Union äußert sich zum verletzten Leite
Der schwer am Kehlkopf getroffene Diogo Leite von Union Berlin ist nicht ernsthaft verletzt. Trainer Steffen Baumgart gab rund eine Stunde nach dem 1:1 (1:0) beim VfL Bochum Entwarnung. "Es ist nicht so dramatisch, wie es anfangs aussah", sagte Baumgart.
Leite musste minutenlang auf dem Feld behandelt werden, nachdem er einen Schuss von Bochums Matus Bero unglücklich an den Hals bekommen hatte. Leite wälzte sich heftig auf dem Boden und wurde schließlich mit einer Trage vom Feld und später ins Krankenhaus gebracht. "Es entscheidet sich kurzfristig, ob er noch heute Abend oder erst morgen früh das Krankenhaus wieder verlassen kann. Das ist das Gute", sagte Baumgart. "Wir müssen dann in den nächsten Tagen schauen, wie es ihm geht. Das ist wie so eine Prellung."
Manchester City wahrt die letzte Titelchance
Manchester City hat die letzte Chance auf einen Titel in dieser Saison gewahrt und steht nach einem 2:0 (1:0) gegen Nottingham Forest im Finale des englischen FA-Cups. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola gewann im Londoner Wembley-Stadion durch Tore von Rico Lewis (2. Minute) und Josko Gvardiol (51.).
Nottingham, das zuletzt in der Premier League gegen City gewonnen hatte, fand offensiv kaum statt und blieb über weite Strecken harmlos. Die wenigen Chancen des derzeitigen Premier-League-Tabellensechsten parierte der deutsche City-Torwart Stefan Ortega Moreno souverän. Im Finale trifft Manchester City am 17. Mai im Wembley-Stadion auf Crystal Palace, das sich zuvor mit 3:0 gegen Aston Villa durchgesetzt hatte. In der Premier League belegen die Cityzens den vierten Tabellenplatz und kämpfen um die direkte Qualifikation für die Champions League.
Auch Lothar Matthäus äußert sich zu Antonio Rüdiger
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat Konsequenzen für Antonio Rüdiger in der DFB-Auswahl nach dessen Ausraster im spanischen Pokalfinale gefordert. Bundestrainer Julian Nagelsmann müsse reagieren. "Das ist ja auch seine Aufgabe", sagte der 64-Jährige in der Sendung "Sky90".
Der Deutsche Fußball-Bund - in dem Fall Nagelsmann - könne mit Rüdiger jetzt nicht nur ein Gespräch führen "und die Sache dann unter den Teppich kehren". Es müsse auch ein Zeichen nach außen gesetzt werden, betonte Matthäus. Rüdiger hatte kurz vor dem Ende der Verlängerung des Endspiels gegen den FC Barcelona (2:3) den Schiedsrichter wüst beschimpft und mit einem Gegenstand beworfen. Offenbar handelte es sich dabei um einen Eiswürfel. Der einige Minuten zuvor bereits ausgewechselte Abwehrspieler sah dafür die Rote Karte. Matthäus rechnet mit einer langen Sperre für Rüdiger. "Er war von Sinnen. Er war nicht mehr unter Kontrolle."
"Unbeschreiblich": Bremerin wird Weltmeisterin
Merle Brunnée hat den Weltmeister-Titel im Duathlon über die Mitteldistanz gewonnen. Die 30 Jahre alte gebürtige Bremerin siegte über die Distanz von 10 Kilometern Laufen, 60 Kilometern Radfahren und noch einmal 10 Kilometern Laufen. Brunnée, die auch als Favoritin gestartet war, benötigte bei dem Rennen im nordrhein-westfälischen Alsdorf 2:42:01 Stunden.
"Es ist unbeschreiblich", sagte sie: "Ich bin all-in auf dem Rad gegangen. Ich habe zwar dafür auf dem zweiten Lauf bezahlt, aber es hat sich ausgezahlt. Der Plan ist aufgegangen." Einen deutschen Dreifacherfolg verhinderte die Britin Rachel Brown, die 54 Sekunden nach Brunnée ins Ziel kam. Madlen Kappeler (27) belegte den dritten, Maja Betz den vierten Platz.
