Polarisierender Skandalsprinter darf zwei Jahren nicht starten
Der frühere 100-Meter-Weltmeister Fred Kerley ist wegen Verstößen gegen die Meldepflichten für zwei Jahre gesperrt worden. Dies hat die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes mitgeteilt. Der 30-Jährige war bereits seit dem 12. August vorigen Jahres suspendiert, weil er dreimal nicht für Dopingkontrollen zur Verfügung stand. Seine Sperre endet am 11. August 2027.
In der Mitteilung der AIU hieß es, Kerley habe sich nachlässig und zu einem gewissen Maß sorglos verhalten. Der Olympia-Dritte von Paris hatte bei seiner Suspendierung dagegen erklärt, er habe weder fahrlässig gehandelt noch habe der Anti-Doping-Beauftragte alles dafür getan, um ihn an seinem angegebenen Aufenthaltsort ausfindig zu machen.
Auch jenseits der Leichtathletik hatte Kerley für Aufsehen gesorgt, weil er im vorigen Jahr auch zweimal von der Polizei festgenommen worden war. Bei den umstrittenen Enhanced Games im Mai in Las Vegas will Kerley antreten. Dort sollen Weltrekorde auch mit Hilfe von Dopingmitteln aufgestellt werden. Kerley war der erste Leichtathlet und der erste amerikanische Mann, der für das umstrittene Event gemeldet hatte.
Der Sprinter gewann in seiner Karriere dreimal WM-Gold - zweimal mit der Staffel, 2022 in Eugene über die 100 Meter. Bei Olympia 2021 in Tokio holte er die Silbermedaille.
Schalker Mitspieler scherzt über angeschlagenen Edin Dzeko
Dank Edin Dzeko hat Schalke 04 den nächsten Schritt auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga gemacht. Der prominente Winterzugang erzielte beim 1:0 (1:0) gegen Arminia Bielefeld den Siegtreffer. Elf Tage vor seinem 40. Geburtstag traf der Bosnier bereits zum fünften Mal für die Königsblauen, die ihren Vorsprung an der Tabellenspitze der 2. Liga vorerst auf zwei Punkte ausbauten. "Er ist immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird", sagte Kapitän Kenan Karaman bei Sky über den Matchwinner, der nach dem Spiel über Rückenprobleme klagte. "Er ist ein alter Mann", scherzte Mittelfeldspieler Ron Schallenberg, der sich vor allem über das erste Spiel ohne Gegentor seit dem Rückrundenauftakt freute: "Wir hatten heute das Gefühl, das wir in der Hinrunde ganz oft hatten, das hat uns stark gemacht."
Die Gelsenkirchener setzten damit ihre eindrucksvolle Heimserie fort: Seit neun Spielen sind sie in der erneut ausverkauften Veltins Arena ungeschlagen. Die Gäste aus Ostwestfalen kassierten die dritte Niederlage in Folge.
Letzter Schuss geht Biathlet Nawrath richtig auf den Sack
Biathlet Philipp Nawrath hat auch im ersten Rennen nach den Olympischen Winterspielen das Podest verpasst. Der 33-Jährige vergab beim Weltcup in Kontiolahti im Einzel die Chance nach ganz vorne einmal mehr am Schießstand. Der Olympiafünfte leistete sich zwei Fehler und musste sich trotz bester Laufleistung im Rennen über 20 Kilometer mit Rang fünf begnügen.
"Es ist ärgerlich, dass der letzte Schuss daneben geht. Ich habe noch einmal abgesetzt und versucht, den Treffer zu setzen. Das habe ich an dem Rennen auszusetzen", sagte Nawrath im ZDF. Ansonsten habe er aber "richtig starke Ski gehabt. Das hat richtig Spaß gemacht."
