Matsch-Alarm: Deutsche Meister im Schlickrutschen gekürt
In Friesland sind die Deutschen Meister im Schlickrutschen gekürt worden. Bei den Frauen verteidigte Anna Bolk ihren Titel aus dem vergangenen Jahr, bei den Männern tat es ihr Thorge Abken gleich, wie eine Festivalsprecherin sagte. In der neuen Kategorie "Freestyle" gewann Lasse Wulf. In der Kategorie nahmen unter anderem queere Menschen teil, die sich weder dem männlichen noch weiblichen Geschlecht zuordneten, aber auch Menschen, die bei der Anmeldung schlicht kein Geschlecht angaben. Der Wettkampf ist traditionell Teil des ausverkauften "Watt en Schlick Festivals" im Nordseebad Dangast.
Aufgabe der rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es, auf dem rutschigen Wattboden vor der Küste Holzschlitten über eine 150 Meter lange Strecke um die Wette zu schieben. Dabei knien die Teilnehmer mit einem Bein auf dem Schlitten, mit dem anderen versuchen sie, den Schlitten anzuschieben.
Deutsches Doppel kämpft sich zu Gold
Die Tischtennis-Nationalspieler Benedikt Duda (Bergneustadt) und Dang Qiu (Düsseldorf) haben beim Star-Contender-Turnier im brasilianischen Foz do Iguacu den Doppelwettbewerb gewonnen. Die sechsmaligen DM-Titelträger im Doppel gewannen das Finale gegen die indische Kombination Manush Shah/Manav Thakkar 3:2.
Der EM-Zweite Duda und Ex-Europameister Qiu, die in ihren drei Begegnungen auf dem Weg ins Endspiel ohne Satzverlust geblieben waren, feierten durch den Erfolg zum zweiten Mal einen gemeinsamen Doppel-Erfolg bei einem Turnier der WTT-Serie. Bereits 2022 in Doha hatte das eingespielte Duo ebenfalls in der Star-Contender-Kategorie den Titel gewonnen. Duda war im Verlauf des bisherigen Jahres im Doppel außerdem schon mit Nachwuchshoffnung André Bertelsmeier (Bad Königshofen) beim Contender-Turnier in Tunis erfolgreich.
21-jähriges Juwel setzt nächstes Ausrufezeichen bei Deutschen Meisterschaften
Hürden-Shootingstar Owe Fischer-Breiholz (21) hat bei den deutschen Meisterschaften ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Der U23-Europameister stürmte in 48,41 Sekunden zum Titel und hat damit weiter Selbstvertrauen für die in sechs Wochen beginnenden Weltmeisterschaften in Tokio (13. bis 21. September) gesammelt.
Fischer-Breiholz setzte sich mit einem starken Finish gegen Titelverteidiger Emil Agyekum (48,91/Berlin) und Joshua Abuaku (49,25/Frankfurt) durch. Fischer-Breiholz hatte sich zuletzt mit einer sensationellen Zeit von 48,01 Sekunden bei der U23-EM Gold geholt - und dabei den Meisterschaftsrekord von Tokio-Olympiasieger und Weltrekordler Karsten Warholm (Norwegen) geknackt. Damit liegt Fischer-Breiholz derzeit auf Rang acht in der Welt.
Ogunleye ist Deutsche Meisterin - aber noch nicht in WM-Form
Kugel-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye (26) ist sechs Wochen vor der Weltmeisterschaft in Tokio (13. bis 21. September) noch nicht in Medaillenform. Die Mannheimerin verteidigte ihren deutschen Meistertitel in Dresden zwar souverän, kam dabei aber nicht über 19,29 m hinaus.
Ogunleye war in der Vorbereitung auf die Saison von einer Mandelentzündung ausgebremst worden, mit ihrer Saisonbestleistung von 19,67 m konnte sie bisher nicht mit der Weltspitze um Weltmeisterin Chase Jackson (USA) mithalten. Aber bis zur WM hat sie ja auch noch sechs Wochen Zeit. "An Tag X will ich wieder performen", sagte Ogunleye, die auch nach Paris nicht als Favoritin gereist war, dann aber sensationell Gold holte. Die Konkurrentinnen um Jackson (20,95 m) hätten schon "krasse Weiten" hingelegt, für Ogunleye heißt es nun "dran zu bleiben" und diese Weiten "auch zu stoßen und vor allem am besten dann, wenn es drauf ankommt", wie sie zuletzt sagte.
