CO2-DifferenzverträgeBund ruft Milliarden-Programm für klimafreundliche Industrie ins Leben

Die Bundesregierung will energieintensive Industrieunternehmen mit bis zu fünf Milliarden Euro bei der Umstellung auf klimafreundlichere Produktionsverfahren unterstützen.
Dazu startete das Bundeswirtschaftsministerium am heutigen Dienstag das Gebotsverfahren für sogenannte CO2-Differenzverträge, wie das Ministerium mitteilte. Mit den Verträgen gleicht der Staat über 15 Jahre die Mehrkosten klimafreundlicher Verfahren gegenüber herkömmlichen Produktionsweisen aus, wobei auch die Entwicklung von Energie- und CO2-Preisen berücksichtigt wird. Die Fördermittel werden über einen Wettbewerb vergeben, bei dem Unternehmen angeben, mit welcher Unterstützung sie ihre Projekte umsetzen würden.
Im Vergleich zur ersten Förderrunde 2024 wurden die Bedingungen nach Rückmeldungen aus der Industrie flexibler gestaltet. So wurden laut Ministerium die Anforderungen an die CO2-Minderung gelockert: Nach vier Jahren müssen die Emissionen nun um mindestens 50 Prozent sinken, statt wie bisher um 60 Prozent nach drei Jahren.
Zudem sind nun auch Technologien zur Abscheidung und Speicherung von CO2 zugelassen. Teilnahmeberechtigte Firmen können ihre Gebote bis zum 7. September einreichen. Die noch ausstehende beihilferechtliche Genehmigung durch die EU-Kommission wird laut Ministerium in Kürze erwartet.