Der Sieg ging an den überragenden Franzosen Eric Perrot, der mit fehlerfreier Schießleistung vor den beiden Norwegern Sturla Holm Lägreid (0/+29,9 Sekunden) und Vetle Sjaastad Christiansen (0/+47,9) triumphierte. Nawrath hatte 2:19,6 Minuten Rückstand. Perrot, Olympiazweiter im Einzel, sicherte sich durch seinen vierten Saisonsieg die kleine Kristallkugel in der Einzelwertung. Zudem baute der 24-Jährige seinen Vorsprung im Gesamtweltcup aus.
Riesiger Umbau: So ersetzt der FC Bayern Superstürmer Harry Kane
Bayern-Trainer Vincent Kompany setzt im Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) auf Nicolas Jackson als Ersatz für den verletzten Harry Kane. Der Senegalese steht erstmals seit Anfang Dezember in einem Liga-Spiel in der Münchner Startelf, nachdem Kane wegen eines Schlags auf die Wade erstmals in dieser Saison im Kader des Fußball-Rekordmeisters fehlt.
Vier Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Atalanta Bergamo nimmt Kompany sieben Änderungen an seiner Startelf vor. Neben Jackson beginnen im Vergleich zum 3:2-Sieg im Klassiker bei Borussia Dortmund Min-Jae Kim, Tom Bischof, Leon Goretzka, Lennart Karl und Jamal Musiala. Zudem steht Kapitän Manuel Neuer nach seinem Muskelfaserriss wieder im Tor, er ersetzt Jonas Urbig.
Fastenbrechen auf Schalke: Zweitliga-Spiel wird unterbrochen
In der 24. Minute wird das Zweitliga-Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und Arminia Bielefeld kurz unterbrochen (Stand 1:0). Grund dafür ist das Fastenbrechen im Ramadan. Sechs Fußballer aus dem Aufgebot der Gelsenkirchener, die um diese kurze Pause zur Aufnahme von Essen und Getränken gebeten haben.
Eine Regel oder explizite Anweisung an die Schiedsrichter, ob es für das Fastenbrechen eine Unterbrechung gibt, gibt es in der Bundesliga nicht, erklärte DFB-Schiedsrichterlehrwart Lutz Wagner bereits im vergangenen Jahr gegenüber ntv.de. Doch für die Schiedsrichter stünde immer die Gesundheit der Spieler im Vordergrund. Entsprechend entscheidet er auch nach Absprache mit Spielern und Offiziellen, ob und wann es anlässlich des Fastenbrechens eine Unterbrechung zur Nahrungsaufnahme geben wird
BVB ist bereit, für Schlotterbeck ungewöhnlichen Weg zu gehen
Lars Ricken hat weiterhin Verständnis für die Haltung von Nico Schlotterbeck im Poker um die sportliche Zukunft. "Für die Öffentlichkeit mögen die Verhandlungen lang wirken, aber bei einem Spieler dieses Kalibers, der eine bedeutsame Entscheidung treffen muss, ist das nichts Außergewöhnliches", sagte der Sport-Geschäftsführer von Borussia Dortmund im Interview mit der Funke Mediengruppe über den Abwehrchef, dessen Vertrag im Sommer 2027 ausläuft.
Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung ziehen sich bereits über Monate, Schlotterbeck zögert mit seiner Unterschrift. Real Madrid, so berichteten mehrere Medien, soll neben weiteren Spitzenteams an dem deutschen Nationalspieler interessiert sein. "Ich kann Ihnen sagen: Unser Angebot ist ein absoluter Vertrauensbeweis in Nicos Fähigkeiten", betonte Ricken.
Schlotterbeck hatte mehrfach gesagt, er wolle in seiner Karriere Titel gewinnen. Der 26-Jährige muss abwägen, ob er es für möglich hält, diese Ziele mit Dortmund erreichen zu können. Laut "Sport Bild" möchte Schlotterbeck seine Entscheidung bis Mitte März treffen. Ricken bestätigte dies nicht, er sprach von einer "gemeinsamen Erwartungshaltung an den Zeitpunkt".
