligan-Gruppen zu den Krawallen in Twer verabredet hatten.
  • Immer wieder kommt es in Russland zu heftigen Ausschreitungen beim Fußball. Bei der EURO 2016 hatte es eine Eskalation der Gewalt durch russische Hooligans gegeben, die gezielt englische Fans attackiert hatten.
15:42 Uhr

US-Tennisspielerin Stephens macht rassistische Beleidigungen öffentlich

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Sloane Stephens ist müde vom Hass.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Tennisspielerin Sloane Stephens hat nach ihrem Ausscheiden bei den US Open gegen Angelique Kerber Hasskommentare gegen ihre Person öffentlich gemacht. "Nach meinem Match habe ich mehr als 2000 Nachrichten voller Missbrauch und Wut von aufgebrachten Menschen erhalten", schrieb die frühere US-Open-Siegerin bei Instagram. Die veröffentlichten Nachrichten an die US-Amerikanerin enthielten unter anderem schwere Beleidigungen und Gewaltandrohungen.

  • "Es ist so schwer, diese Nachrichten zu lesen, aber ich poste ein paar, damit ihr sehen könnt, wie es nach einer Niederlage ist", erklärte Stephens. Die 28-Jährige beschrieb den Umgang mit Hasskommentaren als "erschöpfenden und niemals endenden" Prozess, über den "noch nicht genug gesprochen wurde. Es ist wirklich absolut scheiße".
  • Gleichzeitig zeigte sich Stephens glücklich über "die Leute in meiner Ecke, die mich unterstützen. Ich entscheide mich lieber für die positiven Vibes als für die negativen." Stephens war am Samstagmittag (Ortszeit) mit 7:5, 2:6, 3:6 an Kerber gescheitert und hatte den Sprung ins Achtelfinale verpasst. 2017 hatte sie den Grand Slam von New York gewonnen.
15:13 Uhr

Ohne Kaiser aber mit Feuerwerk: Die Paralympics sind zu Ende

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Die Paralympischen Spiele gingen bunt zu Ende.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Paralympics in Tokio sind offiziell zu Ende. Um 21.52 Uhr Ortszeit erklärte Andrew Parsons, der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), die XVI. Sommerspiele im Olympiastadion für beendet. Die Zeremonie ging pandemiebedingt wie auch die sportlichen Wettkämpfe ohne Zuschauer über die Bühne. Japans Kronprinz Akishino vertrat wie bei Olympia seinen älteren Bruder, Kaiser Naruhito, der die Spiele eröffnet hatte.

Da die Sportler angewiesen waren, Japan zwei Tage nach ihrem letzten Wettkampf zu verlassen, war von den 134 deutschen Athletinnen und Athleten maximal noch ein Drittel anwesend. Rund 40 Nationen waren gar nicht mehr vertreten.

Im Medaillenspiegel belegte Deutschland nach zwölf Wettkampftagen mit 13 Mal Gold und insgesamt 43 Medaillen Rang zwölf. Die deutsche Fahne trug Sportschützin Natascha Hiltrop, die in Tokio zunächst das erste Schieß-Gold seit 2004 holte und zudem einmal Silber gewann. Für das Flüchtlings-Team trug der in Halle an der Saale lebende Syrer Anas Al Khalifa die erste Fahne ins Stadion. Er war in Tokio mit dem Kanu gestartet.

14:50 Uhr

Die Adduktoren: Bayern-Neuzugang nicht zur Nationalmannschaft

Bayern Münchens Neuzugang Marcel Sabitzer reist wegen seiner Adduktorenverletzung in der laufenden Länderspielperiode nicht mehr zur österreichischen Nationalmannschaft. Dies habe die medizinische Abteilung des Fußball-Bundesligisten nach gemeinsamen Beratungen mit dem österreichischen Nationaltrainer Franco Foda sowie den Medizinern der ÖFB-Auswahl beschlossen, teilten die Münchner mit.

Sabitzer hatte bereits die WM-Qualifikationsspiele gegen Moldau (2:0) und Israel (2:5) verpasst und wird den Österreichern nun auch am Dienstag gegen Schottland fehlen. Der für rund 15 Millionen Euro von RB Leipzig verpflichtete Mittelfeldakteur hatte am Freitag seine ersten Runden auf dem Trainingsgelände des FC Bayern gedreht.

13:46 Uhr

Vettel und Schumacher profitieren vom Pech der Konkurrenz

Das Red-Bull-Team hat vor dem Großen Preis der Niederlande bei seinem Fahrer Sergio Perez erwartungsgemäß sämtliche Komponenten der Antriebseinheit ausgetauscht. Der mexikanische Formel-1-Pilot, der in einem verkorksten Qualifying nur Startplatz 16 erreicht hatte, wird aus der Boxengasse dem Feld hinterherfahren.

  • Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko hatte diesen Schritt am Samstag angekündigt. "Damit wollen wir den Schaden sozusagen minimieren und für die restliche Saison keine Strafversetzungen mehr haben", sagte der Österreicher bei ServusTV.
  • Aus der Boxengasse startet auch Nicholas Latifi. Der Kanadier war im Qualifying mit seinem Williams abgeflogen, unter anderem das Getriebe musste ausgetauscht werden. Latifi hatte ursprünglich Startplatz 14 erobert.
  • Dadurch rücken Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel und Mick Schumacher (Haas) in der Startaufstellung zum 13. Saisonrennen (15 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) jeweils zwei Positionen nach vorne auf die Ränge 15 bzw. 17.
12:18 Uhr

"Was für ein Idiot!": Schumacher auf Podium-Kurs von Strecke gedrängt

Nachwuchsrennfahrer David Schumacher ist auf dem Weg zu seinem dritten Podium in der Formel 3 abgeschossen worden. In der drittletzten Runde des Hauptrennens im niederländischen Zandvoort wurde der 19 Jahre alte Trident-Pilot auf Rang zwei liegend vom Franzosen Victor Martins (MP Motorsport) ins Aus befördert.

  • "Was für ein Mist. Was geht in dem vor? Was für ein Idiot", funkte Schumacher aus seinem havarierten Boliden. Der Sohn des früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher hatte sich am Freitag im Qualifying überraschend Startplatz zwei hinter dem norwegischen Meisterschaftsspitzenreiter Dennis Hauger (Prema) gesichert, der am Sonntag ungefährdet gewann.
  • Am Samstag hatte Schumacher die Ränge 14 und fünf erreicht, am Sonntag sollte das Sahnehäubchen folgen: Zum Abschluss des sechsten Rennwochenendes der Saison hatte der Deutsche nach seinem Sieg in Spielberg/Österreich und Platz zwei in der Vorwoche im belgischen Spa den zweiten Platz ganz fest im Blick.
  • Schumacher konnte den 18 Jahre alten Red-Bull-Junior Hauger zwar nicht attackieren, er verteidigte sich aber clever gegen Martins, der in der Hugenholtz-Steilkurve innen vorbeiziehen wollte und den Deutschen abschoss. Martins erhielt eine Zehn-Sekunden-Strafe.
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