Ex-Nationalspieler verabschiedet sich ins Ausland
Ex-Nationalspieler Lewis Holtby setzt seine Fußball-Karriere in den Niederlanden fort. Der ehemalige Kapitän des Bundesliga-Absteigers Holstein Kiel schloss sich dem Erstligisten NAC Breda an, wie sein neuer Klub mitteilte. Der 34 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte zum Ende der vergangenen Saison die Kieler verlassen und war seitdem vereinslos. Er erhielt in Breda einen Zweijahresvertrag.
Holtby spielte in der Bundesliga und der 2. Bundesliga unter anderem für Schalke 04, den VfL Bochum, Mainz 05 und den Hamburger SV. Auch hatte er mehrere Stationen in England. 2021 kam er zu Holstein Kiel. Drei Jahre später stieg er mit dem Klub in die Bundesliga auf. Nach einem Jahr ging es im vergangenen Mai wieder runter in die 2. Liga.
Schon mehr Gold als bei Olympia: Deutschland räumt bei den World Games ab
Ob Cable-Wakeboarding, Flossenschwimmen, Tauziehen, Inline-Skaten oder Wasserski - bei den World Games kämpfen 5000 Athleten um Medaillen. Einen wahren Goldrausch zeigen dabei dieses Jahr die deutschen Athleten, die das Edelmetall schon jetzt öfter gewonnen haben als zuletzt bei den Olympischen Spielen.
Bundesligist räumt kniffliges Problem aus
Kurz vor dem Pflichtspielstart haben Torwart Kevin Müller und der 1. FC Heidenheim ihre Differenzen nach eigenen Aussagen ausgeräumt. Es habe mehrere persönliche Gespräche gegeben, teilte der Fußball-Bundesligist mit. Man wolle wieder "gemeinsam nach vorn" blicken.
Die Heidenheimer hatten vor zwei Wochen Torhüter Diant Ramaj von Borussia Dortmund als neue Nummer eins ausgeliehen. Der Transfer und vor allem Müllers öffentliche Reaktion darauf hatten beim Ostalb-Klub für reichlich Unruhe gesorgt. "Ich war enttäuscht und habe anschließend mit meinem Posting meine Sichtweise dargestellt. Meine Absicht war es nicht, dass daraus Unruhe entsteht - sondern nur, meinen Standpunkt mitzuteilen", erklärte Müller, der in den vergangenen Jahren unangefochtener Stammkeeper des FCH war. Für ihn sei die Sache nun "endgültig aus der Welt", meinte der 34-Jährige. Auch in Zukunft würden Team und Verein für ihn an oberster Stelle stehen.
"Passt für Florian": Wenn der Konkurrent im eigenen Team fährt
Für den deutschen Radsport-Shootingstar Florian Lipowitz ist die Verpflichtung von Remco Evenepoel als Teamkollege nach Ansicht von Ralph Denk kein Problem. Der Wechsel des belgischen Olympiasiegers zum Team Red-Bull-Bora-hansgrohe zur Saison 2026 sei mit dem Tour-Dritten Lipowitz ausführlich besprochen worden, sagte der Teamchef dem Deutschlandfunk. "Ich will behaupten, dass für Florian das passt", so Denk.
Zur künftigen Rollenverteilung im Team machte Denk keine konkreten Angaben. Das werde man intern "für das eine Rennen" noch diskutieren müssen. "Wir werden die Grand Tours, glaube ich, ganz gut aufteilen." Lipowitz hatte die vergangene Tour de France überraschend auf Rang drei beendet, doch auch Evenepoel ist ein Mann für die Kapitänsrolle. Denk deutete aber an, dass es nicht nur eine "Ein-Mann-Kapitänstrategie" für die Tour geben müsse. Red Bull-Bora-hansgrohe wolle "das beste Radteam der Welt" werden, sagte Denk weiter. Evenepoel sei daher eine logische Verpflichtung.
"Von hinten reingebrettert": Herrmann äußert Verdacht zu Unfall-Schock bei Ocean Race
Nach dem Zusammenstoß beim Kieler Start ins Ocean Race Europe kämpfen die beteiligten Segel-Teams um ihre Rückkehr ins Etappenrennen. Während die Schuldfrage zur Kollision zwischen den Teams Holcim-PRB aus der Schweiz und Allagrande Mapei Racing aus Italien bis zur Protestverhandlung offen bleibt, hat Segel-Star Boris Herrmann eine Vermutung zum Unfallhergang.