Union Berlin macht Durchmarsch perfekt
Die Fußballerinnen von Union Berlin haben mit einem Kantersieg den Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga perfekt gemacht. In der Alten Försterei bezwangen die Köpenickerinnen Borussia Mönchengladbach klar mit 6:1 (4:1) und sicherten bereits vier Spieltage vor Schluss den Aufstieg - nach 15 Jahren gibt es somit wieder einen Bundesligisten der Frauen in Berlin. Zugleich stellten sie mit 14.047 Fans einen Zuschauerrekord für die laufende Zweitliga-Saison auf.
Anna Weiß (7.) und Naika Reissner (10.) brachten die Unionerinnen früh in Führung, Dina Orschmann (34.), Kapitänin Lisa Heisler (40.), Tomke Schneider (54.) und Celine Frank (65.) machten den Sieg perfekt. Suus van der Drift (18.) erzielte den einzigen Treffer für die Gäste. Die Gladbacherin Paula Klensmann (62.) sah nach einer Notbremse die Rote Karte. Da die Bundesliga auf 14 Mannschaften aufgestockt wird, steigen in dieser Saison drei Mannschaften aus der zweiten Liga auf. Nachdem der 1. FC Nürnberg vor einer Woche den Aufstieg perfekt gemacht hatte, zog Union nach.
Bankdrück-Champion: Deutscher schafft es in die NFL
Der deutsche Footballprofi Leander Wiegand darf auf eine Karriere in der NFL hoffen. Der 25-Jährige aus dem schleswig-holsteinischen Henstedt-Ulzburg wurde nach dem Draft von den New York Jets als sogenannter Undrafted Free Agent verpflichtet. Zuvor hatte sich Wiegand über das International Player Pathway Program (IPP) der Liga für einen Vertrag empfohlen.
Dieser Weg bringt einen großen Vorteil mit sich. Denn Spieler, die über das IPPP, einem Programm für nicht-nordamerikanische Footballer, einen NFL-Kontrakt erhalten, fallen während der Off- und Preseason nicht in das Rosterlimit. Wiegand hat in diesen Phasen somit einen garantierten Platz im Kader der Jets. Bevor Wiegand den Schritt in die USA wagte, hatte der Offensive Lineman für die Munich Ravens in der European League of Football (ELF) gespielt. Beim Combine der NFL, einer Veranstaltung, bei der die Spieler vor dem Draft ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können, hatte Wiegand für Aufsehen gesorgt. Beim Bankdrücken schaffte der 1,95 m große und 144 kg schwere Wiegand 38 Wiederholungen und damit weit mehr als alle anderen. Bereits vor dem Draft hatte Lenny Krieg einen Vertrag von den Atlanta Falcons erhalten. Der Kicker aus Berlin konnte sich ebenfalls über das IPP-Programm für die NFL empfehlen.
Hamburg-Marathon: Läufer bricht kurz vor Ziel zusammen, muss reanimiert werden
Die 39. Auflage des Hamburg-Marathons wird von einem Notfall überschattet. Wie Cheforganisator Frank Thaleiser mitteilte, ist ein Teilnehmer wenige Kilometer vor dem Ziel zusammengebrochen und musste reanimiert werden. Anschließend sei die Person in ein Krankenhaus gebracht worden. Mehr Information zum Gesundheitszustand habe er auch nicht erhalten, erklärte Thaleiser. Er betonte: "Aus Datenschutzgründen wird uns das nicht mitgeteilt." Auch zu Alter, Geschlecht und Nationalität gab es keine Angaben.
Hamann fordert Rüdigers Suspendierung beim DFB
TV-Experte Dietmar Hamann fordert nach dem Ausraster des Fußball-Nationalspielers Antonio Rüdiger im spanischen Pokalfinale drastische Konsequenzen. "Ich finde, dass ihn der DFB suspendieren sollte", sagte der Europameister von 1996 in der Sport1-Sendung Doppelpass: "Ich würde ihn zum Endturnier der Nations League nicht einladen und würde ihn für die zwei Spiele weglassen."
