Antisemtischer Vorfall: Spiel abgebrochen, Staatsschutz ermittelt
Bei einem Fußballspiel des jüdischen Vereins TuS Makkabi in Berlin ist es zu mutmaßlich antisemitischen Beleidigungen durch einen Zuschauer gekommen. Das Spiel in einem Sportstadion im Stadtteil Hakenfelde in Spandau wurde am Sonntagnachmittag abgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Die zweiten Mannschaften der Vereine SSC Teutonia 1899 und TuS Makkabi spielten gegeneinander, als in der 55. Spielminute ein Zuschauer den Spielführer von Makkabi mit einer antisemitischen Bemerkung zu dessen Armbinde angesprochen haben soll. Anschließend soll es noch weitere ähnliche Äußerungen gegeben haben, so die Polizei. TuS Makkabi entschied daraufhin, nicht weiter zu spielen. Der Schiedsrichter brach die Partie ab.
Polizisten identifizierten einen 52-jährigen Mann als Verdächtigen und stellten seine Identität fest. Der für politische Taten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermittelt wegen des Verdachts der antisemitischen Volksverhetzung und Beleidigung.
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Letzte Chance: Heute endet das 27-Euro-Angebot
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Eisbären Berlin müssen schlechte Nachricht verkraften
Die Eisbären Berlin müssen im Titelkampf der Deutschen Eishockey Liga auf Torhüter Jake Hildebrand verzichten. Wie der Rekordmeister kurz vor dem sechsten Halbfinalduell der Playoffs bei den Kölner Haien (19.30 Uhr/DF1 und MagentaSport) mitteilte, fällt der US-Amerikaner aufgrund einer Beinverletzung für den Rest der laufenden Spielzeit aus. Die Berliner führen in der Best-of-seven-Serie mit 3:2. Hildebrand, der erst kürzlich sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause gegeben hatte, zog sich die Verletzung bereits am vergangenen Mittwoch im vierten Spiel gegen Köln (3:4 n.V.) zu.
Die Berliner bleiben damit vom Verletzungspech verfolgt. Der 32 Jahre alte Schlussmann ist neben Nationalverteidiger Korbinian Geibel sowie den Stürmern Lean Bergmann, Blaine Byron und Patrick Khodorenko bereits der fünfte Spieler, der in dieser Saison verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kommen kann.
PSG-Schreck vor Duell mit dem FC Bayern
Paris Saint-Germain bangt rund eine Woche vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Bayern um einen seiner Schlüsselspieler. Mittelfeld-Regisseur Vitinha musste bei der PSG-Heimpleite gegen Olympique Lyon (1:2) am Sonntag bereits in der 39. Spielminute ausgewechselt werden. Der Portugiese humpelte mit Schmerzen am rechten Fuß vom Platz, für ihn kam Warren Zaire-Emery in die Partie. "Es ist nichts Positives. Wenn man einen Spieler auswechselt, ist das nie gut. Wir warten die Testergebnisse [am Montag] ab", sagte Trainer Luis Enrique auf der Pressekonferenz nach dem Ligaspiel.
Vitinha ist ein absoluter Schlüsselspieler im Pariser Star-Ensemble. Der 26-Jährige kommt in dieser Saison bereits auf 45 Pflichtspieleinsätze für PSG (sieben Tore, zehn Vorlagen). In der Champions League verpasste der Mittelfeldmann keine einzige Minute. Hier trifft Paris Saint-Germain am 28. April zunächst im heimischen Prinzenpark auf den FC Bayern. Am 6. Mai gastiert der Titelverteidiger dann zum Halbfinal-Rückspiel in München.
Tor und Vorlage: Timo Werner glänzt und wird gefeiert
Ex-Nationalstürmer Timo Werner ist inzwischen in der US-amerikanischen MLS für die San José Earthquakes auf Torejagd. Beim 4:1-Auswärtssieg in Los Angeles trifft Werner erstmals selbst und glänzt. Mit seinem Klub greift er jetzt sogar in der Western Conference oben an.
"Ist es das wert, dass ich mein Leben so wegschmeiße?": Ex-Bundesligastar berichtet von "Horror" in China
Der frühere Bundesliga-Stürmer Marko Arnautovic hat über seine psychischen Probleme während seiner Zeit in China mitten in der Corona-Pandemie berichtet. "Ich bin dann in so eine Depression reingekommen", sagte der österreichische Rekord-Nationalspieler in einem Podcast bei ServusTV. Das sei schlimm gewesen.
