Cyberverbrechen Bund will künftig verstärkt Cyberattacken strafrechtlich verfolgen

Die Bundesregierung will künftig schärfer gegen die Verursacher von Cyberattacken vorgehen. Das kündigte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Johann Saathoff, am Dienstag auf dem Jahreskongress der Initiative "Deutschland sicher im Netz" (DsiN) in Berlin an. "Auf dem Gebiet der Cyberkriminalität sehe ich Handlungsbedarf", sagte der SPD-Politiker.
Die Polizeien im Bund und in den Bundesländern beobachteten weiterhin stark anwachsende Fallzahlen und insbesondere zunehmende Angriffe durch so genannte Ransomware. Diese Erpresser-Software, die Daten der betroffenen Opfer verschlüsselt, werde inzwischen im Netz sogar als Service angeboten. "Das finde ich schon extrem schräg, dass man diese Angriffssoftware einfach bestellen kann", sagte Saathoff.
Die Aufklärungsquote liege in diesem Bereich gerade mal bei 29 Prozent, auch weil die Täter ihre Spuren im Netz mit Anonymisierungsdiensten verschleierten oder vom Ausland aus agierten. Außerdem tauchten viele Straftaten nicht in der Statistik auf, weil es viele Unternehmen gebe, die den Erpressungsfall gar nicht gemeldet haben wollen, weil sie einen Imageverlust befürchteten.