Bergspektakel mit Machtdemonstration bei Tour de France
Pauline Ferrand-Prevot steht bei der Tour de France kurz vor dem Gesamtsieg. Die 33 Jahre alte Französin holte sich bei der schweren Bergetappe hinauf zum Col de la Madeleine mit deutlichem Vorsprung den Tageserfolg. Vor der Schlussetappe am Sonntag nach Chatel liegt die Rennfahrerin vom niederländischen Team Visma Lease a Bike 2:37 Minuten vor der neuen Gesamtzweiten Sarah Gigante (AG Insurance-Soudal) aus Australien.
Die vorherige Gesamtführende Kim Le Court Pienaar, die mit einem Vorsprung von 26 Sekunden in den Tag gestartet war, verlor über neun Minuten auf ihre Nachfolgerin in Gelb. Beste Deutsche auf der achten Etappe war Franziska Koch (26./+14:40) vom Team Picnic PostNL. Enttäuschend verlief das Bergspektakel für Titelverteidigerin Katarzyna Niewiadoma-Phinney aus Polen sowie die Vorjahreszweite Demi Vollering (Niederlande). Beide erreichten die Bergankunft mit über drei Minuten Rückstand auf die Tagessiegerin. In der Gesamtwertung liegt Vollering als Dritte nun 3:18 Minuten zurück, Niewiadoma-Phinney als Vierte 3:40 Minuten.
Joshua Kimmich jubelt über eine spezielle Rückkehr
Joshua Kimmich freut sich über die Rückkehr auf seine angestammte Mittelfeldposition in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. "Es hilft, weil man einen gewissen Rhythmus auf der Position hat, wenn man im Verein dort spielt", sagte der DFB-Kapitän nach dem 2:1-Erfolg des deutschen Rekordmeisters Bayern München im Testspiel gegen Olympique Lyon.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte am vergangenen Mittwoch verkündet, dass Kimmich in der Nationalmannschaft künftig wieder auf der Sechserposition auflaufen werde. Zuletzt war er dort als Rechtsverteidiger benötigt worden. "Der Julian weiß, wenn er mich als Rechtsverteidiger braucht, dann spiele ich rechts. Wenn er mich im Mittelfeld haben will, dann im Mittelfeld. Es ist seine Entscheidung, er ist der Trainer. Er trifft die Entscheidungen", sagte Kimmich. Probleme mit der Position rechts in der Viererkette oder als rechter Schienenspieler hatte der 30-Jährige nicht - im Gegenteil. "Es ist auch spannend, wenn man mehrere Positionen spielen kann. Ich habe es seit Beginn meiner Karriere als Stärke gesehen, weil es mir viele Türen geöffnet hat, weil ich flexibel einsetzbar war. Ich finde es nicht schlecht, wenn man das nicht verliert", sagte Kimmich.
80 Millionen Euro: Scheich-Klub aus England ist heiß auf Bundesliga-Stürmer
Im Transferpoker um RB Leipzigs Stürmer Benjamin Sesko hat laut Medien nun Newcastle United ein erstes offizielles Angebot eingereicht. Der englische Premier-League-Klub soll 75 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an Boni geboten haben, wie der britische Sender Sky Sports News und das Portal "The Athletic" berichten. Der 22-Jährige gilt als Wunschlösung für den Sturm und wäre mit über 80 Millionen Euro der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte.
Zudem hieß es, dass nun auch Manchester United mit einer eigenen Offerte für den slowenischen Fußball-Nationalspieler in den Poker einsteigen könnte. Demnach sei Sesko für beide Varianten offen, aber Newcastle spielt in der Champions League, Manchester dagegen verpasste nach einer katastrophalen Saison den Einzug in einen internationalen Wettbewerb. Leipzig hatte Sesko 2023 für 24 Millionen Euro aus Salzburg geholt.
Medizinischer Notfall: Spiel von Bundesligist abgebrochen
Das Testspiel des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg beim niederländischen Erstligisten Feyenoord Rotterdam ist aufgrund eines medizinischen Notfalls auf der Tribüne kurz vor dem Ende abgebrochen worden. "Das Spiel wird nicht wieder angepfiffen. Wir wünschen dem Fan, der medizinisch behandelt werden musste, eine schnelle Genesung", schrieb der VfL bei X. Der Fan wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht, er war nach VfL-Angaben bei Bewusstsein. Zunächst war die Begegnung minutenlang unterbrochen worden. Doch dann entschied der Schiedsrichter, das Spiel nicht wieder anzupfeifen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Wolfsburg mit 0:4 zurück.