Rüdiger sei "nicht zum ersten Mal verhaltensauffällig geworden", betonte Hamann: "Julian Nagelsmann wird ja nicht müde, immer wieder zu betonen, wie wichtig es ist, Werte zu vermitteln und Verantwortung zu übernehmen." Auf SID-Anfrage hatte der DFB am Sonntag mitgeteilt, Präsident Bernd Neuendorf werde sich nicht öffentlich äußern. Bei der Niederlage mit Real Madrid gegen den FC Barcelona (2:3 n.V.) hatte Rüdiger von der Ersatzbank einen Eisbeutel in Richtung des Schiedsrichters geworfen, sah dafür die Rote Karte und beleidigte den Unparteiischen deutlich hörbar auf Deutsch. Deutschland ist Gastgeber des Final-Four-Turniers der Nations League. Halbfinalgegner der Nationalmannschaft ist am 4. Juni in München Portugal.
HSV kann auf eine wichtige Stütze weiter bauen
Fußball-Zweitligist Hamburger SV kann auch in Zukunft auf Jean-Luc Dompé setzen. Der Verein und der französische Stürmer einigten sich auf eine Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrages. Das teilte der HSV unter dem Jubel der Fans wenige Minuten vor dem Anpfiff zum Spiel gegen den Karlsruher SC mit.
Zur Laufzeit des neuen Vertrages wurden keine Angaben gemacht. Die Fortsetzung des Kontrakts mit dem Außenangreifer war eine der wichtigsten Personalien der Hamburger. "Der HSV ist mittlerweile der Verein, für den ich die längste Zeit gespielt habe. Das zeigt auch, wie sehr mir die Mannschaft, der Verein und die Fans ans Herz gewachsen sind", sagte Dompé laut Mitteilung. Der 29-Jährige war 2022 von Zulte Waregem aus Belgien zum HSV gewechselt. Mit seinen Dribblings und seinen Qualitäten als Vorbereiter hat er sich vor allem unter dem seit Ende November amtierenden Cheftrainer Merlin Polzin zu einem Stamm- und Unterschiedsspieler entwickelt. Bis zum Spiel gegen den KSC hatte Dompé in dieser Saison bereits acht Mal getroffen.
Drei Halbfinalisten: Saudi-Klubs dominieren Champions League
Mit Cristiano Ronaldo als Torschütze hat Al-Nassr als dritter Klub aus Saudi-Arabien das Halbfinale der Champions League in Asien erreicht. Der 40 Jahre alte Portugiese traf beim 4:1 gegen die Yokohama F-Marinos aus Japan. Ronaldo kann in der Königsklasse seinen ersten großen Titel mit Al-Nassr holen. Die finanzstarken Klubs aus Saudi-Arabien, wo bis zum Finale am 3. Mai auch alle K.-o.-Runden ab dem Viertelfinale gespielt werden, dominieren den Wettbewerb in diesem Jahr. Auch Al-Ahli und Al-Hilal stehen bereits im Halbfinale. Vierter Teilnehmer und Gegner von Ronaldo wird entweder Kawasaki Frontale aus Japan oder Al-Sadd aus Katar.
Medien: Ancelotti steht offenbar vor Blitz-Engagement
Carlo Ancelotti steht Medienberichten zufolge kurz vor einem Wechsel ins Amt des brasilianischen Fußball-Nationaltrainers. Der Chefcoach von Real Madrid solle noch vor dem Länderspiel-Fenster im Juni den Posten bei der Seleção übernehmen, berichteten der britische Sender Sky Sports und Transfer-Experte Fabrizio Romano. Demnach sei der brasilianische Verband "sehr zuversichtlich" hinsichtlich einer Verpflichtung des 65-Jährigen.
Ancelottis Vertrag bei Real läuft zwar noch bis ins kommende Jahr, doch nach einer bislang enttäuschenden Saison steht der Italiener vor dem Aus. "Ich kann weitermachen oder aufhören. Das wird sich in den nächsten Wochen entscheiden", sagte der Trainer nach der spektakulären 2:3-Niederlage im spanischen Pokalfinale gegen den FC Barcelona.
