Fremdenfeindliche VorfälleAusreise-Angebot: Nigeria leitet Rückflüge für Staatsbürger in Südafrika ein

Angesichts von ausländerfeindlichen Vorfällen in Südafrika hat Nigeria Flüge zur Rückholung von in dem Land lebenden Staatsbürgern in die Wege geleitet
Angesichts von ausländerfeindlichen Vorfällen in Südafrika hat Nigeria Flüge zur Rückholung von in dem Land lebenden Staatsbürgern in die Wege geleitet. Die südafrikanische Regierung unternehme nicht genug, um gegen fremdenfeindliche Gewalttaten vorzugehen, kritisierte ein Sprecher des nigerianischen Außenministeriums am Montag. In mehreren Fällen seien "Nigerianer bedroht worden", zudem seien im vergangenen Monat zwei nigerianische Staatsbürger bei Zusammenstößen mit südafrikanischen Sicherheitskräften getötet worden.
Der südafrikanische Botschafter sei am Montag vom Außenministerium in Abuja einbestellt worden, "um über dokumentierte Fälle von Misshandlung nigerianischer Staatsbürger und Angriffe auf deren Geschäfte zu sprechen", erklärte der Außenamtssprecher. "Wenn diejenigen, die die Angriffe verüben, nicht bestraft, nicht befragt und nicht gestoppt werden - dann lässt man sie indirekt tun, was immer sie tun."
Bislang hätten rund 130 in Südafrika lebende Nigerianerinnen und Nigerianer den Wunsch geäußert, das Ausreise-Angebot anzunehmen. Dazu gehörten sowohl Menschen mit legalem Aufenthaltsstatus in Südafrika, die aus Sicherheitsbedenken ausreisen wollten, als auch Migranten ohne Papiere. Südafrika ist ein wichtiges Ziel für afrikanische Einwanderer auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen. In den vergangenen Jahren gab es im Land immer wieder ausländerfeindliche Gewalt gegen Migranten aus anderen afrikanischen Ländern.