Fußballstar schäumt vor Wut wegen "gebrochener Versprechen"
Der nigerianische Fußballprofi Ademola Lookman hat einen Wechselwunsch öffentlich gemacht - und seinem Verein Atalanta Bergamo dabei heftige Vorwürfe gemacht. Nach "vielen Monaten gebrochener Versprechen" und einer "schlechten Behandlung als Mensch und Profi" habe der Flügelspieler "leider keine andere Wahl, als für das einzutreten, was ich für richtig halte", schrieb Lookman auf Instagram: "Ich kann bestätigen, dass ich einen formellen Transferantrag gestellt habe."
In einem mehr als 400 Wörter umfassenden Schreiben rechtfertigte Lookman sein Vorgehen. Mit der Vereinsführung habe er vereinbart, bei einem "fairen Angebot" wechseln zu dürfen. "Obwohl ich nun ein Angebot erhalten habe, das meiner Meinung nach mit den besprochenen Konditionen übereinstimmt, blockiert der Verein die Möglichkeit aus Gründen, die ich nicht verstehe", schrieb der 27-Jährige. Eine Reaktion seitens des Vereins blieb bisher aus. Italienischen Medienberichten zufolge möchte Afrikas Spieler des Jahres 2024 zu Inter Mailand wechseln.
Svenja Müller und Cinja Tillmann holen EM-Bronze
Svenja Müller und Cinja Tillmann haben bei den Beachvolleyball-Europameisterschaften in Düsseldorf die Bronzemedaille gewonnen. Einen Tag nach ihrer Halbfinalniederlage gewannen die Titelverteidigerinnen das Spiel um Platz drei gegen Daniela Álvarez Mendoza und Tania Moreno aus Spanien mit 21:18, 21:19. Am Samstag hatte das in Hamburg trainierende Paar seine Hoffnungen auf den zweiten EM-Titel begraben müssen. Müller und Tillmann verloren in der Vorschlussrunde gegen die überraschend starken Clémence Vieira und Aline Chamereau mit 13:21, 16:21.
Europameister erlebt einen Dämpfer
Enttäuschung für Europameister Nils Dunkel: Gut zwei Monate nach seinem EM-Titel von Leipzig musste sich der 28-Jährige bei den deutschen Turn-Meisterschaften in Dresden an seinem Erfolgsgerät Barren mit Platz zwei begnügen. Der Titelträger am Pauschenpferd aus Halle/Saale landete 0,166 Punkte hinter dem neuen Barren-Meister Dario Sissakis aus Berlin (13,066).
Mehr Grund zur Freude hatte Doppel-Europameisterin Karina Schönmaier. Die 19-Jährige aus Chemnitz gewann nach dem Mehrkampf auch den Titel am Boden mit 13,233 Punkten. Beste am Schwebebalken war ihrer Vereinskollegin Lea Celine Wartmann, die mit 13,500 Zählern ihre Leistung aus der Qualifikation bestätigte. Zum Abschluss der Titelkämpfe siegte Alexander Kunz aus Pfuhl mit 13,366 Punkten am Königsgerät Reck und wurde damit Nachfolger des zurückgetretenen EM-Zweiten Andreas Toba. Für Kunz war es die zweite Goldmedaille nach der Entscheidung an den Ringen am Vortag. Am Sprung holte der Chemnitzer Leonard Prügel mit 12,699 Zählern den Titel.
DFB-Heldin lässt Zukunft in Nationalmannschaft offen
Nach der emotionalen Europameisterschaft in der Schweiz hat Deutschlands Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger noch keine Entscheidung über ihre Zukunft im DFB-Tor getroffen. "Ich habe mir noch gar keine Gedanken gemacht", sagte die 34-Jährige im ZDF-Sportstudio. Das würde auch noch ein "paar Wochen" dauern.
Es sei "ein längerer Prozess, sich erst mal zu sammeln und die Emotionen von dem Turnier hinter sich zu lassen", sagte Berger, die sich mit ihrem US-amerikanischen Klub Gotham FC schon wieder im Liga-Alltag befindet: "Dann wird man sehen, was ich mache. Ich weiß es noch nicht. Und meistens mache ich es auch spontan." Zwar altere man wie "feiner Wein" als Torhüterin, "aber ich muss da auch selbstkritisch mit mir sein, weil auf so einem hohen Niveau zu spielen, bedeutet schon viel, viel Kraftaufwand." Auch die weiten Reisen aus den USA nach Deutschland seien mit Hinblick auf die WM 2027 in Brasilien ein Faktor.