51-Millionen-Euro-Mann vom FC Bayern wohl schon wieder weg
Joao Palhinha wird den FC Bayern nur zwölf Monate nach seinem Wechsel wohl wieder verlassen. Wie die Münchner mitteilten, steht der Portugiese "wegen Transfergesprächen" nicht im Testspiel-Kader von Chefttrainer Vincent Kompany. Der deutsche Meister empfängt in der Allianz Arena den französischen Klub Olympique Lyon.
Bereits in den vergangenen Tagen hatte sich abgezeichnet, dass der 30 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler seine Zelte an der Isar wieder abbricht. Im Vorjahr für immerhin 51 Millionen Euro vom FC Fulham verpflichtet, soll es nun bei Tottenham Hotspur weitergehen. Ausgehandelt wurde laut Medienberichten ein Leihgeschäft mit Kaufoption. Die zu zahlende Summe soll bei rund 30 Millionen Euro liegen, wie Transfer-Insider Fabrizio Romano berichtet. Darüber hinaus wurde demnach ausgehandelt, dass der amtierende Europa-League-Sieger das Gehalt des Sechsers übernimmt.
Unglaubliche Siegesserie reißt bei den Deutschen Meisterschaften
Die Diskus-Siegesserie der früheren Olympia-Zweiten Kristin Pudenz (Potsdam) bei deutschen Meisterschaften ist gerissen. Die 32-Jährige kam beim Triumph von Marike Steinacker (Leverkusen) nicht über 63,25 m und Rang drei hinaus, Zweite wurde die dreimalige EM-Dritte Shanice Craft (Halle/Saale) mit 64,05 m. Pudenz hatte sich zuletzt sechs Mal in Serie den nationalen Titel gesichert.
Sechs Wochen vor den Weltmeisterschaften in Tokio (13. bis 21. September) machte unter den ambitionierten deutschen Diskuswerferinnen aber klar Steinacker das Rennen: Die Olympia-Vierte aus Leverkusen schmiss 65,56 m und sammelte mit ihrem ersten deutschen Meistertitel weiter Selbstvertrauen für Tokio. "Es ist fantastisch, ich bin überglücklich. Ich war sehr zuversichtlich und wusste, dass meine Technik momentan wirklich gut ist", sagte Steinacker.
HSV von Bundesliga-Konkurrenten heftig abgewatscht
Der SC Freiburg hat einen Härtetest gegen Bundesliga-Aufsteiger Hamburger SV insgesamt deutlich für sich entschieden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit behauptete sich der Europa-League-Teilnehmer mit 5:1 - wenn man das Duell über zweimal 70 Minuten als eine Partie zählt. Die ersten 70 Minuten endeten 1:1, nachdem Neuzugang Yussuf Poulsen den HSV per verwandeltem Handelfmeter in Führung gebracht hatte. Maximilian Philipp erzielte auf dem Freiburger Trainingsgelände den Ausgleich. Den zweiten Teil gewannen die Breisgauer von Trainer Julian Schuster dann klar mit 4:0. Florent Muslija, Patrick Osterhage, Junior Adamu und Lucas Höler waren als Torschützen erfolgreich.
Alica Schmidt ist zu langsam fürs Finale
Dicke Überraschung bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden: Alica Schmidt, immerhin Olympia-Teilnehmerin 2024 in Paris, ist im Halbfinale über 800 Meter schon ausgeschieden. Die 26-Jährige, die mit knapp sechs Millionen Instagram-Followern zu bekanntesten Gesichtern der Leichtathletik gehört, lief nur als Dritte über die Ziellinie im ersten von drei Quali-Läufen. Auch ihre Zeit (2:06,47 Minuten) rettete den Endlauf der Top 8 nicht. "Ich muss sagen, die Vorbereitung die letzten drei Wochen war sehr, sehr schwierig für mich", sagte Schmidt im Anschluss. "Ich hatte Corona und bin jetzt auch wieder angeschlagen."
