Deutschland rutscht in Weltrangliste ab
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist in der ersten Weltrangliste des WM-Jahres um eine Position auf Rang zehn abgerutscht. Grund für die Abwärtsbewegung ist Marokkos Aufstieg von Rang elf auf Platz acht durch den Einzug ins Afrika-Cup-Finale. Der neue Afrikameister Senegal kletterte um sieben Plätze auf Position zwölf.
Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat mit 1724 Punkten weiterhin einen großen Rückstand auf den führenden Europameister Spanien (1877 Zähler). Nur knapp hinter den Iberern folgen Weltmeister Argentinien (1873) sowie der frühere WM-Champion Frankreich (1870).
Das Abrutschen dürfte aber niemandem wehtun: Rechtzeitig für die WM-Gruppenauslosung relevante November-Weltrangliste hatte sich das DFB-Team kurzzeitig auf Platz 9 geschoben - und war dadurch als Gruppenkopf in Topf 1 gelandet.
Deutscher Ex-Weltmeister steigt wieder in den Boxring
Der frühere Profibox-Weltmeister Marco Huck feiert ein erneutes Comeback im Ring. Der mittlerweile 41-Jährige tritt am 14. Februar in Halle/Westfalen im Schwergewicht an; der Gegner steht noch nicht fest. Der Kampf ist auf zehn Runden angesetzt. Für Huck ist es eine Rückkehr an den Ort einer seiner größten Erfolge: An selber Stelle war er 2009 im Cruisergewicht zum Weltmeister aufgestiegen.
Huck war im Juni 2024 nach fast vierjähriger Wettkampfpause in den Boxring zurückgekehrt und hatte trotz einer mäßigen Leistung in Berlin gegen den Griechen Evgenios Lazaridis gewonnen. Anschließend offenbarte der gebürtige Bielefelder, dass er sich zuvor im Training die rechte Mittelhand gebrochen hatte.
Vier Jahre nach Olympia-Drama: Eiskunstläuferin Kamila Walijewa kündigt Comeback an
Russlands schillernde Eiskunstläuferin Kamila Walijewa steht nach fast vierjähriger Wettkampfpause wegen einer Dopingsperre kurz vor ihrem Comeback. "Freunde", schrieb die 19-Jährige in den sozialen Netzwerken: "Ich habe eine Nachricht für Euch: Ich kehre auf das große Eis zurück." Ihren eigenen Angaben zufolge will Walijewa, deren Startverbot Ende vergangenen Jahres ausgelaufen war, bei den russischen Meisterschaften am übernächsten Wochenende (31. Januar/1. Februar) in Moskau erstmals wieder für eine internationale Konkurrenz die Schlittschuhe schnüren.
Die Teenagerin war vor den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking, bei denen die Eisprinzessin zunächst Gold mit der Mannschaft gewann, positiv auf das Herzmedikament Trimetazidin getestet worden. Im Januar 2024 verhängte der internationale Sportgerichtshof CAS rückwirkend ab der positiven Kontrolle aus dem Dezember 2021 für vier Jahre. Ihre sämtlichen Ergebnisse nach dem Testdatum wurden gelöscht.
Siegchance kläglich vergeben: Marokko kündigt nach verlorenem Finale rechtliche Schritte an
Marokko will die von einem Eklat begleitete Heim-Niederlage im Afrika-Cup-Finale gegen Senegal nicht einfach auf sich sitzen lassen. Der marokkanische Fußball-Verband (FRMF) kündigte rechtliche Schritte beim afrikanischen Verband (Caf) und beim Weltverband (FIFA) an.
Damit soll erzwungen werden, dass das Verlassen des Platzes der senegalesischen Mannschaft in der turbulenten Schlussphase der regulären Spielzeit untersucht wird. "Diese Situation hatte erhebliche Auswirkungen auf den normalen Spielverlauf und die Leistung der Spieler", begründete der FRMF seinen Schritt in einer Stellungnahme.
In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit hatte es beim Stand von 0:0 einen aus Sicht des Senegals unberechtigten Elfmeter für den Gastgeber gegeben. Aus Protest waren die Spieler auf Anweisung von Trainer Pape Thiaw in die Kabine gegangen. Kurzzeitig drohte ein Abbruch. Erst nach Intervention des früheren Bayern-Stars Sadio Mané war das Team des Senegals auf den Platz zurückgekehrt. Das Spiel wurde nach fast 20 Minuten Unterbrechung fortgesetzt, Brahim Díaz vergab den Elfmeter mit der letzten Situation der regulären Spielzeit kläglich und es kam zur Verlängerung. Senegal gewann schließlich mit 1:0.