Der deutsche Skipper der "Malizia - Seaexplorer", dessen Team auf Rang drei unter den verbliebenen fünf Booten bereits die Nordsee erreicht hat, sagte: "Bei uns an Bord ist alles gut. Für mich sieht der Crash auf dem Video so aus, als sei Mapei mit mega viel Speed von hinten angekommen und im Prinzip in Holcim reingebrettert", sagte der 44-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Herrmanns Verdacht mit Blick auf die Holcim: "Vielleicht hat jemand nach dem Befehl, den Kiel nach rechts zu klappen, versäumt, wieder auf Stopp zu drücken." Es sei eine schwierige Situation. "Wir hoffen natürlich, dass sie zurück ins Rennen kommen. Wir schicken auch Ersatzteile aus Frankreich. Ich glaube, auch Leute, die helfen", sagte der deutsche Segel-Star.
Bundesligist schnappt direktem Konkurrenten den Torwart weg
Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat Torhüter Janis Blaswich von RB Leipzig verpflichtet. Der 34-Jährige unterzeichnete bei der Werkself einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027, wie der Vizemeister mitteilte. Blaswich kommt als Ersatz für den zur AS Monaco gewechselten Lukas Hradecky.
Zuvor hatte Bayer Mark Flekken als Stammkeeper verpflichtet. Zum Torhüterteam gehört daneben auch der langjährige Ersatzmann Niklas Lomb. Blaswich war im Sommer 2022 vom niederländischen Klub Heracles Almelo nach Leipzig gekommen und absolvierte insgesamt 64 Spiele im RB-Trikot. In der vergangenen Saison lief der 1,93 Meter große Torhüter leihweise für den FC Red Bull Salzburg auf.
Es gibt auch noch gute Nachrichten für den FC Bayern
Fußball-Nationalspieler Aleksandar Pavlović ist eineinhalb Wochen nach seiner Gesichtsverletzung zurück auf dem Trainingsplatz. Der Mittelfeldspieler von Bayern München absolvierte erstmals wieder Laufrunden an der Säbener Straße. Der 21-Jährige hatte sich Anfang des Monats im Training eine Fraktur der Augenhöhle zugezogen und war anschließend operiert worden.
Pavlovic war bereits in der Vorsaison mehrfach ausgefallen - unter anderem wegen eines Schlüsselbeinbruchs in der Hinrunde und Pfeifferschem Drüsenfieber in der Rückrunde. Der Rekordmeister bestreitet am Samstag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) im Franz-Beckenbauer-Supercup beim VfB Stuttgart seinen Pflichtspielauftakt. Sechs Tage später startet die Bundesliga mit einem Münchner Heimspiel gegen RB Leipzig.
Ex-Bundesliga-Coach berichtet von Motivationsproblemen
Der frühere Bundesliga-Coach David Wagner hat keine Ambitionen mehr, als Vereinscoach zu arbeiten. Im Sport1-Interview sagte der ehemalige Trainer des FC Schalke 04 sowie der Premier League-Klubs Huddersfield und Norwich: "Ich kann mir das nicht mehr vorstellen. Jeder Tag ist jetzt neu, spannend und aufregend - das war es als Trainer zuletzt nicht mehr." Wagner leitet seit Juli die Nachwuchsabteilung von Fußball-Bundesligist RB Leipzig und arbeitet damit sehr eng mit seinem Freund Jürgen Klopp zusammen, dem Globalen Fußballchef von Red Bull.
Wagner hatte schon vor seinem Amtsantritt in Norwich Motivationsprobleme. "Ich habe mir damals öfter die Frage gestellt, wie lange ich diesen Trainerjob noch ausüben möchte. Dann kam das Angebot aus Norwich, das mich wahnsinnig gereizt hat. Nach dem Aus im Halbfinale der Playoffs habe ich den Entschluss gefasst, etwas Neues zu machen. Für mich war eines klar: Das Dasein als Vereinstrainer hat mich nicht mehr so gepackt, wie die Jahre zuvor. Wir haben mit Norwich an der Anfield Road gegen Kloppo verloren - und danach saß ich im Bus und es hat nichts mit mir gemacht", erzählte der 53-Jährige.