Allerdings gehe es auch um die Planungen von Bundestrainer Christian Wück. "Er hat jetzt fast zwei Jahre Zeit, sich auf das nächste Turnier zu konzentrieren. Wir haben unfassbar gute Torhüterinnen hinten dran", sagte Berger mit Hinblick auf einen möglichen Konkurrenzkampf.
Hinter Berger waren mit Stina Johannes (25/Wolfsburg) und Ena Mahmutovic (21/Bayern) vielversprechende Alternativen im EM-Kader. Berger selbst war in der Schweiz zur tragischen Heldin geworden. Erst hielt sie Deutschland mit spektakulären Paraden im Turnier, im Halbfinale gegen Spanien (0:1) überlistete sie Weltfußballerin Aitana Bonmatí entscheidend im kurzen Eck.
20-Jähriger durchbricht als erster Deutscher eine magische Grenze
Der Düsseldorfer Leander Carmanns hat als erster Deutscher die magische Grenze von fünf Sekunden im Speedklettern unterboten. Bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals in Dresden erreichte der 20-Jährige von der Sektion Rheinland-Köln des Deutschen Alpenvereins (DAV) eine Zeit von 4,95 Sekunden.
Beim Speedklettern müssen Athletinnen und Athleten so schnell wie möglich eine weltweit standardisierte 15 Meter hohe Wand nach oben klettern. Der Weltrekord bei den Männern steht seit dem Weltcup im Mai auf Bali bei 4,64 Sekunden - aufgestellt von Olympiasieger Samuel Watson aus den USA. Mit ihm trainiert Carmanns in Salt Lake City. "Ich bin sprachlos. Ich habe noch nie so eine Stimmung bei einem nationalen Wettkampf gehabt. Das hat mich am Ende beflügelt. Es ist unbeschreiblich", sagte Carmanns nach dem Wettkampf vor der Frauenkirche in der ARD.
Übertragung durch Sex: Kuriose Dopingsperre für Sibylle Vogt
Jockette Sibylle Vogt aus der Schweiz ist nach einem kuriosen Dopingfall für sechs Monate gesperrt worden. Nachdem bei einer Kontrolle der 30-Jährigen bereits im März Spuren von Kokain festgestellt worden waren, lieferte sie eine außergewöhnliche Erklärung: Das Ergebnis sei durch Geschlechtsverkehr mit einer Person zustande gekommen, die zuvor die verbotene Substanz konsumiert habe.
Der französische Verband sperrte sie dennoch rückwirkend ab dem 25. Mai, auch die B-Probe hatte ein positives Ergebnis ergeben. Das Ergebnis der Probe werde von ihr "nicht bestritten und vom Jockey mit Erwägungen ihres Privatlebens erklärt", hieß es in einer Erklärung des Verbandes zum Urteil. Ihre eigene Erklärung zu dem Fall hatte Vogt im Juli abgegeben und eingeräumt, aufgrund mangelnder Vorsicht nicht völlig unschuldig zu sein. Ihr Partner gab den Kokainkonsum zu, die Reiterin habe davon zuvor nicht gewusst.
Der Fall erinnert an das Kuriosum um den französischen Tennisprofi Richard Gasquet. 2009 wurde in dessen Urin Kokain festgestellt, die Haaranalyse blieb jedoch ohne Befund. Gasquet führte nachvollziehbar an, dass auf einer von ihm besuchten Party Kokain in Umlauf gewesen sei. Die Sperre wurde in der Folge von einem Jahr auf zweieinhalb Monate reduziert.
Lionel Messi fummelt alle Mann aus - und verletzt sich dabei
Lionel Messi musste bei Inter Miamis Sieg im League Cub nach Elfmeterschießen schon nach wenigen Minuten ausgewechselt werden. Bei einem Dribbling gegen gleich mehrere Spieler von Gegner Club Necaxa aus Mexiko zog sich der 38 Jahre alte argentinische Fußball-Weltmeister eine Verletzung zu. Anschließend spielte er noch kurz weiter, ließ sich dann aber am rechten Oberschenkel behandeln.
