Er hatte noch einen Traum: Trainerlegende Åge Hareide ist tot
Der langjährige norwegische Fußballtrainer Åge Hareide ist tot. Er starb am Abend im Kreis seiner Familie zu Hause im Alter von 72 Jahren, wie sein Sohn Bendik mehreren norwegischen Medien mitteilte, darunter dem Rundfunksender NRK. "Er hat nun sein letztes Spiel bestritten. Wir sind unendlich dankbar für all die Liebe, die wir in der Zeit erhalten haben, in der er krank war", schrieb er in der Mitteilung. "Eine Legende des norwegischen Fußballs ist von uns gegangen", erklärte die Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes NFF, Lise Klaveness.
Bei Hareide war im Juli ein Hirntumor festgestellt worden, wie er und sein Sohn erst vor dreieinhalb Wochen unter anderem in einem Interview mit der Zeitung "Verdens Gang" bekanntgegeben hatten. Demnach konnte er zuletzt nur noch eingeschränkt sprechen und hatte auch motorische Probleme. Gehofft hatte er, noch die Fußball-WM im kommenden Sommer miterleben zu können, für die sich Norwegen auch dank seines Stürmerstars Erling Haaland erstmals seit 1998 wieder qualifiziert hat.
Hareide gilt als eine der größten Trainerlegenden Skandinaviens. Er coachte mehrere Spitzenclubs wie Brøndby IF, Viking Stavanger, Rosenborg Trondheim und Malmö FF. Sowohl in Dänemark als auch in Norwegen und Schweden wurde er mit seinen Vereinen Meister. Mehrere Male war er zudem Nationaltrainer, erst von 2003 bis 2008 in seiner norwegischen Heimat, dann von Ende 2015 bis 2020 in Dänemark und später auch für knapp anderthalb Jahre auf der Nordatlantik-Insel Island, seine letzte Trainerstation. Mehrmals kündigte er sein Karriereende an, mehrmals feierte er dank seiner lebenslangen Liebe zum Fußball sein Comeback. Zuletzt arbeitete Hareide als Fußballexperte für NRK.
Schwerer Sturz in Gröden: Nur leichte Entwarnung für Möller
Der schwere Sturz des Norwegers Fredrik Möller bei der Abfahrt im Ski-Weltcup in Gröden ist offenbar halbwegs glimpflich verlaufen. Wie der norwegische Verband mitteilte, hat der 25-Jährige Prellungen erlitten und zwei Zähne verloren, "aber den Umständen entsprechend geht es ihm gut". Möller werde "engmaschig" vom Krankenhaus und dem Ärzteteam des norwegischen Skiverbandes betreut, um nach dem schweren Sturz weitere Verletzungen auszuschließen.
Möller war beim Sprung am Kamelbuckel in Rücklage geraten und heftig gestürzt. Er rappelte sich auf, wurde aber zur Sicherheit ins Krankenhaus nach Bozen geflogen. Der Sieg auf der Saslong ging an den Schweizer Marco Odermatt, für den dominierenden Fahrer der vergangenen Jahre war es bereits der 50. Weltcuperfolg.
Deutscher WM-Debütant verpasst Sensation nur ganz knapp
Ally-Pally-Debütant Dominik Grüllich, die Nummer 98 in der PDC Order of Merit, ist bei der Darts-WM in der ersten Runde ausgeschieden. Der Oberbayer, der es als einziger der acht gestarteten Deutschen zum Start mit einem gesetzten Spieler zu tun bekam, unterlag dem Niederländer Jermaine Wattimena nach beachtlicher Vorstellung mit 2:3. "Es ist so überwältigend, das erste Mal da oben zu stehen. Da kriegt man gar nicht alles mit", sagte Grüllich bei Sport1: "Die Eindrücke waren einfach viel zu groß. Dadurch bin ich nicht so sehr in den Fokus reingekommen."