Brasilien wirbt schon seit langem um Ancelotti. Der bisherige Nationaltrainer Dorival Júnior war Ende März nach einer deutlichen Niederlage gegen Erzrivale Argentinien entlassen worden. Offen ist, ob Real sich noch vor Saisonende und der Club-WM im Sommer von Ancelotti trennt. Als möglicher Nachfolger bei den Königlichen wird vor allem Bayer Leverkusens Xabi Alonso gehandelt.
Rüdiger bittet nach verstörendem Ausraster um Entschuldigung
Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger hat sich wenige Stunden nach seinem heftigen Ausraster im spanischen Pokalfinale einsichtig gezeigt. Es gebe "definitiv keine Entschuldigung für mein Verhalten gestern Abend. Das tut mir sehr leid", schrieb der Abwehrspieler von Real Madrid nach seiner Roten Karte bei der Niederlage gegen den FC Barcelona nach Verlängerung (2:3) in den Sozialen Medien.
Der 32-Jährige hatte von der Ersatzbank einen Eisbeutel in Richtung Schiedsrichter geworfen, sah dafür die Rote Karte und beleidigte den Unparteiischen daraufhin auf Deutsch. Nach der Roten Karte musste der fluchende Rüdiger davon abgehalten werden, auf den Platz zu gehen. Für das "Werfen eines Gegenstandes" auf den Schiedsrichter kann Rüdiger laut des Regelwerks für vier bis zwölf Spiele gesperrt werden, die Strafe würde auch für den Ligaendspurt gelten.
"Wir haben ab der zweiten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht - nach 111 Minuten konnte ich meiner Mannschaft nicht mehr helfen und habe vor dem Schlusspfiff einen Fehler gemacht", schrieb Rüdiger am Sonntagmorgen: "Nochmals Entschuldigung an den Schiedsrichter und an alle, die ich enttäuscht habe."
Bayern-Boss Eberl dementiert Meldungen zu Leroy Sané
Zum Wochenende ploppten die ersten Meldungen auf, wonach sich der FC Bayern mit Leroy Sané auf einen neuen Vertrag verständigt habe. Gegenüber "ran" stellte Sportvorstand Max Eberl nun aber klar, dass es noch keinen finalen Durchbruch mit dem 29-Jährigen gegeben hat: "Was zu lesen ist, ist nicht wahr! Wir haben keine Einigung und noch keinen Vertrag unterschrieben." Schon vor Wochen sickerte durch, dass der Flügelstürmer grundsätzlich gerne in München bleiben würde, auch zu Gehaltseinbußen bereit sein soll. Trotzdem hat Sané noch immer kein neues Arbeitspapier beim Bundesliga-Spitzenreiter in der Tasche.
Der Linksfuß zeigte in den letzten Jahren immer wieder starke Formschwankungen im Bayern-Trikot. Zuletzt präsentierte sich der Offensivmann aber in Topform, trat sowohl als Vorlagengeber als auch als Torschütze immer wieder in Erscheinung. Insgesamt steht Sané in der laufenden Saison bei zwölf Pflichtspiel-Treffern für den FC Bayern, in der Bundesliga steuerte er zudem fünf Assists bei.
Am Samstagabend wollte sich FCB-Entscheider Eberl dennoch nicht hinreißen lassen, öffentlich über eine Tendenz mit Sané zu berichten: "Dass wir in Gesprächen sind, ist kein Geheimnis. Wir werden mal schauen, was passiert", so der 51-Jährige. Leroy Sané steht seit fünf Jahren beim FC Bayern unter Vertrag, holte mit dem Verein bis dato dreimal die deutsche Meisterschaft und wurde 2020 Klub-Weltmeister.
