"Noch nie erlebt": Eintracht Frankfurt fährt mit Rumpftruppe zum FC Bayern
Eintracht Frankfurt muss in der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liviticker auf ntv.de) bei Spitzenreiter Bayern München auch auf Kapitän Robin Koch verzichten. Der Innenverteidiger habe sich "sehr krank gefühlt, hatte heute Fieber und ist keine Option", sagte Trainer Albert Riera, der mit der aktuellen Verletzungsmisere mit den Ausfällen von Koch, Arthur Theate (Knieverletzung), Ansgar Knauff (Bauch-OP) und Rasmus Kristensen (Sprunggelenkverletzung) haderte.
"Sowas ist mir in meinen fünf Jahren als Trainer noch nie passiert", sagte der Spanier, den vor allem die teils "blöden" Entstehungen nerven: "Ich will keine Ausreden suchen, aber wir hatten kein Glück mit Verletzungen." Zu Wochenbeginn habe er bereits gesagt, er müsse "statt zum Arzt zu gehen, um meine Spieler zu sehen, eher zur Kirche gehen, um zu beten. Denn ehrlich, was hier passiert, ist nicht normal." Insbesondere den im Bauchraum operierten Knauff hob Riera dabei als Beispiel hervor. "Du hast einen freien Tag, sitzt auf dem Sofa und bist ein guter Familienvater - und dann bekommst du auf einmal Bauchschmerzen und brauchst eine Operation", sagte der 43-Jährige.
Die seltsame Zunge der Sensationssiegerin - und wieso sie sich verfärbte
Dass manche ihrer Jubelfotos einen kleinen Makel hatten, konnte Olympiasiegerin Daniela Maier leicht verschmerzen. "Das sieht man?", fragte die Schwarzwälderin nach ihrem Triumph im Skicross und klärte lachend auf, was ihre Zunge so rot gefärbt hatte. "Ich war davor ja ein bisschen krank und musste einfach schauen, dass ich den Hals ein bisschen geschmeidig halte. Deswegen gab es ein paar Halslutschtabletten."
Runde für Runde hatte sich die 29-Jährige am Freitag im Livigno Snow Park vor der Konkurrenz behauptet und sich im Finale schließlich vor der Schweizerin Fanny Smith und der Schwedin Sandra Näslund durchgesetzt. Dabei war Maier geschwächt von ihrer Erkältung in den Tag gestartet: "Nach dem Seeding Run hat sich die Lunge gemeldet", erzählte Maier, "es war sau anstrengend. Ich musste schauen, dass ich mich mit Halslutschtabletten gut versorge." Das habe "gut geklappt", sagte sie erleichtert. Den Beweis trug sie um den Hals - und auf der Zunge.
Lindsey Vonn erneut beinahe sechs Stunden operiert
Speed Queen Lindsey Vonn ist erneut erfolgreich an ihrem schwer verletzten linken Bein operiert worden. Der Eingriff habe "etwas mehr als sechs Stunden" gedauert, schrieb die US-Amerikanerin am Freitag bei Instagram, der behandelnde Arzt habe einen "unglaublichen Job" gemacht.
Das belegt Vonn mit Röntgenbildern, die zahlreiche Schrauben in ihrem Bein zeigen. Wegen der Schwere des Eingriffs müsse sie noch ein wenig in der Klinik bleiben, berichtete Vonn, es gehe in "Babyschritten" vorwärts. Was genau bei dem Eingriff passiert sei und was das bedeute, wolle sie "bald" erklären.
Die 41-Jährige war in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo schwer gestürzt und hatte sich bereits in Italien mehreren Operationen unterziehen müssen. Inzwischen wurde sie in ihre Heimat überführt. Dass dort weitere Eingriffe erfolgen würden, hatte sie angekündigt.
Weltmeister verlässt Deutschland
Der Handball-Welt- und Europameister Magnus Landin wird den THW Kiel im Sommer nach acht Jahren verlassen und in seine dänische Heimat zu Aalborg Handbold wechseln. Das gaben der deutsche Rekordmeister und der 30 Jahre alte Linksaußen bekannt.
