England-Enttäuschung tut Tuchel "auf jeden Fall weh"
Nationaltrainer Thomas Tuchel hat nach Englands historischer Niederlage gegen Japan um Geduld geworben. Die Three Lions verloren am Dienstag im WM-Testspiel in Wembley 0:1 - es war die erste Pleite gegen eine asiatische Mannschaft überhaupt ."Es tut auf jeden Fall weh. Es ist immer schmerzhaft zu verlieren, und zu Hause zu verlieren, tut sehr weh. Wir sind für nicht besonders viel bestraft worden, für einen Konter in der ersten Halbzeit", sagte Tuchel. Kaoru Mitoma (23.) hatte die Partie nach einem blitzsauberen Angriff zugunsten der Japaner entschieden.
Der ehemalige Bayern-Trainer, der unter anderem auf Harry Kane, Declan Rice und Bukayo Saka verzichten musste, hatte Phil Foden als falsche Neun aufgeboten und Cole Palmer, Morgan Rogers sowie Anthony Gordon dahinter. Doch die Engländer erspielten sich gegen das disziplinierte japanische Pressing kaum Torchancen. Nach dem 1:1 gegen Uruguay am Freitag war es der zweite enttäuschende Auftritt vor der im Juni beginnenden WM. "Wir müssen das in die richtige Perspektive rücken, es ist nicht das Ende der Welt", sagte Tuchel. "Wir brauchen diese Spiele, wir wissen, dass es ein schwerer Gegner ist, wir hatten mehrere Spieler nicht zur Verfügung. Wieder eine neue Formation, wir haben viel ausprobiert, und wir müssen daraus lernen."
Das letzte WM-Ticket geht an Irak - erste WM seit 1986
Der Irak hat sich das letzte Ticket für die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada gesichert. Der Asienmeister von 2007 besiegte im Finale der interkontinentalen Playoffs im mexikanischen Monterrey Bolivien mit 2:1 (1:1) und qualifizierte sich als 48. Team für die Titelkämpfe im Sommer (11. Juni bis 19. Juli). Ali Al-Hamadi (10.) und Aymen Hussein (53.) schossen die Iraker zur WM, für Bolivien traf Moises Paniagua (38.). Der Irak bekommt es in der "Hammergruppe" I nun mit Vizeweltmeister Frankreich um Kapitän Kylian Mbappé, Norwegen mit Starstürmer Erling Haaland und dem Senegal zu tun.
Für den Irak ist es nach 1986 in Mexiko die zweite WM-Teilnahme, Bolivien verpasste seine vierte Endrunde nach 1930, 1950 und 1994.
Entenfamilie zieht in Cristiano Ronaldos Luxus-Anwesen
Cristiano Ronaldo und seine Verlobte Georgina Rodríguez freuen sich über neue Mitbewohner. Auf ihrem Luxus-Anwesen in der spanischen Hauptstadt Madrid machen es sich eine Entenfamilie und Gänse gemütlich.
Lewandowski weint und deutet Karriereende an
Robert Lewandowski hat nach dem bitteren Aus im europäischen Playoff-Finale seinen Abschied aus der polnischen Fußball-Nationalmannschaft angedeutet. Bei Instagram veröffentlichte der frühere Bayern-Star nach dem 2:3 (1:1) in Schweden ein Foto, auf dem er mit Tränen in den Augen seine Kapitänsbinde in der Hand hält. Dazu läuft "Time To Say Goodbye" von Sarah Brightman und Andrea Bocelli. Die nationalen Medien reagierten alarmiert: "Dies ist das Ende seiner internationalen Karriere", schrieb sport.pl, der Post wurde überall aufgegriffen und kontrovers diskutiert. Lewandowski hat 165 Länderspiele absolviert, in denen er insgesamt 89 Tore erzielte - beides sind polnische Rekordwerte.
"Fußball ist brutal", klagte Lewandowski im polnischen Fernsehen. "Es tut weh. Das schlimmste Gefühl wird sein, wenn wir morgen aufwachen." Seinen Rücktritt erklärte er da allerdings (noch) nicht: "Ich weiß nicht, was als Nächstes kommt. Ich muss darüber nachdenken. Es gibt Fragezeichen."
Gericht kippt Urteil: Neymar entgeht Millionenstrafe
Ein Gericht in Rio de Janeiro hat eine Millionenstrafe gegen den brasilianischen Fußballstar Neymar aufgehoben. Die Sanktion über rund 16 Millionen Real (etwa drei Millionen US-Dollar) wegen angeblicher Umweltschäden sei aufgrund von Mängeln im Ermittlungsverfahren "für nichtig zu erklären", heißt es in der Entscheidung. Die Strafe wurde 2023 von der Staatsanwaltschaft in Mangaratiba ausgesprochen. Dem heute 34-Jährigen war vorgeworfen worden, beim Bau eines künstlichen Sees auf seinem Anwesen Bauabfälle ins Meer entsorgt und damit zwei Buchten verschmutzt zu haben. Seit 2024 war die Geldbuße bereits ausgesetzt, nun folgte die endgültige Aufhebung.
Laut Gericht stützten sich die Vorwürfe ausschließlich auf "Fotos und Videos", die nach einem anonymen Hinweis eingereicht worden waren. Weitere Belege hätten die Umweltbehörden nicht vorgelegt. Die Verteidigung legte zudem ein technisches Gutachten vor, dem zufolge die Wasserqualität zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Vorfalls innerhalb zulässiger Grenzwerte lag. Die Ermittlungen seien "aufgrund eines immensen Mediensturms" eingeleitet worden, erklärten Neymars Anwälte und verwiesen auf die Prominenz ihres Mandanten.