DFB will sich nicht zu Antonio Rüdigers heftigem Ausraster äußern
Als Hansi Flick lächelnd zur Siegerehrung schritt, wütete Antonio Rüdiger noch immer im Spielertunnel. Völlig außer Rand und Band versuchte der Nationalspieler, ein letztes Mal zum Schiedsrichter zu gelangen - vergeblich. Mitarbeiter von Real Madrid drängten die "unkontrollierbare Bestie" (so schrieb die "Marca") zurück in die Kabine, endlich gehörte die Bühne dem gefeierten Flick und den Pokal-Helden des FC Barcelona.
Der impulsive Rüdiger hatte kurz zuvor für den unrühmlichen Schlusspunkt eines bis dahin furiosen Finales gesorgt. In der Nachspielzeit der Verlängerung warf er beim Stand von 2:3 von der Ersatzbank aus einen Eisbeutel in Richtung des Schiedsrichters. Ricardo de Burgos Bengoetxea, der vor dem Spiel unter Tränen über den von Real ausgeübten Druck geklagt hatte, zeigte Rüdiger Rot - der daraufhin auf Deutsch eine üble Schimpftirade ("Hurensohn", "Missgeburt") folgen ließ.
Der Deutsche Fußball-Bund teilte am Sonntag auf Anfrage mit, DFB-Präsident Bernd Neuendorf werde sich nicht zu dem Ausraster des Nationalspielers äußern. Das tat dafür die spanische Presse. "Der Deutsche war völlig aufgebracht, wütend und außer Kontrolle", schrieb die Zeitung Marca am Sonntag und nannte Rüdiger "una bestia incontrolable".
So plant der BVB den WM-Notfall mit Mats Hummels
Mats Hummels soll Borussia Dortmund bei der Klub-Weltmeisterschaft im Sommer nur helfen, wenn der Bundesligist dann personelle Probleme hat. Der langjährige BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigte im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF, es sei die Idee diskutiert worden, den 36-Jährigen nach seinem Jahr bei der AS Rom zurückzuholen. Die Chancen seien indes kleiner als die Risiken.
"Aktuell sind aber ein paar Spieler vorne, und die jetzt die letzten Wochen die Spiele gewonnen haben, die gehen ja jetzt nicht freiwillig und sagen, jetzt setzen wir uns mal die Bank, weil der Mats jetzt für fünf Wochen da ist", erklärte Watzke. "Wir sind eigentlich so verblieben: Wenn sich bei uns noch einer verletzt aus der Defensive und nicht an der Klub-Weltmeisterschaft teilnehmen kann, dann ist der Mats für uns die erste Alternative."
Düsseldorfer Abus Magomedov kämpft sich in Top-15 der UFC
Mehr als zehn Jahre hat es gedauert, aber nun hat Deutschland wieder einen MMA-Kämpfer unter den 15 besten der Welt. Mit einer dominanten Leistung besiegte der Düsseldorfer Abus Magomedov bei der UFC-Veranstaltung in Kansas City Michel Pereira nach Punkten. Der Brasilianer war zuvor auf Platz 14 der Rangliste geführt worden, der Deutsche dürfte durch den Sieg seinen Platz einnehmen. Zuletzt stand mit Dennis Siver 2015 als deutscher Vertreter in der Top-15 - allerdings im Federgewicht.
Magomedov will nun angreifen und hat den Titel im Mittelgewicht ins Visier genommen, wie er im Interview mit ntv/RTL sagte. Es gibt aber noch ein weiteres Ziel: Die UFC wieder nach Deutschland zu bringen. Fast zehn Jahre ist das letzte Event der US-Promotion in Hamburg nun schon her. Mit dem Sieg Magomedovs steigen die Chancen, die Elite-Organisation nach Deutschland zu locken.
"In Rage geredet" - Sammer begleitet keine BVB-Spiele mehr
Borussia Dortmunds Berater Matthias Sammer wird nicht mehr Spiele des BVB als TV-Experte begleiten. Das hat der langjährige Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF angekündigt. Sammer hatte im Lauf der Champions-League-Saison im Streaming-Dienst Prime Video harsche Kritik am Dortmunder Team geübt, das damals noch von Nuri Sahin trainiert wurde.