"Es ist kein Geheimnis, dass ich gerne beim THW Kiel geblieben wäre", sagte Landin. "Aber aus verschiedenen sportlichen wie auch persönlichen Gründen habe ich mich nun entschieden, nach Aalborg zurückzukehren. Die Möglichkeit, noch einmal mit meinem Bruder Niklas Landin in einer Mannschaft zu spielen, bekomme ich wahrscheinlich auch nicht mehr oft geboten." Landin gewann in seiner Karriere mit dem THW Kiel unter anderem die Champions League und dreimal die deutsche Meisterschaft. Mit der Nationalmannschaft Dänemarks holte er Olympia-Gold, WM- und EM-Titel. "Im gesamten Prozess haben wir uns regelmäßig offen und ehrlich ausgetauscht", sagte Kiels Geschäftsführer Viktor Szilagyi. "Letztendlich konnte unser Angebot für eine Verlängerung das Gesamtpaket in Aalborg aus Heimat, Sport und Familie aber nicht schlagen."
US-Freestyler lässt sich von Donald Trump gar nichts gefallen
Hunter Hess formte mit zwei Fingern ein "L" vor seiner Stirn, nach seinem ersten Lauf im Livigno Snow Park sendete der US-amerikanische Ski-Freestyler damit eine provokante Botschaft in Richtung Donald Trump. "Anscheinend bin ich ein Loser", sagte der 27-Jährige Hess, nachdem er sich am Freitag als Fünfter souverän für das Halfpipe-Finale qualifiziert hatte - und reagierte damit ironisch auf die jüngste Kritik des US-Präsidenten.
Trump hatte Hess eine Woche zuvor auf seiner Plattform Truth Social als "echten Loser" bezeichnet, nachdem der Olympia-Debütant zu Beginn der Winterspiele in Norditalien erklärt hatte, wegen der politischen Lage in den USA gemischte Gefühle beim Start für sein Land zu haben. "Nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was in den USA vor sich geht", sagte Hess auf einer Pressekonferenz.
Die öffentliche Diskussion und Kritik habe ihn in der Vorbereitung auf seinen Wettkampf zwar belastet, aber gleichzeitig auch angespornt. "Ich habe so hart dafür gearbeitet, hier zu sein. Ich habe mein ganzes Leben geopfert, um diesen Moment zu erleben", sagte Hess - und stellte klar: "Ich werde mich von solchen Kontroversen nicht beirren lassen. Ich liebe die Vereinigten Staaten von Amerika. Das kann ich gar nicht oft genug sagen."
Biathlon-Boss in Rage wegen "inakzeptabler" Nachrichten
Felix Bitterling, Sportdirektor des deutschen Biathlon-Teams, hat die zunehmende Verunglimpfung seiner Athletinnen und Athleten in den Sozialen Medien angeprangert. "Was sicher nicht hilft ist, und es nimmt leider zu, dass bei dem kleinsten Misserfolg Hunderte von Hassnachrichten auf diese Mannschaft einprasseln, zu mir, zu den Athleten in allererster Linie. Das ist total inakzeptabel", sagte Bitterling vor dem Massenstart-Rennen der Männer bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo im ZDF.
Dies sei, fügte der 44-Jährige an, "wirklich unter der Gürtellinie. Wir reden hier über Sport und es sollte auch Sport bleiben. Man kann uns gerne kritisieren für das, was wir nicht gut machen, aber bitte auf einem gewissen Niveau." Das DSV-Team hatte vor den beiden abschließenden Massenstarts in Antholz nur eine Medaille geholt, Bronze mit der Mixed-Staffel.
WM-Rekordtorschütze Klose kritisiert DFB: "Viele Spiele waren nichts"
Miroslav Klose sieht bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Luft nach oben. "Da waren Spiele dabei, wo ich sage, die waren nichts". Auch klare Führungsspieler müssten sich noch finden: "Da gibt es nicht viele, die das Amt übernehmen können".
Trainer will nicht über statistisch unmöglichen Klassenerhalt sprechen
Nur 13 Punkte nach 22 Spielen - mit einer solchen Ausbeute hat sich in der Fußball-Bundesliga seit Einführung der Drei-Punkte-Regel kein Verein mehr retten können. Doch von einem statistisch unmöglichen Klassenerhalt will Trainer Frank Schmidt vom Schlusslicht 1. FC Heidenheim nichts wissen. "Nächste Frage" antwortete der 52-Jährige darauf angesprochen.