Hitlergruß im Stadion: Staatsschutz ermittelt
Nach der Partie in der Fußball-Regionalliga Nord zwischen Altona 93, ein politisch links positionierter Klub, und dem SV Meppen hat der Staatsschutz der Polizei Hamburg Ermittlungen wegen eines Vorfalls auf den Zuschauerrängen aufgenommen. Ein Video auf der Plattform Instagram zeigt einen Fan im Meppener Gästeblock, der seine Hand von der Brust in die Höhe reckt und mutmaßlich den verbotenen Hitlergruß zeigt.
Die Polizei Hamburg verwies nach Anfrage der Deutschen Presse-Agentur auf einen eigenen Kommentar unter dem Videobeitrag. Darin wurde mitgeteilt, dass der Sachverhalt nun der Staatsschutzabteilung zur weiteren Prüfung vorliege. Zuerst hatte das "Hamburger Abendblatt" darüber berichtet. Eine Sprecherin des Vereins aus dem Emsland teilte auf dpa-Anfrage mit, dass der Klub sich von dem Verhalten des Zuschauers distanziere und sich zeitnah ausführlicher dazu äußern wolle.
Nationalspielerin erlebt nach Finanz-Kollaps "das Beste, was passieren konnte"
Nach dem Finanzkollaps der HB Ludwigsburg hat die deutsche Nationalspielerin Xenia Smits einen neuen Verein gefunden. Die Rückraumspielerin kehrt zum französischen Rekordmeister Metz Handball zurück. Dort spielte Smits schon von 2015 bis 2020. "Das ist das Beste, was mir passieren konnte", äußerte die 31-Jährige in einer Vereinsmitteilung.
Die HB Ludwigsburg hatte Ende Juli den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. In Metz unterschreibt Smits einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison. Mit den Französinnen feierte sie in der Vergangenheit vier Meisterschaften und zwei Pokalsiege. Während die Zukunft der deutschen Nationalspielerin vorerst geklärt ist, ist die Situation vieler Ludwigsburgerinnen noch offen. So ist noch unklar, für welchen Klub die DHB-Kapitänin Antje Döll zukünftig auflaufen wird. Auch Nationalspielerin Viola Leuchter hat noch nichts Festes, wie sie der "Bietigheimer Zeitung" verriet.
"Wurde verrückt": Ex-Bayern-Flop spricht über schwere Zeit
Beim FC Liverpool ein echter Meister - beim FC Bayern maximal ein halber: So fühlt sich Ryan Graveberch. Der Niederländer berichtet dem "Mirror" von seiner härtesten Zeit im Profifußball. "Ich weiß noch, wie ich mich bei Bayern gefühlt habe. Aber ich weiß, dass ich es geschafft habe, aus diesem Tief herauszukommen. Und darauf bin ich stolz", sagt er. "Ich wurde verrückt in meinem Kopf. Ich hatte Glück, dass meine Eltern für mich nach München gezogen waren. Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich alleine da draußen gewesen wäre ... Es war mental wirklich hart."
Er war dabei als der FC Bayern die Meisterschaft feierte - mehr aber auch nicht, so fühlt es der 23-Jährige zumindest: "Mein Beitrag war gering. Ich weiß, dass wir als Meister dastanden, aber ich habe mich überhaupt nicht wie ein Meister gefühlt. Es war ein ganz anderes Gefühl als bei all den anderen Titeln, die ich gewonnen habe." Denn der damalige Trainer Julian Nagelsmann setzte nicht auf ihn. Als dann der Trennungsknall kam und Thomas Tuchel sein Amt antrat wurde es besser: "In den letzten beiden Monaten der Saison unter Tuchel habe ich mehr Minuten bekommen als in der gesamten Zeit davor."
Boss-Suche beim FC Bayern: Wie heiß ist Spur nach Stuttgart?
Der VfB Stuttgart hat Gerüchte dementiert, wonach Vorstandsmitglied Rouven Kasper den Klub über einen angestrebten Wechsel zum deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern informiert haben soll. Sky hatte berichtet, dass Kasper gern nach München zurückkehren würde. Beim VfB, bei dem er für Marketing und Vertrieb verantwortlich ist, habe der 43-Jährige diesen Wunsch bereits hinterlegt. Bei den Bayern wird Ende September der Posten des Finanzvorstands frei, den aktuell Michael Diederich innehat. Diederich übernimmt eine Führungsposition bei der Deutschen Bank.
