Nimmt Nagelsmann vier Torhüter mit zur WM?
Bundestrainer Julian Nagelsmann plant möglicherweise mit vier Torhütern für die Fußball-Weltmeisterschaft. Nach "SZ"-Informationen gibt es im Trainerstab der deutschen Nationalmannschaft die konkrete Überlegung, mehr als die üblichen drei Torhüter für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) zu nominieren. Neben Rückkehrer Manuel Neuer und dem Hoffenheimer Oliver Baumann dürften dann noch Alexander Nübel (VfB Stuttgart) und Jonas Urbig (Bayern München) dabei sein.
Nagelsmann gibt seinen 26er-Kader am Donnerstag (13.00 Uhr) auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main bekannt. Der Münchner Neuer soll nach übereinstimmenden Medienberichten nach seinem Rücktritt vor zwei Jahren sein Comeback geben. Für den 40-Jährigen wäre es die fünfte WM-Teilnahme. Baumann, der nach der Verletzung von Marc-André ter Stegen von Nagelsmann zur Nummer eins befördert wurde, soll vom Bundestrainer bereits informiert worden sein.
Historisches Finale: Freiburg will den englischen Prinzen ärgern
Der SC Freiburg trifft im Finale der Europa League auf Aston Villa, das mit Prinz William einen königlichen Edelfan hat. Freiburg überzeugt durch Bodenständigkeit und will den ersten Titel der Vereinsgeschichte holen. Das Finale läuft am Mittwoch, 20.05., ab 20:15 Uhr live bei RTL und auf RTL+.
Neymar ist dabei - als Bankdrücker bei der WM?
Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti traut Superstar Neymar bei der Fußball-WM trotz der Fragezeichen hinter dessen Leistungsfähigkeit eine tragende Rolle zu. Man habe den Rekordtorschützen der Selecao "das ganze Jahr über beobachtet und festgestellt, dass er zuletzt konstant gespielt hat und sich seine körperliche Verfassung verbessert hat", sagte Ancelotti nach der Nominierung des 34-Jährigen. "Wir glauben, dass er ein wichtiger Spieler ist."
Zugleich nahm der Starcoach den Druck von Neymar und stellte klar, dass diesem kein Platz in der Startelf garantiert sei. "Wir haben uns für Neymar entschieden, nicht weil wir ihn für einen guten Ersatzspieler halten, sondern weil wir glauben, dass er seine Qualitäten ins Team einbringen kann", betonte Ancelotti, "egal ob er eine, fünf oder 90 Minuten spielt oder gar nicht zum Einsatz kommt, ob er einen Elfmeter schießt oder nicht." Es sei auch wichtig, "nicht alle Erwartungen auf einen einzigen Spieler zu setzen". Der Angreifer verfüge "über Erfahrung in solchen Wettbewerben und genießt die Zuneigung der Mannschaft", betonte Ancelotti: "Er kann für ein besseres Klima im Team sorgen und dazu beitragen, das Beste aus der Mannschaft herauszuholen"
Bericht: Guardiola informierte Team über Rücktritt und ist sauer
Star-Trainer Pep Guardiola hat offenbar seine Spieler über seinen bevorstehenden Rücktritt bei Manchester City informiert. Einem Bericht der "Sun" zufolge, teilte der 55-Jährige den Fußballprofis die Entscheidung in einer eilends einberufenen Telefonschalte am Montagabend mit. Zuvor waren mehrere Berichte über den Abschied des Spaniers nach dem Spiel gegen Aston Villa am Sonntag erschienen.
Guardiola soll wütend über den Zeitpunkt der Veröffentlichungen gewesen sein. City spielt heute Abend beim AFC Bournemouth und muss zur Wahrung der Meister-Chance zwingend gewinnen. Laut des Berichts soll sich Guardiola bei seinen Spielern dafür entschuldigt haben, dass sie von seinem Rücktritt aus den Medien erfahren haben. Die Berichte hätten ihn überrascht.
Noch am Samstag war den Spielern nach dem Gewinn des FA-Cups offenbar gesagt worden, Guardiola würde seinen bis 2027 laufenden Vertrag erfüllen. Nun deutet alles auf einen Abschied nach zehn Jahren des 2016 vom FC Bayern München gekommenen Trainers hin. Die Spieler sollen entsprechend überrascht reagiert haben.