Arnautovic, der zwischen 2019 und 2021 für den chinesischen Klub Shanghai SIPG spielte, musste demnach bei seiner Einreise immer in eine Hotel-Quarantäne. "Ich hatte kein Fenster. Ich hatte keine Handtücher für zwei Wochen. Das Essen, was du bekommst, das ist gar nichts", berichtete Arnautovic. Es sei der Horror gewesen. Dreimal habe er die Situation erleben müssen.
Gespräche mit seiner Frau und der Familie hätten ihm in der Zeit geholfen. "Ich habe nie Tabletten genommen für irgendwelche Depressionen. Ich habe Angst vor Tabletten, vor so was", betonte der frühere Stürmer von Werder Bremen.
Als schließlich das Angebot des FC Bologna kam, habe er nicht lange überlegen müssen. "Irgendwann habe ich gesagt: Ist es das wert für das Geld und dass ich mein Leben so wegschmeiße und dass ich nicht mit meiner Familie sein kann?", fragte sich der Torjäger. Er habe sofort zu seiner Frau gesagt, dass er zurückkomme. "Nein, ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich bin depressiv. Ich habe keinen Spaß mehr."
Refcam filmt: Wütende Bayern brüllen auf Schiri ein
Schubser, Beschwerden, Diskussionen: Die Schiri‑Kamera liefert ungefilterte Einblicke in das Spiel des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart. Besonders Joshua Kimmich sorgt für Aufsehen. "Du bist nicht dazu da, das Spiel spannend zu machen", meckert er. Am Ende aber sichern sich die Bayern den nächsten Titel.
Bericht: Rüdiger-Entscheidung bei Real Madrid wohl gefallen
Lange Zeit war es offen, ob und wie es mit Innenverteidiger Antonio Rüdiger über den Sommer hinaus bei Real Madrid weitergeht. Mittlerweile soll sich laut einem jüngsten Medienbericht aber eine klare Tendenz abzeichnen. Wie die spanische Sportzeitung "As" vermeldet, liegt dem deutschen Nationalspieler inzwischen ein konkretes Angebot zur Verlängerung vor. Demnach könnte der Innenverteidiger auch in der kommenden Saison das Trikot der Königlichen tragen und in seine fünfte Spielzeit beim Klub gehen.
Dabei war der Verlauf der Gespräche alles andere als unkompliziert. Rüdiger soll ursprünglich auf einen Zweijahresvertrag gedrängt haben, stieß damit jedoch auf eine klare Ausrichtung bei den Königlichen. Beim spanischen Rekordmeister gilt seit längerer Zeit die Faustregel, dass Spieler über 32 Jahre nur noch Ein-Jahresverträge erhalten. Eine Linie, von der der Verein offenbar auch im Fall des mittlerweile 33-Jährigen nicht abweichen wollte.
Trotz dieser Differenzen scheint sich nun eine Einigung anzubahnen. Intern geht man bei Real Madrid laut "As" nämlich davon aus, dass Rüdiger das Angebot akzeptieren wird, wenngleich zuletzt bereits einige Wechselgerüchte kursierten. Der gebürtige Berliner hat in der laufenden Spielzeit 21 Pflichtspiele für Real bestritten, 20 davon in der Startformation.
"Verstehe ich überhaupt nicht": Bayern-Boss watscht Kahn ab
Die Diskussionen um Jamal Musiala haben den FC Bayern zuletzt auf Trab gehalten. Oliver Kahns Forderung an den Nationalspieler, auf die Weltmeisterschaft zu verzichten, wurde dabei von vielen Seiten heftig kritisiert. Auch der Münchner Vorstandsboss Herbert Hainer hält gar nichts von dem Vorstoß.
"Die Aussage von Oliver Kahn verstehe ich überhaupt nicht. Jeder Fußballer will zur WM. Und wenn Jamal fit ist, ist er einer der absolut Besten, den wir in Deutschland haben. Jede Mannschaft der Welt möchte so einen im Team haben. Spiel für Spiel wird er weiter in Form kommen, und wir haben uns alle gefreut, dass er jetzt das historische 101. Tor geschossen hat. Das hatte er sich verdient. Jamal spielt mit so viel Freude. Wenn er fit und gesund bleibt, muss er zu WM", wurde Herbert Hainer von "Bild" zitiert.
