Eigentor vom Torwart: Pauli-Abstieg gerät besonders bitter
Der FC St. Pauli verliert das entscheidende Spiel gegen Wolfsburg mit 1:3 und muss sich aus der Bundesliga verabschieden. Besonders bitter fällt der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2, der nach VAR-Eingriff dennoch bestehen bleibt.
Reus glänzt, Müllers Comeback läuft bitter
Marco Reus hat den sechsten Saisonsieg seiner Los Angeles Galaxy in der Major League Soccer (MLS) mit einem Traumpass eingeleitet. Der Ex-Nationalspieler bediente beim 2:0 (1:0) gegen Seattle Sounders FC mit einem perfekt getimten Zuspiel den Brasilianer Gabriel Pec, der keine Mühe mehr hatte, die Führung zu erzielen (23.). Zum Endstand traf Matheus Nascimento (90.+2).
Galaxy (21 Punkte) rückte mit dem Sieg in der Western Conference näher an Spitzenreiter Vancouver Whitecaps heran. Beim Comeback des zuletzt erkrankten Thomas Müller verloren die Kanadier bei Houston Dynamo 0:1 (0:0). Das Tor des Tages fiel in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit, Müller war zuvor ausgewechselt worden. Die Whitecaps spielten nach der Roten Karte gegen Torwart Yohei Takaoka in Unterzahl.
Nach Sensationsrunde auf einmal auf Titelkurs: Deutscher Golfprofi macht Riesensprung
Der deutsche Golfprofi Matti Schmid hat sich am dritten Tag der PGA Championship mit einer herausragenden Leistung in die Spitzengruppe gespielt. Beim Turnier nahe Philadelphia absolvierte der 28-Jährige die dritte Runde auf dem Kurs des Aronimink Golf Club am Samstagnachmittag (Ortszeit) mit nur 65 Schlägen und schob sich um 28 Plätze nach vorne auf den geteilten zweiten Platz.
Beim zweiten Major des Jahres hatten aus deutscher Sicht am Donnerstag zunächst Martin Kaymer und Stephan Jäger als Führende nach Tag eins aufgetrumpft, vor dem abschließenden Finaltag sorgte nun Schmid für Aufsehen: Mit 206 (69+72+65) Schlägen hat er nur zwei Schläge Rückstand auf den US-Amerikaner Alex Smalley auf Platz eins.
Cristiano Ronaldo kassiert nächste dicke Enttäuschung
Cristiano Ronaldo muss weiter auf seinen ersten Titel nach seinem Wechsel nach Saudi-Arabien warten. Der Fußball-Weltstar aus Portugal unterlag mit seinem Klub Al-Nassr im Finale der AFC Champions League Two gegen Gamba Osaka 0:1. Al-Nassr war als klarer Favorit in das Spiel um den Titel im zweiten Klubwettbewerb des asiatischen Verbandes AFC gegangen. Doch im heimischen King Saud University Stadium schockten die vom Deutschen Jens Wissing (38) trainierten Japaner Ronaldo und dessen Mitspieler.
Trotz deutlicher Überlegenheit und zahlreicher Chancen insbesondere in der zweiten Halbzeit fand Al-Nassr vor 26.000 Zuschauern keinen Weg an der kompakten Defensive der Gäste vorbei. Den entscheidenden Treffer für Osaka erzielte Deniz Hummet nach 29 Minuten.
Bereits wenige Tage zuvor hatte Ronaldo den vorzeitigen Gewinn der saudi-arabischen Meisterschaft verpasst. Beim direkten Duell mit Verfolger Al-Hilal kassierte Al-Nassr in der Nachspielzeit ein kurioses Eigentor durch Torhüter Bento und musste sich mit einem 1:1 begnügen. Al-Nassr liegt zwei Punkte vor Al-Hilal und kann mit einem Heimsieg am Donnerstag den ersten nationalen Titel mit Ronaldo perfekt machen.