Bericht: Andrich bekommt WM-Abfuhr von Nagelsmann
Robert Andrich muss die Fußball-Weltmeisterschaft vom heimischen Sofa aus gucken. Der Kapitän von Bayer Leverkusen erhielt nach RTL/ntv-Informationen eine Absage von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Per Anruf habe der Bundestrainer ihm die schlechte Botschaft mitgeteilt, hieß es demnach aus seinem direkten Umfeld. Für den 31-Jährigen dürfte dies nach einer durchwachsenen Saison mit seinem Klub die nächste Enttäuschung sein. Bislang absolvierte Andrich 19 Länderspiele.
Schon zuletzt hatte er bei den WM-Qualifikationsspielen im November sowie den Freundschaftsspielen im März gefehlt. Bei der Heim-EM 2024 hatte der Defensivmann dem DFB-Kader angehört und war in allen Partien bis zum Ausscheiden im Viertelfinale zum Einsatz gekommen.
Pechstein wird überraschend Bundestrainerin
Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein übernimmt bis zum Jahresende das Amt der Bundestrainerin in der Disziplin Allround. Das gab die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft bekannt. Pechstein wird den Posten neben ihrer aktuellen Hauptfunktion als Bundesstützpunkt-Trainerin in Inzell ausführen. Zudem ist Andreas Kraus ab sofort neben seiner Hauptfunktion als Nachwuchscoach kommissarisch auch als Bundestrainer Sprint tätig. "Beide Trainer genießen unser volles Vertrauen. Die Entscheidung gibt dem Verband und dem deutschen Eisschnelllauf Planungssicherheit bis zum Jahresende. Bis dahin haben wir ausreichend Zeit, um einen geordneten Bewerbungsprozess durchzuführen und uns für die Trainer zu entscheiden, die unsere Sportlerinnen und Sportler zu Olympia 2030 führen werden", erklärte DESG-Präsident und Pechsteins Ehemann Matthias Große.
Die 54-Jährige folgt auf Alexis Contin, der in seiner Heimat die Entwicklung der Nationalmannschaft mit Blick auf die Winterspiele 2030 in Frankreich fördern soll. Contin hatte bei den Winterspielen in Mailand unfreiwillig im Mittelpunkt gestanden, nachdem Eisschnellläufer Fridtjof Petzold ein gestörtes Verhältnis angeprangert hatte.
Pro Neuer, aber Matthäus ist trotzdem unzufrieden mit DFB
Lothar Matthäus würde ein DFB-Comeback von Torhüter Manuel Neuer bei der Fußball-WM begrüßen, kritisiert aber die Informationspolitik des Verbands. "Rein sportlich ist diese Überlegung für mich absolut nachvollziehbar. Was mir allerdings nicht gefällt, ist die Art und Weise der Kommunikation", schrieb der Rekordnationalspieler in einer Sky-Kolumne. Im Umgang mit Torhüter Oliver Baumann und den Fans habe er Ehrlichkeit und Transparenz vermisst. Bundestrainer Julian Nagelsmann sei "einen Weg gegangen, der für ihn vielleicht der richtige war, aber unnötige Diskussionen ausgelöst hat", kritisierte Matthäus. "Dabei mache ich ihm persönlich keinen Vorwurf - das Thema betrifft den gesamten DFB. Dort arbeiten erfahrene Verantwortliche. Solche Situationen hätte man frühzeitig vermeiden müssen."
Angesichts von Baumanns starken Leistungen in der WM-Qualifikation überrasche die späte Kehrtwende umso mehr, schrieb Matthäus. "Der DFB hat sich über Monate hinweg klar zu Baumann bekannt. Was aber, wenn sich Neuer kurz vor der WM oder während der Vorbereitung verletzt? Dann wäre Baumann wieder gefragt."