"Rouven Kasper hat mit seiner Arbeit einen großen Anteil an der positiven Entwicklung des VfB in den vergangenen Jahren. Er ist ein anerkannter Fachmann, dementsprechend wäre es grundsätzlich nicht verwunderlich, wenn sich andere Klubs mit ihm beschäftigen würden", sagte Stuttgarts Präsident und Aufsichtsratschef Dietmar Allgaier. "Es gab diesbezüglich aber weder eine Kontaktaufnahme durch den FC Bayern, noch hat Rouven uns gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass er den VfB verlassen möchte." Kasper sitzt seit Januar 2022 im VfB-Vorstand. Zuvor arbeitete er mehrere Jahre für den FC Bayern und verantwortete die Aktivitäten des Klubs in der Asien-Pazifik-Region.
"In die Karten gespielt": Ex-BVB-Keeper macht Terzic schweren Vorwurf
Über Jahre hinweg war Roman Bürki im Tor von Borussia Dortmund eine feste Größe. Als Edin Terzic beim BVB als Trainer übernahm, ging es sportlich für den Schweizer jedoch bergab. Über die Vorgänge von damals ärgert sich der Keeper bis heute. Denn der Torhüter, der inzwischen bei St. Louis City SC spielt, wirft Terzic bei Spox vor, seine Schulterverletzung ausgenutzt zu haben: "Im Nachhinein bin ich der Meinung, dass diese Verletzung dem damaligen Coach Edin Terzic wahrscheinlich in die Karten gespielt hat. Ich hatte bei ihm nie so richtig ein Vertrauensgefühl, das ich zuvor bei anderen Trainern gespürt habe."
Er sei nach seiner Demission zunächst "total baff gewesen", habe sich "schwer getroffen gefühlt". Erst war Marwin Hitz gesetzt, dann kam Gregor Kobel dazu. Bürki sah sich nach eigener Aussage als "Bauernopfer" von Terzic: "Irgendjemand muss der Schuldige sein." Sportlich lief es nach dem erneuten Trainerwechsel - Marco Rose übernahm im Sommer 2021 - für den Eidgenossen keinen Deut besser, er war nur noch die Nummer drei. Und doch fühlte er sich in dieser Zeit wieder wohler.
Segel und Rumpf zerfetzt: Jetzt gibt es den Protest
Das Schweizer Segelteam Holcim PRB hat nach der folgenschweren Kollision zum Start des Ocean Race Europe "einen formellen Protest" gegen Allagrande Mapei Racing eingereicht. Dies gab Rennleiter Phil Lawrence bekannt. Der Vorfall werde "zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt" von der Internationalen Jury behandelt, sagte Lawrence.
Nur zwei Minuten nach dem Start in Kiel war es zur Kollision gekommen, als die Teams Seite an Seite segelten. Beide Boote wurden erheblich beschädigt und kehrten umgehend in den Hafen zurück. Im Rumpf der Holcim-PRB klaffte nach dem Vorfall ein Riss, beim Team Mapei wurde das Vor- und Großsegel in Mitleidenschaft gezogen. Die Crewmitglieder blieben unversehrt, Aufgeben ist für keines der Teams eine Option. "Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass beide Teams hoffen, wieder ins Rennen einzusteigen", sagte Lawrence.
Hummels spielt ein letztes Mal seinen berühmten Pass
Lange nach seinem offiziellen Abschied läuft BVB-Ikone Mats Hummels doch noch ein letztes Mal in Schwarz-Gelb auf. Unter donnerndem Jubel wird er emotional von den Dortmunder Fans verabschiedet - nicht aber, ohne vorher nochmal seinen berühmten Markenzeichen-Pass auszupacken.