Vor zwei Wochen hatte Kahn Musiala im Sky-Talk "Triple" empfohlen, auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada zu verzichten und stattdessen an seiner Form zu arbeiten. Sowohl der 23-Jährige selbst als auch weitere Bayern-Profis und -verantwortliche wie Sportvorstand Max Eberl konterten die Äußerungen teils scharf. Bei der Klub-WM im letzten Sommer hatte sich Musiala eine schwere Verletzung zugezogen, das linke Sprunggelenk war ausgerenkt und das Wadenbein gebrochen. Der Edeltechniker wurde operiert und fiel monatelang aus, erst Mitte Januar gab er in der Liga sein Comeback.
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"Werden nicht aufgeben": Arsenal-Trainer geht mit Mut ins Wettschießen um Titel
Wegweisende Pleite, holprige Form, aber immer noch Spitzenreiter: Ungeachtet des neuerlichen Rückschlags im Meisterrennen der Premier League ist der Titelglaube beim FC Arsenal noch nicht verloren gegangen. "Ich glaube heute daran, ich glaube am Mittwoch daran, und ich habe schon vor einer Woche daran geglaubt, weil ich die Spieler jeden Tag sehe und weiß, welches Niveau wir haben", sagte Teammanager Mikel Arteta nach dem 1:2 (1:1) im Spitzenduell bei Verfolger Manchester City.
Doch, das sah auch der Spanier ein: "Es ist jetzt eine neue Liga. Wir haben drei Punkte Vorsprung, sie haben ein Spiel weniger." Mit 70 Punkten bleibt Arsenal vorerst Tabellenführer, City (67) lauert dahinter. Für zusätzliche Spannung sorgt das nahezu identische Torverhältnis (+37 Arsenal, +36 Manchester). Gut möglich, dass die Meisterschaft in einem Wettschießen ums bessere Torverhältnis entschieden wird.
Für Arsenal war es die vierte Niederlage in Serie in nationalen Wettbewerben, nachdem zuvor bereits im League Cup und FA Cup die Chance auf einen Titelgewinn verpasst worden war. Im Ligarennen werden nun Erinnerungen wach: Schon 2022/23 und 2023/24 hatten die Londoner Vorsprünge auf City verspielt und am Ende Rang zwei belegt. "Es ist noch alles offen. Wir wissen, wie sehr wir es wollen, und wir werden nicht aufgeben", sagte Arteta daher entschieden.
Gummigeschosse und Tränengas: Liga-Topspiel wird wegen Randale abgebrochen
In Paraguay ist das Liga-Topspiel zwischen Olimpia und Cerro Porteno nach Randalen mit mehreren Verletzten abgebrochen worden. Nach der Detonation einiger Böller war es zwischen Anhängern von Cerro Porteno und der Polizei zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Die Beamten schossen Gummigeschosse und Tränengas in die Ränge, Hunderte Zuschauer im Defensores-del-Chaco-Stadions von Asuncion flohen daraufhin auf das Spielfeld.
Die Partie mit 40.000 Zuschauern wurde nach 29 Minuten abgebrochen, etwa 100 Personen wurden festgenommen. "Die Polizeibeamten haben sofort gehandelt, um die Sicherheit der Anwesenden zu gewährleisten", teilten die lokalen Behörden mit. Mindestens sechs Sicherheitskräfte wurden verletzt, einer davon schwer, hieß es. Wieviele Fans verletzt wurden, war zunächst offen.
Bittere Pleite für Marco Sturm
Der frühere Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm ist mit einer bitteren Niederlage in seine ersten NHL-Playoffs als Chefcoach gestartet. Der 47-Jährige und die Boston Bruins unterlagen den Buffalo Sabres auswärts mit 3:4. Dabei gaben sie eine 2:0-Führung acht Minuten vor Schluss aus der Hand. "Wir haben es nicht bis zum Ende geschafft", resümierte der gebürtige Niederbayer, der die deutsche Nationalmannschaft 2018 sensationell zu Olympia-Silber geführt hatte. "Das ist frustrierend. Aber so sind die Playoffs."
Sturm hatte im Sommer 2025 die Bruins übernommen, für die er früher selbst noch gespielt hatte. Er ist der erste deutsche Chefcoach in der Historie der besten Eishockey-Liga der Welt. Als fünftbestes Team der Ost-Division schaffte es Boston nach einem Jahr Pause wieder in die Playoffs. Spiel zwei der Best-of-Seven-Serie steigt in der deutschen Nacht auf Mittwoch wieder in Buffalo. Zum Weiterkommen sind vier Siege notwendig.