Ex-Bayern-Star spielt beste Saison - und darf nicht zur WM
Corentin Tolisso wird im Sommer viel Zeit haben - der Fußballprofi, der von 2017 bis 2022 beim FC Bayern spielte, wurde nicht für die Weltmeisterschaft berufen. Er muss zugucken, wenn Mitfavorit Frankreich versucht, den Titel nach 2022 wieder zu gewinnen. Der 31-Jährige, der nach seiner Zeit in München in seine Heimat zu Olympique Lyon wechselte, ist darüber tief enttäuscht, sagte er nach der Bekanntgabe des Kaders durch den scheidenden Nationaltrainer Didier Deschamps: "Ich habe alles gegeben, ich hatte die beste Saison meiner Karriere, sowohl persönlich als auch statistisch." Elf Tore gelangen ihm in der Saison, so viele wie nie zuvor. Vor allem zuletzt kam er in Fahrt mit vier Toren und drei Vorlagen an den vergangenen fünf Spieltagen.
Tolisso, der bislang 28 Länderspiele absolvierte, gab sich kämpferisch: "Ich habe alles gegeben, ich bereue nichts, ich kann mir nichts vorwerfen, ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe, auf das, was ich aufgebaut habe. So ist das Leben, so ist Fußball. Aber glaubt mir, ich werde nicht aufgeben; ich werde noch mehr tun, um eines Tages nominiert zu werden, oder auch nicht, aber ich werde alles geben." Deschamps erklärte daraufhin, er "verstehe seine Enttäuschung".
Hecking zetert: "Wenn dieser Kader so überragend wäre ..."
Trainer Dieter Hecking von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat vor dem Relegations-Hinspiel gegen den SC Paderborn (Donnerstag, 20.30 Uhr/Sat.1, Sky und im ntv.de-Liveticker) die öffentliche Debatte um die wirtschaftlichen Unterschiede beider Klubs kritisiert. "Das ist doch alles Alibi", sagte der 61-Jährige im Gespräch mit der "AZ/WAZ" - und wurde deutlich: "Wenn dieser Kader so überragend wäre, wären wir nicht Sechzehnter geworden."
Nachdem die Relegations-Konstellation feststand, wurden in den Medien zahlreiche Vergleiche zwischen beiden Vereinen gezogen. So wurde etwa darauf verwiesen, dass Wolfsburg mit Mohammed Amoura und Konstantinos Koulierakis zwei Spieler im Kader hat, die zusammen wertvoller sind als das gesamte Aufgebot des Zweitligisten aus Paderborn. Laut transfermarkt.de liegt der Marktwert des VfL bei 234,6 Millionen Euro, der von Paderborn bei 40,58 Millionen. Hecking hält allerdings wenig von solchen Vergleichen, ist sich der Favoritenrolle seines Teams aber durchaus bewusst. "Natürlich sind wir Favorit, das weiß jeder", sagte der Trainer, betonte jedoch zugleich: "Nur weil du Favorit bist, wirst du dieses Spiel nicht gewinnen." Für Hecking sind andere Faktoren entscheidend. "Da geht es um Charakter, Intensität, Energie, Mentalität und auch um Spielglück", erklärte er mit Blick auf die beiden Duelle.
Ex-DFB-Keeper wittert "Vertrauensbruch" bei WM-Nominierung
Sollte es wirklich so kommen, dass Manuel Neuer als Nummer eins für die WM ins Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückkehrt, wäre das aus Sicht des ehemaligen Nationalkeepers Jens Lehmann ein "Vertrauensbruch. Auch andere Spieler würden sich Gedanken machen: Kann ich den Aussagen des Bundestrainers glauben?", sagte Lehmann der "Bild". Seit vergangener Woche kursieren Gerüchte, wonach bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) nicht der eigentliche Stammkeeper Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim, sondern der nach der EM 2024 zurückgetretene Manuel Neuer im deutschen Tor spielen könnte.
Nagelsmann wird am kommenden Donnerstag seinen Kader für die WM bekannt geben. Laut Lehmann müsse ein Torhüter keine besondere Sicherheit spüren, um Topleistungen zu bringen: "Konkurrenzkampf muss er aushalten können. Aber er braucht - wie jeder andere Spieler - Klarheit", sagte der Stammkeeper bei der Heim-WM 2006, und fügte an: "Ich muss mich auf den Trainer verlassen können."