Sei es die schlechteste Defensive, die schlechteste Offensive oder neun sieglose Spiele in Folge: "Solche Statistiken interessieren mich nicht", betonte Schmidt vor dem schwierigen Heimspiel des Tabellenletzten gegen den VfB Stuttgart am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de). Es gebe schließlich "noch kein Ergebnis. Und solange es noch kein Ergebnis gibt, ob im Spiel oder in der Saison, müssen wir alles aus uns herausholen. Ob es dann reicht, wird man sehen."
Seine Mannschaft, die sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz liegt, müsse immer wieder "bereit sein, einen neuen Anlauf zu unternehmen", forderte Schmidt: "Es ist eine schwere Situation und jetzt müssen wir uns irgendwo mal dieses Quäntchen Glück erarbeiten." Man habe, so der FCH-Coach, "trotz der negativen Ergebnisse der letzten Wochen sehr viel dafür getan, dass das Pendel mal in unsere Richtung ausschlägt."
Wettbewerb unterbrochen: Erneut schwerer Sturz bei Olympia
Die olympischen Halfpipe-Wettbewerbe in Livigno sind von einem weiteren schweren Sturz überschattet worden. Der neuseeländische Ski-Freestyler Finley Melville Ives schlug in seinem zweiten Qualifikationslauf bei der Landung nach einem Trick hart auf die Eisröhre auf und verlor dabei Ski und Stöcke.
Medizinisches Personal behandelte den Weltranglistenersten mehrere Minuten. Der Wettbewerb war in der Folge unterbrochen, ehe Ives auf einer Trage vom Kurs gebracht wurde. Angaben zum Zustand des 19-Jährigen lagen zunächst nicht vor. Es war bereits der zweite schwere Zwischenfall innerhalb von zwei Tagen. Am Vortag war die Kanadierin Cassie Sharpe im Qualifying der Frauen gestürzt. Die Olympiasiegerin von 2018 und Silbermedaillengewinnerin von 2022 hatte mehrere Minuten regungslos im Schnee gelegen und war minutenlang behandelt worden. Das Kanadische Olympische Komitee (COC) teilte später mit, die 33-Jährige befinde sich in einem "stabilen Zustand".
"Unglaublich": Hjulmand würdigt verstorbenen deutschen Trainer mit großen Worten
Bayer Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand hat vor der Partie bei Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) noch einmal an Trainer-Legende Sepp Piontek erinnert. Der Tod des langjährigen dänischen Nationaltrainers hat Leverkusens Chefcoach sehr berührt. "Er war ein großer deutscher Coach in Dänemark. Er wird immer in unserer Erinnerung bleiben. Meine Gedanken sind bei seiner Familie", sagte Bayers dänischer Trainer am Freitag.
Piontek habe die dänische Kultur und die deutsche Disziplin miteinander verbunden. "Er hat den dänischen Fußball maßgeblich geprägt. Das war unglaublich", befand Hjulmand.
Piontek starb im Alter von 85 Jahren. In Deutschland hatte er nach seiner Zeit als Profi bei Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf und dem FC St. Pauli gearbeitet. Als Nationaltrainer Dänemarks war er der Begründer des "Danish Dynamite", der offensiven Spielweise der Nationalmannschaft. 1984 wurde er als Deutscher in Dänemark zum "Dänen des Jahres gewählt".
"Lebensziel": Deutsche Fahnenträger stehen fest
Die Rekordrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt werden die deutsche Fahne bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele tragen. Die beiden 38-Jährigen hatten im Doppelsitzer mit der Teamstaffel auf der Eisbahn von Cortina ihr siebtes Gold gewonnen und damit Rodlerin Natalie Geisenberger als erfolgreichste deutsche Olympiateilnehmerin abgelöst. Hinzu kam Bronze im Doppelsitzer. Die Schlussfeier findet am Sonntagabend im antiken Amphitheater von Verona statt.
Wendl, der auch als Fahnenträger für die Eröffnungsfeier nominiert gewesen war, und Arlt sprachen von einer "riesigen Ehre" und erklärten ergriffen: "Es war ein Lebensziel von uns, die deutsche Mannschaft als Fahnenträger anführen zu dürfen. Dass wir das nun zum Abschluss unserer olympischen Karrieren erfüllen können, ist mindestens so viel wert wie der Olympiasieg hier."
Wendl und Arlt kündigten bereits an, dass diese Olympischen Spiele ihre letzten waren. Stattdessen plant das bayerische Doppelsitzer-Duo ein Karriereende auf der noch im Wiederaufbau befindlichen Bahn am Königssee.