Es sei zudem möglich, dass Dortmund bei einer Verlängerung einer Ausstiegsklausel zustimme. "Das ist nichts, was Alltag werden sollte. Es darf kein Luxus sein, dass wir wissen, mit welchen Spielern wir für eine Saison planen", so Ricken: "Es gibt aber Situationen, in denen man, um einen Deal zu bekommen, vielleicht auch solche vertragliche Konstellationen eingehen muss."
Rydzek fliegt durch seine Lieblingsloipe - und hat Pech
Kombinierer Johannes Rydzek hat nach einer starken Aufholjagd nur knapp das Podest im finnischen Lahti verpasst. Der Routinier holte in seiner Lieblingsloipe zunächst fast 52 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf, eher er entkräftet wieder zurückfiel. Beim Erfolg des Dreifach-Olympiasiegers Jens Luraas Oftebro aus Norwegen wurde der Oberstdorfer schließlich Fünfter.
"Ich komme immer wieder gerne hierher, es ist immer so schön - und heute wieder", sagte Rydzek im ZDF. Der 34 Jahre alte Routinier hatte in Lahti 2011 seinen ersten Weltcupsieg geholt, bei der WM 2017 gewann er dort alle vier Goldmedaillen.
Der überragende Oftebro gewann vor seinem Bruder Einar Luraas und dem Lokalmatador Ilkka Herola (Finnland). Dem Österreicher Johannes Lamparter reichte Rang vier, um zum zweiten Mal den Gesamtweltcup zu gewinnen. Die übrigen Deutschen hatten sich auf der Schanze einen zu großen Rückstand eingehandelt, Peking-Olympiasieger Vinzenz Geiger wurde noch Achter.
Bei den Frauen verpasste Nathalie Armbruster nach der fünfwöchigen Olympia-Pause an gleicher Stelle ebenfalls das Podest. Die 20-Jährige kam nach einem schwachen Springen nicht über den sechsten Platz beim überraschenden Heimsieg der Finnin Minja Korhonen hinaus. Die Kombiniererinnen hatten nicht an den Winterspielen in Norditalien teilnehmen dürfen.
Top-Talent entscheidet sich gegen Nagelsmanns DFB-Team
Österreich statt Deutschland, Ralf Rangnick statt Julian Nagelsmann: Nach monatelangem Hin und Her hat sich Toptalent Paul Wanner schweren Herzens gegen das DFB-Team und für eine Zukunft im österreichischen Nationaltrikot entschieden.
"Diese Entscheidung war die wahrscheinlich schwerste meiner Karriere. Denn tatsächlich habe ich durch meine Eltern, meine Erziehung und die Stationen in meiner Karriere zwei Herzen in meiner Brust. Aber nun, bei der finalen Entscheidung und nach vielen Gesprächen mit meiner Familie, habe ich das Gefühl und Bewusstsein gewonnen: Ich möchte für Österreich auflaufen", sagte der 20 Jahre alte Offensivspieler bei Sky.
Er wolle nun "die sportliche Entwicklung der nächsten Monate bestätigen", betonte Wanner: "Und dann träume ich natürlich davon, das Trikot der Nationalmannschaft Österreichs zu tragen. Die WM ist ein Traum für jeden Spieler. Aber wie jeder andere Spieler muss ich mir eine Nominierung verdienen. Dafür gebe ich in jedem Spiel alles." Zuletzt habe er den Austausch mit ÖFB-Trainer Rangnick "noch einmal intensiviert".
100.000 Sicherheitskräfte sollen Fußball-WM in Mexiko beschützen
Der WM-Gastgeber Mexiko will die Sicherheit der Fußballfans mit einem Großaufgebot von Sicherheitskräften garantieren. Zum Schutze der 13 WM-Spiele in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey sollen insgesamt 100.000 Polizisten, Soldaten und Angehörige privater Sicherheitsdienste eingesetzt werden, wie die Regierung bekannt gab.