NFL-Gigant Aaron Rodgers lässt es doch nochmal krachen
Star-Quarterback Aaron Rodgers setzt seine Karriere in der NFL fort. Der 42 Jahre alte Spielmacher unterschreibt laut übereinstimmenden Medienberichten einen neuen Einjahresvertrag bei den Pittsburgh Steelers. Damit geht Rodgers, viermal wertvollster Spieler der Liga und Super-Bowl-Champion 2011 mit den Green Bay Packers, im Herbst in seine 22. Saison in der National Football League.
Im vergangenen Jahr war er zu den Steelers gewechselt. Mit der Vertragsverlängerung, die bis zu 25 Millionen Dollar wert sein soll, kommt es in Pittsburgh zu einer erneuten Zusammenarbeit zwischen Rodgers und Mike McCarthy. Der frühere Head Coach der Packers hatte im Januar das Amt bei den Steelers übernommen.. Rodgers und McCarthy arbeiteten über viele Jahre in Green Bay zusammen und feierten im Super Bowl XLV gegen Pittsburgh gemeinsam den Titel.
Nagelsmann reagiert auf scharfe Hoeneß-Attacke
Julian Nagelsmann hat sehr nachsichtig auf die jüngste scharfe Kritik von Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß an seiner Tätigkeit als Bundestrainer geübt. "Uli darf immer etwas zu mir sagen. Ich habe großen Respekt vor seinem Lebenswerk", sagte der 38-Jährige im ZDF-"Sportstudio". Hoeneß habe seine Nummer und könne ihn kontaktieren. "Ich freue mich immer, wenn er etwas hat. Wenn er Verbesserungspotenzial bei mir, beim Team, bei der Mannschaft sieht, darf er mich immer gerne anrufen", sagte der Bundestrainer.
Den Vorwurf von Hoeneß (74), er sei nach einem Gespräch "leicht beleidigt" gewesen, wies Nagelsmann aber sehr klar zurück. "Ich bin wirklich ganz, ganz selten beleidigt - wirklich. Ich versuche immer, Meinungen zu reflektieren", versicherte Nagelsmann. Hoeneß hatte dem Nationalcoach kurz vor der Weltmeisterschaft in mehreren Interviews unter anderem vorgehalten, dass er bei dem früheren Bayern-Coach "die Bereitschaft" vermisse, zuzuhören und etwas anzunehmen.
Hoeneß attackierte Nagelsmann auch, indem er sagte: "Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen - dann haben wir eine Chance." Faktisch stimmt dieser Vorwurf jedoch nicht, weil Nagelsmann seit der Heim-EM 2024 immer wieder zahlreiche verletzte Spieler fehlten.
Bei Bayer Leverkusen droht der Trainerknall
Bayer Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand hat inmitten der Debatte um seine Zukunft zumindest etwas Unterstützung aus der Mannschaft erhalten. "Ich würde gerne mit ihm weitermachen", sagte Torhüter Mark Flekken, er schränkte jedoch ein, dass er dabei nur über seine eigene Beziehung zum Trainer sprechen könne: "Ich komme super mit ihm klar. Ich bin zufrieden." Laut "Kicker" soll es aber einen größeren Anteil an frustrierten Profis im Kader geben.
Sportchef Simon Rolfes wich der Trainerfrage nach dem 1:1 (0:0) gegen den Hamburger SV und dem Verpassen der Champions League aus. "Kasper hat einen Vertrag, deswegen müsste ich was verkünden, wenn es etwas anderes gäbe", sagte der Ex-Profi. Auf die Frage, wann es Klarheit auf der Trainerposition geben solle, antwortete er: "Wir wollen in möglichst vielen Sachen so schnell wie möglich Klarheit haben."
Hjulmand leitete die Frage nach seiner Zukunft an Rolfes weiter. "Ich habe einen Vertrag für nächste Saison. Darauf bin ich fokussiert", sagte er. Laut Medienberichten muss Hjulmand dennoch im Sommer gehen. Als Nachfolger werden der frühere Bundesliga-Coach Oliver Glasner, der Brasilianer Filipe Luís oder der Spanier Míchel vom FC Girona gehandelt.