Wilde Gerüchte um Bundesliga-Rückkehr von Xabi Alonso
Markus Krösche ließ sich nicht aus der Reserve locken - auch nicht von der Frage nach Xabi Alonso. "Guter Versuch. Aber Namen diskutieren wir hier nicht", sagte der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt mit Nachdruck. Details in der Trainerfrage wollte der Sportchef im prallgefüllten Pressekonferenz-Raum des Proficamps partout nicht preisgeben. Das war schon beim Ansatz vor Alonso ("Was ist denn mit Marco Rose?") so: "Wir werden hier sicherlich keine einzelnen Personen diskutieren."
Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, Krösche würde ein Gespräch mit dem vor einer Woche bei Real Madrid entlassenen Alonso anstreben.
Nachdem am Sonntag Dino Toppmöller als Coach beim Fußball-Bundesligisten seinen Hut nehmen musste, läuft die Suche nach einem Nachfolger natürlich auf Hochtouren. Interimsweise übernehmen U21-Trainer Dennis Schmitt sowie U19-Trainer und Klub-Ikone Alexander Meier die Verantwortung.
Klopp wundert sich über Real-Rauswurf und richtet sich an Klubbosse
Die Entlassung von Xabi Alonso beim spanischen Rekordmeister Real Madrid hat Jürgen Klopp mit gemischten Gefühlen verfolgt. "Als ich die Nachricht über Xabi Alonso gehört habe, war ich etwas zwiespältig. Ja, ich war überrascht - und nein, ich war nicht überrascht", sagte der Head of Global Soccer von Red Bull der Nachrichtenagentur AFP in einer internationalen Medienrunde.
"Ich dachte: 'Was?' Und dann: 'Ja, natürlich'", sagte Klopp und verwies auf die Entlassung von Jupp Heynckes. Dieser hatte 1998 nach dem Champions-League-Triumph gehen müssen. "So ist es immer in Madrid, wenn sie nicht an der Tabellenspitze stehen", sagte Klopp.
Er würde "empfehlen, dass man, wenn man einen Trainer entlässt, besser eine Vorstellung davon hat, wer sein Nachfolger werden soll", erklärte der 58-Jährige: "Und das sollte realistisch sein. Wenn sie glauben, dass sie Pep Guardiola bekommen können, würde ich sagen, dass die Chancen dafür nicht besonders groß sind." Auch Klopp war in den Medien zuletzt immer wieder mit den Königlichen in Verbindung gebracht worden, diesen Spekulationen widersprach der ehemalige Liverpool- und Bundesliga-Coach erneut.
Deutsche Olympia-Hoffnung bricht sich den Knöchel
Skirennfahrer Alexander Schmid droht die Olympischen Winterspiele zu verpassen. Der Riesenslalom-Spezialist brach sich bei einem unterklassigen Rennen in der Vorwoche den Knöchel. Das sagte der 31 Jahre alte Allgäuer im Rahmen der Olympia-Einkleidung in München. Mit einer Schiene und an Krücken gestützt holte er sich dabei seine Klamotten für die im Februar anstehenden Winterspiele ab. Wie groß die Hoffnung ist, in Norditalien dabei zu sein, das sagte er nicht.
Schmid hatte neben dem zweiten deutschen Riesenslalom-Spezialisten Fabian Gratz, Slalom-Fahrer Linus Straßer und Abfahrer Simon Jocher die Norm des Deutschen Olympischen Sportbundes erreicht. Schmid ist Parallel-Weltmeister von 2023; zuvor war er bereits bei den Winterspielen 2018 und 2022 dabei. Vor vier Jahren in Peking holte er im Team-Parallel-Event die Silbermedaille.
So rechtfertigt Eintracht Frankfurt den Rauswurf von Dino Toppmöller
Dino Toppmöller ist nicht mehr Coach von Eintracht Frankfurt. Während die SGE im Hintergrund bereits fieberhaft nach einem neuen Übungsleiter sucht, erklärt Sportvorstand Markus Krösche der Presse noch einmal die Gründe für die Trennung.
