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Aufwertung gefordertBehörden-Präsident: Ausbildungsmarkt verliert weiter an Attraktivität

10.08.2023, 11:36 Uhr
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Laut einer Rangliste des Bundesinstituts für Berufsbildung entschieden sich junge Frauen 2014 am häufigsten für eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Foto: Daniel Bockwoldt (Foto: dpa)

Die betriebliche Ausbildung muss nach Einschätzung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) deutlich aufgewertet werden, um mehr junge Leute zum Berufsstart anzuziehen. "Der Ausbildungsmarkt hat für junge Menschen im Jahr 2022 trotz aller Bemühungen weiter an Attraktivität verloren", erklärte Behörden-Präsident Hubert Esser. "Es steht zu befürchten, dass diese Entwicklung auch 2023 anhalten wird."

Das sei mehr als alarmierend. Die Berufsbildung müsse als gleichberechtigt zur akademischen Bildung anerkannt werden. Zudem müsse das Berufsbildungssystem "flexibler, inklusiver und exzellenter" werden. Auch die Bedingungen für qualifizierte Zuwanderung müssten durch attraktive Angebote verbessert werden.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der bis 30. September neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nur um 2100 auf 475.100 gestiegen, wie das BIBB in seiner jährlichen Erfassung bereits im Dezember mitgeteilt hatte. Das waren fast zehn Prozent weniger als vor der Corona-Pandemie.

In diesem Jahr sieht die Entwicklung nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) kaum besser aus. Allerdings ist der seit dem Bewerbungsjahr 2017/2018 zu verzeichnende kontinuierliche Rückgang der Bewerbungsmeldungen zu einem Halt gekommen, wie die BA Anfang August mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres in vielen Branchen festhielt.

Bis Ende Juli 2023 gab es rechnerisch 116.800 mehr gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber. Über die Sommermonate verringert sich die Zahl der offenen Stellen und der unversorgten Ausbildungsuchenden in der Regel noch deutlich. Zum Bilanzzeitpunkt Ende September wird die Stellenzahl die Bewerberzahl laut BA aber erneut deutlich übersteigen.

Quelle: ntv.de, RTS

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