Warmer Geldregen für Schalke: Nationalspieler wechselt
Fußball-Nationalspieler Malick Thiaw wechselt nach Medienberichten von der AC Mailand zu Newcastle United. Der 24-Jährige soll sich am Montag den Medizinchecks unterziehen. Am Dienstag ist das erste Training des Abwehrspielers beim englischen Premier-League-Klub vorgesehen. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtete, habe sich der Ex-Schalker mit Newcastle auf einen Vertrag bis mindestens 2029 geeinigt. 35 Millionen Euro soll die Ablösesumme betragen. Davon profitiert auch Zweitligist Schalke 04, bei dem Thiaw bis 2022 unter Vertrag gestanden hatte, bevor er für 9,3 Millionen Euro zu Milan wechselte. Die Königsblauen erhalten rund zehn Prozent des Transferüberschusses und einen Soli-Zuschlag für die Ausbildung.
"In diesen drei Jahren habe ich viel gelernt. Ich bin als Fußballer und vor allem als Mensch gewachsen. Ich wünsche den Personen, mit denen ich diese Reise geteilt habe, das Beste. Jetzt bin ich für die Premier League bereit", schrieb Thiaw in den Sozialen Netzwerken. Für Milan bestritt er 85 Pflichtspiele.
Gewaltiger Geldregen in der Wüste: Wechsel von Bayern-Star steht offenbar bevor
Beim FC Bayern kommt kurz vor dem Saisonstart offenbar noch einmal Bewegung in den Kader. Wie unter anderem Sky und "Bild" übereinstimmend berichten, soll sich Kingsley Coman mit Al-Nassr über einen Wechsel nach Saudi-Arabien einig sein. Demnach sollen auch die Münchner bereit sein, den Franzosen zu verkaufen. Im Gespräch sei eine Ablöse um die 30 Millionen Euro.
Flügelstürmer Coman spielt seit 2015 für den Fußball-Rekordmeister, sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2027. Bei der Klub-WM in den USA hatte Coman, um dessen Abschied es schon länger Gerüchte gibt, zuletzt noch betont, gerne in München bleiben zu wollen. Bei Al-Nassr, dem Klub von Cristiano Ronaldo, könnte der 29-Jährige Berichten zufolge zwischen 20 und 25 Millionen Euro netto verdienen.
Trainer des Jahres lässt sich "nicht schnell verrückt machen"
Julian Schuster blickt voller Demut auf sein erstes Jahr als Cheftrainer in der Fußball-Bundesliga zurück und will sich und die Mannschaft des SC Freiburg in der kommenden Saison weiterentwickeln. "Das ganze Jahr war ein großes Lernfeld. Ich lasse mich nicht schnell verrückt machen, sondern versuche, positiv in die Zukunft zu blicken", sagte der 40-Jährige im Transfermarkt-Interview. Für Entscheidungen brauche es "Intuition und Improvisation" - und ein Umfeld, "auf das man sich verlassen kann".
Persönlich setzte sich Schuster Handlungsziele statt Platzierungen. Er wolle Spieler "auf dem Platz, aber auch als Mensch entwickeln", zu Fehlern stehen und daraus lernen. Kritik und Rückmeldungen seien für seine Arbeit "sehr wichtig". Sportlich setzt der Freiburger Coach auf einen gesunden Konkurrenzkampf im breiten Kader und will den Abgang von Ritsu Doan im Kollektiv auffangen. Rund 33 Millionen Euro investierte der SC im Sommer - ein Vereinsrekord. Für seine starke Debütsaison mit Platz fünf und der Qualifikation für die Europa-League wurde Schuster vom "Kicker" mit 97 Stimmen zum "Trainer des Jahres" gewählt, vor Horst Steffen und Hansi Flick.
Herrmann ahnt's - und profitiert: Heftiger Crash zerfetzt Segel und Rumpf
Der deutsche Segler Boris Herrmann ahnt schon vor dem Ocean-Race-Auftakt, dass bereits der Start der ersten Etappe besonders heikel werden könnte. Genau so kommt es: In der zweiten Minute kollidieren das Schweizer Boot vom Team Holcim-PRB und die Jacht der Italiener von Mapei Racing. Beide müssen in die Werft.
"Falle selbst gestellt": Rummenigge kritisiert Fußballer und Berater
Karl-Heinz Rummenigge steht der anhaltenden Diskussion um eine zu hohe Belastung im Profifußball angesichts stetig wachsender Gehälter kritisch gegenüber. "Viele Spieler - gemeinsam mit ihren Beratern - haben diese Lage mitverursacht und sich die Falle selbst gestellt", sagte der langjährige Vorstandschef von Bayern München im Interview mit dem "Kicker": "Sie fordern immer höhere Gehälter, wodurch die Klubs gezwungen sind, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Deshalb entstehen neue Formate."
