VerbraucherschutzBundesamt: Entenfleisch häufig mit Keimen belastet

Bei Kontrollen von Entenfleisch in Deutschland sind in einem hohen Anteil der Proben Keime gefunden worden, die etwa Durchfall auslösen können. Die Nachweisrate für Campylobacter auf frischer Ente sei mit rund 61 Prozent im vergangenen Jahr deutlich höher gewesen als auf frischem Hähnchenfleisch (46 Prozent) und Putenfleisch (rund 11 Prozent). Das geht aus einem Bericht des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hervor.
Es handelt sich um Bakterien aus dem Verdauungstrakt von Tieren, die bei der Schlachtung auf das Fleisch gelangen können. Campylobacter gilt als häufigster bakterieller Durchfall-Erreger hierzulande. "Bitte nicht rosa essen, sondern nur gut durchgegart verzehren", sagte Andrea Luger, Abteilungsleiterin Lebensmittelsicherheit des BVL, in Berlin mit Blick auf die Ergebnisse von etwa 350 geschlachteten Enten und 375 Entenfleischproben.
Bei der Zubereitung müsse auf strenge Küchenhygiene geachtet werden, wie generell bei Geflügel. Mastenten waren laut BVL 2022 erstmals Untersuchungsgegenstand im sogenannten Zoonose-Monitoring.