Der für seine schnellen Würfe bekannte Wattimena, Nummer 19 der Welt, machte zunächst scheinbar kurzen Prozess mit dem 23-Jährigen. Den ersten Satz sicherte sich der Niederländer entspannt mit 3:1 Legs. Im zweiten Satz arbeitete sich Wattimena schnell eine 2:0-Führung in den Legs heraus, dann aber legte Grüllich seine Nervosität ab und gestaltete das Duell in der Folge offen. Auf der Doppel-5 holte er sich im vierten Leg das Break zurück. Bei seinem Gegner kam Unzufriedenheit auf. Grüllich holte sich den zweiten und den dritten Satz, doch der erfahrene Wattimena schlug zurück, holte sich die Sätze vier und fünf, dann verwandelte er seinen ersten Matchdart. "The Machine Gun" hatte den 23-jährigen Wolznacher doch noch bezwungen.
Unfassbarer Krimi in Berlin: Füchse werfen Titelverteidiger aus dem Pokal
Der THW Kiel ist zum dritten Mal in dieser Saison an den Füchsen Berlin gescheitert und hat als Titelverteidiger das Halbfinale im DHB-Pokal verpasst. Der deutsche Rekordmeister musste sich beim deutschen Meister mit 30:32 (17:16) geschlagen geben und kassierte nach den Pleiten im Supercup und in der Bundesliga die nächste Niederlage gegen den Hauptstadt-Klub. Vor über 8.000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle reichten zehn Tore von Nationalspieler Lukas Zerbe nicht, um den Einzug ins Final Four perfekt zu machen. Welthandballer Mathias Gidsel war mit zehn Treffern bester Berliner Schütze. Das Final-Wochenende steigt im April in der Kölner Lanxess Arena.
HSV muss wochenlang auf Kapitän verzichten
Fußball-Bundesligist Hamburger SV muss mehrere Wochen auf Kapitän Yussuf Poulsen verzichten. Der 31 Jahre alte Mittelstürmer zog sich im Training ohne Fremdeinwirkung eine Verletzung im linken Sprunggelenk mit Syndesmosen-Beteiligung zu. Nach den ersten Untersuchungen stehe fest, dass eine Operation nicht notwendig sein. Poulsen hatte am vorvergangenen Spieltag beim 3:2-Sieg im Nordderby gegen Werder Bremen seinen ersten Bundesliga-Treffer für den HSV erzielt. Die Hamburger treffen am Samstag auf Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de).
Medien: Manchester City bereitet sich auf das Guardiola-Beben vor
Seit bald zehn Jahren steht Pep Guardiola bei Manchester City an der Seitenlinie. Der ehemalige Trainer des FC Bayern hat dort alles gewonnen, was zu gewinnen ist. Nebenbei hat er mit seinem Spielstil den englischen Fußball revolutioniert. Doch jetzt stehen die Zeichen auf Abschied, zumindest, wenn man "The Athletic" glaubt. Das Fachmagazin berichtet von zahlreichen klubnahen Quellen, die alle über das bevorstehende Guardiola-Beben in Manchester spekulieren. Das könnte dann irgendwann in der zweiten Saisonhälfte den englischen Fußball erschüttern, heißt es. Da könnte Guardiola seinen Abgang verkünden.
Zwar steht der 54-Jährige noch bis zum Ende der Saison 2026/2027 unter Vertrag. Diesen Vertrag hatte er erst im vergangenen Jahr verlängert. Spekuliert aber wird, dass er es wie sein alter Rivale Jürgen Klopp machen könnte. Der hatte auch erst seinen Vertrag verlängert, Liverpool umgebaut und dann seinen Abschied angekündigt. In Manchester sollen nun bereits die Vorbereitungen für das Guardiola-Beben laufen. Als Nachfolger ist der aktuelle Trainer von Chelsea, Enzo Maresca, momentan in der Pole Position, berichtet "The Athletic".