In Mexiko hatte die Tötung des Drogenkartell-Bosses Nemesio Oseguera Cervantes durch die Armee am 22. Februar eine Welle der Gewalt ausgelöst. Besonders betroffen war der Bundesstaat Jalisco, in dessen Hauptstadt Guadalajara vier WM-Spiele stattfinden sollen. Ende dieses Monats sollen dort WM-Playoffs gespielt werden.
Mexiko richtet die erste WM mit 48 Nationalmannschaften (11. Juni bis 19. Juli) gemeinsam mit den USA und Kanada aus. Präsidentin Claudia Sheinbaum hat versichert, der Besuch werde für Fans "kein Risiko" sein.
Ukraine-Krieg: Russische Soldaten dürfen bei Paralympics starten
Im Ukraine-Krieg versehrte Soldaten dürfen für Russland bei Paralympics starten. Das bestätigte Andrew Parsons, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), am Freitag im Interview mit der BBC. "Es gibt viele Länder, die Athleten aus dem Militär rekrutieren. Wenn Russland dies also tut, wäre es nicht das einzige Land", sagte der Brasilianer. Mit der Entscheidung der IPC-Generalversammlung, Russland und Kriegshelfer Belarus unter eigener Flagge wieder zuzulassen, sei beschlossen worden, "sie wie jedes andere Nationale Paralympische Komitee zu behandeln", unterstrich Parsons.
Der IPC-Präsident verwies in dem Zusammenhang auf die Geschichte der Paralympics. "Wir dürfen nicht vergessen, woher wir kommen. Unsere Bewegung begann nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere mit verletzten Militärangehörigen", sagte Parsons: "Wir sind gegen jeden Krieg, jeden Konflikt, aber was wir bieten, ist eine Möglichkeit für diejenigen, die im Krieg verletzt wurden, sich durch Sport wieder in die Gesellschaft zu integrieren."
Medienberichten zufolge sollen mindestens 70 Kriegsversehrte aus dem Angriffskrieg gegen die Ukraine bereits russischen Nationalmannschaften angehören, 700 weitere regionalen Teams.
Iraner reist nicht zu Paralympics: "Gefahr für Leben zu groß"
Der Iran wird nicht an den paralympischen Winterspielen in Norditalien teilnehmen. Wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) mitteilte, kann der einzige Athlet - der Skilangläufer Aboulfazl Khatibi Mianaei - angesichts des Kriegs in Nahost nicht auf sicherem Weg nach Europa reisen. Dadurch wird auch die iranische Flagge von der Eröffnungsfeier am Freitagabend entfernt.
"Das ist eine Enttäuschung für den Weltsport und besonders für Aboulfazl", sagte IPC-Präsident Andrew Parsons: "Seit der Konflikt begonnen hat, haben das IPC und die Organisatoren von Mailand und Cortina 2026 hinter den Kulissen mit dem Paralympischen Komitee Irans und dem nationalen Skiverband daran gearbeitet, eine alternative Reiseroute für eine sichere Passage der iranischen Delegation zu finden. Letztlich ist die Gefahr für das menschliche Leben aber zu groß."
Aboulfazl Khatibi Mianaei hätte bei seinen nach Pyeongchang 2018 und Peking 2022 dritten Paralympics im Klassiksprint am Dienstag und über 10 Kilometer am Mittwoch antreten sollen. Nach dem Rückzug Irans sind nun 55 Nationen in Italien vertreten.
Trump nutzt Treffen mit Messi für Todesdrohung an Iraner
Eigentlich sollte es um Fußball gehen, doch Lionel Messi erlebt im Weißen Haus eine andere Art von Show: Präsident Donald Trump nutzte die Ehrung von Inter Miami und dem Superstar für politische Botschaften und Eigenlob. Messi stand höflich lächelnd hinter dem US-Präsidenten.