Heftiger Sturz auf den Kopf: Ski-Freestylerin ist in "stabilem Zustand"
Nach ihrem heftigen Sturz in der Qualifikation für das olympische Halfpipe-Finale befindet sich Ski-Freestylerin Cassie Sharpe in einem "stabilen Zustand". Dies teilte das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit. Sie werde vom medizinischen Personal des COC und von Freestyle Canada untersucht, hieß es weiter. Weitere Informationen gebe es derzeit bisher nicht.
Die 33 Jahre alte Olympiasiegerin von 2018 fiel bei der Landung nach einem Trick hin und schlug dabei hart mit dem Kopf auf die Eisröhre. Sharpe wurde zunächst behandelt und nach rund zehn Minuten in einer Trage weggefahren. Als sie dabei mit beiden Armen winkte und den Kopf leicht hob, jubelten die Zuschauer erleichtert.
Schon bei den Snowboard-Wettbewerben in der Halfpipe von Livigno war es mehrfach zu schweren Stürzen gekommen. Der Australier Cameron Bolton brach sich dabei zwei Halswirbel.
Ukraine fühlt sich verraten und boykottiert Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele
Das ukrainische Team wird aus Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele boykottieren. "Das ukrainische Paralympics-Team und das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine boykottieren die Eröffnungsfeier der 14. Paralympischen Winterspiele und fordern, dass die ukrainische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Paralympics 2026 nicht verwendet wird", schrieb das Ukrainische Paralympische Komitee in einem am Freitag veröffentlichten Statement.
Zuvor hatten bereits ukrainische Regierungsvertreter ihr Fernbleiben von sämtlichen offiziellen Veranstaltungen der Paralympics (6. bis 15. März) angekündigt. Die Ukraine fühlt sich angesichts der Teilnahme von Russen und Belarussen unter eigener Flagge an den Winterspielen verraten. Für die Wettkämpfe werde man nach eigenen Angaben dennoch mit einer Delegation von 36 Sportlerinnen und Sportlern, 22 Trainern sowie weiteren Betreuern nach Norditalien reisen.
"Wir werden für die sportlichen Siege der ukrainischen Athleten bei den XIV. Paralympischen Winterspielen kämpfen und uns gemeinsam mit Athleten anderer Länder für die Grundsätze der Gerechtigkeit im paralympischen Sport einsetzen", hieß es in dem Statement. Gleichzeitig sei man "allen Ländern Europas und der Welt dankbar für ihre Solidarität im Kampf gegen die militärische Aggression Russlands und seine Drohungen gegenüber europäischen Ländern".
"Ohne die Familie Hopp ...": Hoffenheim-Boss malt düsteres Bild
Trotz der angestrebten Unabhängigkeit von Dietmar Hopp hängt das Wohl und Wehe des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim auch zukünftig am milliardenschweren Gesellschafter sowie dessen Nachkommen. Das ist jedenfalls die Einschätzung von Geschäftsführer Andreas Schicker. "Ohne die Familie Hopp würde man die TSG in ein paar Jahren nicht mehr in der Bundesliga sehen", sagte der Österreicher der "Rhein-Neckar-Zeitung."
Der mittlerweile 85 Jahre alte Hopp hat in den vergangenen Jahren zwar immer wieder betont, dass die TSG auf eigenen Füßen stehen müsse - dem Klub in dieser Zeit aber mehrfach finanziell aus der Patsche geholfen. Auch im vergangenen Sommer benötigte die TSG die Unterstützung Hopps, der mittlerweile eine halbe Milliarde Euro in den Verein gesteckt haben soll.
"Ich bin überzeugt, dass es Jahre geben wird, in denen das gelingt. Und es wird Jahre geben, in denen man Unterstützung benötigt", antwortete Schicker auf die Frage, ob sich die TSG selbstständig tragen könne.
"Spiele, wo ich lieber nichts sage": Weltmeister blickt skeptisch aufs DFB-Team
Der frühere Nationalstürmer Miroslav Klose blickt angesichts der jüngsten Leistungen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft skeptisch auf die WM im Sommer. "Es waren Spiele dabei, wo ich lieber nichts sage. Die waren nicht so, wie ich Deutschland gerne sehe", sagte der Rekordtorjäger des DFB-Teams gegenüber RTL/ntv.