Wickler/Ehlers verpassen große Revanche hauchzart
Nils Ehlers und Clemens Wickler sind bei den Beach-Volleyball-Europameisterschaften in Düsseldorf ausgeschieden. In der Neuauflage des Finales von Paris verlor das in Hamburg trainierende Team gegen die Olympiasieger David Ahman und Jonatan Hellvig. In einem hochklassigen Match setzten sich die Schweden wie 2024 durch und gewannen mit 21:19, 21:16 .
Ehlers und der an der rechten Schulter lädierte Wickler hielten vor allem im ersten Durchgang gegen die Favoriten hervorragend mit. Die Entscheidung im Düsseldorfer Rochusclub fiel im zweiten Satz, als Ahmann und Hellvig auf 17:11 davonzogen. Ehlers/Wickler - im Vorjahr noch EM-Zweite - hatte auf eine erneute Medaille gehofft. Als Dritte hätten sie sich direkt für die Weltmeisterschaften im November im australischen Adelaide qualifiziert.
Lebensgefährlich verletzt: Jugendliche beim Fußball vom Blitz getroffen
Eine Gruppe Jugendlicher ist in Tschechien beim Fußballtraining von einem Blitz getroffen worden. Einer der Jungen wurde nach Medienberichten lebensgefährlich verletzt. Sieben weitere Jugendliche und ein Erwachsener wurden mit leichteren Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Das Unglück ereignete sich demnach am Freitag spätnachmittags in Opava (Deutsch: Troppau).
Wie eine Sprecherin des Rettungsdienstes der Nachrichtenagentur CTK mitteilte, erlitt ein Jugendlicher durch den Blitzschlag einen Herz- und Atemstillstand und Verbrennungen an mehreren Stellen seines Körpers. Sanitäter leisteten ihm zunächst direkt am Unglücksort Erste Hilfe. Er wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Ostrava (Ostrau) geflogen. Sein Zustand sei "sehr ernst, aber stabil", sagte die Rettungssprecherin. Von den anderen acht im Krankenhaus behandelten Verletzten war niemand in Lebensgefahr. Mehrere Kameraden des schwerverletzten Jungen wurden von Psychologen betreut.
Fünfmal Gold: Darja Varfolomeev gewinnt einfach alles
Paris-Olympiasiegerin Darja Varfolomeev hat drei Wochen vor den Weltmeisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik erneut ihre Topform unter Beweis gestellt. Bei den Finals in Dresden gewann Deutschlands Sportlerin des Jahres souverän alle fünf Einzel-Goldmedaillen. Nach dem Deutschen Meistertitel im Mehrkampf am Freitag siegte die 18-Jährige am auch in den Gerätefinals mit Ball, Reifen, Band und Keulen. "Das war der stärkste Wettkampf der Saison", sagte sie.
"Wir haben absolute Weltklasse-Leistungen gesehen", sagte Teamchefin Isabell Sawade. Wegen der veränderten Wertungsvorschriften, durch die die Noten im Vergleich zum vergangenen Olympia-Zyklus niedriger ausfallen, sei es schon "außergewöhnlich gut", die 30-Punkte-Marke zu knacken. "Das schaffen nur sehr wenige." Varfolomeev gelang dies in Dresden in drei von vier Entscheidungen. Sie hatte zuletzt bei der EM Anfang Juni in Tallinn mit Bronze im Mehrkampf und Gold am Band bereits zwei Medaillen gewonnen, im gleichen Zeitraum allerdings auch ihre Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife abgelegt. Diese Herausforderung "hat sie nun hinter sich, und sie kann sich wieder voll auf die sportliche Karriere konzentrieren", sagte Sawade.
Medien: Nächster Meisterheld verlässt Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen steht offenbar kurz vor dem Verkauf von Alt-Torhüter Lukas Hradecky. Wie Transfer-Insider Fabrizio Romano berichtet, befinden sich die Gespräche mit der AS Monaco auf der Zielgeraden. Eine Einigung stehe kurz bevor, für den Schlussmann soll demnach eine Ablösesumme von rund vier Millionen Euro fließen. Hradecky hatte sich schon vor einigen Wochen mit Monaco auf Vertragsdetails geeinigt, heißt es.
Nach der Verpflichtung des niederländischen Torwarts Mark Flekken würde dem 35-Jährigen bei Bayer wohl der Verlust seines Stammplatzes drohen. Mit Florian Wirtz, Jeremie Frimpong (beide FC Liverpool), Jonathan Tah (Bayern München) und zuletzt Granit Xhaka (AFC Sunderland) haben bereits mehrere Leistungsträger den Vizemeister verlassen. Auch um die beiden Verteidiger Piero Hincapie und Alejandro Grimaldo, Mittelfeldspieler Exequiel Palacios sowie Stürmer Victor Boniface gibt es weiterhin Wechselgerüchte.
