Ancelotti gibt Kader bekanntNeymar hat jetzt endlich WM-Klarheit

Lange muss Brasiliens verletzungsanfälliger Star Neymar um sein WM-Ticket bangen. Jetzt ist klar: Trainer Carlo Ancelotti nimmt den 34-Jährigen mit zu dem Turnier in Nordamerika.
Brasiliens Fußball-Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat Superstar Neymar in den 26-köpfigen Kader für die Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und Mexiko aufgenommen. Zuletzt hatte es Zweifel an der Fitness des 34 Jahre alten Stürmers gegeben - Ancelotti hatte ihn deshalb nicht für das Aufgebot für die letzten beiden Länderspiele im März nominiert. "Neymar kann zur WM fahren - wenn er 100 Prozent fit ist", hatte der Italiener damals gesagt. Als Neymars Nominierung verkündet wurde, setzte lauter Jubel ein.
Neymars letztes von bislang 128 Länderspielen für den Rekord-Weltmeister ist mittlerweile zweieinhalb Jahre her: Im Oktober 2023 erlitt der verletzungsanfällige Star bei der 0:2-Niederlage gegen Uruguay in der WM-Qualifikation einen Kreuzbandriss im Knie und musste kurz vor der Halbzeit ausgewechselt werden.
Neymar spielt wieder für Heimatverein Santos
Seitdem fand Neymar nie mehr zu seiner früheren Form zurück. Der saudi-arabische Klub Al-Hilal SFC ließ ihn im Januar 2025 ablösefrei zu seinem Heimatverein FC Santos in Brasilien ziehen. 2017 hatte Paris Saint-Germain noch die Rekord-Ablösesumme von 222 Millionen Euro für Neymar an den FC Barcelona gezahlt.
Brasilien trifft bei der WM in der Gruppe C zum Auftakt am 14. Juni um 0.00 Uhr deutscher Zeit auf Afrikameister Marokko. Sechs Tage später bekommt es die Selecao mit Außenseiter Haiti (2.30 Uhr) zu tun. Zum Abschluss tritt Brasilien am 25. Juni um 0.00 Uhr gegen Schottland an. Für Neymar wird es die vierte Weltmeisterschaft in seiner Karriere sein.
"Ich habe immer gesagt, dass es mein Traum ist, an dieser Weltmeisterschaft teilzunehmen", hatte Neymar nach dem vergangenen Ligaspiel gegen Coritiba (0:3) erklärt. "Körperlich fühle ich mich großartig. Ich habe alles gegeben, und es war nicht einfach. Ich habe hart und still gearbeitet und die Kritik anderer ertragen müssen, aber ich bin da, wo ich sein wollte. Ich hoffe, nominiert zu werden. Wenn nicht, werde ich eben ein weiterer Fan der Seleçaco sein."