Ronaldo zittert schon: Kylian Mbappé steht kurz vor historischem Tor-Rekord
Kylian Mbappé hat noch genau ein Spiel Zeit, einen für die Ewigkeit gedachten Rekord einzustellen oder sogar zu brechen. Der Franzose erzielte beim 3:2 von Real Madrid im spanischen Pokal bei Talavera einen Doppelpack. Er steht nun bei 58 Toren für Real Madrid im Kalenderjahr 2025. Damit ist er nur noch diesen einen Treffer von Cristiano Ronaldos Rekord aus dem Jahr 2013 entfernt. Damals kam der Portugiese auf 59 Treffer. Am Sonntag im letzten Real-Spiel des Jahres gegen Sevilla kann Mbappé damit Geschichte schreiben. Wenigstens eine kleine Freude für den Klub, bei dem Trainer Xabi Alonso weiter um seine Zukunft bangen muss.
Schwere Ausschreitungen überschatten Pokalfinale in Kolumbien
Bei Ausschreitungen während des kolumbianischen Fußball-Pokalfinals in Medellín sind mindestens 59 Personen verletzt worden. Das teilten die Behörden nach der Partie am Mittwochabend zwischen Atlético Nacional und dem Lokalrivalen Deportivo Independiente Medellín (1:0) mit. Die Unruhen waren gegen Ende des Spiels ausgebrochen. Aufnahmen der Ausschreitungen, die in den Sozialen Medien geteilt wurden, zeigen Dutzende von Anhängern beider Mannschaften, die das Spielfeld im Atanasio-Girardot-Stadion stürmen und mit Gegenständen werfen. Die Bereitschaftspolizei war eingesetzt worden.
Laut Manuel Villa, Sicherheitsminister von Medellín, mussten 52 Fans behandelt werden. Die Polizei gab zudem an, dass sieben Beamte verletzt worden seien. Festnahmen wurden nicht gemeldet. Wie Villa erklärte, sollen Videoaufnahmen aus dem Stadion verwendet werden, um die Täter zu identifizieren. Der Vorfall trübte die Feierlichkeiten unter den 43.000 Zuschauern im Stadion. Die Zeremonie zur Verleihung des Copa-Colombia-Pokals an Atlético Nacional wurde aufgrund der Unruhen abgesagt. In Kolumbien ist es Auswärtsfans in der Regel untersagt, Duelle zwischen großen Mannschaften zu besuchen, um Zwischenfälle zu verhindern. Die Stadtverwaltung von Medellín hatte jedoch den Anhängern von Atlético Nacional, das als Auswärtsteam in die Partie am Mittwoch gegangen war, den Besuch des Spiels gestattet, um den Frieden im Fußball zu fördern.
Ein Jahr Sperre: Britin Dujardin feiert nach Peitschen-Skandal umjubeltes Comeback
Erstmals seit dem Ablauf ihrer Sperre wegen des skandalträchtigen Peitschen-Videos ist die Dressurreiterin Charlotte Dujardin wieder bei einem Weltcup-Turnier angetreten. Vor heimischem Publikum belegte die 40 Jahre alte Britin in London den zweiten Platz. Besser als Dujardin mit ihrem Pferd Alive and Kicking war in dem Grand Prix nur Doppel-Weltmeisterin Charlotte Fry mit Glamourdale. Bei der Siegerehrung mit den drei besten Paaren wurde Dujardin von den Zuschauern in der Excel-Halle ähnlich lautstark gefeiert wie Fry und die drittplatzierte Becky Moody. Die dreimalige Olympiasiegerin winkte lächelnd ins Publikum.
Dujardin hatte für den bisher größten Skandal der Dressurgeschichte gesorgt. Auf einem inzwischen mehrere Jahre alten Video war zu sehen, wie sie ein Pferd bei einem Training mehr als 24 Mal innerhalb einer Minute mit einer langen Peitsche schlug. Ein Anwalt aus den Niederlanden hatte den Vorfall im Auftrag einer unbekannten Klientin kurz vor den Olympischen Spielen in Paris publik gemacht. Dujardin selbst hatte anschließend zugegeben, dass sie die Person auf dem verstörenden Video war und ihr Verhalten unangemessen gewesen sei. Sie wurde für ein Jahr gesperrt. Seit Ablauf der Strafe war Dujardin bisher international nur bei zwei kleineren Turnieren in Frankreich und in den Niederlanden gestartet.