Hamburger SV macht Trainer Polizin ein großes Geschenk
Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat den Vertrag mit Aufstiegstrainer Merlin Polzin vorzeitig verlängert. Das Arbeitspapier des 34-Jährigen, der die Hanseaten nach sieben Jahren Abstinenz zurück in die Bundesliga geführt hat, wäre im kommenden Sommer ausgelaufen. Auch die Verträge von Polzins Assistenten Loic Fave und Richard Krohn wurden verlängert.
"Wir gehen diesen Schritt aus voller Überzeugung, und unser Signal ans Trainerteam und das Umfeld ist klar: Wir wollen damit Sicherheit und Rückendeckung für die kommenden Aufgaben geben", sagte Sportvorstand Stefan Kuntz: "In der Bundesliga wartet ein knallharter Wettbewerb auf uns, in dem uns zwangsläufig auch Krisen begegnen können. Wir sind bereit, diese Herausforderung gemeinsam mit Merlin, Loic und Richi nachhaltig anzugehen."
Der gebürtige Hamburger Polzin war zur Saison 2020/21 als Assistenztrainer zu den Rothosen gewechselt und hatte im vergangenen November das Amt des Cheftrainers von Steffen Baumgart übernommen.
Bayern-Torwart Ulreich trauert um Sohn: Niederlechner wird sehr emotional
Bayern Münchens Torwart Sven Ulreich und seine Partnerin Lisa verlieren jüngst ihren sechsjährigen Sohn Len "nach langer, schwerer Krankheit". Das bewegt Florian Niederlechner vom TSV 1860 München zu einer besonderen Widmung.
Unfassbar: Nächster Verletzungsschock für Bayern-Star Pavlovic
Fußball-Nationalspieler Aleksandar Pavlovic wird Bayern München erneut einige Zeit fehlen. Wie der Meister mitteilte, erlitt der 21-Jährige im Freitagstraining eine Fraktur der Augenhöhle und wurde bereits erfolgreich operiert. Der Mittelfeldspieler war bereits in der vergangenen Saison immer wieder von seiner Gesundheit ausgebremst worden. Nach einem Schlüsselbeinbruch in der Hinrunde fehlte er in der Rückrunde lange wegen Pfeifferschem Drüsenfieber.
Bis zum Pflichtspielauftakt der Münchner am 16. August im Supercup beim VfB Stuttgart bleiben Pavlovic zwei Wochen Zeit, sechs Tage später geht es zum Bundesliga-Start gegen RB Leipzig. Am Samstag (15.30 Uhr) bestreitet der Rekordmeister gegen Olympique Lyon sein erstes Testspiel.
Emotionale Klub-Legende will Tottenham Hotspur sofort verlassen
Südkoreas bekanntester Fußballstar Heung-Min Son will den englischen Erstligisten Tottenham Hotspur nach zehn Jahren verlassen. Das kündigte der 33-jährige Offensivspieler bei einer Pressekonferenz in Seoul an, wo sich das Team derzeit auf die neue Premier-League-Saison vorbereitet. Bei den Fans des Londoner Klubs genießt Son Kult- und Legendenstatus, allerdings läuft der Vertrag des Kapitäns in einem Jahr aus - Tottenham müsste ihn also vorher verkaufen, um noch eine Ablöse zu erzielen.
"Das war eine der schwierigsten Entscheidungen meiner Karriere", sagte Son laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. Wohin ihn seine Reise führen soll, ließ er demnach offen. Allerdings ranken sich um Son schon seit längerem Abschiedsgerüchte: Laut dem Transferexperten Fabrizio Romano steht ein möglicher Wechsel in die nordamerikanische Major League Soccer im Raum. Demnach laufen bereits Verhandlungen mit Los Angeles FC. Son war im Sommer 2015 von Bayer Leverkusen nach London gewechselt und absolvierte in der Premier League 333 Spiele für die Spurs, in denen ihm 127 Tore gelangen.