Bewusstlos nach Sturz auf den Nacken: Zweitliga-Profi meldet sich erstmals
Abwehrspieler Calvin Brackelmann von Fußball-Zweitligist SC Paderborn hat sich am Tag nach seinem schweren Sturz erstmals selbst zu Wort gemeldet und zumindest etwas Entwarnung gegeben. Nach ersten Untersuchungen gehe es ihm "den Umständen entsprechend gut, und ich konnte die Nacht bereits bei meiner Familie verbringen", schrieb der 26-Jährige auf Instagram. Brackelmann war in der Partie bei Holstein Kiel (0:2) am Sonntagnachmittag nach einem Luftzweikampf schwer auf dem Nacken gelandet.
"Jetzt folgen ein paar Checks und dann geht's weiter", hieß es in dem Post weiter, auch bedankte sich Brackelmann für alle Nachrichten und Genesungswünsche. Nach dem Zusammenstoß war der Defensivspieler zunächst noch reglos liegen geblieben und nach minutenlanger Behandlung schließlich in das Uniklinikum in Kiel transportiert worden. Dort hatte es am frühen Abend dann bereits eine "Teil-Entwarnung" von Seiten des Vereins gegeben, eine genaue Diagnose wurde jedoch noch nicht offiziell kommuniziert.
Alle gegen alle: Bei Real Madrid brennt es lichterloh
Nach den jüngsten Unmutsbekundungen gegen Vinicius Júnior hat Starstürmer Kylian Mbappé die Fans von Real Madrid ermahnt und Vernunft eingefordert. "Natürlich ist es nicht Vinis Schuld. Es ist die Schuld der gesamten Mannschaft." Die Fans, forderte Mbappé, "sollten nicht einen einzelnen Spieler herauspicken und ihn allein auspfeifen".
Beim glanzlosen Sieg gegen UD Levante (2:0) im ersten Heimspiel unter Álvaro Arbeloa hatten die Anhänger ihren Frust herausgelassen. Sie pfiffen ihre Stars aus, nachdem diese sich zuvor im Pokal bei einem Zweitligisten blamiert hatten. Neben Jude Bellingham bekam vor allem Vinicius die Wut zu spüren. Ihm war unter anderem ein schwieriges Verhältnis zum entlassenen Xabi Alonso nachgesagt worden.
Vinicius sei "ein Mensch. Es ist verständlich, dass einen das mitnimmt", sagte Mbappé über die Pfiffe: "Wir müssen ihn besser schützen, ich eingeschlossen, damit er nicht allein ist. Bei Real Madrid wird er nie allein sein. Der ganze Verein steht hinter ihm." Mit Spannung wird erwartet, wie die Fans Real am Dienstag (21 Uhr/DAZN) in der Champions League gegen die AS Monaco im Bernabéu begrüßen. Mbappé zeigte bei aller Kritik auch Verständnis für den Frust der Anhänger. "Bevor ich Fußballer wurde, war ich ein junger Mann, und wenn ich auf der Tribüne saß und unzufrieden war, habe ich gebuht", berichtete der Franzose.
Bundesliga-Schiedsrichter ist jetzt Bürgermeister einer Ostsee-Insel
Florian Lechner ist unter anderem als Schiedsrichter aus der 2. Fußball-Bundesliga bekannt: Nun ist er auch frisch gewählter Bürgermeister der mecklenburgischen Ostsee-Insel Poel. Mit fast 53 Prozent der gültigen Stimmen wurde der SPD-Politiker im ersten Wahlgang gewählt, wie die Gemeinde bestätigte. Laut Lechner hilft ihm seine Erfahrung auf dem Platz auch in der Politik: "Ja, absolut." Er habe im Wahlkampf erlebt, dass es große Parallelen gebe.
Der 34-Jährige arbeitet bislang in der Staatskanzlei in Schwerin, bevor er Mitte Mai die Amtsgeschäfte auf Poel übernimmt. Er lebt eigener Aussage nach auch auf der Insel und ist seit gut 18 Jahren beim Poeler SV. Man müsse als Schiedsrichter in einem Verein gemeldet sein. Neben Zweitliga-Partien pfeift er auch in der 3. Liga. Hinzu kommen Einsätze in der Bundesliga als vierter Offizieller oder Videoassistent.
Deutsche Handballer starten mit Schweigeminute in entscheidendes EM-Spiel
Vor dem entscheidenden EM-Vorrundenspiel von Deutschlands Handballern heute gegen Spanien wird es eine Schweigeminute geben. Wie die Europäische Handball-Föderation (EHF) bestätigte, soll damit der Opfer des schweren Zugunglücks in Spanien gedacht werden. Die Gedenkminute findet im Anschluss an die Nationalhymnen statt.