Bundesliga-Rekordhalter Robert Lewandowski überrascht mit Aussagen über Harry Kane
Robert Lewandowski ist sich sicher. Der derzeitige Rekordtorschütze der Bundesliga hätte eigentlich noch viel mehr Tore erzielen können, aber er hatte nicht die Gelegenheit dazu. So blieb es bei 41 Treffern in der Saison 2020/2021, trotz einer Bänderverletzung zwischen dem 27. und 30. Spieltag. Der Rekord war für die Ewigkeit gedacht und könnte doch fünf Jahre später schon wieder fallen. Immerhin verschafft er ihm bis dahin große Freude. "Dank Kane kann ich jetzt noch stolzer auf meinen Rekord sein", sagt der Pole jetzt in einem Interview mit Sky.
Dabei ist Kane der, der ihn jagt und jagt und trifft und trifft. Nach 24 Spieltagen steht der Kapitän der englischen Nationalmannschaft bei 30 Toren. Trotz seines Ausfalls im heutigen Spiel gegen Borussia Mönchengladbach bleiben Kane noch 9 × 90 Minuten für elf oder mehr Treffer. Bislang hat er in 24 von 24 möglichen Bundesliga-Spielen gespielt.
"Harry Kane schießt immer so viele Tore, er spielt wirklich gut und leistet großartige Arbeit", nickte Lewandowski anerkennend. Doch etwas sei ihm doch aufgefallen, sagte der Pole dann noch über seinen Rekord. Er habe den "in 29 Spielen geschafft". Das lasse nur eine Schlussfolgerung zu: "Wenn ich 34 Partien gespielt hätte, könnte ich mir vorstellen, dass ich noch mehr Tore geschossen hätte."
Hitlergruß: UEFA bestraft Real Madrid
Die UEFA hat Real Madrid wegen "rassistischen und/oder diskriminierenden Verhaltens seiner Anhänger" bestraft. Wie die Europäische Fußball-Union am Freitag mitteilte, wurde der spanische Rekordmeister mit einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro belegt, nachdem ein Anhänger den Hitlergruß gezeigt hatte.
Zusätzlich ordnete das UEFA-Disziplinarkomitee einen Teil-Ausschluss über 500 Plätze an - jedoch für ein Jahr zur Bewährung. Der Vorfall hatte sich vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen Benfica Lissabon am 25. Februar ereignet. Der betreffende Zuschauer wurde des Stadions verwiesen.
Zuvor war das Hinspiel zwischen Real und Benfica von einem Rassismus-Eklat überschattet worden: Benficas Gianluca Prestianni soll Madrids Vinicius Júnior nach dessen Treffer beleidigt haben, bei dem Wortgefecht hielt er sich das Trikot vor den Mund. Die UEFA sperrte Prestianni daraufhin für das Rückspiel in Madrid .Real Madrid setzte sich in der Playoff-Runde durch und trifft im Achtelfinale der Königsklasse auf Manchester City (11./17. März).
"Machtloses" F1-Team: Aston Martin hofft, dass "alle Energie saugendes" Problem bald gelöst ist
Adrian Newey hat keine Hoffnung auf eine zeitnahe Lösung der gravierenden Probleme bei Aston Martin. Beim Motorenpartner Honda gebe es zwar "momentan ganz klare Maßnahmen, um die Vibrationen, die von der Antriebseinheit ausgehen, zu reduzieren", sagte der Teamchef nach den ersten Trainingseinheiten beim Saisonauftakt der Formel 1 in Australien (Sonntag, 5 Uhr MEZ/Sky und im Liveticker auf ntv.de): "Das wird aber keine schnelle Lösung sein. Ich kann nicht sagen, wie schnell sie das schaffen, aber das muss das Hauptanliegen sein."
Weil die Ursache der Probleme eben bei Honda liegt, fühle er sich "machtlos", gab der Star-Designer zu. Die Schwierigkeiten mit dem neuen Motor "saugen alle Energie" aus dem Team, so der Engländer. Erst wenn eine Lösung gefunden ist, könnte sich der Fokus auf die Performance des Autos richten.