Rekord-Teenager schockt den College-Basketball
In der Basketball-Welt dachte man eigentlich, so jemanden wie Victor "Wemby" Wembanyama wird es nicht noch einmal geben. Doch wie die BBC berichtet, hat ein College-Basketballer in den USA einen neuen Höhenrekord aufgestellt: Olivier Rioux von den Florida Gators punktete am Mittwoch per Dunking. Mit seinen 2,36 Metern ist er nun der größte College-Basketballer, der jemals einen Punkt erzielt hat. Übrigens: Er ist damit sogar noch zwölf Zentimeter größer als "Wemby".
FIFA-Report: Spielerberater sahnen ordentlich ab
Spielerberater im internationalen Fußball haben 2025 so viel Geld verdient wie nie zuvor. Wie der Weltverband FIFA mitteilte, sind zwischen dem 1. Januar und 1. Dezember insgesamt 1,37 Milliarden US-Dollar (rund 1,167 Milliarden Euro) an Honoraren für Transfers geflossen. Dies seien mehr als 90 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und liege weit über dem bisherigen Rekordwert von 889,4 Millionen US-Dollar (758 Millionen Euro) aus dem Jahr 2023.
Der größte Anteil der Beraterhonorare wurde laut FIFA im europäischen Klub-Fußball gezahlt. Stärkster Treiber waren englische Vereine, die allein mehr als 375 Millionen US-Dollar (320 Millionen Euro) an Spielerberater gezahlt haben. Auf Platz zwei folgen deutsche Klubs mit 165 Millionen US-Dollar (rund 141 Millionen Euro).
Auch im Frauen-Fußball wurde mehr Geld an Vermittlerhonoraren ausgegeben als je zuvor. Laut FIFA-Statistik belief sich die Summe auf 6,2 Millionen US-Dollar (rund 5,3 Millionen Euro). Dies sei genau doppelt so viel 2024 und 13 Mal so viel wie 2020. Nach FIFA-Angaben waren mit Stand vom 4. Dezember 2025 weltweit 10.525 Vermittler lizenziert.
Portugal-Star widerspricht Cristiano-Ronaldo-These
Die These hält sich wacker: Die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft sei besser, wenn Cristiano Ronaldo nicht spielt. Schließlich gewann der Nations-League-Sieger ohne den alternden CR7 sein letztes WM-Quali-Spiel mit 9:1 gegen Armenien. Wieder ein Argument für die Ronaldo-Kritiker, oder? Manchester-United-Kapitän Bruno Fernandes sieht das anders. "Cristiano im Strafraum - das ist immer noch ein Spieler auf sehr hohem Niveau", sagte der Portugiese in einem Interview mit "Canal 11".
"Er bindet gegnerische Verteidiger und kreiert so Räume für seine Mitspieler", führt Fernandes aus. "Wenn Cristiano aber nicht spielt und Gonçalo (Ramos von PSG, Anmerk. d. Red.) in die Mannschaft rückt, dann ist er stark im Pressing und bei diagonalen Läufen." Genauso sei es, wenn Fernandes selbst ausgetauscht werde. Spielt Bernardo Silva für ihn, dann habe Portugal mehr Ballbesitz. "Mit allen ist es so. Alle Spieler haben Vor- und Nachteile - das gilt auch für Cristiano."