In der elften Minute wurde er ausgewechselt, verließ den Platz ohne nennenswert zu humpeln. "Da ist wahrscheinlich etwas", sagte Messis Trainer Javier Mascherano: "Vielleicht nichts Ernstes, denn er hatte keine starken Schmerzen. Aber er hat ein Ziehen gespürt." Inter gewann die Partie der Gruppenphase des League Cups mit 5:4 nach Elfmeterschießen.
Mann sorgt für Sex-Spielzeug-Eklat - und wird verhaftet
Ein Mann, der bei einem Spiel der Basketball-Profiliga der Frauen in den USA Sex-Spielzeug auf das Parkett geworfen hatte, ist verhaftet worden. Dies teilte die WNBA mit. Der Vorfall hatte sich am vergangenen Dienstag bei der Begegnung zwischen Atlanta Dream und Chicago Sky ereignet.
Auch beim Spiel der Sky am Freitag gegen die Golden State Valkyries flog Sex-Spielzeug auf das Spielfeld. "Es ist total respektlos. Ich verstehe wirklich nicht, was das soll. Es ist wirklich unreif. Wer auch immer das tut, sollte mal erwachsen werden", sagte Sky-Center Elizabeth Williams.
Die WNBA wies unterdessen darauf hin, dass jeder Fan, der absichtlich einen Gegenstand auf das Spielfeld werfe, sofort der Halle verwiesen werde und mit einer Sperre von mindestens einem Jahr rechnen müsse. "Darüber hinaus wird er von den örtlichen Behörden festgenommen und strafrechtlich verfolgt."
Mega-Fight für deutschen Boxstar? Kabayel-Trainer ist skeptisch
Trotz schwieriger Vorzeichen hofft Agit Kabayel auf einen WM-Kampf gegen Schwergewichts-König Oleksandr Usyk. Sein Trainer Sükrü Aksu glaubt aber nicht, dass Usyk seine WM-Gürtel gegen Kabayel aufs Spiel setzt. Er bleibe zu "100 Prozent" bei seiner Aussage, dass Usyk dem "Leberking" lieber aus dem Weg geht, sagte der Trainer Kabayels im Interview mit RTL/ntv und sport.de. "Warum sollte er gegen Agit kämpfen? Da kann er nicht viel Geld verdienen, kann aber viel verlieren. Ich sehe den Kampf immer vor mir, der ist 60:40 (für Usyk, Anmerk. d. Red.). Da ist nicht viel Unterschied. Und wenn er mal einen schlechten Tag hat - hat er ja meistens nicht -, kann das nach hinten losgehen", führte der Boxcoach aus.
Ein Kampf mit seinem Schützling gegen den Schwergewichts-König "wäre ein Traum", sagte Aksu: "Das ist der beste Boxer aller Zeiten. Der Respekt ist da, gegen den Besten zu kämpfen." Usyk hatte am 19. Juli den Briten Daniel Dubois im Wembley-Stadion in Runde fünf k.o. geschlagen und sich zum zweiten Mal zum unumstrittenen Schwergewichts-Champion aller bedeutenden Verbände gekrönt. Kabayel ist seit seinem Sieg über Zhang Zhilei WBC-Interimsweltmeister und als solcher Pflichtherausforderer Usyks. Der Weltverband WBO hat den Ukrainer allerdings aufgefordert, seinen Titel zunächst gegen WBO-Interims-Meister Joseph Parker zu verteidigen. Vom WBC sind derlei Ansagen bisher ausgeblieben.
"Schockiert": Tennis-Wunderkind deklassiert Superstar Gauff
Kanadas Tennis-Aufsteigerin Victoria Mboko hat bei ihrem WTA-Heimspiel in Montreal ihren bislang größten Sieg gefeiert und im Achtelfinale die Weltranglistenzweite Coco Gauff deklassiert. Vor einem begeisterten Publikum setzte sich die 18-Jährige gegen die French Open-Siegerin aus den USA 6:1, 6:4 durch und erreichte bei ihrem erst dritten 1000er-Turnier erstmals das Viertelfinale. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Das schockiert mich schon ziemlich", sagte Mboko nach ihrer nur 62 Minuten langen Gala: "Es war schon eine ganz tolle Gelegenheit, überhaupt gegen jemanden wie Coco zu spielen."