Am Donnerstag hatte der Rennstall schon große Probleme mit der Power Unit eingeräumt, die starken Vibrationen könnten gar zu Nervenschäden in den Händen der Fahrer führen.
Zu viele Stürze: Snowboardcross-Training abgebrochen
Für den deutschen Snowboard-Pionier Christian Schmiedt werden die Paralympics eine Reise ins Ungewisse. Anders als noch in Peking fahren die Para-Athleten in Cortina d'Ampezzo einen eigens für sie errichteten Kurs und können nicht auf die Erfahrungen der in Livigno angetretenen Olympia-Starter zurückgreifen. Es sei "beeindruckend, was da nur für die Paralympics hingebaut wurde", sagte Schmiedt nach einem ersten Befahren des Hanges.
Doch die Trainingszeiten blieben knapp bemessen. Da es beim Hang-Befahren zu einigen Stürzen und auch Verletzungen gekommen war, wurde die Strecke für Freitag nochmals umgebaut. Beim offiziellen Training im Snowboardcross kam es aber erneut zu teils schweren Stürzen, sodass die Einheit vorzeitig abgebrochen werden musste. Dies geschah direkt vor dem Lauf von Schmiedt, sodass dieser keine Trainingsfahrt absolvieren konnte.
"Ob er dabei sein kann, ist noch offen": Bundesliga-Trainer droht für Samstag auszufallen
Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim muss im Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim womöglich ohne Cheftrainer Christian Ilzer auskommen. "Chris ist kränklich, hat einen kleinen Infekt", sagte Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker, der in Vertretung die obligatorische Spieltags-Pressekonferenz abhielt: "Ob Chris dabei sein kann, ist noch offen. Das wird im Laufe des Tages oder am Samstagmorgen entschieden."
Selbst bei einem Ausfall des Trainers am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) habe er für das Duell mit dem Tabellenletzten "großes Vertrauen", betonte Schicker: "Wir haben ein gutes, großes Trainerteam. Würden im Fall der Fälle die Aufgaben noch verteilen. Wir haben mit Chris diesbezüglich ein paar Vorgespräche geführt. Aber um das final festzulegen, warten wir erstmal ab. Es besteht absolut die Chance, dass der Chris am Samstag dabei ist."
Wilde Gerüchte um Bayern-Star
Mit 21 Jahren hat sich Aleksandar Pavlovic bereits einen festen Platz im defensiven Mittelfeld des FC Bayern erkämpft, unlängst lobte Bundestrainer Julian Nagelsmann den gebürtigen Münchner explizit und machte ihm Hoffnung auf eine wichtige Rolle bei der WM 2026. Kein Wunder, dass der DFB-Star nicht nur in der bayerischen Landeshauptstadt Fans haben soll.
Das englische Portal "CaughtOffside" will erfahren haben, dass Manchester City zumindest schon auf informellem Weg den Kontakt zu Pavlovic geknüpft haben soll, um die Möglichkeit eines Wechsels auszuloten. Der Youngster soll allerdings eindeutig einen Verbleib bei seinem Jugendklub priorisieren.
Sollte sich Pavlovics Zeit beim FCB dennoch einmal ihrem Ende neigen, dürfte es an potenziellen Abnehmern nicht mangeln .Laut "CaughtOffside" zeigt neben ManCity auch der FC Chelsea Interesse. Die Blues werden demnach in den "kommenden Wochen" Kontakt mit dem FC Bayern aufnehmen. Große Chancen werden aber auch den Londonern nicht zugerechnet.