Saudi-Arabien setzt offenbar Rotstift bei ambitionierten WM-Stadien an
Eigentlich wollte Saudi-Arabien für die Fußball-Weltmeisterschaft 2034 groß und gigantisch bauen. Doch wie der britische "Guardian" berichtet, habe der Public Investment Fund (PIF), der Staatsfonds des Königreichs, darum gebeten, die Kosten zu reduzieren. Gleich mehrere Architekturbüros, die mit dem Bau der Stadien beauftragt wurden, sollen dem Bericht zufolge neue, billigere Entwürfe einreichen. Zudem seien den Baufirmen schon mitgeteilt worden, dass sich der Spatenstich in vielen Fällen im nächsten Jahr schon verzögern würde.
Es werde zudem spekuliert, schreibt der "Guardian", dass Saudi-Arabien möglicherweise die Gesamtzahl der Stadien reduziert. In der offiziellen Bewerbung an die FIFA war die Rede von 15 Arenen. In Katar 2022 gab es acht, in Nordamerika werden es im kommenden Jahr insgesamt 16 Veranstaltungsorte sein. Seit Katar ist aber auch die Zahl teilnehmenden Nationen von 32 auf 48 vergrößert worden. Wegen sinkender Ölpreise senkt der PIF derzeit seine Ausgaben, das ist der Grund für die Sparmaßnahmen. Eigentlich sollten elf Stadien neugebaut werden und vier renoviert.
Zwei Siege in Serie, doch Bauers Zukunft am Mittellandkanal ist ungewiss
Trotz zuletzt zwei Siegen in Serie ist beim VfL Wolfsburg noch keine Trainerentscheidung zugunsten von Interimscoach Daniel Bauer gefallen. "Wir stehen in gutem Austausch, hatten gute und konstruktive Gespräche", sagte Bauer. "Aber jetzt steht erst einmal das Spiel gegen Freiburg im Fokus. Wir wollen als Mannschaft mit drei Siegen in Serie in die Winterpause gehen, darauf liegt der Fokus. Und trotzdem führen wir gute Gespräche", sagte Bauer.
Der 43-Jährige hatte Anfang November die Nachfolge von Paul Simonis angetreten und aus vier Spielen sieben Punkte geholt. Zuletzt gab es zwei Siege gegen Union Berlin und bei Borussia Mönchengladbach. Es gilt daher als sehr wahrscheinlich, dass Bauer beim VW-Klub zur Dauerlösung wird. Mit einer Verkündung durch Geschäftsführer Peter Christiansen und den neuen Sportdirektor Pirmin Schwegler wird nun nach dem Freiburg-Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) gerechnet.
Arge Personalsorgen machen sich vor dem Bundesliga-"Topspiel" breit
RB Leipzig geht mit Personalsorgen in der Offensive in das letzte Bundesligaspiel des Jahres gegen Verfolger Bayer Leverkusen. Neben Shootingstar Yan Diomande, der bereits mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup weilt, fällt auch Außenstürmer Johan Bakayoko mit muskulären Problemen aus. "Vor dem Jahreswechsel macht es wenig Sinn, das übers Knie zu brechen", sagte Trainer Ole Werner vor dem Duell am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) über einen Einsatz des Belgiers. Damit fehlt Werner seine etablierte Flügelzange.
Gegen Leverkusen geht es für RB darum, den zweiten Tabellenplatz zu festigen. Mit einem Auswärtssieg könnten die Rheinländer an den Sachsen vorbeiziehen. "Es ist zum Jahresende eine richtige Aufgabe für uns und ein absolutes Topspiel, auf das man sich trotz der Personalsituation auf beiden Seiten freuen kann", betonte Werner. Mit seinem ersten halben Jahr in Leipzig zeigte sich Werner insgesamt "einverstanden". Er glaube, dass "wir uns da in die richtige Richtung bewegt haben. Aber da sind wir längst nicht am Ende. Und das ist auch eine gute Nachricht, dass du schon auch eine Mannschaft hast, in der noch wahnsinnig viel Potenzial schlummert", sagte Werner.