Die Initiative ging von der spanischen Delegation aus, die um ein offizielles Zeichen des Mitgefühls gebeten hatte. Die EHF entsprach dem Wunsch und ordnete die Durchführung der Schweigeminute vor dem Anwurf am heutigen Abend (20.30 Uhr/ZDF und im Liveticker bei ntv.de) in Herning an.
Am Wochenende waren bei einer Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der Provinz Córdoba mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden verletzt. Die Bilder der Katastrophe sorgten europaweit für Bestürzung.
Final-Chaos beim Afrika-Cup macht Gianni Infantino fassungslos
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat das Final-Chaos beim Afrika-Cup mit harschen Worten gegeißelt. Der Präsident des Fußball-Weltverbandes schrieb bei Instagram über "inakzeptable" sowie "hässliche" Szenen, die "verurteilt" werden müssen und sich "niemals wiederholen" dürfen. Er erwarte, "dass die zuständigen Disziplinarorgane" des afrikanischen Verbandes CAF "die entsprechenden Maßnahmen ergreifen". Man verurteile das Verhalten einiger "Fans" sowie einiger senegalesischer Spieler und Mitglieder des Trainerstabs aufs Schärfste. "Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden", sagte der Schweizer.
Der Triumph des Senegal um Bayern-Profi Nicolas Jackson und Topstar Sadio Mané durch ein 1:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Gastgeber Marokko war überschattet worden von einem Skandal. Nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte das Team aus dem Senegal den Platz aus Protest verlassen. Sogar ein Abbruch des Finales schien möglich, nachdem auch auf den Tribünen in Rabat Chaos ausgebrochen war. Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies.
Die Schlagzeilen am Montagmittag
Skandal-Song läuft bei Handball-EM: Aufklärung wirft noch mehr Fragen auf
Die Handball-EM 2026 hat ihren ersten großen Aufreger, der nichts mit dem Sport zu tun hat. Am Samstag wurde beim Gruppenspiel zwischen Kroatien und Georgien in Malmö in der Halle ein Lied des kroatischen Sängers Marko Perković gespielt. Diesem wird unter anderem seit Jahren die Verherrlichung des kroatischen Faschismus in seinen Texten vorgeworfen. In einigen Ländern herrschte und herrscht für ihn ein Auftrittsverbot. Bei internationalen Sportevents sind seine Lieder für gewöhnlich gesperrt.
Das galt auch für die Handball-EM, wie der europäische Verband (EHF) der Zeitung "Aftonbladet" versicherte. "Der Song war nie Teil der ursprünglichen Playlist. Alle Lieder für alle Veranstaltungsorte wurden von der EHF vor der EM geprüft."
Wie also kam dann ein Lied des Musikers in die Playlist in Malmö? "Am Tag des Spiels hat sich die kroatische Delegation das Lied mehrfach gewünscht - und der Wunsch wurde jedes Mal abgelehnt. Dass es trotzdem gespielt wurde, bereuen wir. Das hätte nicht passieren dürfen. Dieses Lied repräsentiert nicht die Werte, für die diese Europameisterschaft steht", entschuldigte sich die EHF, ohne eine Erklärung für den Vorfall zu liefern.
Bayerns Super-Duo als neues "Robbery": Robben "mag das überhaupt nicht"
Michael Olise und Luis Díaz als neues "Robbery"-Duo in München? Die Stars von damals halten nicht viel von dem Vergleich für die Flügelzange des FC Bayern. "Zu meiner Zeit haben sie uns auch mit anderen Spielern verglichen, ich mag das überhaupt nicht", sagte Arjen Robben am Rande des Legends Cup in München: "Jeder Spieler ist einzigartig, jeder hat seine eigenen Qualitäten, seine eigene Persönlichkeit."
Olise und Díaz hatten für den deutschen Fußball-Rekordmeister zuletzt immer wieder mit starken Leistungen brilliert und damit Erinnerungen an Robben und dessen kongenialen Partner Franck Ribéry geweckt. "Das Wichtigste ist, dass sie im Moment sehr wichtig sind für die Mannschaft", betonte Robben. Und auch Ribéry ergänzte mit Blick auf Olise: "Er ist noch jung, er macht es schon sehr gut und muss so weiter machen. Wenn er so spielt, sind wir zufrieden."