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Zehn Tage Welttournee: Gestrandeter Olympia-Star verlässt Dubai
Ende einer Odyssee: Japans gestrandeter Skisprung-Star Ren Nikaido kann Dubai nach einer knappen Woche verlassen und will ab Samstag beim Weltcup in Lahti antreten. Wenn denn jetzt alles glatt geht - und das ging es bislang bei seiner rund zehntägigen "Welttournee" so gar nicht. "Finally" - endlich! Das schrieb Nikaido auf einem Abschiedsbild aus Dubai, der vorläufigen Sackgasse auf dem Weg nach Europa. Der dreimalige Medaillen-Gewinner von Predazzo wollte eigentlich nach seinen höchst erfolgreichen Olympischen Spielen nur ein paar erholsame Tage in seiner Heimat verbringen und reiste von Italien aus nach Japan.
Ab da ging aber fast alles schief: Als Nikaido Mitte vergangener Woche zurück nach Europa zum Skiflug-Weltcup nach Bad Mitterndorf/Österreich jetten wollte, streikte zunächst die Technik im Flieger. Nikaido musste raus aus dem Flugzeug und aufgrund des Nachtstartverbots am Tokioter Airport Narita auf den nächsten Tag umbuchen.
Unglücklicherweise wählte er eine Route über die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort traf er ohne Gepäck ein und blieb dann bei der Zwischenlandung am vergangenen Samstag hängen, weil aufgrund der Kriegshandlungen in der Region der Luftraum gesperrt wurde. Seitdem harrte der Dritte des Gesamtweltcups der Dinge - bis am Freitag dann das Go kam: Von Dubai aus sollte es über Istanbul und Warschau nach Helsinki und weiter nach Lahti gehen. Beim zweiten von drei Springen am WM-Ort von 2029 will Nikaido dann am Samstag wieder dabei sein. Wenn denn alles gut geht.
Ski-Star ist nicht aufzuhalten: Lindsey Vonn traut sich nach brutalem Sturz an Gewichte
Bei den Olympischen Spielen wird die Welt Zeuge, wie eine bereits verletzte Lindsey Vonn kurz nach Beginn ihrer Abfahrt schwer stürzt. Die Sportlerin verletzt sich dabei so sehr, dass zwischenzeitlich sogar eine Amputation im Raum steht. Nur 25 Tage später überrascht die 41-Jährige mit einem Trainingsvideo.
"Sehr schade": Deutsche Fahnenträgerin kritisiert Veranstalter
Der Umgang mit den Parasportlern bei der Eröffnungsfeier in Verona sorgt bei Monoskifahrerin Anna-Lena Forster für Unverständnis. "An der Stelle will ich auch mal Kritik an den Veranstaltern äußern: Dass es sehr schade ist, dass es nicht geschafft wurde, es wie bei Olympia zu machen, dass man zeitgleich zur Eröffnungsfeier in den Dörfern jeweils diesen Einmarsch hat. Da geht schon sehr viel verloren", sagte die viermalige Goldmedaillengewinnerin bei der Auftakt-Pressekonferenz des Deutschen Behindertensportverbands (DBS).
Forster und Eishockey-Routinier Jörg Wedde werden die deutsche Fahne bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo tragen. Ins Amphitheater werden Forster und Wedde allerdings nicht kommen, Deutschland boykottiert die Zeremonie. Volunteers werden die Aufgabe für jede Nation übernehmen.
Forster und Wedde werden ausschließlich in Einspielern zusehen sein, die bereits am Dienstag in den jeweiligen Austragungsorten in einem kleinen Studio aufgenommen wurden.
"Vielleicht bist du besser als Pelé": Trump lobt Messi bei Besuch im Weißen Haus
US-Präsident Donald Trump hat Fußball-Superstar Lionel Messi und dessen Team Inter Miami CF im Weißen Haus empfangen. Anlass war der Gewinn des MLS Cup 2025. Messi stand bei der Zeremonie gemeinsam mit Trainer Javier Mascherano sowie Klub-Mitbesitzer Jorge Mas im Mittelpunkt. Trump würdigte insbesondere die Rolle des Argentiniers beim Erfolg des Teams aus Florida, das im Finale mit 3:1 gegen die Vancouver Whitecaps FC gewonnen hatte.
