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Unicef-Bericht100.000 Menschen aus dem Südsudan nach Äthiopien geflohen

17.03.2026, 15:41 Uhr
Im-Sudan-herrscht-seit-April-2023-ein-blutiger-Machtkampf-zwischen-De-facto-Machthaber-Abdel-Fattah-al-Burhan-und-seinem-einstigen-Stellvertreter-Mohamed-Hamdan-Daglo-der-die-RSF-kommandiert
(Foto: Eva-Maria Krafczyk/dpa)

Infolge des Konflikts zwischen der Regierung und der Opposition im Südsudan sind nach Angaben von Unicef etwa 100.000 Menschen nach Äthiopien geflohen.

Das UN-Kinderhilfswerk erklärte, dass im gesamten östlichen Bundesstaat Jonglei "Gewalt und Konflikte wüten", was zu einer sich verschlechternden Lage für Kinder führe. Die südsudanesische Armee hatte die Bevölkerung Anfang März dazu aufgerufen, die von der Opposition beherrschte Stadt Akobo in Jonglei zu verlassen. Akobo gilt als Brennpunkt bei den jüngsten Kämpfen zwischen der Regierung und der Opposition, die das Land erneut an den Rand eines Bürgerkriegs getrieben haben.

Die südsudanische Armee gibt an, die Kontrolle über Akobo übernommen zu haben, was sich nicht überprüfen lässt. Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr aus Sicherheitskreisen, dass die Armee eine Kaserne in Akobo eingenommen und Gebäude in der Umgebung zerstört habe, um eine Pufferzone zu schaffen.

Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt und hatte sich 2011 vom Sudan abgespalten. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage im Land zunehmend verschlechtert, nachdem der Konflikt zwischen Anhängern des Präsidenten Salva Kiir und Unterstützern des festgenommenen Vizepräsidenten Riek Machar wieder aufgeflammt war.

Ein 2018 geschlossenes Friedensabkommen, das einen fünfjährigen Bürgerkrieg mit rund 400.000 Todesopfern beendet hatte, war vor wenigen Wochen gescheitert. Seitdem kam es erneut zu zahlreichen gewaltsamen Zusammenstößen.

Quelle: ntv.de, AFP

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