CL-Auslosung: Bayern-Frauen droht Horror-Halbfinale
Die Fußballerinnen des FC Bayern München treffen im Viertelfinale der Champions League auf Atletico Madrid oder Manchester United. Das ergab die Auslosung im schweizerischen Nyon. Der VfL Wolfsburg bekommt es in den Playoffs mit Juventus Turin zu tun. Die Münchnerinnen hatten sich am Mittwoch durch ein 3:0 über den norwegischen Pokalsieger Valerenga Oslo noch den vierten Platz der Ligaphase gesichert und sich so auf direktem Weg für die Runde der besten acht qualifiziert. Dort werden sie im Rückspiel Heimrecht haben.
Die Viertelfinalspiele werden am 24. und 25. März sowie am 1. und 2. April ausgetragen, zuvor entscheidet sich im Playoff-Duell zwischen Atletico und Manchester United, welches Team sich mit den Bayern duellieren wird. Auf Atletico waren die Münchnerinnen bereits während der Ligaphase getroffen (2:2). Bereits vor den Ziehungen der Loskugeln stand fest, dass der FC Bayern im Viertelfinale den Topteams OL Lyonnes und FC Barcelona aus dem Weg gehen wird, im Halbfinale aber könnten dann die Katalaninnen warten.
Vertragsverlängerung mit Erfolgstrainer spielt auf Schalke "aktuell keine Rolle"
Eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Trainer Miron Muslic ist bei Zweitliga-Tabellenführer FC Schalke 04 derzeit kein Thema. "Das spielt aktuell keine Rolle, weil beide Seiten mit der aktuellen Vertragssituation sehr, sehr zufrieden sind", sagte Sportvorstand Frank Baumann in einer Medienrunde.
Muslic, der die Gelsenkirchener vor der Saison übernahm, hat noch einen bis zum Sommer 2027 gültigen Kontrakt. Seine erfolgreiche Arbeit auf Schalke ist aber natürlich auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben.
Baumann mache sich keine Sorgen, "dass Miron hier mit den Gedanken nicht zu 100 Prozent bei Schalke ist und das auch über den Winter und über den Sommer hinaus", sagte der frühere deutsche Nationalspieler.
Trainer schwärmt von "fast unmenschlichem" Kampf gegen FCB
Urs Fischer blickt positiv auf die Leistung seiner Mannschaft im Spiel gegen Bayern: "Sie haben wirklich ihr Herz auf dem Platz liegen lassen". Der Mainz-05-Trainer meint, solche Erfolgserlebnisse und Resultate seien enorm wichtig, "das nur mit Worten hinzubekommen, ist unheimlich schwierig".
Irre Serie des FC Bayern hält seit über 40 Jahren
Es ist eine schier unglaubliche Serie, die der FC Bayern in den vergangenen Jahrzehnten da aufgebaut hat: Seit über 41 Jahren hat der deutsche Rekordmeister sein letztes Bundesliga-Spiel vor der Winterpause nämlich nicht mehr verloren. Bis auf einige wenige Unentschieden zeigte sich der Branchenprimus in der letzten Partie eines Kalenderjahres immer höchst fokussiert und holte vor Weihnachten noch viele wichtige Siege.
So liegt die letzte Niederlage im letzten Bundesliga-Spiel vor dem Jahreswechsel so lange zurück, dass sie in einer komplett anderen Fußball-Epoche stattfand.
Am 11. Dezember 1984, bei der 2:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach im altehrwürdigen Bökelbergstadion, stand noch Udo Lattek an der Seitenlinie beim FC Bayern, während Gladbach von einem gewissen Jupp Heynckes gecoacht wurde. Gegen wen es seitdem immerhin mal nur ein Unentschieden gab, lesen Sie bei unseren Kollegen von sport.de.