Son sagte, die Spurs unterstützten seinen Wunsch, schon in diesem Sommer zu wechseln. Trainer Thomas Frank sagte: "Er ist eine Spurs-Legende, in jeglicher Hinsicht." Son sei seiner Meinung nach einer der besten Flügelspieler, die es in der Premier League je gegeben habe. "Ich denke es ist wohl der perfekte Zeitpunkt, auf einem Hoch zu gehen."
Schwimm-Gigant Wellbrock sorgt für große Überraschung
13 Tage nach seinem vierten Freiwasser-Gold in Singapur ist Florian Wellbrock bei der WM mit einer starken Leistung ins Finale über 1500 Meter Freistil geschwommen. Der Tokio-Olympiasieger gewann seinen Vorlauf souverän in 14:44,81 Minuten und verbuchte auch insgesamt die beste Zeit.
"Ein bisschen erleichtert, nicht nur zufrieden" war Wellbrock mit Blick auf die Enttäuschungen der jüngsten Vergangenheit. Schmunzelnd fügte er an: "Ich habe in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, morgens eine Runde weiterzukommen. Das ist die schnellste Vorlaufzeit, die ich jemals hingelegt habe, das ist extrem cool."
Sven Schwarz, Vizeweltmeister über 800 Meter, qualifizierte sich als Viertschnellster in 14:45,31 Minuten ebenfalls ohne Probleme für den Endlauf am Sonntag (13.31 Uhr). Olympiasieger Bobby Finke aus den USA kam auf Platz fünf, der irische Titelverteidiger Daniel Wiffen verzichtete auf seinen Start.
Abgetauchte Klosterhalfen setzt auf prominente Hilfe
Konstanze Klosterhalfen vertraut bei der erhofften Rückkehr in die Lauf-Weltspitze wieder auf ihren langjährigen Trainer Pete Julian. Nach einigen Versuchen mit anderen Coaches ist die 28 Jahre alte Leverkusenerin zurück bei dem US-Trainer in Colorado, wie sie bei den deutschen Meisterschaften in Dresden berichtete. "Es hat sich angefühlt, als hätten wir nie aufgehört, zusammenzuarbeiten", sagte Klosterhalfen. Sie ist froh, zurück in einem vertrauten Umfeld zu sein. Seit Februar trainierte sie in den USA, in Europa dann meist in der Schweiz.
In Dresden wurde sie drei Jahre nach ihrem gefeierten Europameistertitel von München Dritte über 5.000 Meter. Am Ende musste sie die Hindernis-Spezialistin Lea Meyer und Elena Burkard ziehen lassen. Das müsse man im Sport aber auch mal so hinnehmen. Das Training laufe gut, betonte die einstige WM-Dritte. "Es fehlt noch daran, es auf die Bahn zu bringen. Ich glaube ganz fest daran, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es muss nur noch irgendwie klick machen", betonte Klosterhalfen, die laut eigenen Worten vor einigen Wochen noch ziemlich krank war.
Rückblickend sprach die lange Zeit beste deutsche Langstreckenläuferin von zwei nicht einfachen Jahren. "Ich war komplett körperlich am Boden, weil ich komplett im Übertraining war", sagte Klosterhalfen. Nachdem sie die WM 2023 und Olympia 2024 verpasst hatte, sind auch die Weltmeisterschaften vom 13. bis 21. September in Tokio kein Thema. Die Norm für die 5.000 Meter liegt bei 14:50,00 Minuten, in Dresden lief Klosterhalfen 15:36,77 Minuten, beim Diamond-League-Meeting in Eugene vor einigen Wochen 15:14,22 Minuten.
Wirbel um Superstar: Sha'Carri Richardson löst Polizeieinsatz aus
100-Meter-Weltmeisterin Sha'Carri Richardson ist am vergangenen Wochenende vorübergehend festgenommen worden. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf einen Polizeibericht vom vergangenen Sonntag. Anlass für die Festnahme der US-Amerikanerin über Nacht war der Vorwurf eines Angriffs auf ihren Partner Christian Coleman, der ebenfalls ein Sprinter ist. Der US-Leichtathletikverband wollte sich zu dem Vorfall den Angaben zufolge nicht äußern.