Trump, der die Veranstaltung mit Kommentaren zum Militäreinsatz im Nahen Osten eröffnete, nutzte den Empfang auch für einen Vergleich mit der brasilianischen Legende Pelé, der in den 1970er-Jahren bei New York Cosmos spielte. "Ich sollte das vielleicht nicht sagen, weil ich alt bin, aber ich habe Pelé spielen sehen", sagte Trump: "Ich weiß nicht, vielleicht bist du besser als Pelé. Pelé war ziemlich gut."
Er habe viele großartige Spieler in die Welt des Sports kommen sehen, so Trump. "Sie kommen zu den Yankees oder zu den Dodgers … und es gibt einen riesigen Aufruhr. Alles ist toll, aber sie gewinnen nicht. Dieser Mann hier hat gewonnen", sagte er und deutete auf Messi: "Leo, du kamst und hast gewonnen."
Düsseldorf-Trainer Markus Anfang kämpft mit den Tränen
Am Mittwoch verstirbt Ex-Bundesliga-Torwart Georg Koch nach einer schweren Krebserkrankung. Fortuna-Trainer Markus Anfang, Freund und Ex-Mitspieler von Koch, kämpft auf der Pressekonferenz vor dem Zweitligaspiel in Nürnberg mit den Tränen - und denkt vor allem an die Kinder des Verstorbenen.
Marokko feuert kurz vor WM Erfolgstrainer
Marokkos Fußball-Nationalmannschaft muss gut drei Monate vor ihrem WM-Auftaktspiel einen Trainerwechsel verkraften. Der Verband gab nach wochenlangen Debatten um den Coach die Trennung von Walid Regragui bekannt und ernannte Mohamed Ouahbi zum neuen Chefcoach der "Atlas-Löwen".
Regragui selbst jedoch stellte seine Ablösung nach fast vierjähriger Tätigkeit als Rücktritt dar. "Ich lege mein Amt mit Loyalität, Dankbarkeit und der Gewissheit nieder, meinem Land gedient zu haben", erklärte der 50-Jährige fast zeitgleich mit der Mitteilung seines bisherigen Arbeitgebers in einer TV-Livesendung im marokkanischen Fernsehen. Bereits seit Marokkos Endspielniederlage beim Africa Cup zu Jahresbeginn im eigenen Land gegen Senegal war der Ex-Nationalspieler bei den Nordafrikanern umstritten.
Regragui hatte den Trainer-Posten in Marokko im Sommer 2022 übernommen. Ende des gleichen Jahren führte der frühere Abwehrspieler seine Elf bei der WM-Endrunde in Katar bis ins Halbfinale.
Alle deutlich langsamer: Ferrari setzt erste Bestzeit einer neuen Ära
Charles Leclerc vor Lewis Hamilton: Ferrari hat zum Start in die neue Elektro-Ära der Formel 1 den besten Eindruck hinterlassen und das erste Training in Melbourne dominiert. Leclerc legte in seinem letzten Umlauf in 1:20,267 Minuten die souveräne Bestzeit hin und verdrängte damit Rekordweltmeister Hamilton von der Spitze, dem knapp fünf Zehntelsekunden fehlten.
Zweite Kraft war Red Bull mit Max Verstappen und Isack Hadjar. McLaren-Pilot Oscar Piastri und auch das Mercedes-Duo George Russell und Kimi Antonelli sortierten sich nur im vorderen Mittelfeld ein - Weltmeister Lando Norris absolvierte aufgrund von Getriebeproblemen nur sieben Runden.
Insgesamt waren die neuen Boliden, in denen die Leistung erstmals fast zur Hälfte aus einem Elektromotor kommt, etwa drei Sekunden langsamer als im ersten Training von Australien vor einem Jahr - nach den Eindrücken der Testfahrten war das so zu erwarten.