"Wäre richtig geil": Basketball-Held hat großen Wunsch
Eine Weltmeisterschaft vor eigenem Publikum? Mit dieser Idee kann Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder sehr viel anfangen. "Das wäre natürlich schon geil", sagte der Basketballstar der Augsburger Allgemeinen zu möglichen Plänen. Zuletzt hatte Präsident Ingo Weiss von Überlegungen des Deutschen Basketball Bundes (DBB) berichtet, sich für das Jahr 2031 gemeinsam mit einem anderen Land wie beispielsweise Spanien für ein solches Turnier zu bewerben.
"Wir haben ja bei der Europameisterschaft 2022, die unter anderem in Berlin und Köln stattfand, leider 'nur' Bronze geholt. Das hat schon ein bisschen weh getan. Ein Jahr später wurde es dann bei der WM in Manila Gold", so Welt- und Europameister Schröder: "Von dem her wäre es sowohl für unsere Fans als auch das, was wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, schon eine sehr geile Sache, wenn wir vor heimischer Kulisse spielen dürften."
Wie Harry Kane Torhüter beim Elfmeter verzweifeln lässt
Harry Kane vom Punkt - ein perfektes Ritual: eiskalter Blick, tiefer Atemzug, kontrollierter Anlauf. Jeder Schritt sitzt, der finale Blick gilt dem Keeper. Dann der Schuss: kompromisslos, präzise, unhaltbar. Kein Wunder, dass Kane in der Bundesliga vom Punkt noch nie verfehlt hat.
Irres Gerücht: Goretzka steht vor Transfer-Hammer
Transfer-Hammer im Januar? Der FC Bayern würde Nationalspieler Leon Goretzka angeblich bereits im Winter ziehen lassen.
Das berichtet Transfer-Experte Ekrem Konur bei X. Ihm zufolge gibt es Interesse von Fenerbahce und Galatasaray aus der Türkei sowie den italienischen Spitzenklubs SSC Neapel und Juventus sowie aus der englischen Premier League an Goretzka. Galatasaray ist Konur zufolge aber wohl der aussichtsreichste Kandidat. Dort kickt seit dem Sommer Goretzkas Kumpel Leroy Sané.
Über eine mögliche Winter-Offerte der Istanbuler hatte zuletzt auch das türkische Portal "Fanatik" berichtet. Demnach wolle Gala Goretzka "so schnell wie möglich" eine Offerte unterbreiten. Dem FC Bayern soll ein vorzeitiger Abschied des 30-Jährigen, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, mit einer Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro schmackhaft gemacht werden.
Hilflose Darts-Ikone Raymond van Barneveld geht bei WM krachend unter
Darts-Ikone Raymond van Barneveld ist bei der WM in London krachend gescheitert. Der fünfmalige Weltmeister aus den Niederlanden unterlag im Alexandra Palace in der ersten Runde dem Schweizer Außenseiter Stefan Bellmont klar mit 0:3 und gewann dabei lediglich zwei Legs. Bellmont zog als erster Schweizer Dartsspieler der Geschichte in die 2. Runde beim Jahreshöhepunkt ein.
Van Barneveld (58) muss sich nach einem absolut enttäuschenden Jahr hingegen einmal mehr Gedanken über seine Zukunft machen. Eigentlich hatte er nach der WM 2020 seinen Rücktritt angekündigt, doch ein Jahr später kehrte er zurück - aus Geldsorgen. Für das Erstrundenaus gibt es immerhin noch 15.000 Pfund.
Fast unmöglicher Treffer: Jamie Leweling packt den 122-km/h-Hammer aus
Ein Anlauf, ein Schuss - und plötzlich steht die Bundesliga Kopf: Jamie Lewellings 32-Meter-Geschoss schlägt mit 122 km/h ein, ein Tor mit nur 1,6 Prozent Trefferwahrscheinlichkeit. Es wird zum unwahrscheinlichsten Treffer der Saison - und sieht selbst in Zeitlupe noch aus wie ein Raketenstart.