Der Franzose Olise und der Kolumbianer Díaz "machen ihre Sache überragend", lobte auch der langjährige Bayern-Kapitän Philipp Lahm: "Ich weiß nicht, ob man sie vergleichen kann, am Ende kommt es auf Titel an und da können wir mal abwarten, was da rauskommt."
Hier sehen Sie den peinlichsten Elfmeter der Afrika-Cup-Geschichte
Der Senegal hatte es im Finale des Fußball-Afrika-Cups mit Gastgeber Marokko zu tun. Ein nicht gegebener Treffer erhitzt die Gemüter der Westafrikaner bereits. Doch als es in der Nachspielzeit einen spielentscheidenden Elfmeter für Marokko gibt, wird das Finale zur Farce.
Altmaier kassiert ganz üble Abreibung bei Australian Open
Daniel Altmaier hat bei den Australian Open eine üble Niederlage kassiert. Der Kempener verlor in der ersten Runde gegen den einstigen US-Open-Sieger Marin Cilic aus Kroatien und präsentierte sich dabei lange komplett von der Rolle. 0:6, 0:6, 6:7 (3:7) hieß es nach einer zu Beginn völlig einseitigen Partie aus Altmaiers Sicht. Cilic, der sich 2014 den Titel in New York gesichert hatte, war zunächst in allen Belangen der bessere Spieler. Er verwandelte nach 2:01 Stunden schließlich seinen ersten Matchball. Altmaiers zartes Aufbäumen im dritten Satz war zu wenig.
"Daniel ist nicht so gut in die Saison gestartet. Aber bei den Grand Slams schafft er es immer, noch einen Gang hochzuschalten", hatte Bundestrainer Michael Kohlmann vor der Partie gehofft, doch es kam anders. Altmaier legte in den ersten beiden Sätzen eine bedenkliche Körpersprache an den Tag. Erst nach 90 Minuten gewann er das erste Spiel im Match und verhinderte damit eine historische Schmach. Seit den French Open 1993 hat kein Spieler mehr einen sogenannten "Triple Bagel" - eine Niederlage ohne eigenen Spielgewinn - in der Hauptrunde eines Grand Slams hinnehmen müssen.
Marina Stakusic sorgt für besorgniserregende Szenen
Tennisspielerin Marina Stakusic hat bei den Australian Open für besorgniserregende Szenen gesorgt. Unter starken Schmerzen musste die Kanadierin ihre Erstrundenpartie gegen Priscilla Hon (Australien) aufgeben und nach einem Zusammenbruch in einem Rollstuhl vom Court gebracht werden. Später berichtete die 21-Jährige von heftigen Krämpfen.
"Es kann an der Hitze liegen, es kann am Stress liegen", sagte sie im Anschluss: "Ich habe so etwas noch nie erlebt, es war extrem schmerzhaft." In Melbourne herrschten am Montagnachmittag Temperaturen von knapp über 30 Grad. Auch der Top-Ten-Spieler Félix Auger-Aliassime musste in seiner Erstrundenpartie gegen den Portugiesen Nuno Borges wegen Krämpfen aufgeben.
Schwedischer Biathlet wird Opfer einer kuriosen Schießpanne
Der schwedische Biathlet Henning Sjökvist holte als 28. in der Verfolgung von Ruhpolding das beste Ergebnis seiner Weltcup-Karriere. In Erinnerung bleiben wird ihm das Rennen aber aus einem anderen Grund: Als er zum dritten Schießen kam, fielen seine Scheiben reihenweise um, obwohl er gar nicht feuerte.
Sjökvist wurde dabei das Opfer einer kuriosen Panne. Urheber war der Italiener Patrick Braunhofer, der beim dritten Schießen nicht auf seine Scheiben schoss, sondern auf die des Schweden. "Ich habe einen Schuss abgesetzt und dann gesehen, dass er auf die Scheiben geschossen hat, auf die ich danach gezielt habe", berichtete Sjökvist der Zeitung "Aftonbladet". Er habe sich dann bei den Offiziellen gemeldet, die seine Scheiben wieder zurücksetzen mussten.
"Das kostet so viel Zeit und hat mir vor der vierten Runde so viel Luft genommen. Ich habe die gesamte Gruppe verloren", beklagte sich der Schwede, der mit rund zehn anderen Athleten mehr oder minder zeitgleich am Schießstand ankam. "Einfach unglaublich. Es ist wahnsinnig frustrierend, wenn man so ein gutes Rennen läuft und nicht die Chance bekommt, es komplett zu beenden", haderte der Pechvogel des Tages. Das Warten am Schießstand habe sich "wie eine Ewigkeit" angefühlt. "Man weiß nicht, wie viel Zeit vergeht, aber man das Gefühl, dass es Stunden sind."