Mick Schumacher erlebt nächste herbe Enttäuschung
Mick Schumacher kommt in seiner Premierensaison in der IndyCar Series weiter nicht so richtig in die Gänge. Beim fünften Lauf in Long Beach/Kalifornien musste sich der 27-Jährige mit Platz 17 begnügen, es war nach einem verkorksten Rennwochenende allerdings das bisher beste Ergebnis seiner Saison. Beim Training am Samstag war Schumacher im Wagen des RLL-Teams in einen Reifenstapel gerutscht. Im anschließenden ersten Qualifying schied der frühere Formel-1-Pilot aus und startete deshalb nur von Rang 21 ins Rennen, machte dort aber immerhin noch einige Plätze gut.
Der Sieg in Long Beach ging an den amtierenden IndyCar-Champion Alex Palou, der nach seinem dritten Saisonsieg nach fünf von 18 Rennen nun auch wieder die Wertung vor Kyle Kirkwood anführt. Die nächste Chance für Schumacher auf eine bessere Platzierung gibt es am 9. Mai beim Grand Prix von Indianapolis. Mick Schumacher, Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, ist nach seinen Engagements in der Formel 1 sowie zuletzt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) der erste IndyCar-Pilot aus Deutschland seit 21 Jahren. Letzter Deutscher in der Serie vor ihm war 2005 Timo Glock.
Becker lobt Zverev - "aber da war ich ein bisschen überrascht"
Boris Becker sieht Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev trotz seines jüngsten Dämpfers in München auf einem guten Weg. "Insgesamt ist die Form von Sascha Zverev sehr konstant, bis zum Halbfinale eigentlich immer absolute Weltklasse", sagte Becker dem SID im Rahmen der Laureus World Sports Awards in Madrid: "Und dann passiert irgendetwas."
Bei den vergangenen vier Turnieren scheiterte der Tokio-Olympiasieger stets in der Vorschlussrunde. Nach drei Niederlagen gegen den italienischen Weltranglistenersten Jannik Sinner bei den Masters-Events in Indian Wells, Miami und Monte Carlo verlor Zverev am Samstag in München gegen dessen Landsmann Flavio Cobolli. "Es ist keine Schande, gegen Sinner zu verlieren", sagte Becker: "Bei Cobolli war ich ein bisschen überrascht."
Für Zverev geht es Schlag auf Schlag weiter, am Mittwoch beginnt in Madrid das nächste Masters. In der spanischen Hauptstadt ist zwar auch Sinner wieder dabei, mit den verletzten Carlos Alcaraz und Novak Djokovic fehlen aber gleich mehrere große Namen im Teilnehmerfeld.
"Sechser im Lotto": Bosse und Bundestrainer wählen größte Worte für Kompany
Vincent Kompany jubelte emotional vor den Fans, auf der Tribüne feierten die Bosse stolz ihren Erfolgstrainer: Nach dem Durchmarsch zur 35. deutschen Meisterschaft hat Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer einmal mehr ein Loblied auf Kompany angestimmt. "Vincent Kompany ist wirklich ein Glücksfall für uns, das muss man echt sagen: Das ist wie ein Sechser im Lotto", schwärmte Hainer nach dem 4:2 (3:1) des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart.
Der 40 Jahre alte Belgier würde die Mannschaft top führen und attraktiven Fußball spielen lassen. Kompany strahle "aber auch eine Ruhe aus. Er wirkt unheimlich positiv nach außen", betonte Hainer: "Das tut uns allen gut, das tut der Mannschaft gut, das tut auch uns als Verein gut. Und insofern ist ihm ein großer Teil dieses Erfolges, den wir haben, zuzuschreiben."
Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sprach von "außergewöhnlicher" Arbeit des Trainers: "Das macht echt Spaß." Kompany sei es "in beeindruckender Weise gelungen", würdigte auch Bundestrainer Julian Nagelsmann, "eine Mannschaft zu formen, die den Titel nicht nur souverän, sondern mit einer herausragenden Teamleistung auch noch spektakulär gewonnen hat".
FC Bayern ist Meister: Die Tore, der Jubel, die Emotionen
Der FC Bayern München ist zum 35. Mal deutscher Fußball-Meister. Das Team von Trainer Vincent Kompany krönt sich standesgemäß mit einer weiteren Torshow zum Champion. Bilder zum Genießen - nicht nur für Bayern-Fans.