41-Jähriger mit Blitz-Abschied: Brasilianische "Legende des Weltfußballs" will zurück nach Europa
Der frühere brasilianische Nationalspieler Thiago Silva hat seinen Vertrag beim Traditionsklub Fluminense vorzeitig beendet. Der 41-Jährige war erst im Juli 2024 zu seinem Ausbildungsverein zurückgekehrt und hatte ursprünglich einen Vertrag bis Juni 2026 unterschrieben. Nach Angaben brasilianischer Medien strebt der ehemalige Abwehrchef nun eine Rückkehr nach Europa an.
"Thiago Silva, der im vergangenen Jahr als Legende des Weltfußballs zum Klub zurückgekehrt ist, hinterlässt ein Erbe voller Hingabe und Liebe für Fluminense", hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Der Verteidiger hatte seinen Vertrag demnach bereits am Dienstag aufgelöst.
Silva begann seine Karriere 1998 in der Jugend des Klubs und spielte von 2006 bis 2008 erstmals für die Profis. Nach Stationen beim AC Mailand (2009–2012) und Paris Saint-Germain (2012–2020) wechselte er zu Chelsea, wo er über 150 Spiele bestritt und unter anderem die Champions League, die Klub-WM und den europäischen Supercup gewann. Für Brasilien spielte er bei vier Weltmeisterschaften.
"Wird so nicht weitergehen": Eintracht kündigt härtere Gangart gegen eigene Fans an
Nach dem Fan-Ausschluss für zwei internationale Auswärtsspiele hat Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt eine härtere Gangart im Umgang mit den eigenen Anhängern angekündigt. "Klar ist, dass es nach der dritten Strafe dieser Art seit 2019 so nicht weitergehen wird. Wir werden deutliche und zielgerichtete Anpassungen vornehmen, die wir sehr zeitnah im Detail festlegen", kündigte Frankfurts Vorstandsmitglied Philipp Reschke an.
Wegen der jüngsten Vorfälle beim Königsklassen-Gastspiel beim FC Barcelona hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) den im Februar dieses Jahres zur Bewährung ausgesetzten Fan-Ausschluss für ein Europacup-Auswärtsspiel der Hessen in Kraft gesetzt und dem Verein den Ticket-Verkauf an Auswärtsfans für eine weitere internationale Partie verboten.
Schon 2019 mussten die Frankfurter in der Europa League bei zwei Auswärtsspielen auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten. Damals schloss die UEFA die Eintracht-Anhänger für die Gastspiele bei Standard Lüttich und beim FC Arsenal aus. Vorausgegangen waren Ausschreitungen während der Partie beim portugiesischen Vertreter Vitoria Guimaraes.
"Unerträgliche Beleidigungen und Bedrohungen": Boss von Traditionsklub tritt zurück
Der Vorsitzende des kriselnden Traditionsklubs Celtic Glasgow hat nach massiven Anfeindungen seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. "Ich gebe das mit großer Traurigkeit bekannt", wurde Peter Lawwell auf der Homepage der Schotten zitiert, aber "Beleidigungen und Drohungen aus einigen Kreisen haben zugenommen und sind nun unerträglich geworden."
Die Drohungen hätten "meine Familie erschreckt und beunruhigt. An diesem Punkt meines Lebens brauche ich das nicht", sagte der 66-Jährige. Lawwell war von 2003 bis 2021 Geschäftsführer der Hoops, 2023 kehrte er als Vorsitzender zurück.
Der Rücktritt erfolgt in einer sportlich und strukturell schwierigen Phase für Celtic. Der Klub, der 13 der letzten 14 Meistertitel gewonnen hat, war in der Champions-League-Qualifikation an Qairat Almaty gescheitert, Trainer Brendan Rodgers verließ den Verein im Oktober im Streit mit dem Vorstand.
Nachfolger Wilfried Nancy startete mit vier Niederlagen, darunter das verlorene Ligapokal-Finale gegen St. Mirren und ein 1:2 bei Dundee United am Mittwochabend. In der heimischen Liga liegt Celtic sechs Punkte hinter Tabellenführer Heart of Midlothian, hat aber auch ein Spiel weniger absolviert.