Mboko, die nun auf die ungesetzte Weronika Kudermetowa trifft, hatte das Jahr 2025 auf Platz 333 der Weltrangliste begonnen - im nächsten Ranking wird sie nun mindestens auf Platz 55 geführt. Bei ihrem Grand-Slam-Debüt in Paris hatte Mboko im Mai in der zweiten Runde die Deutsche Eva Lys besiegt, war dann aber in der dritten Runde an der chinesischen Olympiasiegerin Zheng Qinwen gescheitert.
Bebendorf widmet Meistertitel seiner todkranken Mutter
Den deutschen Meistertitel widmet Hindernisläufer Karl Bebendorf seiner todkranken Mutter. "Sie liegt gerade in den letzten Tagen im Sterbebett mit Krebs. Ich hätte sie gern dabei gehabt", sagte der Lokalmatador nach seinem Triumph am Samstag der Sportschau: "Sie hat mich das ganze Leben begleitet. Das ist eine große Herzensangelegenheit, für sie hier in Dresden den Sieg zu holen."
Bebendorf hatte sich nach einem beeindruckenden Finish gegen den deutschen Rekordhalter Frederik Ruppert durchgesetzt. "Ich musste hier heute gewinnen. Etwas anderes stand gar nicht zur Debatte", sagte der gebürtige Dresdner, der nach seinem Sieg mit Standing Ovations vom Publikum gefeiert worden war.
Palhinha steht vor Blitz-Abgang beim FC Bayern
Der FC Bayern geht von einem baldigen Weggang des defensiven Mittelfeldspielers João Palhinha aus. Der 30-Jährige stand im Testspiel gegen Olympique Lyon (2:1) schon gar nicht mehr im Kader des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Er führte Verhandlungen mit einem neuen Verein. "Es wird sich, wenn alles glattläuft, nicht mehr endlos ziehen", sagte Sportdirektor Christoph Freund und kündigte einen "zeitnahen" Vollzug an.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird Palhinha, der zur vorigen Saison vom FC Fulham geholt worden war und sich dann in München nicht durchsetzen konnte, an Tottenham Hotspur verliehen. Freund erwähnte "Medical Checks, Vertragsgeschichten", die vor einem fixen Deal noch anstehen. Dann aber werde der Weggang Palhinhas, der in München noch einen Vertrag bis 2028 besitzt, bald offiziell werden.
Palhinha war im Sommer 2023 der Wunschspieler des damaligen Bayern-Coaches Thomas Tuchel - ein Wechsel zu dem Zeitpunkt aber zerschlug sich am letzten Tag der Transferperiode noch. Ein Jahr später kam er dann für kolportierte 51 Millionen Euro. Unter Vincent Kompany aber war der Portugiese nur Ergänzungsspieler und kam in den wichtigen Partien der Champions League kaum zum Einsatz.
Lewis Hamilton rät Ferrari zu Fahrerwechsel: "Bin absolut nutzlos"
Mit einem schonungslosen Rat an sein Ferrari-Team hat Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton vor dem Rennen in Ungarn aufhorchen lassen. "Es liegt jedes Mal an mir. Ich bin absolut nutzlos. Das Team hat kein Problem, das Auto steht auf Pole. Also müssen sie wahrscheinlich den Fahrer tauschen", sagte der überaus frustrierte Brite nach seiner verpatzten Qualifikation auf dem Hungaroring.
Ausgerechnet auf einer seiner Paradestrecken kam der 40-Jährige bei der Startplatzjagd nicht über Rang zwölf hinaus. In Ungarn gilt Überholen unter normalen Bedingungen als sehr schwierig, Hamiltons Aussichten für den heutigen 14. Saisonlauf (15 Uhr/Sky) sind trübe. "Kein einziges Mal an diesem Wochenende" habe er vom Gefühl her um ein besseres Ergebnis kämpfen können, bekannte der siebenmalige Weltmeister.
Dass mehr möglich war, zeigte Teamgefährte Charles Leclerc, der völlig überraschend vor den beiden McLaren-Fahrern Oscar Piastri und Lando Norris von der Pole Position losfahren darf. "Das ist fantastisch für das Team", versicherte Hamilton.
So reagiert Kimmich auf Nagelsmanns überraschende Entscheidung
Joshua Kimmich sieht seine Versetzung ins defensive Mittelfeld der DFB-Auswahl völlig pragmatisch. "Julian weiß, wenn er mich als Rechtsverteidiger braucht, dann spiele ich rechts. Wenn er mich im Mittelfeld haben will, dann im Mittelfeld. Das ist seine Entscheidung", sagte der Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft zur geplanten Umstellung von Bundestrainer Julian Nagelsmann. "Ich spiele da, wo er es mir sagt."