Es müsse "eine Ehre sein, für Deutschland zu spielen", betonte Klose: "Das darf nicht selbstverständlich sein." Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte in der Qualifikation für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada selten überzeugt.
Bis zum WM-Auftakt gegen Neuling Curacao am 14. Juni in Houston sieht Klose das deutsche Team zudem noch "auf der Suche" nach möglichen Führungsspielern. "Es gibt nicht viele, die dieses Amt übernehmen können, die Führung für Deutschland. Deswegen braucht es Spieler, die da reinwachsen müssen – vor allem bei einer jungen Mannschaft", sagte der Trainer des 1. FC Nürnberg.
Das sind die größten Profiteure der Olympia-Geldmaschine
Die Olympischen Winterspiele sind ein Sportspektakel der Extraklasse - und eine gigantische Geldmaschine. Laut Prognosen dürften sie dem diesjährigen Austragungsland Italien ein Plus von mehr als fünf Milliarden Euro bescheren. ntv verrät, wer zu den größten Olympia-Profiteuren gehört.
Volle BVB-Wucht im leeren Stadion: Als Hacken und Haaland die roten Bullen bändigten
Es ist der 15. Spieltag der Bundesliga-Saison 2020/21, mitten in der Corona-Krise. Das Stadion in Leipzig ist leer, RB hat sich aber viel vorgenommen. Doch das Zaubertrio Reus-Sancho-Haaland des BVB hat andere Pläne. Famose Hackentricks und drei Tore später steht der bis heute letzte Sieg Dortmunds in Sachsen zubuche.
Deutschland ist der olympische "Blechkönig"
Nah dran ist auch vorbei: Nichts tut bei Olympischen Spielen mehr weh als der vierte Platz. Kein Wunder, dass er gemeinhin "der undankbare" genannt wird: Eine Top-Leistung, für die es trotzdem keine Medaille gibt. Wer wüsste das besser als das Team D bei den Winterspielen von Mailand und Cortina?
Keine Nation hat bisher mehr vierte Plätze zu verzeichnen als Deutschland, der Focus schreibt von den "Blechkönigen". Elfmal sind deutsche Athletinnen oder Athleten in den 95 Entscheidungen bis zum späten Donnerstagabend haarscharf am Podest vorbeigeschrammt - Vierter geht's nicht. Es folgen Norwegen (neun), Gastgeber Italien und die Schweiz (jeweils acht).
Am härtesten hat es die Biathleten erwischt: Vanessa Voigt im Einzel und in der Staffel, dazu noch die Staffel der Männer - dreimal gab es "Holz". Die Skispringer verpassten eine Medaille im Mixed Team und im Super Team knapp, somit ist auch der gefeierte Normalschanzen-Olympiasieger Philipp Raimund zweimal Vierter geworden. Zudem erwischte es die Frauen-Staffel im Langlauf, Snowboarderin Annika Morgan im Slopestyle und Tatjana Paller im Skibergsteigen.
Sogar im "Goldkanal" von Cortina gab es reihenweise Blech: Für die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert/Florian Müller, für Hannah Neise im Skeleton und für Lisa Buckwitz im Monobob.
Pokalheld will Bürgermeister werden
Der frühere Fußball-Torwart Jörg Sievers wechselt mit 60 Jahren in die Politik. Der Pokalheld von Hannover 96 wird für die CDU bei der Bürgermeister-Wahl in Springe kandidieren, einer 30.000-Einwohner-Stadt in der Region Hannover. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" hatte zuerst darüber berichtet. Sievers bestätigte seine Kandidatur bei bild.de.
"Ja, das stimmt. Ich war schon immer politisch interessiert und bin ja auch seit einigen Jahren Mitglied in der CDU", sagte der langjährige Torwart und Torwarttrainer der 96er. Die Kommunalwahlen in Niedersachsen finden am 13. September statt.
Für seinen Klub bestritt Sievers von 1989 bis 2003 insgesamt 493 Profispiele von der ersten bis zur dritten Liga. Berühmt wurde er, als Hannover 96 als Zweitligist 1992 den DFB-Pokal gewann und Sievers im Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach zwei Elfmeter hielt.
Bereits beim Halbfinal-Erfolg gegen Werder Bremen hatte der Torwart beim Elfmeterschießen einen Schuss gehalten und den entscheidenden Treffer zum 6:5 selbst erzielt.