Gleichzeitig sehe er bei den Profis "wenig Bereitschaft zu Gehaltsverzicht", kritisierte der 69-Jährige: "Das ist ein Widerspruch, den man auch klar benennen sollte." Überhaupt sei er der Meinung, dass man die Mehrbelastung der Spieler durch neue Turniere wie der Klub-WM "nicht dramatisieren" müsse: "Als Spieler hätte ich mich über die Teilnahme an so einem Turnier gefreut."
Seit elf Jahren im Ausland: Spielt DFB-Heldin vor Karriereende noch einmal in Deutschland?
Fußball-Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger kann sich eine Rückkehr zu einem deutschen Klub vor dem Ende ihrer Laufbahn vorstellen. "Ich sage niemals nie. Es wäre schön, am Ende meiner Karriere noch mal in Deutschland zu spielen und in der Nähe meiner Familie zu sein", sagte die 34-Jährige vom US-Klub Gotham FC dem kicker: "Wenn es ein gutes Angebot gibt, würde ich darüber nachdenken." Sie schaue sich "immer mal wieder" Spiele aus der Bundesliga im Fernsehen an. "Aber nicht so oft, das ist auch wegen der Zeitverschiebung schwierig."
Berger war 2014 von Turbine Potsdam zu Paris Saint-Germain gewechselt und spielt seitdem im Ausland. Die gebürtige Göppingerin, die nach ihren starken Leistungen bei der EM zum zweiten Mal in Folge als Fußballerin des Jahres in Deutschland ausgezeichnet wurde, besitzt bei ihrem derzeitigen Klub aus New York noch einen Vertrag bis Ende 2026. Bei Gotham spielt sie gemeinsam mit ihrer Verlobten Jessica Carter.
"100 Prozent": Hummels kündigt kuriosen Besuch an
Unerkannt auf der Tribüne, zwischen den Fans von Borussia Dortmund, vielleicht mit hochgeschlagenem Kragen, Mütze und dunkler Brille, das kann sich Mats Hummels sehr gut vorstellen. "Es wird mal einen Inkognito-Besuch auf der Süd geben. 100 Prozent", sagte der frühere BVB-Kapitän am Sonntag nach seinem Abschiedsspiel. Gegen Juventus Turin (1:2) hatte das Klubidol noch einmal in der Startformation der Dortmunder auflaufen dürfen.
Vor dem Gang auf die berühmte Süd-Tribüne im Signal Iduna Park muss Hummels seine Pläne natürlich geheim halten, ob er später darüber sprechen wird, lässt der langjährige deutsche Nationalspieler offen. "Ich weiß nicht, ob ich den danach öffentlich thematisieren werde oder ob ich den einfach nur für mich mache. Vielleicht erzähle ich in zehn Jahren dann davon", so Hummels zur Idee eines Besuches. "Aber der ist geplant." Ohne Verkleidung will sich der Weltmeister von 2014 häufiger bei der Borussia sehen lassen: "Ich schaffe es als Fan hoffentlich, einige Spiele hier zu besuchen dieses Jahr."
Trotz 1:4 im Dritten: Deutsche Tennis-Hoffnung kämpft sich zur Sensation
Tennis-Profi Ella Seidel hat beim letzten Masters-Turnier vor den US Open den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert und die an Nummer acht gesetzte Emma Navarro rausgeworfen. Gegen die Nummer elf der Weltrangliste holte Seidel trotz eines 1:4-Rückstands im entscheidenden dritten Satz noch ein 6:4, 1:6, 6:4.
Die Hamburgerin ist derzeit die Nummer 124 der Welt und hatte sich schon in der Runde zuvor als Außenseiterin gegen Polina Kudermetowa durchgesetzt. Die 20-Jährige steht jetzt in der dritten Runde des mit rund 5,2 Millionen US-Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) dotierten WTA-Turniers im US-Bundesstaat Ohio.
Nun bekommt es Seidel entweder mit Caty McNally oder McCartney Kessler (beide USA) zu tun. Seidel ist die letzte verbliebene Deutsche im WTA-Turnier, zuvor waren Laura Siegemund, Eva Lys und Tatjana Maria ausgeschieden.