Nagelsmann hatte zuletzt verkündet, dass er Kimmich künftig auf der Sechser-Position statt als Rechtsverteidiger einplane. Als Sechser spielt der 30-Jährige auch beim FC Bayern und sei damit im Rhythmus, wie der Profi selbst nach dem 2:1-Sieg im ersten Sommertest gegen Olympique Lyon erklärte.
"Auf der anderen Seite ist es spannend, wenn man mehrere Positionen spielen kann", sagte Kimmich. "Ich habe das schon seit Beginn meiner Karriere als Stärke gesehen, was mir viele Türen geöffnet hat, dass ich flexibel auf mehreren Positionen spielen konnte. Ich finde es gar nicht schlecht, wenn man das nicht verliert, sondern flexibel einsetzbar bleibt." Der Bayern-Routinier erzählte, dass Nagelsmann ihn jüngst über die taktische Umstellung informiert habe, ehe der Bundestrainer dies auch öffentlich machte. Vor einigen Jahren hatte Kimmich - auch bei Bayern - noch deutlicher die Sechserposition bevorzugt.
Luis Diaz verzückt den FC Bayern, nur sich selbst (noch) nicht
Luis Diaz hat die Verantwortlichen beim FC Bayern mit seinem Debüt überzeugt, der Kolumbianer selbst sieht aber in einem Punkt noch Luft nach oben. "Ich denke, dass ich ein gutes Spiel gemacht habe", sagte der 28 Jahre alte Neuzugang der Münchner nach dem 2:1-Testspielsieg gegen Olympique Lyon: "Ich hätte aber schon ein Tor schießen können."
Díaz, für bis zu 75 Millionen Euro vom FC Liverpool gekommen, war beim 2:1-Sieg gegen die Franzosen nach der Pause eingewechselt worden und hatte den Elfmeter vor dem Führungstor durch Michael Olise herausgeholt. "Ich habe mich auf dem Platz gut gefühlt. Ich werde mich nach und nach an das Team gewöhnen", sagte Díaz weiter.
Díaz habe sich "sehr, sehr gut eingefügt, sich schnell zwei, drei große Chancen herausgespielt. Er ist gut angekommen", hatte Christoph Freund den Neuzugang gelobt. Díaz bestätigte die Aussagen des Sportdirektors: "Ich fühle mich sehr wohl. Ich bin sehr glücklich, hier beim FC Bayern zu sein."
Sportlich steckt sich Díaz bei seinem neuen Klub die größten Ziele. "Wie ich schon an meinem ersten Tag sagte, geht es darum, alle möglichen Titel mit dem Verein zu gewinnen", sagte der Offensivstar: "Ich will mit meiner Spielweise, mit Toren, Vorlagen und auch wenn ich mal auf der Bank sitzen sollte, das Team unterstützen."
Wegen Wahlwerbung: Wütender BVB geht gegen AfD vor
Borussia Dortmund wehrt sich gegen eine Wahlwerbung des AfD-Kreisverbands Dortmund. Wie die "Ruhr Nachrichten" berichteten, soll der Grund dafür ein Sticker der Partei mit der Aufschrift "Beim Fußball Schwarz-Gelb - Am Sonntag Blau" sein.
Der Aufkleber soll eine Anspielung auf die Vereinsfarben des BVB sowie die Kommunalwahlen am 14. September in Nordrhein-Westfalen sein. In einem den Ruhr Nachrichten vorliegenden Statement des BVB heißt es dazu: "Nach eingehender Prüfung hat sich Borussia Dortmund dazu entschieden, juristisch gegen diese Form der Wahlwerbung vorzugehen und Unterlassungsansprüche gegenüber dem AfD Kreisverband Dortmund geltend zu machen."
Aus Sicht des Klubs werde hier "rechtswidrig versucht, eine Verknüpfung zwischen dem BVB und einer politischen Einstellung sowie einem politischen Wahlverhalten herzustellen", indem der AfD Kreisverband Dortmund suggeriert, "ein Fußballfan des BVB würde oder müsse gleichzeitig die AfD wählen". Diesen Eindruck wolle der Verein nicht zulassen, denn "er widerspricht den Werten von Borussia Dortmund.