Bericht: Nagelsmann degradiert Baumann telefonisch
Dass Manuel Neuer vor seinem Comeback im DFB-Team stehen soll, hatte am Wochenende bereits für größte Aufregung gesorgt. Der bisherige Stammkeeper Oliver Baumann hatte am Samstag noch dementiert, dass er von den Plänen von Julian Nagelsmann weiß - und auch der Bundestrainer hatte im ZDF-"Sportstudio" wenig preisgegeben. Doch inzwischen habe er ihn angerufen und mitgeteilt, dass er mit Bayern-Torhüter Neuer zwischen den Pfosten plane, schreibt die "Bild". Baumann habe dem Bundestrainer zugesichert, dass er dem DFB-Team auch als Ersatzkeeper für die WM zur Verfügung stehen werde.
Nagelsmann wird seinen 26-Mann-Kader für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada am Donnerstag offiziell bekannt geben. Neuer selbst hatte nach dem letzten Bundesliga-Spieltag ein Comeback nicht mehr ausgeschlossen und auf eine Frage danach geantwortet: "Das müsst ihr nicht wissen." Baumann hatte die komplette WM-Qualifikation gespielt und war davon ausgegangen, als Nummer eins zur WM zu fahren.
Große Klappe, kleiner Erfolg: Die heftigsten Riera-Sprüche
Während seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt sorgt Trainer Albert Riera immer wieder für Aufsehen. Mit markigen Aussagen und provokanten Sprüchen liefert der Spanier regelmäßig Gesprächsstoff - einige seiner öffentlichen Auftritte bleiben bis heute unvergessen.
Verheerende Zahlen eines Absteigers: Wunder bei WM nötig
Es sind Zahlen eines Absteigers: In drei Spielen nur zwei Tore geschossen, dafür insgesamt elf Gegentore kassiert und obendrein noch das schlechteste Unterzahlspiel. "Wir müssen alles besser machen", sagte Eishockey-Nationalspieler Frederik Tiffels nach dem historischen 1:6-Debakel gegen WM-Gastgeber Schweiz. Immerhin ist ein Abstieg in die Zweitklassigkeit nicht möglich: Deutschland ist als WM-Ausrichter 2027 gesetzt.
Vier Siege benötigt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes in den restlichen vier WM-Partien, um doch noch das Viertelfinal-Ticket zu lösen. Am Mittwoch (20.20 Uhr/ProSieben und Magentasport) wartet Weltmeister und Olympiasieger USA auf das Team von Bundestrainer Harold Kreis, danach folgen Ungarn, Österreich und Großbritannien. "Wir müssen endlich die drei Punkte holen", forderte Kapitän Moritz Seider. Um nach bislang drei Niederlagen doch noch die K.-o.-Runde zu erreichen, benötigen die deutschen Profis fast schon ein Wunder. Zu unkonstant waren die Leistungen bislang. "Wir spielen nicht das Eishockey, was wir spielen können", monierte Tiffels.
Nach zweieinhalb Jahren Pause: Fußball-Superstar für WM nominiert
Brasiliens Fußball-Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat Superstar Neymar in den 26-köpfigen Kader für die Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und Mexiko aufgenommen. Zuletzt hatte es Zweifel an der Fitness des 34 Jahre alten Stürmers gegeben - Ancelotti hatte ihn deshalb nicht für das Aufgebot für die letzten beiden Länderspiele im März nominiert. "Neymar kann zur WM fahren - wenn er 100 Prozent fit ist", hatte der Italiener damals gesagt.
Als Ancelotti Neymars Namen bei der Kadervorstellung auf der Pressekonferenz nannte, brandete großer Jubel im Saal auf. "Er hat seine Fitness verbessert, er wird bei dieser Weltmeisterschaft ein wichtiger Spieler sein", sagte der Coach. Neymars letztes von bislang 128 Länderspielen für den Rekord-Weltmeister ist mittlerweile zweieinhalb Jahre her: Im Oktober 2023 erlitt der verletzungsanfällige Star bei der 0:2-Niederlage gegen Uruguay in der WM-Qualifikation einen Kreuzbandriss im Knie und musste kurz vor der Halbzeit ausgewechselt werden.