Laut Berichten sollen sich Richardson und Coleman am Flughafen Seattle-Tacoma gestritten haben. Richardson soll Coleman demnach geschubst und am Rucksack gezogen haben. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Sicherheitskontrolle habe deswegen die Polizei hinzugezogen. Den Angaben zufolge verzichtete Coleman auf eine Anzeige und wollte nicht als Opfer gelten. Richardson holte bei der WM in Budapest 2023 Gold über 100 Meter. Bei den Olympischen Spielen in Paris im vergangenen Sommer lief sie zu Silber und holte die Goldmedaille mit der 4x100-Meter-Staffel.
Swiatek macht kurzen Prozess mit deutscher Tennis-Hoffnung
Eva Lys hat beim Tennis-Masters in Montreal erwartungsgemäß gegen Wimbledon-Siegerin Iga Swiatek verloren und ist in der dritten Runde ausgeschieden. In nur 72 Minuten bezwang die an Position zwei gesetzte Polin die letzte verbliebene deutsche Spielerin im Turnier mit 6:2, 6:2. Lys hatte in dem Match nur eine Chance auf ein Break, die ungenutzt blieb.
Überraschend ausgeschieden ist Jessica Pegula. Die an Nummer drei gesetzte US-Amerikanerin unterlag Anastasija Sevastova 6:3, 4:6, 1:6. Die Lettin ist derzeit nur die Nummer 386 der Welt. Seit die inzwischen zurückgetretene ehemalige deutsche Nummer eins Angelique Kerber im vergangenen Jahr in Indian Wells gegen Jelena Ostapenko gewann, hat nach Angaben von US-Medien niemand mit einem niedrigeren Ranking eine Spielerin aus den Top 10 geschlagen. Pegula ist die Nummer vier der Tennis-Weltrangliste.
Lionel Messi bekommt unwiderstehliches Angebot
Dribbelt Lionel Messi noch mit 41 in Florida? Inter Miami will schon seit längerer Zeit mit dem Weltmeister verlängern, die Verhandlungen sollen laufen. Das Besondere: Die Vertragslaufzeit beim MLS-Klub darf der Argentinier angeblich selbst bestimmen. Das zumindest berichtet die spanische Sportzeitung "Marca".
Miami soll seinem 38 Jahre alten Kapitän demnach einen Vertrag über mindestens drei Jahre (bis 2028) anbieten, er dürfe aber so lange bleiben, wie er möchte. Auch ein Posten neben dem Platz soll für Messi, der auch Anteilseigner beim Klub aus Florida ist, im Bereich des Möglichen liegen. Der ursprüngliche Vertrag des Argentiniers läuft im Dezember 2025 aus.
Messi war im Juli 2023 nach Miami gewechselt und erzielte bislang in 43 Ligaspielen 39 Tore. Dazu lieferte er 25 Vorlagen. Mit Argentinien peilt der Rekordnationalspieler eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA an. Es wäre Messis sechste WM - der Rekord liegt derzeit bei fünf Teilnahmen. Allerdings hat auch sein ewiger Dauerrivale Cristiano Ronaldo mit Portugal die Chance auf ein sechstes WM-Turnier.
Tennis-Superstar Djokovic kauft sich bei Fußballklub ein
Tennis-Star Novak Djokovic steigt als Teilhaber beim französischen Fußball-Zweitligisten Le Mans FC ein. Wie der Ligue-2-Klub mitteilte, werden neben dem Grand-Slam-Rekordchampion auch die ehemaligen Formel-1-Piloten Felipe Massa und Kevin Magnussen Finanzpartner des Aufsteigers. Möglich ist das über den brasilianischen Investmentfonds Outfield.
"Die Besonderheit dieses Fonds liegt auch in seinem Beitrag von Spitzensportlern", wird Präsident Thierry Gomez zitiert. So seien Djokovic, Massa und Magnussen "Teil des Abenteuers". Auch die Firma Oakberry, dessen Gründer Georgios Frangulis mit der Tennis-Weltranglistenersten Aryna Sabalenka liiert ist, erhält Anteile am ehemaligen Ligue-1-Klub. Die Höhe der Investitionen sind nicht bekannt.
Le Mans spielte 2016/17 noch in der fünften Liga. Seitdem ging es stetig nach oben, in der vergangenen Saison gelang der Aufstieg in die 2. Liga. "Wir müssen uns bewusst sein, dass sich das Wirtschaftsmodell des Fußballs verändert hat. Die Elite ist kleiner geworden und neue Investoren sind hinzugekommen. Um in diesem neuen Kontext zu bestehen und weiter zu wachsen, müssen wir uns anpassen", erklärte Gomez.