Dies sei besprochen worden, berichtete Watzke und verwies auf Ableitungen, die getroffen worden seien. "Matthias wird keine Spiele mehr kommentieren, wo der BVB auf dem Platz steht", sagte Watzke. "Er hat sich zu sehr in Rage geredet. Das haben wir aber aufgearbeitet", betonte der 65-Jährige.
Sammer war nach der Dortmunder 1:2-Niederlage in der Vorrunde in Bologna hart mit der Mannschaft ins Gericht gegangen. Er hatte danach bereits keine Partien des Vorjahresfinalisten mehr in der Champions League als TV-Experte kommentiert.
Tim Stützles ganz besonderer Treffer rettet Ottawa
Auch dank Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle haben die Ottawa Senators ein frühes Aus in den Play-offs der NHL abgewendet. Beim 4:3 nach Verlängerung gegen die Toronto Maple Leafs erzielte der 23-Jährige das erste Play-off-Tor seiner Karriere. Im "Battle of Ontario" verkürzte Ottawa auf 1:3. Stützle traf in der zehnten Minute zum 1:0. Der Sieg in eigener Halle hing dennoch am seidenen Faden. Erst in der 18. Minute der Overtime erlöste Verteidiger Jake Sanderson die Senators mit dem entscheidenden Tor.
Nationalstürmer Nico Sturm kassierte dagegen mit Stanley-Cup-Sieger Florida Panthers den ersten Rückschlag. Der Titelverteidiger verlor das dritte Achtelfinalspiel gegen Tampa Bay Lightning auf eigenem Eis mit 1:5, in der Best-of-seven-Serie führen die Panthers nur noch 2:1. Florida hatte in Tampa 6:2 und 2:0 gewonnen, ausgerechnet der Heimauftakt ging daneben. Am Montag hat der Augsburger Sturm mit seinem Team die nächste Chance, sich Matchbälle für das Weiterkommen zu erspielen. Der Center, im März von den San Jose Sharks zu den Panthers gewechselt, spielte 9:28 Minuten und blieb ohne Scorerpunkt. Sturm kann in diesem Jahr seinen zweiten Stanley-Cup-Sieg holen, 2022 hatte der 29-Jährige mit der Colorado Avalanche triumphiert.
Frustrierter Bayer-Profi wundert sich über Xabi Alonso
Bayer Leverkusens Jonas Hofmann schließt einen Wechsel im Sommer nicht aus. Angesichts seiner geringen Einsatzzeiten beim Meister zeigte sich der Mittelfeldspieler offen für neue Optionen. "Fakt ist natürlich, dass ich noch zwei Jahre Vertrag habe und auch 33 werde im Sommer. Man muss realistisch bleiben. Aber die Situation ist sehr schwierig und ich will Fußball spielen", sagte Hofmann nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Augsburg.
"Da schaue ich einfach, wo ich die beste Situation für mich vorfinde und die Wahrscheinlichkeit am höchsten sehe zu spielen", betonte der 32-Jährige, der gegen Augsburg in der 64. Minute eingewechselt worden war, in dieser Saison aber viel Zeit auf der Bank verbringt. "Ich finde es einfach sehr schwierig, wenn man ein großer Bestandteil war in der Vorsaison bei so einer erfolgreichen und einmaligen Saison und dann so außen vor gelassen wird."
Von Trainer Alonso bekomme er "sehr wenig" an Hinweisen, warum er so wenig spiele. Angesprochen auf den Mittelfeldspieler betonte Alonso: "Ich versuche, ehrlich zu sein und meine Entscheidung zu erklären. Es gibt einen Moment für alle. Seine Einstellung in einer nicht einfachen Situation ist super. Er zeigt auch im Training eine gute Einstellung und Mentalität." Gegen Augsburg habe er ein gutes Spiel gemacht, sagte der Spanier.
DFB-Star Rüdiger knallen die Sicherungen durch, Mega-Sperre droht
Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger hat am Ende des turbulenten Pokalendspiels in Spanien völlig die Nerven verloren und muss eine lange Sperre befürchten. Der Abwehrspieler von Real Madrid warf von der Ersatzbank einen Eisbeutel in Richtung Schiedsrichter, sah dafür die Rote Karte und beleidigte den Unparteiischen daraufhin auf Deutsch. Auch Jude Bellingham und Lucas Vázquez flogen am Ende der Verlängerung gegen den Erzrivalen FC Barcelona (Endstand 2:3) vom Platz.
