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Allianz-Versicherung Ablenkung beim Autofahren durch moderne Technik wird zunehmend zur Gefahr

01.03.2023, 13:45 Uhr
Eine-Frau-sitzt-mit-Handy-am-Steuer
Eine Frau sitzt mit Handy am Steuer. (Foto: Melissa Erichsen/dpa/Symbolbild)

Navi bedienen, Musik auswählen, Textnachrichten lesen - die Ablenkung beim Autofahren durch moderne Technik wird laut Allianz-Versicherung zunehmend zur Gefahr. "Das Unfallrisiko erhöht sich durch die Bedienung moderner Kommunikations-, Unterhaltungs- und Komforttechniken um rund 50 Prozent", teilte das Allianz-Zentrum für Technik am Mittwoch in München mit.

Die Sicherheitsforscher hatten im vergangenen Sommer mehr als 1200 Autofahrer und -fahrerinnen befragt. 32 Prozent sagten, sie lesen Textnachrichten während des Fahrens. 26 Prozent tippen Textnachrichten am Steuer. Deutlich höher ist dabei der Anteil der jungen Autofahrer bis 24 Jahre: "Vier von zehn tippten oder lasen elektronische Nachrichten mit dem Handy in der Hand." Mehr als die Hälfte aller Befragten bediente das Navi, um zum Beispiel ein Ziel einzugeben. Und "87 Prozent der Befragten, die ihr Radio über den Bordcomputer bedienen müssen, machen das beim Fahren", sagte Studienautor Jörg Kubitzki. "Das erhöht das Unfallrisiko um 89 Prozent."

Die Folgen sind fatal: «Im Jahr 2021 gab es laut Polizei bundesweit 117 Tote und mehr als 8000 Verletzte in Unfällen, bei denen die Fahrer abgelenkt waren", sagte Christoph Lauterwasser, Leiter des Allianz Zentrum für Technik. "Das sind fünf Prozent der Getöteten. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weit höher sein." International seien die berichteten Anteile noch höher.

Quelle: ntv.de, dpa

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