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Im RegierungsviertelBerlin soll eine Yad-Vashem-Straße bekommen

02.06.2026, 15:48 Uhr
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Im Berliner Regierungsviertel soll ein Teil der Dorotheenstraße nach der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem benannt werden.

Der angestrebte Termin dafür ist der 20. Januar 2027, der 85. Jahrestag der Wannseekonferenz, wie eine Senatssprecherin sagte. Bei der Wannseekonferenz hatten 1942 hochrangige NS-Funktionäre über die systematische Ermordung von bis zu elf Millionen Juden Europas beraten. Ziel der Besprechung in einer Villa am Wannsee war es, die Umsetzung des Völkermords zu beschleunigen.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sagte, mit der Umbenennung erhalte die Gedenkstätte Yad Vashem einen besonderen Ort mitten im Regierungsviertel. "Berlin zeigt damit deutlich: Die Erinnerung an die Schoah und an dieses im deutschen Namen begangene Menschheitsverbrechen bleibt ein fester und unverrückbarer Teil unserer Geschichte."

Der Freundeskreis Yad Vashem, auf den die Initiative zu der Straße in Berlin zurückgeht, begrüßte den Senatsbeschluss und den angekündigten Termin. "Die Symbolik des Datums ist enorm. Es hätte kaum ein besseres für den Tag der Umbenennung geben können", sagte Kai Diekmann, der Vorsitzende des Freundeskreises.

Der Bundestag hatte der Umbenennung per Beschluss im Ältestenrat bereits zugestimmt. "Straßennamen prägen unser Gedächtnis im Alltag. Die Benennung der Yad-Vashem-Straße ist daher weit mehr als nur die Änderung eines Straßennamens", teilte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) dazu mit. "Yad Vashem steht weltweit für das Gedenken an die Opfer der Schoah und die Verpflichtung, das Unfassbare nicht in Vergessenheit geraten zu lassen."

Quelle: ntv.de, dpa

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