Für das "Werfen eines Gegenstandes" auf den Schiedsrichter kann Rüdiger laut Regelwerk für vier bis zwölf Spiele gesperrt werden, die Strafe würde auch für den Ligaendspurt gelten. Madrid liegt im Titelrennen derzeit vier Punkte hinter Spitzenreiter Barcelona, am 11. Mai kommt es zum erneuten Duell der Topklubs.
Rüdiger saß bereits ausgewechselt auf der Bank und kühlte sein Knie, als er sich über eine Entscheidung von Ricardo de Burgos Bengoetxea aufregte. Der Schiedsrichter stand ohnehin im Fokus, da er vor dem Spiel unter Tränen über den von Real ausgeübten Druck geklagt hatte. Die Königlichen hatten in ihrem TV-Kanal den Unparteiischen kritisiert und für einen Beitrag dessen vermeintlich falsche Entscheidungen gegen Real gesammelt.
Superteam OKC "sweept" die Grizzlies raus
Oklahoma City Thunder war die Nummer eins der NBA-Hauptrunde, jetzt hat das Basketballteam um den deutschen Nationalspieler Isaiah Hartenstein auf dem schnellsten Weg das Play-off-Viertelfinale erreicht. Durch ein 117:115 bei den Memphis Grizzlies gewann OKC das Erstrundenduell 4:0 und kann nach dem sogenannten Sweep auf seinen nächsten Gegner warten. Es geht gegen die Denver Nuggets oder die Los Angeles Clippers, die Kalifornier führen 2:1.
Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte setzte sich Oklahoma am Ende knapp durch. Hartenstein kam als Starting Center auf elf Punkte und zwölf Rebounds, Topscorer der Gäste war der kanadische MVP-Kandidat Shai Gilgeous-Alexander (38 Punkte). Bei Memphis, das wegen einer Hüftverletzung nach einem Sturz aufs Parkett ohne Starspieler Ja Morant auskommen musste, kam Scotty Pippen Jr. auf 30 Punkte.
OKC qualifizierte sich als erstes Team für die zweite Runde. Die Cleveland Cavaliers, beste Hauptrunden-Mannschaft der Eastern Conference, führt seit Samstag nach einem 124:87 bei Miami Heat 3:0 und könnte ebenfalls schnell weiterkommen.
RB Leipzig steuert auf den ganz großen Albtraum zu
Trainer Zsolt Löw von RB Leipzig ist nach dem desolaten 0:4 bei Eintracht Frankfurt mit seiner Mannschaft hart ins Gericht gegangen. "Wir haben heute im Kollektiv versagt", sagte Löw nach der Pleite im Topduell des 31. Spieltags in der Fußball-Bundesliga. Der 45-Jährige sparte nach dem Rückschlag im Rennen um die Champions-League-Qualifikation nicht mit Selbstkritik. "Wenn was nicht funktioniert - taktisch oder wenn die Mannschaft mental nicht gut vorbereitet ist -, dann bin natürlich in erster Linie ich dafür verantwortlich."
Weil der SC Freiburg beim VfL Wolfsburg 1:0 gewann, ist RB auf den fünften Platz abgerutscht. Die Sachsen wären aktuell somit nicht für die Königsklasse qualifiziert. Eine erneute Europapokal-Teilnahme ist sogar komplett in Gefahr. Zwar beträgt der Rückstand auf Rang vier nur zwei Punkte, der Vorsprung auf Rang sieben aber auch. Am kommenden Spieltag ist in Leipzig zudem der FC Bayern München zu Gast, der sich bei RB die Meisterschaft sichern will. "Wir haben noch drei Spiele übrig, wo wir noch Punkte holen können. Natürlich ist es nicht die einfachste Aufgabe, gegen Bayern München zu bestehen", sagte Löw. Man werde aber alles versuchen, um etwas Zählbares mitzunehmen.