Die sportlichen Schlagzeilen am Morgen
FC Barcelona kassiert eine kaum zu fassende Niederlage
Die Erfolgsserie des FC Barcelona ist gerissen. Am 20. Spieltag der spanischen Primera División unterlagen die Katalanen bei Real Sociedad San Sebastián trotz drückender Überlegenheit 1:2 (0:1). Zuvor hatte die Mannschaft des früheren Bundestrainers Hansi Flick wettbewerbsübergreifend elf Spiele nacheinander gewonnen.
Durch die Niederlage schrumpft Barcelonas Vorsprung auf den Erzrivalen Real Madrid auf einen Punkt. Der Rekordmeister hatte am Samstag mit einem 2:0 gegen UD Levante vorgelegt, es war der erste Sieg für Trainer Álvaro Arbeloa, der auf den am Montag entlassenen Xabi Alonso gefolgt war.
Barcelona wollte nachziehen, doch San Sebastian schockte den Favoriten durch die Treffer von Mikel Oyarzabal (38.) und Goncalo Guedes (71.). Kurz vor dem Siegtor hatte der eingewechselte Marcus Rashford (70.) mit dem Ausgleich Barcas Bemühungen belohnt. Pech hatten die Gäste, als Dani Olmo (47./49.), Robert Lewandowski (66.), Jules Koundé (85.) und Rashford (90.+3) nur Pfosten und Latte trafen. San Sebastián beendete das Spiel nach einer Roten Karte gegen Carlos Soler (88.) in Unterzahl.
Süffisante Attacke: Uli Hoeneß lacht mal wieder als Letzter
Der FC Bayern ist in der Liga noch immer ungeschlagen und klar auf Meisterschaftskurs, in der Champions League steht der Rekordmeister vor dem direkten Einzug ins Achtelfinale. Für Ehrenpräsident Uli Hoeneß eine große Genugtuung. "Wenn ich daran denke, dass wir im Sommer als die schlechtesten Transferspezialisten genannt wurden und jetzt sind wir mit elf Punkten vor Dortmund – also ist es ganz gut gelaufen", sagte der 74-Jährige.
Laut Hoeneß ist die Transferstrategie voll aufgegangen, was vor allem an jungen Spielern wie Lennart Karl oder Tom Bischof zu sehen sei. "Indem wir nicht so viele teure Spieler gekauft haben, wie die Medien von uns verlangt haben, ist der Kader klein geworden. Wenn alle Spieler, die man uns angedichtet hat, in München spielen würden, gäbe es keinen Karl in der ersten Mannschaft, gäbe es keinen Bischof in der ersten Mannschaft."
Ein Lob gebühre auch dort Kompany. Auch der Belgier sei im Sommer zwar "ein bisschen traurig" gewesen, "dass der ein oder andere Transfer nicht geklappt hat", sagte Hoeneß, "aber er hat da nicht lange lamentiert, sondern die Ärmel hochgekrempelt. Was wir jetzt erleben, ist eine wunderbare Konsequenz."
Doch nicht Xabi Alonso: Das ist angeblich Frankfurts Trainer-Favorit
Nach der Trennung von Trainer Dino Toppmöller haben die Spekulationen über dessen langfristigen Nachfolger bei Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt an Fahrt aufgenommen. Das Fachmagazin "Kicker" berichtete, dass eine heiße Spur zum früheren Bundesligacoach Marco Rose führe. Für den 49-Jährigen, der in Deutschland schon RB Leipzig, Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach trainiert hat, sei aktuell aber auch ein Ausland-Abenteuer reizvoll, schrieb der "Kicker".
Neben Rose werden in Medien auch die Namen von Edin Terzic, Roger Schmidt und sogar von Xabi Alonso gehandelt. Der frühere Leverkusener Meistertrainer wurde erst kürzlich beim spanischen Rekordchampion Real Madrid nach nur etwa einem halben Jahr von seinen Aufgaben entbunden. "Aber der Alonso denkt auch ganz groß", sagte der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bei Sky, "da ist Frankfurt nicht groß genug". Terzic ist laut "Kicker" aktuell kein Thema.